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Monster-Sparprogramm bei den SBB: 1400 Stellen gestrichen 

Andreas Meier, CEO SBB. Bild: Screenshot/Tagesanzeiger

SBB-CEO Andreas Meyer an der Pressekonferenz in Bern am Donnerstagmorgen. bild: screenshot/tagesanzeiger



Heute präsentieren die SBB Details zum schon länger angekündigten Sparprogramm. Und für die Angestellten kommt es knüppeldick: Bis 2020 sollen 1400 Stellen wegfallen. Das hat die SBB am Donnerstag vor den Medien in Bern angekündigt.

Die Bahn stehe vor zahlreichen Veränderungen, sagte CEO Andreas Meyer an der Medienkonferenz und sprach unter anderem die Konkurrenz durch Fernbusse und Uber an.

Meyer wehrt sich gegen die Schlagzeilen, dass die SBB 1400 Stellen abbauen werden: «Ich würde sagen: Die SBB unternimmt Anstrengungen, damit die Preise nicht weiter steigen».

Mit den erwähnten Massnahmen sollen bis 2020 jährlich 1,2 Milliarden Franken eingespart werden. Damit soll die Wettbewerbsfähigkeit der Bundesbahnen sichergestellt werden. 

Der SBB-Nutzer wird von den geplanten Massnahmen kaum tangiert werden, verspricht die SBB: «Der Kunde soll von dem, was wir hier machen, nichts mitbekommen», sagte Projektleiter Markus Geyer.

Details zum Sparprogramm

Die Stellen werden in den Bereichen Administration, Verwaltung und im Betrieb abgebaut. Weil die SBB jedoch im gleichen Zeitraum mit einer Zunahme des Verkehrs rechnet, sollen gleichzeitig 200 Stellen geschaffen werden, vorab beim Zugs- und Reinigungspersonal, wie das Bahnunternehmen am Donnerstag an einer Medienkonferenz mitteilte.

Einsparen will die SBB bei der Beschaffung, bei den Investitionen und bei den Personalkosten. Die Massnahmen stehen im Zusammenhang mit dem bereits im November 2015 kommunizierten Programm «RailFit20/30». Dieses betrachtet die SBB als «zentrales Programm zur Umsetzung der SBB Strategie 2020».

«RailFit20/30» beinhaltet zudem Anpassungen bei den Sozialleistungen. Die SBB verweist darauf, dass sie bisher die Risikobeiträge der Pensionskasse alleine trage. Ab Januar 2017 sollen diese Beträge zwischen Arbeitgeber und Mitarbeitenden aufgeteilt werden. Deshalb werden allen Mitarbeitenden 0,8 Prozent Lohn abgezogen.

Obwohl die SBB darauf verweist, dass sie «dank gesteigerter Wettbewerbsfähigkeit eine sichere Arbeitgeberin» bleibe, bedeutet das in die Zukunft gerichtete Programm, dass die Interessen der Mitarbeitenden gegen jene der Bahnbenutzerinnen und -benutzer abgewogen werden. 

Die Sozialdemokraten reagieren auf Twitter kämpferisch auf die Ankündigung des SBB-CEOs. Ein Stellenabbau in diesem Ausmass unter Beibehaltung der Millionengehälter für die Kader sei nicht akzeptabel.

Kritik von der SP

SP-Fraktionschef Roger Nordmann fordert ebenfalls auf Twitter, dass sich der Bundesrat in der Fragestunde am Montag zu den Sparmassnahmen der Bundesbahnen äussert.

(wst/sda)

Mehr Informationen folgen.

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30Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • kaiser 22.09.2016 13:07
    Highlight Highlight Ein Sparprogramm hatte der Herr Meyer doch bereits 2011 angekündigt. Damals sollten ca. 550 Millionen bis 2017 eingespart werden. «Es werden Abläufe verbessert, aber auch Arbeitsplätze werden wegfallen», sagte Meyer.

    Was ist passiert? Betriebsaufwand jährlich um 200 Mio. Fr. erhöht - nicht reduziert. Personal jährlich um 1'000 auf aktuell ca 33'200 erhöht - nicht reduziert.

    Warum sollte es diesesmal anders sein?

    Ein Beispiel: Es soll 400 Mio bei Unterhalt, Material und IT gespart werden und gleichzeitig soll in neue Technologien und Digitalisierung investiert werden. Wie soll das gehen?
    4 3 Melden
  • sigma2 22.09.2016 12:25
    Highlight Highlight Hier waren ja die Mehrheit wie auch die meisten Parteien gegen die Service Public Initiative. Nun wird halt weiter der Gewinn und damit die Boni optimiert. Den Freipass dazu habt ihr den Bossen an der Urne gegeben.
    6 10 Melden
  • Spassvogel88 22.09.2016 12:07
    Highlight Highlight 700Franken abzug bei meinem Einkommen von ca. 5000Franken und jetzt soll ich nochmal 0.8% abdrücken?
    Will der mich verarschen?
    16 1 Melden
  • Brienne von Tarth 22.09.2016 11:38
    Highlight Highlight Unpopuläre Frage: Warum ist heutzutage Stellenabbau immer noch etwas schlimmes? In den letzten Jahren wurden Techniken entwickelt welche die Arbeit des Menschen übernehmen können und diese werden jetzt vermehrt eingesetzt. Somit ist die logische Folge das wir weniger arbeiten müssen was ja gut ist. Nur ist es halt so das wenn es drei Mitarbeiter in einem Betrieb sind, und durch neue Technik der Arbeitsaufwand von zwei Personen abgedeckt werden kann, der 3. entlassen wird anstatt das alle nur noch 66.66% arbeiten. Aber das müssen wir noch lernen und das werden wir (hoffentlich) auch.
    17 17 Melden
    • Syptom 22.09.2016 12:16
      Highlight Highlight Richtig Toll, dann kannst du ja meine Rechnungen bezahlen. Danke.
      17 3 Melden
    • Brienne von Tarth 22.09.2016 12:29
      Highlight Highlight Und verdammt man... ich hoffe ja jedesmal das es Blitze UND Herzen gibt bei meinen Kommentaren aber bitte, schreibt doch drunter warum ihr das nicht so seht... Denn genau das ist es, was mich interessiert. Genau deswegen verfasse ich Kommentare um auch die Sicht der anderen zu meiner Meinung zu hören.
      2 11 Melden
    • Sämuu 22.09.2016 12:30
      Highlight Highlight Brienne, ich hoffe du wirst durch eine Maschine ersetzt.
      12 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • EvilBetty 22.09.2016 11:23
    Highlight Highlight Wie konkurrenziert Uber die SBB?
    28 13 Melden
    • NiemandVonNirgendwo 22.09.2016 11:36
      Highlight Highlight S-Bahn ersatz?
      25 4 Melden
    • Pisti 22.09.2016 12:30
      Highlight Highlight Überhaupt nicht!
      2 2 Melden
  • ottonormalverbraucher 22.09.2016 10:27
    Highlight Highlight Jetzt sollte einfach niemand überrascht sein.
    41 3 Melden
    • strieler 22.09.2016 10:50
      Highlight Highlight McKinsey - stand auf jeden Fall mal so im Blick gestern..
      20 2 Melden
  • Stephan Locher 22.09.2016 10:27
    Highlight Highlight Liebes Watson Team: Wenn soviele Leute auf die Strasse gestellt werden, weshalb holt Ihr dann kein Statement vom SEV oder einer anderen Gewerkschaft?

    Die SP kann sich darum nicht auch noch kümmern, soviel wie momentan schief läuft...
    33 26 Melden
    • Adrian Eng 22.09.2016 10:40
      Highlight Highlight Wir sind dran... Kommt bald.
      46 5 Melden
    • ch2mesro 22.09.2016 10:54
      Highlight Highlight die sbb hat rund 1800 abgänge pro jahr. es sollen 1400 stellen bis 2020 gestrichen werden, sprich 350 pro jahr....
      38 8 Melden
    • Stephan Locher 22.09.2016 11:58
      Highlight Highlight Danke fürs relativieren ch2mesro und Danke fürs dran bleiben Adrian Eng.
      Vielleicht bin ich beim Thema Stellenlose momentan etwas übersensibilisiert.
      5 3 Melden
  • Asmodeus 22.09.2016 10:06
    Highlight Highlight Aber Hauptsache die Preise können erhöht werden und Andreas Meyer bekommt noch mehr Kohle in den Hintern gestopft.

    Will der Kerl unbedingt der SBB dasselbe antun, was er schon bei den Berliner Bahnen verbockt hat?
    139 26 Melden
    • C0BR4.cH 22.09.2016 10:43
      Highlight Highlight @Scrambler

      Aber Hauptsache zu behaupten, jemand hätte keinen blassen Schimmer und dann das Warum weglassen ^^
      73 14 Melden
    • chara 22.09.2016 12:33
      Highlight Highlight Weill die Verwaltung und die Administration sowas von aufgebläht sind...wenn man nicht bei dieser Institution gearbeitet hat kann man sich das kaum vorstellen...aber ich hoffe es trifft auch diejenigen welche das so wollen, ich habe z.B. für eine Präsentation durch meinen damaligen VG und dessen VG sicherlich 20x den Inhalt überarbeitet und das war nicht nur bei mir usus...Während der Präsi waren dann alle Führungskräfte damit beschäftigt, ihre EMails zulesen/beantworten...

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