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Jacqueline Fehr fordert den Abgang von SP-Chef Christian Levrat

Jacqueline Fehr fordert den Abgang von SP-Chef Levrat

05.11.2019, 06:3805.11.2019, 07:26
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Die Zürcher SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr hat in einem Zeitungsbeitrag offen den Abgang von SP-Chef Christian Levrat an der Spitze der Partei gefordert. «Wir brauchen einen Wechsel an der Spitze», schrieb Fehr in einem Gastbeitrag für die «Linke Zürcher Zeitung».

Das Gesicht der SP Schweiz müsse in den kommenden Jahren weiblich und jung sein, schrieb Fehr in der Wochenzeitung weiter. Gegenüber der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Dienstag präzisierte Fehr, Levrats Amtsdauer als Parteipräsident laufe im Frühling aus, womit sich die Frage stelle, ob der 49-Jährige nochmals gewählt werden solle. «Ich finde: nein», wird Fehr zitiert.

"Wir brauchen einen Wechsel": Die Zürcher SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr fordert den Rücktritt des Kollegen Christian Levrat an der Parteispitze. (Archivbild)
«Wir brauchen einen Wechsel»: Die Zürcher SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr fordert den Rücktritt des Kollegen Christian Levrat an der Parteispitze.Bild: KEYSTONE

Als mögliche Kandidatinnen für Levrats Nachfolge nennt Fehr der Zeitung zufolge etwa die Nationalrätinnen Mattea Meyer (ZH), Nadine Masshardt (BE), Flavia Wasserfallen (BE), Samira Marti (BL) und Barbara Gysi (SG).

Der Freiburger Ständerat Christian Levrat steht seit über elf Jahren an der Spitze der SP. Nach den eidgenössischen Wahlen vom Oktober und den Sitzverlusten der SP waren Stimmen zu einer Erneuerung der Parteispitze laut geworden.

Gemäss Medienberichten soll Levrat intern seinen Rückzug bereits angekündigt haben. Dieser äusserte sich bisher öffentlich jedoch nicht dazu. Levrat kandidiert im Kanton Freiburg erneut für den Ständerat. Beim zweiten Wahlgang am 10. November treten neben ihm der Bisherige Beat Vonlanthen (CVP) und Johanna Gapany (FDP) an. (sda)

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46 Kommentare
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Baron Swagham IV
05.11.2019 07:57registriert Februar 2019
Also ich bin für dynamisch und kompetent. Alter und Geschlecht sind sekundär
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FrancoL
05.11.2019 08:51registriert November 2015
Die Frage ist doch: Will sich die SP weiter dezimieren oder will sie eine Spitze wählen, die bezüglich AUSRICHTUNG und PROGRAMMEN, jenseits von der Geschlechterfrage, mehr zu bieten hat als in den Letzten Jahren.
Sollte die Geschlecherfrage weiter so bewirtschaftet werden wird es die Partei der Personalfragen und kaum je wieder die alte Stärke erlangen.
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zaphod67
05.11.2019 08:06registriert Mai 2018
Über 50% der möglichen Anwärter werden also von vornherein ausgeschlossen. Tolles Demokratieverständnis.
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