Schweiz
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5700 Zuschauer auf 5700 Sitzplätzen: So will der CEO des EV Zug die Hockey-Saison starten

Maskenpflicht, keine Stehplätze, keine Gästefans und personalisierte Sitzplätze: Mit diesen Massnahmen möchte Patrick Lengwiler, CEO des EV Zug, die Saison im September beginnen.

Othmar von Matt / ch media



Patrick Lengwiler (41) ist seit 2012 CEO des EV Zug. Er machte den Klub zum Wirtschaftsunternehmen und gilt als wichtige Stimme im Eishockey.

Wie dramatisch ist die Situation der Eishockeyklubs?
Patrick Lengwiler:
Die Sport-, Event- und Kulturbranche mit Veranstaltungen über 1000 Zuschauern kann mit der 1000er-Regel nicht überleben. Die Wirtschaftlichkeit ist nicht gegeben.

Der CEO des EV Zug Patrick Lengwiler waehrend der Saison Medienkonferenz des EV Zug vom Montag 10. September 2018 in Zug. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Patrick Lengwiler: «Wir können uns diese Schockstarre nicht länger leisten.» Bild: KEYSTONE

Was würde es für den EV Zug bedeuten, wenn bis Ende Jahr nur 1000 Zuschauer erlaubt wären?
Dann fragt sich, ob die Meisterschaft ab Januar beginnen kann. Zuschauer, Sponsoren und Gastronomie an den Heimspielen machen für uns heute 80 Prozent der Einnahmen aus. Jedes Spiel ohne Zuschauer kostet uns 600'000 Franken, jedes Spiel mit 1000 Zuschauern etwa 500'000 Franken.

>> Coronovirus: Alle News im Liveticker

Gäbe es im Eishockey Konkurse?
Das ist sehr wohl möglich. Beim EVZ ist nicht die Liquidität das Problem. Saisonkartenbesitzer und Sponsoren blieben zum grossen Teil an Bord. Das Geld ist also auf dem Konto, möglicherweise können wir dafür aber keine Leistung erbringen. Dann müssen wird dies zurückzahlen und sind überschuldet.

Was ist, wenn die 1000er-Regel bis am 31. März besteht?
Dann gibt es gar keine Eishockeysaison. Kein Klub überlebt es, wenn er eine ganze Saison mit nur 1000 Zuschauern spielen muss.

Geneve-Servette's players and Lausanne's players (white) in action, during a National League regular season game of the Swiss Championship between Geneve-Servette HC and Lausanne HC behind closed doors, at the ice stadium Les Vernets, in Geneva, Switzerland, Friday, February 28, 2020. All games of the National League of the Swiss Championship are played behind closed doors due to the advancement of the (Covid-19) coronavirus in Switzerland. The Swiss confederation announced today that all events involving more than 1,000 people would be banned until 15 March. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Die Eishockeyklubs wollen keine Spiele vor leeren Rängen mehr. Bild: KEYSTONE

Die Klubs gingen in Konkurs?
Entscheidend ist: Gäbe es dann Bundesgelder à fonds perdu, damit die Klubs nach der Krise wieder aufstarten könnten? Wenn nicht, wäre der Spitzensport tot.

Wie viel Bundesgeld à fonds perdu würde ein Klub benötigen?
Das dürften im Schnitt zwischen 10 bis 15 Millionen Franken sein.

«Dank unserem Ticketsystems wissen wir genau, wer auf welchem Platz sitzt. Da sind wir viel weiter, als man es etwa auf Bahnhöfen oder in Zügen ist.»

Die Bossard-Arena hat 7200 Plätze, davon 4500 Sitzplätze. Wie sieht das Schutzkonzept des EVZ aus?
Die Eishockey-Liga gibt die Stossrichtung für die Schweiz vor: Jeder im Stadion muss eine Maske tragen, es gibt keine Stehplätze und keine Gästefans.

Was heisst das für den EVZ?
Wir würden unsere 2400 Stehplätze in etwa 850 Sitzplätze umfunktionieren und kämen damit auf eine Gesamtkapazität von 5700 Zuschauern.

Und wie viele wären in der Arena?
Unser Schutzkonzept besagt: Alle Sitzplätze sind besetzt. Wir hätten 5700 Zuschauer, alle mit Masken. Sie holen Würste und Bier an den Verpflegungsständen, essen aber auf ihren Sitzen. Dank unserem Ticketsystem wissen wir genau, wer auf welchem Platz sitzt. Da sind wir viel weiter, als man es etwa auf Bahnhöfen oder in Zügen ist.

Blick in die neue Bossard Arena beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem EV Zug und dem SC Bern am Freitag, 10. September 2010, in der Bossard Arena in Zug. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

So voll wird die Bossard-Arena des EV Zug lange nicht mehr sein. Stehplätze gibt es keine mehr. Sie werden zu Sitzplätzen umfunktioniert. Bild: KEYSTONE

Und wenn jemand infiziert ist?
Dann wissen wir, wen man in Quarantäne nehmen muss. Daniel Koch sagt, es betrifft nur Personen in der direkten Umgebung.

«Es braucht mehr Eigenverantwortung statt Bevormundung. Jeder kann selbst entscheiden, ob er an eine Grossveranstaltung gehen will.»

Geht es nicht zu weit, alle 5700 Sitzplätze zu besetzen?
Eine starre Zahl von 1000 Zuschauern macht keinen Sinn. Es kommt doch auf die Grösse einer Anlage an. Und warum nicht alle Plätze? Auch in einem Flieger sind alle Plätze belegt. Wenn man mit Maske in einer A-380 mit 600 Personen sechs Stunden reisen darf, ist auch ein Eishockeyspiel mit Maske möglich, das zweieinhalb Stunden dauert. Aber es geht noch um etwas anderes.

Um was?
Wir vertreten die Haltung, dass Panikmacherei fehl am Platz ist, wie sie heute in der Schweiz betrieben wird. Wir müssen noch lange mit dem Virus leben und lernen, mit ihm umzugehen. Es soll Normalität in den Alltag kommen. Wir können uns diese wirtschaftliche und gesellschaftliche Schockstarre nicht länger leisten. Das bedeutet nicht, dass wir fahrlässig sein sollen. Schutzkonzepte und Maskenpflicht sind richtig. Es braucht aber mehr Eigenverantwortung statt Bevormundung. Jeder kann selber entscheiden, ob er an eine Grossveranstaltung gehen will.

Der SC Bern hätte 10'500 Sitzplätze zur Verfügung

Dass alle Sitzplätze besetzt werden, ist auch eine von drei Varianten im Schutzkonzept des SC Bern. Es wurde mit Unterstützung von Daniel Koch erstellt, dem ehemaligen Leiter der Abteilung «Übertragbare Krankheiten» beim Bundesamt für Gesundheit. «Das wäre die optimale Variante», sagt CEO Marc Lüthi. Sie sei nicht so problematisch. «Entscheidend bei einem Spiel sind Einlass, Auslass und Bewegungsströme», sagt er. Diese seien im Schutzkonzept geregelt. Die zwei anderen Varianten betreffen mögliche Entscheide des Bundesrats zur 1000er-Regel. Die Postfinance Arena bietet normalerweise 17031 Zuschauern Platz. Voll auf Sitzplätze umgerüstet wären es ungefähr 10'500 Plätze, wie Lüthi sagt.

Sie kritisierten, dass Politiker die Situation des Sports verkennen.
Gesundheitsdirektoren sagten, es sei ja nicht so schlimm, wenn Sportklubs mit ihren überbezahlten Stars eine Zeit lang nicht spielen könnten. Das ist Stammtischgeplapper. Diese Politiker verkennen, was an einem Sportklub hängt. Wir haben beim EVZ 120 Festangestellte und 220 Teilzeitangestellte, betreiben eine Nachwuchsorganisation mit 300 Kindern und Jugendlichen. Das ist alles EVZ, alle sind betroffen.

Was ist der höchste Lohn eines Spielers?
Wir haben ein paar wenige Spieler, die zwischen einer halben und dreiviertel Million Franken verdienen.

«Das Bundesamt für Sport hat für mich auf der ganzen Linie versagt. Dieses Bundesamt sollte sich für den Sport einsetzen.»

Wie beurteilen Sie die Arbeit von Sportministerin Viola Amherd?
Wenn man ein Hilfspaket macht, aber kein Klub trotz der misslichen Lage davon Gebrauch macht, dann ist vielleicht das Paket falsch. Die Konkurse würden einfach aufgeschoben.

Bundesrätin Amherd hat nicht verstanden, was passiert?
Meine Kritik geht weniger an Bundesrätin Amherd, als vielmehr an das Bundesamt für Sport. Es hat für mich auf der ganzen Linie versagt. Dieses Bundesamt sollte sich für den Sport und all die damit verbundenen Arbeitsplätze und auch dessen Stellenwert einsetzen.

Wie geht es nun weiter?
Der Entscheid vom Mittwoch wird die Situation nochmals akzentuieren. Sollte uns – nach über einem halben Jahr – weiterhin verboten werden, die notwendigen Erträge selber zu erwirtschaften, braucht es staatliche Hilfe in Form von Beiträgen à fonds perdu. Wir haben schon einen sehr grossen Schaden erlitten und tragen diesen selber. Wir haben einen Investitions- und Einstellungsstopp verhängt. Und ich habe beim EVZ alle Spieler und Angestellten sensibilisiert, dass der Tag X kommen wird, an dem wir festlegen, wem man den Lohn um wie viele Prozente kürzt. Schon heute stundet der Klub jenen Geld, die viel verdienen.

Wann kommt dieser Tag X?
Sobald wir wissen, ob und mit wie vielen Zuschauern wir spielen dürfen. Dann wissen wir, wie viele Millionen wir brauchen.

Auch die Hockeyklubs machten Fehler. Sie liessen die Transparenz zu den Schutzkonzepten vermissen.
Solange die 1000er-Regel besteht, braucht es kein Schutzkonzept, denn wir können gar nicht spielen. Zudem gibt es viele widersprüchliche Verordnungen, die es nicht einfacher machen. Wir haben ein Schutzkonzept entwickelt, in welchem wir die notwendigen Vorgaben sicherstellen. Die 1000er-Regel muss fallen. Wir haben die Situation rund um Corona viel besser im Griff als Ende März. Obwohl uns die Medien Tag für Tag nur eine einzige Zahl an den Kopf werfen: die Zahl der Infizierten.

«Was würde in Zug fehlen, gäbe es den EVZ nicht mehr? Enorm viel, gerade im gesellschaftlichen Leben. Aber ich will jetzt nicht schwarzmalen.»

Über welche Zahl würden Sie gerne lesen?
Ende März hatten wir 800 bis 1000 Leute mit schweren Erkrankungen auf Covid-19-Basis in den Spitälern. Seit Anfang Mai sind noch maximal 45 Leute pro Woche wegen Covid-19 im Spital. Das zeigen die Statistiken des Bundesamts für Gesundheit. Der Lockdown wurde verhängt, um ein Kollabieren des Gesundheitssystems zu vermeiden. Dieser war notwendig und richtig. Heute sind wir aber weit davon weg.

Hätte der Sport intensiver für sich lobbyieren müssen?
Der Sport hat definitiv viel zu wenig Lobbying-Power. Das hat man deutlich gesehen. Das müssen wir langfristig angehen. Arbeiten müssen wir auch am Standing des Sports. Was würde in Zug fehlen, gäbe es den EVZ nicht mehr? Enorm viel, gerade im gesellschaftlichen Leben. Aber ich will jetzt nicht schwarzmalen.

Der EVZ hat Glück, weil er mit Hans-Peter Strebel einen Mäzen als Präsident hat. Strebel würde wohl, wenn nötig, Gelder einschiessen.
Das ist eine Behauptung. Die lasse ich mal so stehen.

Der EVZ ist also gar nicht bessergestellt als andere Klubs?
Für mich ist es befremdend, dass man glaubt, jemand bezahle einfach, und alles gehe weiter wie bisher. Herr Strebel zahlt verdankenswerterweise in die Nachwuchsorganisation, aber nicht in den Spitzensport. Wir wollen unsere Ausgaben selber finanzieren können. Ausserdem sind wir im Spitzensport auch davon abhängig, dass 10-12 Klubs in der Liga verbleiben und überleben. Eine Meisterschaft mit nur 6 Teams wird es nicht geben.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Eiswalzer 10.08.2020 15:30
    Highlight Highlight Irgendwie erinnert mich die ganze Diskussion (und die Alternativlosigkeit gewisser Kommentierer) 1 zu 1 an die Diskussionen vor der generellen Teilöffnung... Was es hiess da nicht alles: Restaurants öffnen ist die pure Katatstrophe, das gibt ein Riesenchaos, Einkaufszentren werden zu Ausbrüchen führen etc etc etc. Nicht selten von denselben Leuten vorgebracht, die jetzt erneut Panik schieben und in der Schockstarre verharren möchten. Passiert ist praktisch keines der Horrorszenarien. Entschuldigt hat sich von den Damen und Herren aber auch nie jemand...
  • AndOne 10.08.2020 13:59
    Highlight Highlight Können wir das Wort "Eigenverantwortung" zum Unwort des Jahres wählen? Man sieht ja bei allen die unbedingt die Ferien im Ausland verbringen müssen, wieviel Eigenverantwortung herscht. Nein es braucht wenige, aber klare Regeln und drastische Strafen für Personen, welche sich bewusst nicht daran halten!!!
    • Eiswalzer 10.08.2020 15:38
      Highlight Highlight Ganz genau... Einer Meinung mit dir. Unworte des Jahres: Systemrelevanz, Eigenverantwortung, alternativlos
  • Sagensturm 10.08.2020 12:25
    Highlight Highlight Spannend. Anfänglich waren die Mehrheit der Watson Leser vernünftig, nun wollen sie alle eine Zweite Welle. Grossanlässe kannst du vergessen. Selbst wenn du weisst, wo jeder sitzt, bringt es nichts. A steckt B an. Kurz drauf steckt dann B seinen Nachbarn an. Am Ende müsstest du eigentlich das ganze Stadion in Isolation stecken, nachdem dort alle nochmals ihr Familien zu Hause womöglich angesteckt haben. Also sollten wir es besser lassen.
    • satyros 10.08.2020 14:04
      Highlight Highlight Wenn B im Stadion angesteckt wird, ist er selbst noch nicht ansteckend. Aber man kann sich ja zur Sicherheit bis 2022 zuhause verkriechen.
    • Eiswalzer 10.08.2020 14:05
      Highlight Highlight Na dann: Sag dem Bundesrat, dass er dementsprechend den verbotenen Branchen Geld spricht. Und keine Darlehen mit Solidarhaftung!
    • Sir Albert 10.08.2020 14:43
      Highlight Highlight @ Sagensturm
      Von welcher "zweiten Welle" sprichst du? Wir hatten ja nicht mal ne erste. Inzwischen weiss man halt mehr über das Virus und dass es lange nicht so gefährlich ist, wie am Anfang vermutet. Genau mit so theoretischen Hochrechnungen, wie du sie jetzt auch machst, hat man den Leuten damals Angst gemacht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 10.08.2020 12:25
    Highlight Highlight "Wir vertreten die Haltung, dass Panikmacherei fehl am Platz ist, (..) Wir können uns diese wirtschaftliche und gesellschaftliche Schockstarre nicht länger leisten."

    Von welcher Panikmacherei spricht er? Schockstarre existiert nur in seinem Kopf, ich sehe und kenne niemanden, der in Schockstarre ist.

    Was soll dieses Interview? Wieso gibt man diesem Mimimi so viel Platz?

    Ohne das er sagt WIE die Clubs ihr "Konzept" VERBINDLICH DURCHSETZEN und wann Stadien geschlossen werden ist es nichts wert.
    • Eiswalzer 10.08.2020 14:03
      Highlight Highlight Hahahaha, ich kann dir sagen wer in Schockstarre ist: Diejenigen, welche für möglichst lange und strenge Massnahmen sind.
      Gehörst du auch zu denen, die behaupten, wie hätten ja fast keine Einschränkungen mehr? Nur so als Tipp: Hör dich mal bei Leuten um, die betroffen sind von den Massnahmen, deren Existenz am Boden liegt, denen praktisch nicht geholfen wird. Könnte dir die Augen öffnen. Sind nämlich mehr als ein paar. Für mich kommt das „mimimi“ aus ganz anderen Ecken...
    • Posersalami 10.08.2020 15:32
      Highlight Highlight Die Eventbranche ist im Eimer, der Tourismus leidet. Letzterer ohne Zutun der Schweiz.

      Wer noch?

      Wieviele % der Arbeitstätigen trifft denn die angebliche Schockstarre? 5%? Wer macht jetzt mimimi?! Btw. für den einbrechenden Export können wir nichts, nur falls jetzt mimimi von dir kommt wegen dem eingebrochenen Export.
    • derSchwitzer 10.08.2020 15:35
      Highlight Highlight Hast Du den Artikel gelesen, steht eigentlich ganz klar beschrieben, WIE er das Konzepz VERBINDLICH DURCHSETZEN möchte. Um Deine Worte zu verwenden, ist allenfalls eher Dein comment nichts wert, hier sollte das Clubkolorit mal hinten anstehen, es geht um den Schweizer Profisport in den 2 grössten Sportarten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Darkside 10.08.2020 11:03
    Highlight Highlight Wenn ÖV und (bewilligte) Demos möglich sind, müssen mit einem vernünftigen Schutzkonzept und wenigstens 50 Prozent Auslastung auch Live-Spiele im Stadion möglich sein.
    • Lebenundlebenlassen 10.08.2020 11:47
      Highlight Highlight Wieso 50%?
  • RedCloud 10.08.2020 10:59
    Highlight Highlight Ich bin Eishockeyfan und seit Jahren auch Besitzer einer Saisonkarte (nicht beim EVZ). Ich würde mir auch wünschen, dass die Saison wieder starten kann. Aber solche Maximalforderungen helfen nun niemandem. Das führt höchstens dazu, dass bei den Verantwortlichen in Bern "die Läden runtergehen". Ich finde es gut, wenn für jedes Stadion die Maximalkapazität individuell festgelegt wird. 50% der maximalen Sitzplätze. Masken. Adressen hinterlegen sowieso. Zugang ins Stadion nur sektorweise. Und wichtig: jemand muss im Stadion prüfen, dass Regeln eingehalten werden. Probefrist bis Dezember.
    • Lebenundlebenlassen 10.08.2020 11:48
      Highlight Highlight Anhand welchen Fakten ist eine 50% Besetzung die richtige?
    • Dr no 10.08.2020 13:21
      Highlight Highlight Anhand welcher Fakten ist eine Beschränkung auf 1000 Personen die richtige?
    • fant 10.08.2020 13:24
      Highlight Highlight @Leben... Das ist ja genau der Punkt: Man weiss es nicht genau. Ziemlich sicher sind wir aber, dass zusätzlicher Abstand hilft.

      Wir müssen uns da schrittweise herantasten: es geht ja immer ca 2 Wochen, bis man einigermassen zuverlässig eine Veränderung in den Corona-Zahlen einer Veränderung in den Massnahmen zuordnen kann.

      Die aktuellen max. 1000 sind mal ein Versuch. Wie forsch man vorgehen soll, ist m.E. eine ganz schwierige Abwägung. Ich persönlich wäre eher zu vorsichtig als zu forsch - bin aber froh dass nicht ich das entscheiden muss.
  • iudex 10.08.2020 10:59
    Highlight Highlight Schon geil, wie schnell in diesen Kommentaren von "Masken nützen nichts" zu "mit Masken kann alles gemacht werden" gewechselt werden kann.

    Anyway, welcher A380 verkehrt eigentlich ohne Partikelfilter und mit allen 600 pax in einer einzigen Kabine?

  • derSchwitzer 10.08.2020 10:57
    Highlight Highlight Was hier zumeist komplett ausgeblendet wird ist der Zusammenhang Spitzen- und Breitensport. Sobald es keinen Spitzensport mehr gäbe, wird das massiv Auswirkungen auf den Breitensport haben, da dadurch schlicht Strahlkraft, Vorbildfunktion und Geld fehlt. Der zu erwartender Rückgang des Breitensports und die Verschlechterung der Gesundheit der Bevölkerung würde zu einem massiven Anstieg der Gesundheitskosten führen! Ergo lieber jetzt den Spitzensport retten, als eine ungesunde, übergewichtige und kranke Bevölkerung, die den Menschen noch mehr Leid bringt und den Staat viel mehr kosten würde.
    • Rellik 10.08.2020 11:38
      Highlight Highlight Nö, sorry Spitzen- und Breitensport haben sehr wenig mit einander zu tun. Viele betreiben Sport weil es ihnen Spass macht ohne sich gross für überbezahlte Eishockeyspieler zu interessieren. Und viele die sich stark für Spitzensport interessieren sind selber alles andere als sportlich
    • Garp 10.08.2020 11:55
      Highlight Highlight Es gibt solche die lieben Sport, andere meditieren lieber oder machen Yoga, lesen usw.. Die beste Gesundheitsvorsorge ist ein zufriedenes Leben. Also man könne auch mehr in Psychohygiene investieren, Stressabbau am Arbeitsplatz usw. . Kenne genug sportliche Menschen, die in Stress geraten, wenn sie nur ein Gramm Fett mehr haben und für einmal nicht trainieren können. Gesundheit besteht aus ganz vielen Faktoren, nicht nur aus Sport.
    • derSchwitzer 10.08.2020 14:24
      Highlight Highlight @Rellik, das ist nonsens, offensichtlich hast Du wenig mit Kindern zu tun. Es geht nicht um Eishockey oder einen bestimmten Sport, es geht darum, dass Kinder die keinen Sport betreiben, diesen auch als Erwachsene nicht beginnen. Als Kinderfussballtrainer bei F-Junioren, kann ich das seit vielen Jahren beobachten. Auch mine Kinder eifern Ihren Idolen nach, ein wichtiger Grund, warum sie beginnen den Sport auszuübern. Und natürlich betreibt man Sport, wil es einem Spass macht, aber wenn man nie damit beginnt...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Noblesse 10.08.2020 10:42
    Highlight Highlight Es gäbe einen technologischen Ausweg aus der Pandemie: Hr Koch beraten Sie den Sport, Gesellschaft und damit die Politik mal in diese Richtung!! Siehe Georg Church und Hans Lehrach. Mit Next generation sequencing Speicheltests machen lassen!!

    http://www.alacris.de/de
  • nadasagenwirjetzteinfachmal 10.08.2020 10:28
    Highlight Highlight Die Idee ist in etwa gleich gut wie Konzerte mit 10'000 Leuten im Hallenastadion , also vergesst es.
    Das beste Konzept wird an den Menschen scheitern welche -Maske auf Halbmast - sich jubelnd und schreiend bei einem Tor umarmen.
  • Sir Albert 10.08.2020 10:15
    Highlight Highlight Ich bin und war nie ein Freund von Lengwiler. Aber hier hat der Mann zu 100 % Recht.
  • champedissle 10.08.2020 10:13
    Highlight Highlight Einmal ganz abgesehen davon, dass rund 70 % der Bevölkerung vermutlich froh wären, wenn es keine Eishokey Spiele mehr gäbe die uns während 10 Monaten im Jahr auf den Bildschirmen verfolgen ist das jetzt wieder eine derartige Zwängerei dass man es nicht ernst nehmen kann. Mehr als 70% der Kapazität darf auf keinen Fall ausgeschöpft werden, besser nur 50 %.
    • Lebenundlebenlassen 10.08.2020 11:52
      Highlight Highlight In einem Warenhaus hat es an einem Tag etwa 3000 Kunden.. diese Begegnen sich ohne Schutzmasken und eine Rückverfolgung ist nicht möglich.. im Stadion tragen alle Schutzmasken und man weiss welche Person neben wel sitzt.. nun erklären Sie mir bitte wieso Sie hier von Zwängerei sprechen..
    • maylander 10.08.2020 11:54
      Highlight Highlight Wieder so ein Prozentgläubiger.
      Viel Spass mit den Schnäppchen am nächsten Ausverkauf.

      Objektive Kriterien sind wohl besser als Prozente.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 10.08.2020 13:59
      Highlight Highlight In einem Wahrenhaus steht oder sitzt keiner der 3'000 Menschen während 1,5 bis 2 Stunden neben derselben Person.
      Keiner der 3'000 Menschen steht jubeln und schreiend auf wenn er ein Schnäppchen sieht.
      Du siehst den Unterschied ?
    Weitere Antworten anzeigen
  • T. aus B. 10.08.2020 10:05
    Highlight Highlight Begreife die Skeptiker, die sich gegen eine Aufhebung der 1000er-Obergrenze aussprechen.

    Was bisher noch nicht thematisiert wurde und was man allenfalls bei einem Konkurs eines oder mehrerer Vereine mit Profi-Mannschaft vor Augen haben sollte, ist die Stadion-Frage und was es für die öffentliche Hand bedeutet, wenn der jeweilige Hauptmieter oder Besitzer wegbricht. Weder im Fussball noch im Eishockey ist es möglich, die Stadien ohne den Sport im Ansatz rentabel zu betreiben.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 10.08.2020 10:30
      Highlight Highlight Ja das ist dann ein Problem.
      Ein Luxusproblem im Vergleich zum Anstieg der Fallzahlen die durch eine Öffnung entstehen kann/wird.
  • Blocher Jo 10.08.2020 09:55
    Highlight Highlight Hört doch auf mit dieser Eigenverantwortung! Die funktioniert nur, wenns nicht weh tut. Dasselbe Märchen wie mit dem Bankgeheimnis und den ehrlichen Schweizern😂😂😂
  • Drunken Master 10.08.2020 09:54
    Highlight Highlight In der Theorie mag das Schutzkonzept von Herrn Lengwiler ja aufgehen, allerdings wird dieses schlussendlich am Faktor Mensch scheitern. Viele der Match-Besucher können sich ja nicht mal an einfachste Regeln halten. Beispiel Rauchverbot. Trotz striktem Rauchverbot in allen Schweizer Stadien hat man teilweise das Gefühl, es seien im Stadion Nebelmaschinen im Einsatz. Getreu dem Motto "ich lasse mir nichts vorschreiben" qualmen viele trotzdem ihre Zigi. Genau so werden sich auch viele nicht "vorschreiben" lassen ob und wie sie eine Maske zu tragen haben.
    • Lebenundlebenlassen 10.08.2020 11:53
      Highlight Highlight In welchem Stadion erleben Sie das?
    • Hockey-Fan 10.08.2020 12:05
      Highlight Highlight DrunkenMaster, in welchem Stadion hälst du dich regelmässig auf? Oder wann warst du das letzte Mal an einem Eishockeyspiel? Ohne zu lügen, ist mir letzte Saison in verschiedenen Eishallen nicht eine rauchende Person begegnet! Draussen vor den Eingängen ja, aber nie drin! Nebelmaschinen sind aber im Fall bei einigen Clubs im Einsatz ...
    • Drunken Master 10.08.2020 12:22
      Highlight Highlight Gegenfrage: in welchem erleben Sie das nicht (ausser auf den Cüpli Plätzen)?

      Bern, Langnau, Biel, Fribourg, ZSC (ok, da fällts nicht so auf wenn man fast alleine in den uneteren Rängen sitzt)... suchen Sie sich eines aus...
    Weitere Antworten anzeigen
  • paule 10.08.2020 08:57
    Highlight Highlight Der Mann hat 100% recht.
    Entweder lernen wir mit dem "Käfer" leben oder es wird für vieles mehr als für den Sport sehr eng.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 10.08.2020 10:31
      Highlight Highlight Das Virus ist kein Käfer.
      Käfer sind niedlich und nützlich.
  • Amboss 10.08.2020 08:38
    Highlight Highlight Hahaha... Herr und Frau Schweizer und Eigenverantwortung. Da kann man ja nur laut rauslachen. Das hat man ja in letzter Zeit gesehen, wie das Funktioniert. Nein, es baucht klare Regeln. Und dann funktioniert das auch.

    Dazu könnte auch noch Temperaturmessung vor dem Stadioneingang gehören.
    Und nur mit überprüft nachvollziehbaren personalisierten Tickets inkl. ID-Kontrolle beim Eingang.

    Das Konzept passt sonst, das wird etwa der Weg zu sein, den man wird beschreiten müssen. Aus meiner Sicht aber in Etappen. ZB bis Ende Jahr Halbe Auslastung, wenns funktioniert dann mit voller Kapazität.
    • egemek 10.08.2020 09:29
      Highlight Highlight Nächsten Sonntag gibt es ein Testspiel in Zug gegen die Academy. Momentan noch mit Beschränkung auf 1000 Zuschauer, aber ID vorzeigen und Temperatur messen sind da auch Pflicht. Ich denke daher, dass diese Massnahmen auch in den Schutzkonzepten für die Saison beibehalten werden. Spricht ja nichts dagegen und der Aufwand ist vertretbar.
  • N. Y. P. 10.08.2020 08:37
    Highlight Highlight 5700 Zuschauer auf 5700 Sitzplätzen: So will der CEO des EV Zug die Hockey-Saison starten
    (titel)

    Der Titel suggeriert, dass das Stadion eine Kapazität von 5700 Plätzen hat. Und der EVZ somit sehr verantwortungslos handelt.

    Wegen des Schutzkonzeptes wurde die Kapazität aber von 7200 auf 5700 Plätze reduziert.

    #proeishockey
    #eishockeyischwichtig
    • Hierundjetzt 10.08.2020 10:01
      Highlight Highlight Das ist jetzt eher Semantik den begründete Kritik. Im Artikel wird die Zahl ja aufgelöst.

      Ein Punkt überzeugt: in einem Flugi sitzen 9h 600 Menschrn extrem dichtgedrängt und werden mit einem System ohne Virenfilter „belüftet“.

      In einem Stadion ists zwar kalt, die Abstände grösser und die Verweildauer kürzer
    • N. Y. P. 10.08.2020 10:29
      Highlight Highlight Richtig, im Artikel, weiter unten wird die Zahl aufgelöst.

      Wenn ich den Artikel zu lesen beginne, in der Annahme, dass der CEO mit vollgepferchtem Stadion die Saison beginnen will, so ist das nicht korrekt.


      CEO vom EVZ schlägt Schutzkonzept mit Reduzierung von 7200 auf 5700 Plätzen vor

      DAS ist ein korrekter Titel.
    • BöserOnkel 10.08.2020 10:40
      Highlight Highlight Sorry hier und jetzt, deine Aussage ist trotz all der Herze schlicht falsch! Mal abgesehen davon, dass aktuell kaum ein Flug auch nur ansatzweise ausgebucht ist und die Abstände in einem Stadion ja mal mit Sicherheit nicht grösser sind, werden die Flugis sehr wohl mit Virenfilter belüftet! Die Technik ist die gleiche wie in einem Operationssaal! Die Chance sich an einem Eishockeyspiel oder z.B. im Zug anzustecken ist auf jeden Fall um einiges höher als in einem Flugzeug, wo die Luft dauernd ausgetauscht und gefiltert wird und wo jeder Passagier seine eigene Lüftung hat!
    Weitere Antworten anzeigen
  • fant 10.08.2020 08:35
    Highlight Highlight Unglaublich diese Selbstüberschätzung!

    Wenn wir mit 'a fonds perdu' beginnen, dann wohl eher zB bei der Lebensmittelproduktion oder beim Breitensport. Aber sicher nicht beim kommerziellen Spitzensport.

    Ähnlich wie 'Die 1000er Regel muss fallen' Ja warum? Einfach weil sein Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert - egal mit welchen Konsequenzen für die restliche Gesellschaft?

    Und schlisslich beweist er noch, dass er exponentielles Wachstum nicht begriffen hat: 'Heute sind wir aber weit davon (dem Kollaps des Gesundheitswesens) weg.'

    🤦🤦🤦
    • NathanBiel 10.08.2020 09:15
      Highlight Highlight Du hast wohl einen Job beim Bund oder so. Null Mitgefühl mit ganzen Branchen und deren Angestellten die ihr Jobs verlieren. Fast schon unmenschlich und egoistisch dein Kommentar. Solche Menschen wie du würden wahrscheinlich alles mitmachen damit sie kein Grippeähnliches Virus bekommen. Übrigens sind bis heute offiziell 0.42 % der Schweizer Infiziert und 0.02% daran verstorben. Das heisst auch 99.58% wurden nicht infiziert und 99.98% leben weiterhin!
    • René Gruber 10.08.2020 09:37
      Highlight Highlight Die 1000er Regel muss nicht nur wegen des Spitzensports fallen. Es gibt auch andere Branchen die finanziell kurz vor dem Totalenruin stehen. Unternehmen aus der Eventbranche, Messebau, Catering und viele mehr.
      Man kann schon sagen für die Besucher dieser Events ist das ganze nicht lebenswichtig, die können problemlos verzichten. Aber die Menschen die hier ihr täglichbrot verdienen für die ist es verdammt noch mal Lebenswichtig, dass sie ihren Job behalten können.
    • fant 10.08.2020 09:38
      Highlight Highlight Falsch. Ich arbeite bei einem KMU welches von den vier Eigentümern selbst geführt wird. Aber in einer privilegierten Branche (IT), gebe ich zu.

      Schade dass du mir Egoismus und Unmenschlichkeit vorwirfst. Mir geht es nicht darum, ob ich das Virus bekomme oder sogar daran sterbe. Ich trage im OeV nicht die Maske primär wegen mir selbst. Sondern wegen den anderen.

      Leider ist Mathematik (exponentielles Wachstum, Wahrscheinlichkeitsrechnung) völlig unabhängig davon, was ich und du für Werte haben.
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  • Marco Rohr 10.08.2020 08:33
    Highlight Highlight Die Aussagen überzeugen mich nicht. Da hocken sie alle dicht gedrängt im Stadion, Maske runter, Wurst und Bier rein und schön schreien und Chäferli in die Luft stossen. Dann die Schlangen an der Bar und den Verpflegungsständen.

    Und mit einem Flugzeug, in dem alle paar Minuten die Luft komplett ausgetauscht wird, hat das sicher nichts gemeinsam ('Wenn man mit Maske in einer A-380 mit 600 Personen sechs Stunden reisen darf, ist auch ein Eishockeyspiel mit Maske möglich, das zweieinhalb Stunden dauert.).

    Ich werde das Gefühl nicht los, dass es hier einfach nur um Geld geht. Viel Geld.
    • Brucho 10.08.2020 08:54
      Highlight Highlight Ich werde das Gefühl nicht los, dass sie nicht verstehen um was es geht.
      Etwa 10:000 Menschen im Fussball und Hockey zusammen werden den Job verlieren und da sind die zuliefer Firmen noch nicht mal mit eingerechnet.
      Wenn sie denen allen einen neu Job anbieten können, dann kann man natürlich diese unsinnige Obergrenze beibehalten.
    • Sandlerkönig Eberhard 10.08.2020 10:48
      Highlight Highlight @Marco: Natürlich geht es um sehr viel Geld. Das ist nicht nur dein Gefühl, sondern es wird im Interview ja klar und deutlich gesagt. Kein NLA-Club könnte so überleben. Und da die erste Mannschaft nur einen Bruchteil des Clubs ausmacht, würden eben sehr viele ganz „gewöhnliche“ Angestellte ihren Job verlieren.

      Bin kein Fan des EVZ, aber Zug hat aufgrund von Lengwilers Aussagen gerade einige Sympathiepunkte gut gemacht.

      Und dass wir mittlerweile eine Menge völlig widersprüchliche und dadurch sinnlose Auflagen und Vorschriften haben, dürfte sich herumgesprochen haben.
    • Hockey-Fan 10.08.2020 12:15
      Highlight Highlight @Marco Rohr: Kürzlich mal geflogen? Ein guter Bekannter letzte Wo geschäftlich nach Hamburg ... Wie die Sardinen im proppevollen Flieger, Schulter an Schulter ... Kaffee wurde serviert, Maske runter, dann Maske wieder rauf ... Dein Vergleich hinkt gewaltig!
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  • Mätse 10.08.2020 08:30
    Highlight Highlight Die Leute im Stadion sind das eine. Da kann ich mir vorstellen, dass man das relativ gut hinbekommt.
    Wie sieht mit der An- und Abreise von 5700 Leuten aus? Wie vermeidet man Durchmischung, sorgt für Abstände und vermeidet Kontakte? Hier scheint der Knackpunkt zu liegen (und ein Argument für die 1000-Regel).
    • NathanBiel 10.08.2020 09:09
      Highlight Highlight Hör doch auf. Die Leute kommen sich nicht näher als auf einem Bahnhof oder im Zug wenn sie einsteigen. Ein paar Minuten dauert das und dann sitzt jeder. Wo ist das Problem?
    • Brucho 10.08.2020 09:16
      Highlight Highlight Sie waren wohl noch nie an einem Hockeymatch.
      Die An- und Abreise ist genau so wie wenn mann zur Arbeit kommt und wieder geht.
      Null mehr Gefahr sich anzustecken.
    • satyros 10.08.2020 09:41
      Highlight Highlight Uns wird doch immer wieder gesagt, der ÖV sei sicher. Und ein paar Leute kommen eh mit dem PW, mit dem Velo oder zu Fuss ans Spiel.
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  • Dave1974 10.08.2020 08:29
    Highlight Highlight Kaum ist eine Hand in Sicht, will man schon wieder den ganzen Arm.
    Im Moment auf gefüllte Stadien, dafür mit Sitzplätzen, zu hoffen ist doch etwas vermessen und widerspricht z.B. den ersten Gedanken dazu von Koch.
    Es gilt noch immer wenn möglich die Abstände einzuhalten, aber wie ich befürchtet habe, meinen manche dies einfach mit Masken lösen zu können.

    Ich bin allerdings zuversichtlich, dass da noch "echte" Konzepte kommen werden und nicht nur mit Dollarblick entworfene.
    So jedenfalls würde das nichts.
    • René Gruber 10.08.2020 10:01
      Highlight Highlight hier wird nichts einfach nur mit Maske gelöst, die Masken sind ein Teil des Gesammtpakets. Die anderen Punkte wären:
      -Reduktion der Zuschauerzahl um 20%
      - Verzicht auf Stehplätze
      - Nur Saisonkarteninhaber dürfen ans Spiel (Id-Kontrolle) daher volles Contact-Traicing
      - Temperaturkontrolle am Einfang
      - Handdesinfektion

      uvm.
    • Dave1974 10.08.2020 10:21
      Highlight Highlight "...ist auch ein Eishockeyspiel mit Maske möglich, das zweieinhalb Stunden dauert"
      Und 5'700 Leute gehen in Quarantäne, wenn eine Ansteckung bekannt wird?

      Die Reduktion der Zuschauerzahl ist dem Umbau auf Sitzplätze geschuldet, denn sonst wären es ja nur 4'500 Sitzplätze.
      Also will man mit dem maximal möglichen fahren und ich kann hier beim besten Willen nicht erkennen, dass z.B. auf Abstand zwischen den Zuschauern oder wenigstens zwischen Gruppen gesetzt wird.
      Wenn das Virus in La Ola die Runde machen kann, ist das aus meiner Sicht nur riskant und es heisst dann plötzlich wieder 0 Zuschauer.
  • wilhelmsson 10.08.2020 08:26
    Highlight Highlight Das Aufstellen eines gangbaren Schutzkonzepts mit mehr als 1000 Personen ist durchaus möglich. Problematisch wird das Einhalten und die Kontrolle dieser sein, wie man an vielerorts sieht. Ebenfalls zu bedenken gilt, dass die kühle Luft und das laute Sprechen im Eishockeystadion für die Übertragung von Sars-Cov-2 ideal scheint (siehe Schlachtbetriebe).
    • Hallo22 10.08.2020 11:17
      Highlight Highlight Seit wann ist es in der Bossardarena kühl? Alle modernen Stadien sind nicht wirklich Kühl.
    • wilhelmsson 10.08.2020 13:18
      Highlight Highlight In manchen Stadien ist es tatsächlich nicht besonders kühl, aber es soll ja überall möglich sein mit Zuschauern zu spielen.
  • c_meier 10.08.2020 08:26
    Highlight Highlight ich habe Verständnis für die Forderungen der Sport und Kulturbranche und mit Maskenpflicht bei Anreise, Einlass, Spiel und Abreise sollte einiges wieder möglich sein, aber 100 % Auslastung der Sitzplätze geht doch zu weit...
    • Lebenundlebenlassen 10.08.2020 11:46
      Highlight Highlight Wieviel Auslastung wäre denn okay, und warum?
  • Posersalami 10.08.2020 08:25
    Highlight Highlight Ich kann verstehen, das der Spitzensport auf Einnahmen angewiesen ist.

    Ich kann aber nicht verstehen, das man hier ohne grosse Not einen neuen Lockdown riskiert. Denn im Gegensatz zum ÖV ist Eishockey nicht systemrelevant! Zudem hockt man im ÖV selten 90min so eng zusammen wie im Stadion, das Risiko ist also bedeutend kleiner.

    Zudem, wer setzt die Maskenpflicht durch? Es ist etwas anderes, 20min in der S-Bahn eine Maske zu tragen oder während vollen 90min (100min mit rein und raus), während Gesängen usw.

    Tragen die Clubs die Kosten, wenn es zu Massenansteckungen kommt?
    • Eiswalzer 10.08.2020 08:45
      Highlight Highlight Systemrelevanz ist DAS Unwort des Jahres! Wenn es darum ginge, müssten alle Restaurants, der ganze Tourismus, weite Teile des Detailhandels usw wieder geschlossen werden! Lengwiler hat schon Recht, wenn er von Schockstarre spricht... Sollten die Massnahmen bis ins 2021 erstreckt werden, erwarte ich eine klare politische Strategie und finanziell abgestufte a fonds perfu Hilfen für die am meisten per Gesetz eingeschränkten Branchen. Alles andere ist peinlich.
    • Brucho 10.08.2020 09:08
      Highlight Highlight Masseenansteckung. Hallllooo bitte aufwachen jnd etwas runter kommen.
      Wir sind hier in der Schweiz, da sieht das Gesundheitswesen, die Wohnbedingungen und die Koltur des Zusammenlebens völlig anders aus als in den schwer betroffenen Ländern.
      Nur schon das Wort Massenansteckung ist so etwas von peinlich.
      Ich wette sie waren einer der massenweise WC Papier eingekauft hat.
      Leute wie sie machen mir viel mehr Angst als das Virus.
    • maylander 10.08.2020 09:10
      Highlight Highlight Auf den Sitzplätzen der Bossard Arena sitzt man nicht dicht gedrängt. Da hat man mehr Platz als in der zweiten Klasse der SBB.
      Das mit den Gesängen beschränkt sich auch auf eine Minderheit. Die Stimmung mitden Corona Massnahmen wird sicher nicht sogein wie vorher.
      Den Ausschank von Alkohol kann man von mir aus auch temporär einstellen und bessere WC Anlagen sind sowieso überfällig.
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  • M 10.08.2020 08:17
    Highlight Highlight Dieses 'Man muss mit dem Virus leben lernen' ist ein schön ausgedrücktes 'Wir müssen halt ein, zwei Tote in Kauf nehmen.' Hässlich.
    • elco 10.08.2020 08:38
      Highlight Highlight Sind sie in dem Fall auch für das Verbot des Strassenverkehrs?
    • Francesco54 10.08.2020 08:39
      Highlight Highlight Und jetzt Alkohol, Tabak, Risikosportarten usw.
    • TheWall_31 10.08.2020 08:40
      Highlight Highlight Und damit hat er auch recht. Es kann nicht sein, für ein, zwei Tote (während nebenher tausende Menschen an anderen Ursachen sterben) eine ganze Bevölkerung monatelang einzuengen.
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  • Wolkensprung 10.08.2020 08:14
    Highlight Highlight Ich kann die Argumentation nachvollziehen. Nur das mit der Eigenverantwortung funzt nicht. Mit dem Verzicht auf einen Besuch schütze ich nicht mich selber, sondern die anderen. Und die meisten Ansteckungen geschehen, wenn ich das Virus schon habe, es aber noch nicht weiss.
    Vielleicht sollte sich die ganze Bespassungsindustrie ein neues Geschäftsmodell einfallen lassen, ich wüsste aber so aus dem hohlen Bauch heraus, wie das aussehen soll...
    • Eiswalzer 10.08.2020 08:25
      Highlight Highlight Ein neues Geschäftsmodell? Hahaha, im Ernst jetzt? Schon mal was von Einhaltung von Verträgen gehört? Wie will man ein neues “Geschäftsmodell” entwickeln in einer kolossalen Krisensituation, ohne jegliche Planungssicherheit und politische Strategie??? Die “Bespassungsindustrie” umfasst nebst Sport so Branchen wie Kultur, Gastronomie, Tourismus, ... Da hängen auch “nur” Hunderttausende Jobs dran. Und wenn Leute dann noch behaupten, wie hätten momentan sowieso praktisch keine Einschränkungen, dann haben diese Leute KEINE Ahnung, wie viele Leute momentan am seidenen Faden hängen. Arroganz pur
  • wasps 10.08.2020 08:12
    Highlight Highlight Das heisst, wenn eine Person von den 5400 Personen positiv getestet wird, werden alle 5400 Personen während 14 Tagen in Quarantäne gehen. Und der EHC Zug wird dann diese Personen überwachen bzw. überprüfen, ob sie sich an die Regeln halten. Viel Spass.
    • Einer Wie Alle 10.08.2020 08:41
      Highlight Highlight 1. 5'700 Zuschauer
      2. 10 Tage Quarantäne
      3. Müssten nur die Personen in der direkten Umgebung in Quarantäne
      4. EV Zug
      5. Wollen Sie wegen dem Virus allen Leuten das Leben verbieten? Wir müssen lernen damit zu leben und uns bei den Aktivitäten schützen.
      6. Warum der EV Zug die Personen überwachen sollte ist mir schleierhaft. Man wird ja auch nicht vom Arbeitgeber überwacht, wenn man sich bei der Arbeit ansteckt.
    • N. Y. P. 10.08.2020 08:44
      Highlight Highlight Nein, @wasps, es müssen nicht Abertausende in Quarantäne.

      Den EHC Zug gibt es nicht, du meinst vermutlich den EVZ.
    • Eiswalzer 10.08.2020 08:48
      Highlight Highlight Wer ist dieser EHC Zug? Ein neuer Klub? Wenn eine Person positiv getestet wird, müssen nicht 5400 Personen in Quarantäne. Und wie gesagt: Will die Politik das nicht mit Grossanlässen, und das weiterhin per Gesetz verbieten, dann kann sie ja die finanziellen Ausfälle bezahlen. Wo liegt das Problem?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sprachrohr 10.08.2020 07:55
    Highlight Highlight Und punkto Eigenverantwortung:

    Verzichten die an solchen Massenveranstaltungen angesteckten Fans dann auch freiwillig auf medizinische Behandlung, wenn es eng auf den Notaufnahmen wird? Können Sie garantieren, niemanden ausserhalb des Stadiums anzzstecken? Übernehmen sie ihren Lohnausfall selbst?

    Falls eine dieser Fragen mit Nein beantwortet wird, hat das nichts mehr mit eigenverantwortung zu tun!
    • Eiswalzer 10.08.2020 08:34
      Highlight Highlight Wie wärs, wenn wir Arbeitgeber gleich haftbar machen, wenn einer ihrer Arbeitnehmer das Virus nach Hause tragen? Das wär doch eine Idee? Jugendliche, die draussen Freunde treffen oder was trinken und das Virus einfangen, werden den Eltern weggenommen und in eine Erziehungsanstalt gesteckt. Denn: Eigenverantwortung funktioniert nicht... Schöne neue Welt. 🤦🏻‍♂️
    • Vintage 10.08.2020 08:37
      Highlight Highlight Müssen Extremsporteler oder Raucher mehr Krankenkassenbeiträge zahlen? Nein? In welchem Jahrhundert lebst du?
    • Sprachrohr 10.08.2020 09:22
      Highlight Highlight @Vintage & Eiswalzer

      Eure Kommentare sind nicht geeignet, das Verhalten der Fans als eigenverantwortlich zu definieren.

      Bestenfalls macht ihr Beispiele, wo die Gesellschaft es aus Solidarität akzeptiert, dass Leute mit ihrem Verhalten nicht nur sich selbst schaden od. gefährden.

      Bei Hochrisikosportarte, besonderen Gefahren & Wagnissen werden übrigens regelmässig Leistungen gekürzt, vgl. Art. 39 UVG i.V.m. Art. 50 UVV. Raucher werden über die Tabaksteuer zur Kasse gebeten. Was machen den die Fans, um den Schaden einer 2. Welle zu tragen?

      Eure Beispiele sind damit ungeeignet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sprachrohr 10.08.2020 07:49
    Highlight Highlight Und das soll ein taugliches Schutzkonzept sein? Kein Abstand und spätestens beim Essen und Trinken auch keine Maske mehr!

    Und komnt mir jetzt nicht mit der ÖV und den Clubs. ÖV ist wesentlich wichtiger als Fun im Stadium und die paar Jobs, die daran hängen. Und Clubs - sollte man sie den nicht auch schliessen - betreffen ein paar hundert und nicht tausende Fans!

    Solche Schutzkonzepte sind einfach verantwortungslos, können Leben gefährden und gefährden zahlreiche Arbeitsplätze ausserhalb dieser Nischenbranche!
    • Rhinopower 10.08.2020 08:01
      Highlight Highlight In Anbetracht des Ausbleibs der erwarteten Gefährlichkeit des Virus ist das Konzept absolut i.O.
    • N. Y. P. 10.08.2020 08:25
      Highlight Highlight Ein paar Jobs ?

      Wenn du Angestellter des EVZ wärst, eine Frau und zwei Kinder hättest, würdest du vermutlich deinen Kommentar als ziemlich selbstherrlich betrachten.

      Alle versuchen, auf ihre Art, mit dieser Situation, fertig zu werden.

      So auch der EVZ. Ist sein gutes Recht. Also, ich würde mich ins EVZ- Stadion setzen. Eine Bratwurst in der Pause holen. Und auch Pipi machen in der Pause.
    • Posersalami 10.08.2020 08:27
      Highlight Highlight So schauts aus.

      Etwas anderes wäre es mMn. in nicht geschlossenen Stadien, weil hier das Risiko einfach viel kleiner ist wegen dem permanenten Luftwechsel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • elco 10.08.2020 07:47
    Highlight Highlight Danke für dieses tolle Interview.
  • Neunauge 10.08.2020 07:43
    Highlight Highlight Immer noch erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit der Spitzensport vom Status Quo ausgeht. Nur: Spitzensport auf ‚weltniveau‘ ist nicht die Bedingung für eine funktionierende Gesellschaft, sondern bestenfalls deren Folge.

    Spitzensport vom Bund aus zu finanzieren mag in rosigen Zeiten ganz ok sein. Aber in der jetzigen Situation hat er wirklich keine Priorität. Der Fokus sollte ganz eindeutig auf Breitensport liegen.
    • Posersalami 10.08.2020 11:02
      Highlight Highlight Sehe ich ganz genau so.

      Die Spitzensportler können wie alle anderen aufs RAV, wenn die Profimannschaft nicht mehr finanzierbar ist und nach Ende der Pandemie werden die Karten dann neu gemischt.

      So what

      Der Breitensport dagegen kann und muss vom Bund gerettet werden und zwar jede einzelne Stelle in jedem einzelnen Verein.
    • Dr no 10.08.2020 13:24
      Highlight Highlight zu kurz gedacht. Ohne Spitzensport kein Breitensport. Oder wie denkst du finanziert sich der Nachwuchs ?
    • Posersalami 10.08.2020 14:08
      Highlight Highlight @Dr no: Der Spitzensport muss sich halt im Zweifelsfall einfach neu aufbauen. Dauert dann halt 1-2 Jahre, so what.

      Ganz genau so wie JEDE ANDERE BRANCHE AUCH, wenn sie bachab geht. Die "Fachkräfte" verschwinden ja nicht einfach. Alternativ können sie ja auch zu einem normalen Lohn einfach weiter "arbeiten". Auch ein Eishockey- oder Fussballspieler kann problemlos von 4500 im Monat leben. Dann sind die Kosten auch nicht mehr so hoch und man könnte vielleicht auch mit 1/3tel der Zuschauer wirtschaften.

Hockey-Fans starten Petition – sie fordern, dass der Bundesrat die 1000er-Grenze aufhebt

Hinter den Kulissen des Sports bewegt sich viel: Eishockey-Fans haben am Donnerstagnachmittag die Petition «Verantwortungsvolle Sportevents» gestartet. Und Vertreter des Eishockey- und Fussballverbands sprachen beim Bundesamt für Gesundheit vor.

Nun kommt doch noch Druck auf die Politik – aus dem Eishockeybereich. Fans, Spieler, Klubs und sportinteressierte Politiker haben sich hinter den Kulissen zusammengerauft. Sozusagen in letzter Sekunde versuchen sie, den Bundesrat mit einer Petition davon zu überzeugen, die 1000er-Grenze für Sportanlässe aufzuheben.

Die Regierung berät am 12. August – der ersten Sitzung nach der Sommerpause – über das Verbot von Veranstaltungen mit mehr als tausend Zuschauern.

Der Bundesrat werde darüber …

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