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Polizist/Polizei am Computer

Als ein St.Galler auf Facebook über die Polizei herzog, ahnte er nicht, dass diese mitliest.  Bild: KEYSTONE

«Drecksbande» – wegen dieses Facebook-Posts decken Polizisten einen St.Galler mit Anzeigen zu

Gleich sechs Polizisten zeigten einen St.Galler wegen seiner Beschimpfungen auf Facebook an. Die Stadtpolizei St.Gallen kündigt an, in Zukunft noch mehr solche Fälle zu ahnden.



Wie schnell einem ein Post in den sozialen Medien zum Verhängnis werden kann, erfuhren bislang vor allem Politiker und andere Promis. Ein Fehltritt kann aber auch den normalen Bürger treffen, wie sich jetzt zeigt. Gleich sechs Angestellte der Stadtpolizei St.Gallen haben kürzlich gegen einen St.Galler eine Anzeige eingereicht – wegen dessen Post auf Facebook.

Und so kam das: Mitte August hat der 33-Jährige in einer Facebook-Gruppe für Verkehrsmeldungen das Bild eines neuen Blitzkastens in der Nähe seines Wohnorts entdeckt. Das passte ihm offenbar nicht und er polterte in der gleichen Gruppe gleich drauflos: Offenbar müsse die Stadt «Kohle einziehen», schrieb er. Und: Die verantwortlichen Beamten seien eine «Drecksbande».

«Grundsätzlich gilt, was auf der Strasse nicht erlaubt ist, ist auch auf Social Media nicht erlaubt.»

Dionys Widmer, Mediensprecher der Stadtpolizei St.Gallen

Polizei will Jagd auf Beschimpfer machen

Davon bekam die Polizei Wind, wie FM1Today berichtet. «Wir können nicht akzeptieren, wenn Mitarbeitende der Stadtpolizei beschimpft werden», sagt dort Dionys Widmer, Mediensprecher der Stadtpolizei St.Gallen. 

Für ihn steht fest: «Grundsätzlich gilt, was auf der Strasse nicht erlaubt ist, ist auch auf Social Media nicht erlaubt.» Dazu gehöre das öffentliche Warnen vor Kontrollen oder eben auch Beschimpfungen. Er stellt auch gleich klar: Auch zukünftig würde die Polizei solchen Fällen nachgehen und Personen, welche sich nicht an die Regeln halten, anzeigen.

«Es war mir nicht bewusst, dass mein Posting auf Gehör stossen könnte.»

Der Facebook-Beschimpfer

Zuerst denken, dann posten

Der Facebook-Beschimpfer selbst hat für das Verhalten der Polizei kein Verständnis. Er sei eine Stunde lang ausgefragt worden – «die reinste Zeitverschwendung». Er sei sich nicht bewusst gewesen, dass sein Posting auf Gehör stossen könnte. «Und schon gar nicht, dass ich dafür bestraft werde.»

Noch ist aber gar nicht klar, ob es zu einer Busse kommt. Der Ball liegt derzeit bei der Staatsanwaltschaft. Sie muss jetzt entscheiden, ob das Schimpfwort strafbar ist. (rwy)

Facebook erklärt seine Spielregeln

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Facebook erklärt seine Spielregeln
quelle: epa/dpa / maurizio gambarini
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