Schweiz
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Oskar Freysinger Conseiller d'Etat  valaisan candidat de la formation

Beim zweiten Wahlgang der Staatsratswahlen vom Sonntag war Oskar Freysinger (SVP) aus der Regierung abgewählt worden. Bild: KEYSTONE

«Schockiert über Betrugsfälle» – Unterwalliser SVP reicht Wahlbeschwerde ein



Nach dem Verdacht auf Betrug beim zweiten Wahlgang für die Walliser Regierung reicht die Unterwalliser SVP eine Wahlbeschwerde ein. Am Donnerstag hatten die Behörden von Brig, Visp und Naters Anzeige eingereicht.

«Die SVP Unterwallis ist schockiert über diese Betrugsfälle», teilte die Partei am Freitag mit. Diese Vorgänge erinnerten an eine Bananen-Republik und würden ein katastrophales Bild des Kantons abgeben.

Mit der Wahlbeschwerde werde die SVP Unterwallis zur Klägerpartei im laufenden Strafverfahren und werde die Untersuchung eng verfolgen. Die Glaubwürdigkeit der künftigen Walliser Regierung stehe auf dem Spiel.

«Die SVP Unterwallis ist schockiert über diese Betrugsfälle»

SVP Unterwallis

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass die drei grössten Oberwalliser Gemeinden Brig, Visp und Naters bei der Staatsanwaltschaft Anzeige wegen des Verdachts auf Wahlbetrug eingereicht hatten.

In allen drei Gemeinden waren Unregelmässigkeiten festgestellt worden, als Bürger im Wahllokal ihre Stimme abgeben wollten, jedoch angaben, dass sie keine Wahlunterlagen erhalten hätten. Bei einer Überprüfung durch die Gemeinden mussten die Betroffenen feststellen, dass in ihrem Namen bereits abgestimmt worden war.

Ausmass unbekannt

Über das Ausmass machten die Walliser Gemeinden am Donnerstag keine Angaben. Die SVP Unterwallis sprach alleine für Brig von rund 50 Fällen. Die Zahl könne noch höher sein, weil nur jene, die sich gemeldet hätten, registriert worden seien, hielt die SVP fest.

Von wem der angebliche Wahlbetrug ausgeht, ist bislang unklar.

Beim zweiten Wahlgang der Staatsratswahlen vom Sonntag war Oskar Freysinger (SVP) aus der Regierung abgewählt worden. Seinen Sitz eroberte Frédéric Favre von der FDP. Die CVP konnte ihre drei Sitze verteidigen, für die SP wurde Esther Waeber-Kalbermatten wiedergewählt. (sda)

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41
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41Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hoopsie 24.03.2017 13:38
    Highlight Highlight Dann wiederholt doch die Wahl und Freysinger würde wieder nicht gewählt :-)
  • sheimers 24.03.2017 12:14
    Highlight Highlight Erfahrungsgemäss sind die Wahlfälscher meist die Kandidaten selbst, meist solche mit geringen Wahlchancen und politisch eher auf der rechten Seite.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dewar 24.03.2017 11:22
    Highlight Highlight Zum Glück hat man es bemerkt, das zeigt, dass das System funktioniert. Ich finde es allerdings recht typisch, dass die SVP sich jetzt automatisch in der Opferrolle sieht. Jedoch hat Freysinger die Wahl um über 2000 Stimmen nicht geschafft, das Ausmass müsste also schon gross gewesen sein und zweitens hat er schon im 1. Wahlgang eine Schlappe eingefahren, wäre also möglich, dass seine Befürworter im 2. noch etwas nachhelfen wollten. Beim Wahlbetrug im Herbst in Bern war übrigens Erich Hess der Begünstigte. Jetzt erstmal die Untersuchung abwarten bevor scharf geschossen wird (von beiden Seiten).
    • TheMan 24.03.2017 13:39
      Highlight Highlight Die SVP sieht sich als Opfer? He wo steht das? Nur weil sie eine Wahlbeschwerde Einreichte. Das zeigt nur, das der SVP die Demokratie nicht Egal ist. Der SP ja schon, sonst hätte Sie sofort eine Wahlbeschwerde eingereicht.
    • Dewar 24.03.2017 15:20
      Highlight Highlight Haha ja genau, die SVP, altruistisch wie wir sie kennen und immer auf Demokratie bedacht. Also immer wenn es ihnen grad potenziell nützt, gell.
      Nein im Ernst: Es steht, die Behörden hätten Anzeige erstattet. Die SVP ist erst danach auf den Beschwerdezug aufgesprungen, ich sehe den Grund nicht, wenn nicht aus Eigeninteresse. Schliesslich hat sie nicht viel zu verlieren. Oder ich habe den Artikel falsch interpretiert, steht in anderen Zeitungen aber auch so. Und was das ausgerechnet mit der SP zu tun haben soll, verstehe ich auch nicht.
    • Macke 24.03.2017 16:00
      Highlight Highlight @The Man: Ich habe das Gefühl, dass eine solche Beschwerde zwischen den Parteien abgesprochen war. Ich weiss nicht, ob die SP gewählt wurde, aber es ist üblich, dass die unterlegene Partei Beschwerde einreicht (mit dem Wissen der anderen Parteien). Als "Siegerpartei" würde man es riskieren, die eigenen Kandidierenden als unglaubwürdig darzustellen, als "Verliererpartei" hat man nichts mehr zu verlieren. Das hat nichts damit zu tun, welche Seite integerer ist.
  • Maranothar 24.03.2017 11:11
    Highlight Highlight Bloss kein zweiter Wahlgang.
    Ich habe keine Lust, diese Visagen wieder überall auf der Strasse zu sehen.
  • Palatino 24.03.2017 11:06
    Highlight Highlight Die Schweiz stellt recht hohe Hürden für die Wiederholung einer Wahl, dies etwa im Gegensatz zu Österreich (!). Bei uns müssen die Unregelmässigkeiten gross genug sein, um das Ergebnis zu kippen. Bei einer Differenz von mehr als 2000 Stimmen von Freysinger auf den 5. Platz müsste die Anzahl betrogener Stimmen deutlich im dreistelligen Bereich liegen, um eine Neuwahl anzusetzen.
  • DailyGuy 24.03.2017 10:58
    Highlight Highlight Nur weil die Walliser dem Freysinger die Quittung für seine absolut schwachsinnige Rethorik gegeben haben, wurde automatisch Wahlbetrug betrieben? Vielleicht merken die Leute endlich, dass die SVP nicht wirklich viel mehr bietet als ein Föhn.
    • Madison Pierce 24.03.2017 11:10
      Highlight Highlight Es wurde nicht "automatisch Wahlbetrug" betrieben, sondern es gibt konkrete Anhaltspunkte auf Unregelmässigkeiten. Es geht nicht um für oder gegen die SVP, man weiss ja nicht, zu wessen Gunsten mutmasslich betrogen wurde. Dies wird man wohl nie erfahren.

      Unabhängig, was man von den Kandidaten hält, ist eine saubere Wahl unabdinglich für das Vertrauen der Bürger in die Demokratie. Deshalb ist eine Untersuchung notwendig, auch wenn man mit dem Wahlresultat auch so zufrieden wäre.
    • pamayer 24.03.2017 11:11
      Highlight Highlight im gegensatz zur svp ist der föhn immerhin in der lage, wolken zu vertreiben und die wäsche zu trocknen.


      kopfschmerzen bereiten beide.
    • Rodney McKay 24.03.2017 11:36
      Highlight Highlight Stellen Sie sich vor, Sie bekommen keine Wahlunterlagen, und es wird nach der Wahl festgestellt, dass schon bereits jemand anders in ihrem Namen gewählt hat. Das ist dann ganz klar ein konkreter Anhaltspunkt für einen Wahlbetrug. Wie würden Sie sich fühlen, wenn ihnen das passiert? Die ganze Geschichte hat NICHTS mit Freysinger zu tun, ich sehe den Bezug zu ihm nicht, Sie schon ? Die paar Stimmen hätten das Resultat ohnehin nicht verändert, aber bedenklich ist die ganze Geschichte auf jeden Fall.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Walter F. Sobchak 24.03.2017 10:57
    Highlight Highlight Haben die Walliser etwa das Organisationstalent der Österreicher?
    • sheimers 24.03.2017 12:25
      Highlight Highlight Das kann man nicht vergleichen. In Oesterreich wurden Fehler gemacht (falsches Material, schlampige Arbeit), aber hier wurde ganz offensichtlich mit Absicht Wahlbetrug begangen. Das ist doch einiges schlimmer.
    • Walter F. Sobchak 24.03.2017 13:34
      Highlight Highlight Ja auf die paar Stimmen kommts jetzt auch nicht an.

      Trotzdem: BUHUHU die bösen Anderen wieder..
  • Döst 24.03.2017 10:56
    Highlight Highlight Fast schon US Verhältnisse.
  • pamayer 24.03.2017 10:53
    Highlight Highlight es bitzeli trump: wenn ich nicht gewählt werde, wurde betrogen.
    • giandalf the grey 24.03.2017 11:28
      Highlight Highlight Aber Trump wäre doch: Auch wenn ich gewählt wurde, wurde betrogen ;)
    • Effersone 24.03.2017 13:26
      Highlight Highlight Waren es nicht die Clinton-Suporter welche Geld für eine Neuwahl sammelten?
  • sherpa 24.03.2017 10:50
    Highlight Highlight Die SVP Unterwallis muss nur aufpassen, dass diese Betrugsfälle nicht auf ihr Konto geht, kann ja sein, dass Freysinger unbedingt hätte gewählt werden sollen und übereifrige SVP-Wahler etwas geschummelt haben. Also ein Rohrkrepierer ist hier allenfalls programmiert.
    • sheimers 24.03.2017 12:31
      Highlight Highlight Kann schon sein, aber erfahrungsgemäss sind die Täter eher die Aussenseiter, also z.B. ein inoffizieller Sprengkandidat einer anderen Partei. Ich nenne jetzt mal keinen Namen.
  • Charlie Brown 24.03.2017 10:44
    Highlight Highlight Gibt es denn Infos, wen die "Betrogenen" wählen wollten? Waren es alles Freysinger-Wähler? Wie viele von denen hätte es noch einmal gebraucht, um das Resultat z.G. Freysinger zu kehren?

    Gab es beim ersten Wahlgang keine Unregelmässigkeiten? Das Resultat war ja da schon gleich vernichtend für Freysinger...

    Anstelle von Freysinger wurde ein FDP-Mann gewählt. Warum vermutet man nun eine linke Verschwörung?

    Fragen über Fragen...
    • Maranothar 24.03.2017 11:10
      Highlight Highlight Weil die SVP aus Prinzip und Reflex auf die Linken losgeht sobald sie sich betrogen fühlen.
    • Maragia 24.03.2017 11:29
      Highlight Highlight Es wurde von offizieller Seite bestätigt, dass es Ungereimtheiten gab. Ob für oder gegen SVP ist noch überhaupt nicht klar. Aber Hauptsache gegen die SVP "schiessen"!
    • Ohniznachtisbett 24.03.2017 11:30
      Highlight Highlight Es ist doch völlig irrelevant für wen betrogen wurde. Relevant ist, dass betrogen wurde und dann muss das auch untersucht werden. Ich mag ja die Walliser, aber das ist einfach der "Wilde Westen" der Schweiz. Ein skurriles Völkchen.
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