Schweiz
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Swisscom wünscht sich im 5G-Streit mehr Unterstützung vom Bund

Swisscom wünscht sich klare Vorgaben für den Antennenbau: Die Debatte um den Ausbau der Telekominfrastruktur heizt sich damit nach einer Pause erneut auf.



Die Grenzwerte für die Strahlenbelastung sollen trotz der Erweiterung auf die 5G-Technologie nicht gelockert werden.

Mittelpunkt einer hitzigen Debatte: Eine 5G-Antenne wird installiert. Bild: KEYSTONE

Die Swisscom-Spitze kritisiert den Bundesrat wegen dessen Kurs in Sachen Mobilfunktechnologie 5G. Die Moratorien zum 5G-Ausbau in diversen Kantonen seien die Folge davon, dass es keine klaren Vorgaben aus «Bundesbern» gebe, sagte Firmenchef Urs Schaeppi im Rahmen der Präsentation der Ergebnisse des Startquartals 2020.

Er erwarte nun «klare Vollzugshilfsmittel, wie wir die 5G-Antennen bauen dürfen». Konkret sei nach wie vor unklar, wie die Strahlung der 5G-Antennen gemessen werden soll. «Diese Vorgaben brauchen offenbar Zeit, ich weiss auch nicht warum», so Schaeppi. Er geht derzeit nicht davon aus, dass bis Ende Jahr eine Lösung auf dem Tisch liegt.

Besonders bereite ihm Sorgen, dass die aktuellen Moratorien auch den Ausbau des 4G-Netzes erschwerten. Für Schaeppi steht fest: «Wenn sich das nicht bald ändert, werden wir über kurz oder lang Kapazitätsprobleme in den Netzen bekommen.» Dabei zeige gerade die aktuelle Zeit mit Homeoffice und Homeschooling, wie wichtig Reserven in einem Netz seien. (adi/sda/awp)

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9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ludwig van 30.04.2020 15:54
    Highlight Highlight Diese Moratorien sind ein Beispiel von einer völlig realitätsfremden Politik. Es ist ja nicht so dass 5G irgendwie ein neuartiges Risiko darstellt. Genau wie 4G sind es Elektromagnetischen Wellen und wenn man Angst vor solchen Wellen hat, dann müsste 5G die bevorzugte Alternative sein weil 5G weniger stark strahlt als 4G.
    Die Auswirkung von Handystrahlung wird jetzt schon seit Jahrzehnten untersucht und man hat noch nie was gefunden. Falls man eines Tages doch etwas findet, dann müsste wohl die ganze Handynutzung und WLAN verbieten. Ein Moratorium nur auf 5G ist in jeder Hinsicht irrational
  • Pointer 30.04.2020 15:48
    Highlight Highlight Stellungnahme vom Bund (BAFU/BAOM) vom 3. Mai 2019 (siehe Bild)
    Will die Swisscom, dass sich der Bund über seine Kompetenzen hinwegsetzt?
    Benutzer Bild
    • viella 30.04.2020 19:53
      Highlight Highlight Viele Kantone begründen ihre Moratorien etc. Damit, dass sie noch auf Angaben vom BAFU warten.

      Es wäre für die Telcos einfach gut, wenn die zuständigen Behörden vorwärts machen und die nötigen Rahmenbedingungen für einen Ausbau schaffen. Die Lizenzen wurden ja schliesslich auch bezahlt.
  • Turnbeutelvergesser 30.04.2020 14:12
    Highlight Highlight Kapazitätsprobleme wegen Homeoffice 🤪. Das Glassfasernetz sollte ausgebaut werden, sodass bei möglichst kleiner Emission das 5G-Netz bald aufgebaut werden kann. Das Datenvolumen steigt, es kann keine Lösung sein, fortlaufend die Grenzwerte zu lockern. 5G muss eine Ergänzung zum Glassfasernetz sein, kein Konkurrent.
    • viella 30.04.2020 16:09
      Highlight Highlight @Turnbeutelvergesser: Gerne 2 Punkte zu deinen Aussagen:
      1. Die Anzahl Anrufe im Mobilfunknetz der Swisscom haben im März um 70% zugenommen (Quelle: https://www.swisscom.ch/de/about/news/2020/04/30-report-q1-2020.html), gleichzeitig hat sich auch die Dauer der Anruf verlängert. Das führt logischerweise zu Kapazitätsengpässen.
      2. Von Erhöhung von Grenzwerten war in dem Artikel keine Rede, oder?
    • Turnbeutelvergesser 30.04.2020 21:40
      Highlight Highlight @viella
      1. Dank WIFI-Calling kann die Mobilfunknummer ohne Komforteinbussen und ohne Belastung des Mobilfunknetzes verwendet werden.
      2. Gerade die Swisscom hat sich bereits mehrfach und mit aggressiven Lobbyismus für die Senkung der Grenzwerte für 5G eingesetzt um so billiger den Ausbau voranzutreiben und somit 5G Kritikern Substanz verschafft.
    • Vecchia 01.05.2020 08:25
      Highlight Highlight "Die Anzahl Anrufe im Mobilfunknetz der Swisscom haben im März um 70% zugenommen..."

      Logisch, wenn das Festnetz von Rauschen, Knistern und Unterbrüchen beherrscht ist und der Festnetzanschluss generell unattraktiv gemacht wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr Schiwago 30.04.2020 13:37
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