Schweiz
Terrorismus

Blancho ist blank – IZRS-Chefs zahlen keine Steuern

ARCHIVBILD ZUR ANKLAGE DER BUNDESANWALTSCHAFT GEGEN DREI MITGLIEDER DES IZRS, AM DONNERSTAG, 21. SEPTEMBER 2017 - Abdel Azziz Qaasim Illi, Vorstandsmitglied, rechts, und Nicolas Blancho, Praesident de ...
IZRS-Chefs Blancho (links) und Illi. Bild: KEYSTONE

Blancho ist blank – IZRS-Chefs zahlen keine Steuern

26.09.2017, 05:3226.09.2017, 06:05

In der Öffentlichkeit zeigt sich IZRS-Chef Nicholas Blancho gerne spendabel: Jüngst waren er und einige Mitglieder des Islamischen Zentralrats in Bangladesch und bauten mit über 50'000 Franken Spendengeldern gar eine kleine Moschee. 

Privat sieht es bei den IZRS-Chefs finanziell aber düster aus. Wie der Blick berichtet, zahlen weder Blancho noch Vereinssprecher Qaasim Illi  Steuern, geschweige denn Krankenkassenprämien. Blancho soll seiner Krankenkasse über 7000 Franken schulden. 

«Privat leben wir nicht auf grossem Fuss. Nicolas Blancho und ich können uns die Krankenkassenprämien nicht leisten. Steuern haben wir aufgrund unserer marginalen Einkommensverhältnisse noch keine bezahlt. Dies war schon vor der IZRS-Gründung so. Damals waren wir Studenten», erklärt Illi der Zeitung. 

Aber wie verdienen die beiden Islamisten überhaupt ihren Lebensunterhalt. Illi gibt an, dass er zu 20 Prozent als Informatiker arbeite. Blancho verdiene etwas Geld mit Übersetzungen. 

Der IZRS-Spitze droht aber nicht nur wegen ihren finanziellen Verhältnissen Ärger. Die Bundesanwaltschaft hat sie am vergangen Donnerstag wegen Terror-Propaganda angeklagt. 

(amü)

Terror-Propaganda: Anklage gegen Führungsriege des IZRS

Video: srf
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
12 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Milchfisch
26.09.2017 05:58registriert April 2016
Kann nicht mal endlich jemand dieses Islamisten-Chaschperlitheater abstellen?
00
Melden
Zum Kommentar
12
Blocher liebäugelt mit neuer Volksinitiative
Blocher resigniert in Sachen UBS – vorerst. Sein Vorschlag, der Bank den Betrieb eigener Tochterbanken in den USA zu verbieten, werde totgeschwiegen, weil er in der Bevölkerung zu populär sei, sagt der Politikfuchs.
Die Schweiz hat das Too-big-to-Fail-Problem mit ihren Banken noch nicht gelöst, findet nicht nur der SVP-Doyen und frühere UBS-Verwaltungsrat Christoph Blocher, sondern auch der Bundesrat. Finanzministerin Karin Keller-Sutter will deshalb, dass das Parlament am liebsten schon im Herbst beschliesst, dass die UBS ihre ausländischen Tochterbanken zu 100 Prozent mit Eigenkapital im Schweizer Stammhaus unterlegen muss. Auch mit anderen Massnahmen will der Bundesrat die Grossbank und andere systemrelevante Banken sicherer machen und die Lehren aus dem Untergang der Credit Suisse ziehen.
Zur Story