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«Gefahr nicht ausgeschlossen» – 3 mutmassliche Terroristen in der Waadt verhaftet



In der Waadt sind am Freitag und Samstag drei mutmassliche Terroristen verhaftet worden. Sie hätten gemäss der Waadtländer Staatsanwaltschaft «relativ schnell zur Tat schreiten» können.

Die Bundesanwaltschaft bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht der Westschweizer Zeitung «20 minutes». Die Zeitung hatte von einem Grosseinsatz bei der Verhaftung eines Mannes und einer Frau auf einem Parkplatz eines Einkaufszentrums in Aubonne berichtet.

Auch die dritte Person wurde in der Waadt verhaftet, die Bundesanwaltschaft machte jedoch keine Angaben zum Ort. Die Einsätze wurden von der Waadtländer Kantonspolizei geleitet, die von der Bundespolizei (fedpol) unterstützt wurde. Die Verhaftungen erfolgten zudem in einer «engen Koordination» mit der Bundesanwaltschaft.

Den mutmasslichen Terroristen wird vorgeworfen, gegen den Artikel 2 des Bundesgesetzes über das Verbot der Gruppierungen Al-Kaida und «Islamischer Staat» verstossen zu haben. Zudem müssen sie sich wegen des Verdachts der Unterstützung beziehungsweise Beteiligung an einer kriminellen Organisation verantworten.

Die Waadtländer Staatsanwaltschaft übergab das Strafverfahren an die Bundesanwaltschaft. In der Romandie war bereits vergangene Woche in Meyrin im Kanton Genf eine Person unter Terrorverdacht verhaftet worden.

Keine Terrorzelle

Die drei Verhaftungen in der Waadt stünden nicht in Zusammenhang mit jener von vergangener Woche, sagte André Marty, Mediensprecher der Bundesanwaltschaft, am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

«Unsere Kollegen aus der Waadt haben Beweismaterial gesammelt, gemäss dem eine unmittelbare Gefahr nicht ausgeschlossen werden konnte.» Die Untersuchung soll nun zeigen, was die Absicht der Verhafteten war, sagte Marty.

Er wies Begriffe wie ein Netzwerk oder eine Terrorzelle am Dienstag zurück. «Die Personen standen in Kontakt.» Vom geografischen Standpunkt aus könne man aber nicht von einer Zelle sprechen, sagte Marty.

Der Waadtländer Oberstaatsanwalt Eric Cottier gab am Dienstag in einem Interview mit dem Westschweizer Radio (RTS) an, dass die verhafteten Personen dazu im Stande gewesen seien, «relativ schnell zur Tat zu schreiten». Zu den Hintergründen machte Cottier keine Angaben. (sda)

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