Schweiz
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Maggiatal: Ein Dutzend Personen bleiben in Sperrzonen im Tessin

Ein Dutzend Personen verbleibt in den Tessiner Sperrzonen

06.07.2024, 18:37
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Wegen erneuter Regenfälle haben mehrere Personen das obere Maggiatal auf eigene Faust auf dem Landweg verlassen. Rund ein Dutzend Menschen ist trotz intensiver Informationsarbeit in seinen Häusern in den gesperrten Zonen verblieben, wie der Krisenstab mitteilte.

Bereits am Freitag waren neun Personen aus dem Bavonatal auf dem Luftweg evakuiert worden, wie es in der Mitteilung der Tessiner Kantonspolizei weiter hiess.

Aufgrund vorausgesagter intensiver Regenfälle für Samstag und Sonntag hatte der Tessiner Notfallstab nach den Erdrutschen und niedergegangenen Gerölllawinen der vergangenen Woche Sperrzonen bestimmt. Aus diesen wurden seit Freitag Anwohnerinnen und Anwohner evakuiert oder zur Evakuierung aufgefordert.

Auch seien mehrere Strassen vorsichtshalber gesperrt worden. Seit Samstagmittag seien zudem die Zufahrtsstrassen zu betroffenen Gebieten abgeriegelt, hiess es im Communiqué weiter.

Nur Ersthelfer zugelassen

Von den genannten Einschränkungen betroffen sind auch all jene Personen, die Reparaturarbeiten durchführen und zum Beispiel Arbeitsfahrzeuge und Arbeitsmaschinen transportieren. In den gesperrten Gebieten sind laut Anweisungen des Tessiner Notfallstabes nur noch Einsätze von Ersthelfern bei Notfällen erlaubt.

Alle Massnahmen seien in Absprache mit den betroffenen Gemeinden durchgeführt worden.

Zu den gesperrten Gebieten gehören das gesamte Bavonatal mit Ausnahme des Dorfes San Carlo, das zuhinterst im Tal liegt.

Im oberen Maggiatal gesperrt wurde jener Ortsteil von Prato Sornico, der in der Nähe des Baches Scudau liegt, und ein Grossteil der Häuser in Piano di Peccia.

Ebenfalls zum Sperrgebiet erklärt wurde die Ortschaft Bola-Croisa bei Mogno (Ri di Röd).

Erneut viel Wasser erwartet

Der Bund warnte am Samstag erneut vor heftigen Gewittern und intensivem Dauerregen, besonders im südlichen Tessin. Die Gefahrenstufe für Regen wurde auf 3 erhöht, was laut dem Naturgefahrenportal bedeutet, dass lokale Überschwemmungen möglich sind. Auch kann es in steilen Hängen zu Erdrutschen kommen.

Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie riet dazu, Ufergebiete zu meiden. Bei Überschwemmungsgefahr seien Keller und Untergeschosse nicht zu betreten. Die Gefahr gilt je nach Gegend von Samstagnachmittag bis Sonntagmorgen. Im Tessin und dem Bündner Südtal Misox rechneten Fachleute mit bis zu 130 Litern Regen pro Quadratmeter. (rbu/sda)

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