So sollen dich Touristen in der Schweiz bald weniger nerven
Touristen sorgen in der Schweiz da und dort für Ärger. Einige Orte mussten auch schon Massnahmen wie Einschränkungen oder Eintrittspreise einführen. Sehr ärgerlich ist für viele auch das Verhalten im Umgang mit Abfall und Lärm.
Dem soll jetzt entgegengewirkt werden. Wie die Macher in einer Medienmitteilung diese Woche schreiben:
Die gemeinsame Initiative namens «Travel with care. Leave with memories.» ist Teil einer nationalen Anstrengung und stellt konkrete Hilfsmittel bereit, die Destinationen und Leistungsträger bei der praktischen Umsetzung einer breiten Tourismusakzeptanz unterstützen. Was die Initiative kostet, ist nicht bekannt.
Tourismusakzeptanz als strategischer Pfeiler
Tourismusakzeptanz ist kein Zufallsprodukt – sie muss aktiv gestaltet werden. Für Schweiz Tourismus ist sie ein zentraler Pfeiler der Strategie «Travel Better», mit der ST den Schweizer Tourismus langfristig ökologisch, sozial und wirtschaftlich ausgewogen positioniert.
Die Vision ist klar: Der Tourismus soll als Bereicherung wahrgenommen werden – von Gästen und von der Bevölkerung gleichermassen. Dass dieser Anspruch auf einer soliden Grundlage fusst, zeigen unter anderem repräsentative Bevölkerungsumfragen zur Tourismusakzeptanz, auf denen die Initiative aufbaut.
Die acht Sujets sprechen folgende Themen an:
- Respektiere private Grundstücke
- Frage, bevor du Fotos machst
- Sei an stillen Orten respektvoll
- Unterstütze lokale Unternehmen
- Halte Orte sauber
- Verstaue dein Gepäck korrekt
- Respektiere andere Reisende
- Warte, bis du dran bist (beim Einsteigen)
Konkrete Unterstützung für die Praxis
Unter der Leitung von Schweiz Tourismus werden Massnahmen zur Sensibilisierung von Gästen aus dem In- und Ausland umgesetzt. Gleichzeitig wird unter Leitung der RTA und über das Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit (KONA) des STV den touristischen Leistungsträgern eine «Toolbox» zur Verfügung gestellt, deren Instrumente sich auf lokale Gegebenheiten anpassen lassen.
Damit wird die Akzeptanz des Tourismus wie folgt gestärkt
- Die Gästesensibilisierungskampagne schafft ein Verständnis und Orientierung für respektvolles Verhalten gegenüber Natur, Bevölkerung und lokalen Gepflogenheiten in der Schweiz. Sie setzt auf eine positive, einladende und kulturübergreifend verständliche Ansprache statt Belehrung. Klare Handlungsaufforderungen laden Gäste ein, die Schweiz bewusst und rücksichtsvoll zu erleben. Der Branche stehen dafür vielseitige, kostenlos nutzbare Kommunikationsmittel zur Verfügung.
- Die Toolbox ist ein direkt einsetzbares Arbeitsinstrument für Destinationen und Betriebe. Sie bietet praxisnahe Module zu Strategie, Kommunikation und Stakeholder-Management, konkrete Beispiele, Schritt-für-Schritt-Anleitungen sowie Checklisten und unterstützt den Dialog mit Bevölkerung und weiteren Anspruchsgruppen. Die Toolbox wurde gemeinsam mit der Hochschule Luzern entwickelt und von Innotour, dem Förderinstrument des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), mitfinanziert.
Ziel ist es, Tourismusakzeptanz nicht als Schlagwort, sondern als gelebte Praxis in den Alltag von Destinationen und touristischen Betrieben zu integrieren.
Video in Flugzeugen und Flughafen
Zahlreiche Partner haben sich bereits dazu entschieden, die Initiative mitzutragen. Dazu zählen unter anderem die Jungfrau Region, Luzern Tourismus und Basel Tourismus. Zudem wird die Botschaft von «Travel with care. Leave with memories.» an vielen weiteren touristischen Touchpoints zu sehen sein, wie etwa als Video in SWISS-Flugzeugen oder am Flughafen Zürich, in den Bahnen der Jungfraubahnen oder auch auf Billetten des Swiss Travel Pass.
Appenzellerland Tourismus, Basel Tourismus, Europcar, Flughafen Zürich, Hertz, Interlaken Tourismus, Jungfraubahnen, Jungfrau Region, Luzern Hotels, Luzern Tourismus, Made in Bern, Pilatus-Bahnen AG, Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees AG, Stoos-Muotatal Tourismus, SWISS International Air Lines, Swiss Travel System AG, Valais/Wallis Promotion, Zürich Tourismus
(fox)
