bedeckt, wenig Regen
DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Schweiz
Umwelt

Trotz Erdbebengefahr – Bundesrat erlaubt das Fracking weiterhin

Bohrturm auf dem Areal des Werkhofes Kleinhueningen der Industriellen Werke Basel, aufgenommen am Dienstag, 16. Januar 2007. Der Bohrturm gehoert zum Energieforschungsprojekt Deep Heat Mining, welches ...
Das Aufbrechen des Gesteins kann Erdbeben auslösen, so wie in Basel im Dezember 2006 im Zusammenhang mit einer Geothermie-Bohrung ein Erdbeben mit der Stärke 3,2 mit dem Epizentrum neben dem Bohrloch registriert worden ist.Bild: KEYSTONE

Trotz Erdbebengefahr – Bundesrat erlaubt das Fracking weiterhin

03.03.2017, 11:0003.03.2017, 11:26

Trotz Erdbebengefahr und anderer Risiken will der Bundesrat das Fracking nicht verbieten. Im Vordergrund steht die Gewinnung von Erdwärme. Die Gasförderung lehnt die Regierung aus klimapolitischen Gründen ab.

Das sind die wichtigsten Erkenntnsse des Berichts «Fracking in der Schweiz», den der Bundesrat im Auftrag des Nationalrats erstellt und am Freitag verabschiedet hat. Beim Fracking wird das Gestein im tiefen Untergrund hydraulisch aufgebrochen, um die Durchlässigkeit zu erhöhen. Die Regierung sieht keinen Grund, diese Technologie grundsätzlich zu verbieten.

Doch die Risiken sind vielfältig. Das Aufbrechen des Gesteins kann Erdbeben auslösen, so wie in Basel im Dezember 2006 im Zusammenhang mit einer Geothermie-Bohrung. Gemäss dem Bericht können chemische Zusatzstoffe zur Fracking-Flüssigkeit Grund- und Oberflächenwasser verschmutzen. Eine weitere Gefahr sind Schadstoffe wie Schwermetalle oder radioaktive Substanzen, die aus der Tiefe gefördert werden können.

Risiko begrenzen

Der Bundeserat ist jedoch überzeugt, dass diese Risiken auf ein vertretbares Mass gesenkt werden können. Voraussetzung dafür sei, dass die bestehenden umweltrechtlichen Vorschriften korrekt vollzogen würden. Darüber hinaus hat er im Bericht Grundsätze für das Fracking festgelegt.

Beispielsweise sollen Fracking-Flüssigkeiten keine schwer abbaubaren Schadstoffe enthalten. Weiter sollen alle eingesetzten Stoffe und die verwendeten Mengen deklariert werden. Schliesslich müssen hohe Standards beim Risikomanagement sowie das Verursacherprinzip gelten.

Der Bundesrat will auch die Grundlagen für eine einheitliche Vollzugspraxis durch die Kantone schaffen. Die Nutzung des Untergrunds liegt in deren Zuständigkeit. (whr/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
VBS-Chefin Viola Amherd schwänzt die grösste Militärübung seit 30 Jahren
Unter Armeeangehörigen machen sich Enttäuschung und Unverständnis breit: Verteidigungsministerin Viola Amherd blieb der achttägigen Militärübung «Pilum 22» fern. Mangels Interesse?

Über 5000 Soldaten und mehr als 300 Panzer waren Teil der Verteidigungsübung «Pilum 22», die am vergangenen Dienstag zu Ende ging. Seit 1989 wurde in der Schweiz keine Bodentruppenübung mehr in dieser Grösse durchgeführt. Doch ausgerechnet Verteidigungsministerin Viola Amherd (Mitte) stattete den Armeeangehörigen während der Übung keinen Besuch ab.

Zur Story