Schweiz
Verrechnungssteuer

Verrechnungssteuer in 120 Sekunden – darüber stimmen wir ab

Video: watson/Petar Marjanović, Emily Engkent

Verrechnungssteuer in 120 Sekunden – darüber stimmen wir ab

Im September stimmen wir in der Schweiz über eine Teilabschaffung der sogenannten Verrechnungssteuer ab. Der Bund würde damit auf einen Teil seiner Steuereinnahmen verzichten.
11.09.2022, 13:2011.09.2022, 17:38
Emily Engkent
Folge mir
Mehr «Schweiz»

In der Schweiz arbeiten – salopp gesagt – sowohl Mensch als auch Geld. Der Staat zieht deshalb nicht nur Steuern auf Löhne, sondern auch auf «Löhne des Kapitals» ein. Über eine dieser Kapitaleinkommenssteuern stimmen wir nun ab: Am 25. September entscheidet die Stimmbevölkerung über eine Teilabschaffung der Verrechnungssteuer.

Konkret geht es um jene, die im Zusammenhang mit inländischen Obligationen verrechnet wird: Bundesrat und Parlament wollen die Umsatzabgabe und die Verrechnungssteuer darauf abschaffen. Befürwortet wird das von den bürgerlichen Parteien – sie wollen die Schweizer Wirtschaft fördern, in dem Investitionen attraktiver gemacht werden.

Dagegen wehren sich linke Organisationen: Sie bekämpfen die Reform mit einem Referendum. Ihre Hauptkritik richtet sich auf die zu erwartenden Steuerausfälle in der Höhe zwischen jährlich 200 und 300 Millionen Franken. Davon würden nur Grosskonzerne und das Ausland profitieren. Befürchtet wird zudem ein Rückgang bei der Steuermoral.

» Willst du es genauer wissen? Hier geht es zum langen Erklärstück zur Verrechnungssteuer.

Video: watson/Petar Marjanović, Emily Engkent
Was stimmst du am 25. September 2022 bei der Verrechnungssteuer?
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
24 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
24
Kindermangel: Geburtenrate in OECD-Ländern hat sich in 60 Jahren halbiert

Die Geburtenrate pro Frau ist in den 38 Mitgliedsländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in den vergangenen 60 Jahren um etwa die Hälfte geschrumpft. Während Frauen 1960 im Schnitt 3,3 Kinder zur Welt brachten, waren es 2022 nur noch etwa 1,5, wie die in Paris sitzende OECD in einem am Donnerstag erschienenen Bericht schrieb.

Zur Story