Schweiz
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Wahlen Graubünden

Wahlparty der SP Graubünden: Die frisch gewählte Nationalrätin Sandra Locher Benguerel, rechts hinter ihr der ebenfalls neu gewählte Jon Pult. Bild: watson

«Das kleine Wunder von Chur» – oder wie 64 Stimmen die SP ins Glück taumeln liessen

Der Wahlsonntag in Graubünden war an Dramatik kaum zu überbieten. Die SVP verlor einen Sitz, die SP ist neu stärkste Partei und die BDP wurde wieder mal ein bisschen zu Grabe getragen.



Und dann kam er, der König, Martin Candinas. Das Lächeln breit wie der Rhein, war der Spitzenkandidat der CVP noch ein paar Zentimeter grösser als sonst. In einem Triumphmarsch, vor ihm die Fotografinnen, die im Rückwärtslaufen den Kotau machten, zog er in sein temporäres Reich ein, das Medienzentrum Chur. Candinas trat nicht für den Ständerat an, er machte kein Rekordergebnis, er war einfach nur Candinas, der wohl populärste Politiker des Kantons, der am Sonntagnachmittag seinen Aufzug hielt. Candinas erzielte 23'143 Stimmen, geschlagen nur von der EMS-Milliardärin und politischen Erbin des einflussreichsten Schweizer Politikers der Neuzeit, Magdalena Martullo Blocher.

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Um 15 Uhr präsentierte sich die Situation wie folgt: Platz 1 bei den Nationalratswahlen Martullo-Blocher. Platz 2 Martin Candinas. SVP und CVP. Der Ständerat ist sowieso fest in der Hand des bürgerlichen Gespanns Stefan Engler (CVP) und Martin Schmid (FDP). Business as usual im flächenmässig grössten Kanton der Schweiz.

Und wenig später verkam dies alles zur Randnotiz.

In Graubünden, so erzählte es die überraschend gewählte SP-Nationalrätin Sandra Locher Benguerel später, ereignete sich am späten Sonntagnachmittag nämlich «ein kleines Churer Wunder». Als man sich schon damit abgefunden hatte, dass Graubünden an einem Wahltag voller Überraschungen das Fähnlein des Status Quo aufrecht hielt, lieferte der Kanton also doch noch. Spät, aber umso dramatischer.

Nationalratskandidatin Sandra Locher Benguerel, links, und Nationalratskandidat Jon Pult (SP), zweiter von links, bei den Buendner National- und Staenderatswahlen, am Sonntag, 20. Oktober 2019, in Chur. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Sandra Locher Benguerel: sensationell zweiten Sitz für die SP geholt. Bild: KEYSTONE

Die letzten Gemeinden wurden ausgezählt, darunter Chur, die Hochburg der Progressiven. Und plötzlich war alles anders. Nur waren es nicht die Grünen, die profitierten, sondern die Sozialdemokraten. Die SVP verlor ihren zweiten Sitz an die FDP und die SP verteidigte nicht nur den Sitz der zurückgetretenen Silva Semadeni, sondern holte sogar noch einen zweiten Sitz dazu.

Nationalrat Martin Candinas (CVP), Bildmitte, bei den Buendner National- und Staenderatswahlen, am Sonntag, 20. Oktober 2019, in Chur. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

CVP-Mann Martin Candinas: Souverän wiedergewählt. Bild: KEYSTONE

Die erste Hochrechnung prognostizierte am frühen Nachmittag, dass Heinz Brand seinen Sitz an die FDP abtreten müsse und BDPler Duri Campell wohl ebenfalls ausscheiden würde. Dass es knapp werden würde, damit rechnete man. Aber dass ausgerechnet eine SP-Frau Brand beerben würde, darauf wetteten um 16 Uhr in Graubünden nur noch die abgebrühtesten linken Optimisten.

Die endgültigen Resultate waren für 16 Uhr angekündigt. Dann für 16.15 Uhr, für 16.30 Uhr, für 16.45 Uhr. Im Viertelstundentakt wurde man vertröstet. Der Stimmung tat es keinen Abbruch. Das Medienzentrum Chur, ein paar Dutzend schmucklose Treppenstufen unter dem städtischen Beton, hatte sich im Lauf des Sonntagnachmittags längst in eine gesellige Apérorunde verwandelt. Alles deutete auf einen geruhsamen Verlauf hin.

Oben, draussen, trieb der Föhn Warmluft durch die Gassen, im politischen Kellergeschoss wärmte man sich mit Weisswein und Rückenreiben. Hier prallten keine politisch unterschiedliche Weltanschauungen zusammen, hier badete man in einer Wolke aus Harmonie. Dem Wahlkampf habe es an Kampf gefehlt, beschied die Südostschweiz im Vorfeld. Das ist, wenn man sich die Szenen zu Gemüte führte, eine grobfahrlässige Untertreibung. Stefan Engler, CVP-Ständerat, soeben mit einem Glanzresultat wiedergewählt, liess sich zusammen mit Martin Schmid (FDP) herzen und küssen und nahm Gratulationen ab. Der Herausforderer Jon Pult (SP) lag wie erwartet abgeschlagen auf Platz 3. Gegen die zwei unzertrennlichen blieb er chancenlos.

Nationalratskandidat Jon Pult (SP), Mitte, feiert mit Genossen den Gewinn zweier Sitze, bei den Buendner National- und Staenderatswahlen, am Sonntag, 20. Oktober 2019, in Chur. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Jon Pult (Mitte): Schlappe bei den Ständeratswahlen, souveräner Einzug in den Nationalrat. Bild: KEYSTONE

Und dann ging alles ganz schnell. Kurz nach 17 Uhr brach plötzlich Tumult aus in der Mitte des Saals. Sandra Locher Benguerel erfuhr, dass sie gewählt ist. Unglauben herrschte im Raum. Zwei Stimmen für die Sozis, raunte es aus einer Gruppe Senioren am Stehtisch nebenan. Unfassbar. Sie sei unter Schock gestanden in diesem Moment, sagte die Mittelstufen-Lehrerin später. 64 Stimmen machten den Unterschied, stellte sich später heraus. 64 Stimmen Vorsprung hatte Locher vor Josias Gasser, mit dessen GLP die SP und die Grünen als Klimaallianz eine Listenverbindung bildete.

Während Locher von einer Schulter an die nächste weitergereicht wurde, musste Heinz Brand den Medien erklären, dass er eigentlich nicht viel falsch gemacht habe. Dass das alles ein bisschen überraschend kam. Und dass man jetzt damit umgehen müsse. Auf der Stirn des 64-Jährigen bildeten sich Schweissperlen, der Gesichtsausdruck blieb stoisch. Der Präsident der SVP Graubünden hatte Zeit, sich für diesen Moment vorzubereiten. Viel Zeit. «Brand wurde parteiintern abgesägt», sagte Südostschweiz-Politexperte Clau Dermont. Vor einigen Jahren war er noch ein Schwergewicht in der Partei und Bundesrats-Anwärter. Jetzt ist seine politische Zukunft ungewiss. «Die SVP wollte nicht, dass irgendjemand im Kanton Martullo-Blocher vor der Sonne steht», so Dermont. Das wurde Brand zum Verhängnis.

Derweil Brand im Untergeschoss höflich den Überraschten mimte, oblag es Magdalena Martullo-Blocher im Eingangsbereich, Emotionen zu schüren. Zerknirscht beantwortete sie die Fragen des RTR-Journalisten, ärgerte sich darüber, dass das Interview verzögert wurde, rollte mit den Augen, winkte immer wieder genervt ab, spielte also auf der ganzen Klaviatur der blocherschen Missmutigkeits-Gestik, bevor sie wenig später abrauschte, vorbei an den in den Kantonswappen geschmückten Lorbeerblättern, ins sich anbahnende Bündner Abendblau, das im Hause Blocher angesichts des nationalen Abschneidens der Partei wohl mit ein paar karmesinroten Zornesspritzer angereichert wurde.

Wahlen Graubünden

Magdalena Martullo-Blocher: Trotz hervorragendem Wahlergebnis eine Niederlage eingefahren. Bild: watson

Zurück liess Martullo-Blocher Brand, ein paar GLPler, die mittlerweile vom Weiss- zum Rotwein gewechselt hatten, einige Senioren, die früher einmal einflussreiche Positionen in Wirtschaft, Politik und den Medien bekleidet hatten, und sich an einem Wahlsonntag noch immer gern unter die Mächtigen mischen, und einen Mann, der seinen eigenen politischen Tod betrauerte.

Es gibt keinen Politiker Duri Campell mehr, sagte Duri Campell mit einem traurigen Lächeln. Der BDPler mit dem gesunden Schnauz und dem behutsamen Wesen wurde Opfer eines Polit-Selbstmords mit Ankündigung, niedergestochen vom eigenen Sanftmut. Campell sagt: «In meiner ruhigen Art wurde ich nicht gehört.» Ein lauter Campell aber sei gar kein Campell. Es ist das Schicksal des stillen Schaffers, bei dem man nie ganz sicher ist, ob er denn wirklich auch schafft, oder einfach nur still ist.

wahlen graubünden

«Das Ende des Politikers Duri Campell.» Bild: watson

Irgendwann war dann fast nur noch er da, Duri Campell, von einem Bildschirm zum nächsten wandernd, den Blick auf die immergleichen Resultate gerichtet, als ob die Zahlen gelogen, die Technik versagt hätte, und irgendwann, wenn man nur fest genug starrt, sich alles wieder zurechtbiegen würde.

Aber auch Graubünden ist nicht gross genug für zwei Wunder an einem Tag. Während Campell sich nach 30 Jahren in der Politik verabschiedet, steht die BDP vor einem Scherbenhaufen. Wieder einmal. Schweizweit gingen vier von sieben Nationalratssitze verloren. «La casa dei morti», sagte Hansmartin Schmid, selbsternannter senior editor des Bündner Tagblatts zwar trocken. Aber falls es doch ein zweites Wunder gab, dann ist es, dass eine Partei so oft sterben kann und doch noch nicht tot ist.

Die BDP sei an einem Scheideweg angelangt, sagte Politologen Dermont. «In dieser Verfassung spielt sie keine Rolle mehr auf nationaler Ebene. Entweder, sie geht eine Fusion mit einer anderen Mittepartei ein – oder sie schrumpft endgültig zur Regionalpartei.»

Der Trauerstimmung entfloh man, indem man das Medienhaus in Richtung Altstadt verliess. Vorbei an dem Glockenspiel am Postplatz, «We are sailing», hinein in die Pflastersteingassen, bis zur Beiz Werkstatt, wo eine Hundertschaft von SP-Mitgliedern, Sympathisanten und Klima-Allianz-Kämpfern mit einem ausgerollten Plakat die beiden Wahlsieger, Jon Pult und Sandra Locher Benguerel empfing.

Freudentränen, ungläubiges Kopfschütteln, wieder Freudentränen, mehr Jubel, ohrenbetäubender Jubel, Blumensträusse, Prosecco-Flaschen, Jubel und Jauchzen und inmitten dieses Pulks Pult, der, auf die Frage, wie es ihm denn jetzt gerade so gehe, sehr glaubwürdig sagt: «Geil geil geil unglaublich überwältigend!» Bis sich Pult und Locher durch das Spalier gekämpft hatten, vergingen gute 10 Minuten.

Auf dem Podium unter einer Discokugel erzählt Locher dann tatsächlich von einem «Wahlkrimi» und wie sie in der Liveschaltung das Mikrofon mit beiden Händen festhalten musste, weil sie so gezittert hatte vor Glück und Aufregung. Und sie erinnerte daran, dass dies auch eine Frauenwahl war, weil mit ihr, Martullo-Blocher, und der ebenfalls neu gewählten Anna Giacometti von der FDP der Kanton nun von einer Frauenmehrheit im Nationalrat vertreten wird.

So feierte die SP Sandra Locher und Jon Pult

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Video: watson/William Stern

Dann trat Pult ans Mikrofon, staatsmännisch und mit Bariton, etwas gefasster als noch vor einigen Minuten, sprach von einem Wechselbad der Gefühle, wechselte fliessend von Deutsch zu Italienisch zu Rätoromanisch und wieder zurück, mahnte an die Kämpfe in Rojava und das Leid der kurdischen Schwestern und Brüder, und betonte schlussendlich, dass heute eben doch die Beste aller Welten eingetroffen sei.

Irgendjemand stimmte kraftvoll die «Internationale» an, und Pult verabschiedete sich mit den Worten, er wolle jetzt endlich, endlich ein Bier trinken, an den Bartresen.

Die SP hatte bei der Einladung zu der Wahlparty geschrieben: «Getränke sind – soweit das Budget reicht – offeriert.» Es ist anzunehmen, dass das Budget angesichts der Umstände nicht allzuweit reichte.

Albert Rösti – SVP im Interview

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Video: watson

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68Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • banda69 21.10.2019 20:41
    Highlight Highlight Aus der EMS Chemie flüsterts mehrfach: "Die Martullo, eine Sklaventreiberin, das ist sie."
  • Fip 21.10.2019 19:13
    Highlight Highlight ich würde ja gerne mal ein vernünftiges Argument hören wieso jemand Martullo-Blocher gewählt hat.
    Niemand will ihr die Stimme gegeben haben.
    Wenn es jemand dann doch zugibt, ist die Begründung (begleitet von unflätigen Stammtischparolen) nicht ihre überragende Kompetenz sondern einzig, weil man rot ärgern wollte.
  • Gigi,Gigi 21.10.2019 18:46
    Highlight Highlight Und wiaso wählend miar Püntner dia Tanta vor Goldküsta? Ganz aifach, damit dia möglichscht viil zBern isch! (Isch im Fall kai Witz)
  • Dominik Treier 21.10.2019 18:35
    Highlight Highlight Martullo-Blocher die wohl assozialste Arbeitgeberin der Schweiz, die nun nicht nur das Wirtschafts- sondern auch das Politimperium ihres Vaters übernehmen soll und der Bündner SVP-Wähler nickt nur stoisch dumm, die repräsentation einer neoliberalen Gelderbenelite ab, eine Elite schlimmer als die, gegen die ihr Vater immer Wettert...
    Das verborte Klandenken in Person unter dem Steckenpferd Ausländer lässt so vieles vergessen...
  • Richard Schwab 21.10.2019 18:13
    Highlight Highlight Sorry, aber die SP war bei weitem nicht die stärkste Partei in den Wahlen in GR, das ist ausgekochter Blödsinn: SVP 29.9% + 0.2%, SP 17.1% - 0.5%. Die SP hat also sogar im Unterschied zur SVP an Stimmen verloren gegenüber 2015. Die SP macht den Sitz nur dank der Listenverbindungen.
    • adam gretener 21.10.2019 18:44
      Highlight Highlight Lesen UND verstehen hilft. Es geht um Chur.
    • Richard Schwab 21.10.2019 19:01
      Highlight Highlight nein geht es nicht, im Untertitel steht:

      Der Wahlsonntag in Graubünden war an Dramatik kaum zu überbieten. Die SVP verlor einen Sitz, die SP ist neu stärkste Partei und die BDP wurde wieder mal ein bisschen zu Grabe getragen.

      Ich kann sehr wohl lesen, 99 von 100 Lesern werden die Aussage auf Graubünden (und nicht nur Chur) beziehen. Lesen hilft.
    • adam gretener 22.10.2019 05:19
      Highlight Highlight Selektive Wahrnehmung, Richard? Im Titel steht ganz klar: «Das kleine Wunder von Chur» – oder wie 64 Stimmen die SP ins Glück taumeln liessen. Oder hier: Die letzten Gemeinden wurden ausgezählt, darunter Chur,... Und Chur liegt in Graubünden, soweit mein letzter Kenntnisstand.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Luki 21.10.2019 16:09
    Highlight Highlight Als Aussenstehender bin ich erstaunt, dass es kein Problem ist, wenn die Mehrheit der Nationalräte und Nationalrätinnen im Hauptort Chur wohnt. Der Fall Martullo-Blocher mit Wohnort ausserhalb des Kantons sollte verboten werden.
    • Richard Schwab 21.10.2019 18:47
      Highlight Highlight Dass die beiden SP-Nationalräte aber in Chur wohnen stört sie natürlich nicht.
    • pontian 21.10.2019 22:36
      Highlight Highlight Das ist in der Tat unschön, hat aber lange Tradition. Schon in den 1860ern gab es solchen Wahltourismus. Und Gottlieb Duttweiler hat sich in den 1960ern gar mal für die gleiche Wahl in Bern und in Zürich auf die Nationalratsliste des LdU setzen lassen - und wurde meines Wissens in beiden gewählt.
    • St. Just 22.10.2019 08:07
      Highlight Highlight Chur und Umfeld ist halt der mit Abstand dicht besiedelste Teil Graubündens. Ausserdem landet man in zahlreichen Berufen arbeitplatztechnisch fast automatisch in Chur, oder ausserhalb des Kantons.
  • sherpa 21.10.2019 13:55
    Highlight Highlight Die SVP, so Rösti im Radio- und Fernsehinterview, ist mit 1/4 aller Wählenden nach wie vor eine Macht. Nur vergisst er, dass 3/4 aller Stimmenden von der SVP absolut nichts wissen wollten und so relativiert sich seine Aussage wieder
    • Paddiesli 21.10.2019 15:01
      Highlight Highlight Nur 1/4 der Schweizer Minderheit, die wählen ging. Das relativiert noch mehr.
    • Roterriese #DefendEurope 21.10.2019 17:56
      Highlight Highlight Naja dann spiel dieses Gedankenspiel mal mit der SP und den Grünen 😉 das relativiert noch mehr
    • Hinkypunk #wirsindimmernochmehr 21.10.2019 19:40
      Highlight Highlight @roterriese

      Die behaupten aber auch nicht dass sie das Volk sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Guido Capecchi 21.10.2019 13:15
    Highlight Highlight liebe grüne, gratulation zum sieg! doch eines solltet ihr bedenken: stellt im siegesrausch nicht extreme und unerfüllbare forderungen. denn wenn eines tages der greta-umwelt-hype vorbei ist, folgt bald die retourkutsche!
    • Paddiesli 21.10.2019 15:03
      Highlight Highlight Es gibt keinen Umwelthype! Was du Hype nennst, bleibt uns erhalten bzw. nimmt gar zu, je länger nichts getan wird. Und das global.
    • Guido Capecchi 21.10.2019 16:59
      Highlight Highlight Die Geschichtsforschung lehrt uns das Gegenteil – locker bleiben, einfach abwarten!
    • Grohenloh 21.10.2019 17:30
      Highlight Highlight Paddiesil:
      Wir werden sehen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ziasper 21.10.2019 13:13
    Highlight Highlight Interessant wäre, ob es Gasser geschafft hätte gegen Benguerel ohne Listenverbindung mit der SP.
    • Platon 21.10.2019 15:24
      Highlight Highlight @Ziasper
      Hätte er nicht, die SVP wäre einfach vollständig wiedergewählt worden. Der Artikel ist schwammig formuliert. Gasser konkurrenzierte ja nicht gemeinsam mit ihr auf einer Liste. Locher-Benguerel wurde dank 64 zusätzlicher Listenstimmen für die SP gewählt, nicht einfach Stimmen. Damit war der Wähleranteil der SP mehr als doppelt so gross wie jener der GLP, was zwei Sitze für die SP ergibt. Im Proporz werden die Sitze zuerst den Listenverbindungen zugeteilt und dann den Parteilisten mit ihren Unterlisten.
  • Lowend 21.10.2019 13:03
    Highlight Highlight Christoph Bernet hat das Bündner Wahlergebnis heute Morgen auf Twitter hervorragend kommentiert:

    «Die Bündner Nationalratsdelegation repräsentiert den Kanton wunderbar: A. Giacometti die italophonen Südtäler, M. Candinas die Rumantschia, J. Pult und S. Locher Benguerel d. Region Chur und M. Martullo-Blocher die Zürcher Tagesausflügler, die abends wieder ins Unterland fahren.»

    Dem ist nichts beizufügen!

    https://twitter.com/ChristophBernet/status/1186193172520689664
    • Christoph Bernet 21.10.2019 14:11
      Highlight Highlight Danke für die Blumen 🙏
    • Ivo Zen 22.10.2019 09:15
      Highlight Highlight Jon Pult ist Rätoromane!
  • Cédric Wermutstropfen 21.10.2019 13:02
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte bleibe beim Thema und beachte die Kommentarregeln.
    • Chili5000 21.10.2019 13:13
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • adam gretener 21.10.2019 13:16
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Lowend 21.10.2019 13:21
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Leowind Pilz 21.10.2019 12:41
    Highlight Highlight Spannende Geschichte.

    Aber was unbedingt gesagt werden muss:
    William Stern, Sie schreiben einfach unglaublich gut, es ist jedes Mal wieder eine Freude einen Artikel von Ihnen zu lesen. Wunderbarer Schreibstil gepaart mit spannenden Themen, das ist Journalismus auf höchstem Niveau.

    Danke vielmals dafür. Freue mich schon sehr auf Ihren nächsten Artikel.
    • Lichtblau550 21.10.2019 19:41
      Highlight Highlight Stimmt. Williams Artikel sind jeweils Sternstunden für mich als Watson-Leserin. Eine der immer weniger werdenden Schweizer „Edelfedern“, denen Formulierungen und Bilder für die Ewigkeit gelingen. Ich möchte wetten, dass diese Geschichte einen Preis gewinnt.
  • adam gretener 21.10.2019 12:20
    Highlight Highlight Das Gesicht von Rösti, unebzahlbar. Er weiss genau, dass der Fürst ihn nun brutal absägen wird. Und überhaupt, ich freue mich sehr auf das erste Interview vom Chrigel.
    • Kronrod 21.10.2019 13:01
      Highlight Highlight We gehört auch abgesägt. Als Präsident von Swiss Oil (kein Witz) nimmt ihm die Klimapolitik der SVP niemand ab. Ein Bauer könnte sich viel glaubwürdiger über erhöhte Dieselpreise für seinen Traktor und Heizkosten für seinen Stall beschweren.
    • adam gretener 21.10.2019 13:21
      Highlight Highlight Nicht nur das, er war auch Präsident der Aktion für vernünftige Energiepolitik Schweiz. Also dem Atomenergie-Lobbyverand. Der Verband hat sich aber aufgelöst nachdem die gemerkt haben, dass kein Geld für den Rückbau zurückgelegt wurde.
    • adam gretener 21.10.2019 18:31
      Highlight Highlight Übrigens, was Swissoil und andere Erdöl-Lobbyisten verhindern:

      Play Icon


      Unglaublich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vecchia 21.10.2019 12:03
    Highlight Highlight Das Glück der SP ein kleiner Schimmer der Hoffnung.

    Aber sonst:
    ich fasse es immer noch nicht, dass soviele Bündner vor Martullo in die Knie gehen und dafür ihre eigenen Leute verheizen.

    "«Die SVP wollte nicht, dass irgendjemand im Kanton Martullo-Blocher vor der Sonne steht»

    ja und am Alpabzug werden selbst in CVP-Hochburgen sofort kritische, aber harmlose, Transparente entfernt, wenn die Chemie-Königin erscheint.
    Das hätte die Bündner früher zum Rebellieren nicht zum Kuschen gebracht...
    • Amateurschreiber 21.10.2019 13:32
      Highlight Highlight Keine Angst, die Bündner kuschen nicht. Wenn "kritische, aber harmlose, Transparente" bei einem Alpabzug entfernt werden, geht es nicht um die Person. Bei einem Alpabzug sind politische Kundgebungen unerwünscht (wie beim Fussball).
    • Vecchia 21.10.2019 13:49
      Highlight Highlight "Bei einem Alpabzug sind politische Kundgebungen unerwünscht"

      ahaaa, und deshalb feiert Frau Martullo ihre Wahlpropaganda an den Alpzügen...

      (es war keine Kundgebung, es hing lediglich ein originelles Plakat gegen ihre Wahl im Bereich des roten Teppichs der Dame)
    • Chili5000 21.10.2019 13:58
      Highlight Highlight @Amateurschreiber: Die Bündner kuschen aber sowas von! Das ist nicht weit vom Baukartell anzusiedeln was hier abläuft...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chili5000 21.10.2019 11:51
    Highlight Highlight Als ob mein Kanton nicht armseelig genug ist und eine Zürcherin die nicht mal im Kanton wohnt in den Nationalrat wählt, nein die Martullo-Blocher wird auch noch immer und immer wieder gewählt... zum kotzen. Die Leute die Martullo-Blocher wählen, wählen nur ihren zweiten Nachnamen nicht mehr und nicht weniger...
    • Amateurschreiber 21.10.2019 13:59
      Highlight Highlight Das Leben ist kein Wunschkonzert. Ich habe auch drei Kandidaten/Kandidatinnen von drei verschiedenen Parteien (nicht SVP nicht SP) aufgeschrieben aber nur einer davon ist gewählt worden. Aber so ist es eben.
      Und falls es Dich tröstet: Die Martullo - Blocher - Wähler fluchen jetzt sicher auch darüber, dass ausgerechnet die Roten "den" SVP - Sitz bekommen haben.
    • Chili5000 21.10.2019 14:02
      Highlight Highlight Mir wäre ehrlich gesagt jeder Bündner SVPler recht gewesen der sich nur ein kleines Stück mit der Region identifiziert. Aber nicht eine Reiche Zürcherin... die nur Dank ihres Dadys reich und berühmt ist...
    • Paddiesli 21.10.2019 14:58
      Highlight Highlight Für mich ist sie auch ein NoGo, aber man darf nicht vergessen, dass sie der grösste Arbeitgeber in GR ist. Darum auch ihr hoher Stimmenanteil.
      Und von wegen Zürcher und Bündner. Es gibt auch das Umgekehrte: Züri gehört zum Bistum Chur. 😉
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  • Dr. Unwichtig 21.10.2019 11:49
    Highlight Highlight Eine weitere bittere Pille für die SVP: von den 69 neuen Gesichtern gehören gerade mal 7 der SVP an. D. h. primär werden wir auch in den nächsten 4 Jahre von den gleichen Köpfen, die offenbar ihren Zenit schon lange überschritten haben, den gleichen Quatsch hören...
    • Paddiesli 22.10.2019 01:55
      Highlight Highlight @alle hier, ihr habt alle Recht, ich sage nichts Anderes. Ich erkläre nur ihren Wahlsieg, denn sie ist der grösste Arbeitgeber, wenn auch ein unsozialer. Das ist kein Blödsinn, trotz ausländischem Fachpersonal.
      Gemessen am Umsatz und Gewinn, erwirtschaftet sie das Meiste sowieso ohne Angestellte, darum ist ihr auch die Begrenzungsinitiative egal oder genehm.
      Letztlich ist bemerkenswerter, dass die SVP einen Sitz an die SP verloren hat. Seven thinking steps hin oder her.

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