41. Brandopfer von Crans-Montana war im Uni-Spital mit Krankenhauskeim infiziert
Am Samstag kam nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana die 41. Person ums Leben. Ein 18-Jähriger aus Lutry VD starb einen Monat nach dem Unglück im Universitätsspital Zürich. Wie das Spital gegenüber Inside Paradeplatz bestätigte, litt das Opfer am als «Krankenhauskeim» bekannten Acinetobacter baumannii.
«Acinetobacter baumannii tritt leider immer wieder im Zusammenhang mit der Betreuung von brandverletzten Patienten auf», so das Spital. Neben dem Toten sei ein zweites Brandopfer mit dem Bakterium infiziert. Weitere Übertragungen seien in den letzten vier Wochen verhindert worden.
Beim Acinetobacter baumannii handelt es sich um ein antibiotikaresistentes Bakterium, das in Brandsituationen im Spital besonders oft auftritt. Für die Infizierten ist dies gefährlich: So verringert es die Überlebenschancen von Brandverletzten um rund 50 Prozent. Das Bakterium kann diverse Formen von Infektionskrankheiten hervorrufen, etwa Lungenentzündungen, Blutvergiftungen oder – vor allem bei Verbrennungsopfern – Wundinfektionen.
Acinetobacter baumannii gehört in vielen Ländern zu den problematischsten Krankenhauskeimen. (dab)
