Lötschental im Wallis wegen Lawine vom Verkehr abgeschnitten
Bei Goppenstein im Wallis hat kurz vor Donnerstagmittag eine Lawine die Talstrasse verschüttet. Das Lötschental war damit vom Verkehr abgeschnitten. Auch der Betrieb des Autoverlads Lötschberg wurde eingestellt.
Rotloiwi ist die erste Galerie nach dem BLS Autoverlad Lötschberg in Richtung Tal. Der Betrieb des Autoverlads musste deshalb eingestellt werden, wie es auf der Webseite des BLS hiess.
Auch die SBB vermelden, dass der Bahnverkehr auf der Strecke Frutigen – Brig zwischen Goppenstein und Hohtenn eingeschränkt ist.
Die Talstrasse ist bis auf Weiteres gesperrt, wie die Kantonspolizei Wallis gegenüber watson bestätigt. Ob Personen verletzt wurden oder anderweitige Schäden entstanden sind, konnte die Polizei am Donnerstagmittag noch nicht sagen. Am Nachmittag wollten die Behörden die betroffene Stelle räumen.
Tschäggättä-Loif findet wohl statt
Am Donnerstagabend soll im Lötschental eigentlich der traditionelle Tschäggättä-Loif steigen. Die Tschäggättä sind ein jahrhundertealter Fasnachtsbrauch, bei dem Männer mit furchterregenden Masken aus Arvenholz durch die Dörfer ziehen.
Sie erinnern an die uralte Tradition, die Geister des Winters zu vertreiben. Im Normalfall lockt der Tschäggättä-Loif, bei dem sich die mysteriösen Fasnachtsgestalten zusammenrotten und durch den Ort Wiler ziehen, viele Schaulustige an.
Dieses Jahr werden die Lötschentaler Fasnächtler wohl aber unter sich bleiben. Auf Anfrage von watson bestätigt Gemeindepräsident Elmar Ritler, dass der Tschäggättä-Loif «aller Voraussicht» nach stattfinden werde. Weil das Tal aber ab Goppenstein nach wie vor von der Aussenwelt abgeschnitten ist, wird es aber für einmal ohne Auswärtige auskommen müssen.
Mit Material der sda
