Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Der Trend zum Rückzug der Gletscher in der Schweiz, hier der Basodino-Gletscher im Tessin, hat auch im hydrologischen Jahr 2018/2019 angehalten. (Archivbild)

Auch von der Gletscher-Schmelze betroffen: Der Basodino-Gletscher im Tessin. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Schweizer Gletscher schmelzen ++ Letztes Jahr zu trocken ++ Nur Ostschweiz eine Ausnahme

In den meisten Gegenden der Schweiz ist das Jahr 2018/2019 zu trocken gewesen. Eine Ausnahme bildete die Ostschweiz. Flüsse und Seen führten oft Niedrigwasser. Die Gletscher gingen weiter zurück.



Im westlichen Mittelland fiel das hydrologische Jahr, das jeweils vom 1. Oktober bis 30. September dauert, noch trockener aus als im Dürresommer 2018, wie der Wetterdienst SRF Meteo in seiner Dienstag veröffentlichten Jahresbilanz festhält.

Demnach war es im Westen und Süden generell wieder deutlich zu trocken. Im östlichen Mittelland, in den östlichen Alpen sowie in Nord- und Mittelbünden war das hydrologische Jahr hingegen zu nass. In Chur beispielsweise gab es 25 Prozent mehr Niederschlag als in einem Durchschnittsjahr.

Generell scheint sich laut SRF Meteo der Trend zu bestätigen, dass die Jahr-zu-Jahr-Schwankungen immer auffälliger werden.

Aus Sicht der Schweizer Gewässer war das hydrologische Jahr insgesamt geprägt durch Niedrigwasser, wie die Abteilung Hydrologie beim Bundesamt für Umwelt (Bafu) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA ausführte. Gesamthaft habe das Niedrigwasser aber nicht das Ausmass des Sommers und Herbstes 2018 erreicht.

Wasserpegel unter üblichem Niveau

Insbesondere die Flüsse in den Alpen führten wegen der starken Schnee- und Gletscherschmelze deutlich mehr Wasser als üblich. Aktuell liegen die Pegel der Flüsse und Seen im zentralen und westlichen Mittelland sowie im Jura deutlich unter dem für die Jahreszeit üblichen Niveau. Die Grundwasserstände befinden sich auf teils normalem, teils tiefem Niveau.

Trotz des schneereichen Winters litten die Gletscher erneut. Sie verloren weiter an Umfang, sowohl bezüglich Länge als auch Volumen. Eine Änderung dieses Trends ist laut SRF Meteo nicht absehbar. Das Sommerquartal 2019 war das drittwärmste, das je gemessen wurde.

Der Hauptgrund für den Umstand, dass das hydrologische Jahr von Oktober bis September dauert, liegt im Umstand begründet, dass Schnee, der im Spätherbst fällt, meist erst im Jahr darauf abfliessen kann. Eine theoretische Berechnung des Wassergehaltes im Schnee wäre zu kompliziert. (dac/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Schnee, Schnee, Schnee

Die Schweiz ist um einen Gletscher ärmer

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1

Brrr, der Wochenstart wird kalt, feucht und garstig

Dass heute Montag ist, ist anscheinend nicht genug. Es wird auch noch ein ausgesprochen grüsliger Montag werden – zumindest aus meteorologischer Sicht. Heute zieht eine Kaltfront über die Schweiz hinweg. Sie sorgt für einen trüben und nassen Wochenstart.

Nur gerade im äussersten Osten des Landes dürfte es am Morgen noch trocken sein, so Meteonews. Sonst ist überall mit Regen zu rechnen. Besonders im Tessin: Dort erwarten die Meteorologen bis am Dienstagmorgen lokal bis 100 Liter Niederschlag …

Artikel lesen
Link zum Artikel