Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Kleinhändler verticken überteuerte Masken und Desinfektionsmittel

In Deutschland soll ein 24-Jähriger Millionen mit Gesichtsmasken verdient haben. Auch in der Schweiz werden Kleininserate-Plattformen mit Inseraten geflutet.



Die Story vom deutschen Jugendportal «bento» löste hitzige Diskussionen aus: Ein 24-Jähriger – er wird im Artikel Timo genannt – soll eine «fünfstellige Summe» für Mund- und Atemschutzmasken ausgegeben haben. Er habe beobachtet, wie im Januar die Preise für solche Produkte in China explodierten.

Das brachte ihn auf die Idee, die Masken für durchschnittlich 60 Cent (65 Rappen) zu kaufen und für mehr als 20 Euro (21 Franken) weiterzuverkaufen. Angeblich mit Erfolg: «bento» berichtet, dass er über eine Million Euro kassiert habe. Timo habe seinen Gewinn mit Dokumenten belegen können.

Im Gespräch mit dem «bento»-Reporter sagt Timo:

«Das ist wie Drogenhandel. Ich weiss nicht, wie die Margen im Drogenhandel sind, aber so stell ich es mir vor.»

Kleinhändler Timo quelle: «bento»

Desinfektionsmittel wird auf Ricardo überteuert zum Kauf angeboten

Auch in der Schweiz versucht manch Kleinhändler sein Glück. Auf Ricardo tummeln sich seit Tagen mehrere User, die Gesichtsmasken und Desinfektionsmittelchen anbieten. Die Margen, die verlangt werden, sind horrend, wie die folgenden Beispiele zeigen.

Gegenüber «20 Minuten» gaben Händler wie Ebay und Ricardo an, bestimmte Angebote zu sperren, vor allem dann, wenn sie unfundierte Gesundheitsversprechen enthalten. Auch im Ausland gehen einige Länder gegen diese Geschäftemacherei vor.

Frankreich beschloss etwa, die Gesichtsmasken zu beschlagnahmen und an das Gesundheitspersonal und mit dem Virus infizierte Franzosen zu verteilen. Deutschland legte am Mittwoch ein Exportverbot für Atemmasken und andere Schutzausrüstungen wie Schutzausrüstung wie Handschuhe und Schutzanzüge fest.

Viele Apotheken klagen über Hamsterkäufe und ausverkaufte Schutzmasken. Im französischen Marseille soll jemand gar rund 2000-OP-Masken gestohlen haben.

In der Schweiz herrscht gemäss Behördenangaben zurzeit keine Knappheit. Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung habe 170'000 Masken in Reserve. Zudem sei die lokale Produktion von Desinfektionsmitteln gross genug, um auf obligatorische Lagerbestände zu verzichten. (pit/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das Coronavirus verbreitet sich

Keine Handschläge erlaubt? Hier sind Alternativen:

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

47
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
47Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • GetReal 07.03.2020 10:56
    Highlight Highlight Wo Nachfrage, da Angebot. Man sollte die Leute aufklären und mit der Panikmache aufhören, wo unsere tollen Medien an erster Stelle ja munter mitverdienen.

    Nur wenn keine Nachfrage besteht, lässt sich das Angebot verhindern - aber niemals durch Verbote.
  • Schnueffelix 06.03.2020 22:15
    Highlight Highlight Aufruf an die Handwerker: Macht es wie ich, seht in eurer Werkstatt nach und bringt eure FFP2 in die Spitäler. Jede einzelne hilft.
  • Pius Tanner 06.03.2020 19:50
    Highlight Highlight Neuliberalismus...
    Angebot nachfrage regelts schon.
  • glöbeli 06.03.2020 18:00
    Highlight Highlight sind immer die gleichen Idioten, ob Cup-Final Tickets, ein Ticket für Adele im Hallenstadion oder jetzt Hygiene-Artikel. Solche Leute haben leider kein Gewissen und sollten auf Ricardo und co eine lebenslange sperre erhalten. Wird nix bringen aber bin wütend....
  • DemonCore 06.03.2020 17:56
    Highlight Highlight Krisengewinnler gehören eingesperrt. Weitere Straf- und Schadenersatz-Massnahmen muss man offen diskutieren.
  • Ebony 06.03.2020 17:29
    Highlight Highlight Ist eigentlich in der Schweiz kein industrieller Grosskonzern fähig, solche Masken herzustellen? Sollte doch nicht so schwierig sein. PET oder Altpapier als Rohstoff haben wir doch genug. Weil in der Schweiz hergestellt, zwar etwas teuer aber absolut notwendig für das Pflegepersonal.
  • Polerina 06.03.2020 17:02
    Highlight Highlight Im Betrieb wo ich arbeite verkaufen wir FFP2/FFP3, Mundmasken und Desimittel .

    Auch in der Lebensmittelbranche werden solche Produkte jeden Tag benötigt.
    Fleischer, Bäcker, Gemüse und Früchte Verarbeiter etc..

    Mitarbeiter beklauen Ihre Arbeitgeber. Seien es Mundmasken (die eh nichts nützen) oder Desinfektionsmittel.

    Auf dem Markt ist ALLES knapp bis ausverkauft!
    Da ist es kein Wunder das gehamstert, oder zu Wucherpreisen verkauft wird.

    und die Aussage der Behörde ist meiner Erfahrung nach einfach Falsch.
  • TJ Müller 06.03.2020 16:51
    Highlight Highlight Und ich dachte, der freie Markt regelt das. Der regelt doch sonst auch immer alles! Oder etwa doch nicht? Ich bin verwirrt, ist der freie Markt etwa doch nicht über alle Zweifel erhaben?
  • MasterPain 06.03.2020 16:08
    Highlight Highlight Abschaum.
  • Name_nicht_relevant 06.03.2020 15:53
    Highlight Highlight Wer sowas tut ist in meinen Augen armseelig und vorallem mit der Angst der Menschen Geschäfte machen ist unterste Schublade. Der eine der es auf FB tat hatte ein üblen Shitstorm erhalten, Ebay ect. sollte so Inserate gar nicht aufschalten.
  • hämpii 06.03.2020 14:57
    Highlight Highlight Die Menschen sind nicht böse, die Menschen sind nur dumm...
    • Kubano 06.03.2020 17:21
      Highlight Highlight Die Menschheit ist nicht böse, leider nur zu schwach für das harte Leben.
  • Hirngespinst 06.03.2020 14:30
    Highlight Highlight […]Viele Apotheken klagen über Hamsterkäufe und ausverkaufte Schutzmasken.[…]

    Vielleicht hätte der Bund das regulieren sollen. Z.B. nicht mehr als 5 Gesichtsmasken pro Person.
    • MasterPain 06.03.2020 16:06
      Highlight Highlight Vielleicht hätten die Apotheken aber auch nicht einfach 100 Stück an eine Person verkaufen sollen? Da machten Sie dann aber wohl zu gern die hohle Hand...
    • balzercomp 06.03.2020 19:36
      Highlight Highlight Ich habe in mehreren Apotheken Hinweise gelesen, dass Masken und Handesinfektionsmittel auf unbestimmte Zeit ausverkauft seien.
    • Hirngespinst 06.03.2020 20:51
      Highlight Highlight @EvilBetty
      Oder so.
      Ein bisschen gesunden Menschenverstand walten lassen. ;)
  • gi_ann 06.03.2020 14:20
    Highlight Highlight Freie Marktwirtschaft hin oder her.
    Sowas in einer aktuellen Situation (nein ich trage keine Maske und bin nicht in Panik und mein Kühlschrank ist auch leer) durchzuziehen, finde ich einfach...
    Kurz: ich verliere den Glauben an die Menschheit.
  • Nik G. 06.03.2020 13:40
    Highlight Highlight Bei uns im Spital wurden Gesichtsmasken entfernt, weil viele Egoisten die Masken klauen kommen. Nochmals:" Diese Masken schützen NICHT vor dem Corona Virus. Dafür müsstet ihr eine 3 M Maske mit Schutzbrille tragen. Diese Masken schützen nur andere Personen wenn ihr Erkältet seit oder eben Corona hättet!" Die Masken sind für das Medizinische Personal und nicht für Ignorante Egoistische Menschen. Und alle die nun mit diesen Produkten Geld machen, ich hoffe ihr werdet vom Gesetz zur rechenschaft gezogen. Ihr nutzt die Not der Menschen aus um Geld zu machen.
    • Pius C. Bünzli 06.03.2020 17:37
      Highlight Highlight Was für ein Gesetz würde das weiterverkaufen von Masken denn verbieten? Das ist freie Martktwirtschaft à la FDP. Nachfrage/Angebot.
    • Hirngespinst 06.03.2020 20:53
      Highlight Highlight Natürlich.
      Und es gibt sowas wie "Preisleistungsverhältnis" und was da gerade auf ricardo etc.passiert nennt man Wucher.
  • Tekk 06.03.2020 13:35
    Highlight Highlight Absolut richtig so... Wer Panik schiebt soll auch dafür bezahlen. Klassisches Angebot/Nachfrage spiel.
    • Füürtüfäli 06.03.2020 18:41
      Highlight Highlight Nicht die, die "Panik schieben" haben die Masken hamstermäsig gekauft, sondern die, die Kohle machen wollen.

      Aber das ist meine Meinung...
  • Titangirl 06.03.2020 13:05
    Highlight Highlight Ich finde die Hygiene-Produkte die völlig überteuert auf Ricardo und Ebay angeboten werden, sollten alle beschlagnahmt und an Einrichtungen die Sie wirklich brauchen (Spitäler, Altersheim, Arztpraxen) zur verteilt werden.
    • Caturix⸮ 06.03.2020 13:42
      Highlight Highlight Ja sicher und was noch ? Leben wir in einer Diktatur ? die Händler haben die Produkte gekauft und keiner wird gezwungen die für den Angebotenen Preis zu kaufen oder z.B. bei Ricardo mit zu bieten.
      Und zur Zeit hat es mehr als genug Wahre in den Spitälern, Arztpraxen oder Altersheime.
    • Simon Probst 06.03.2020 14:11
      Highlight Highlight Angebot und nachfrage bestimmen den Preis. Ist hier nicht schön, aber so geht wirtschaft.

      Gerade hier in der "hochpreisinsel" Schweiz.

      Ich mags dem jungen gönnen, schlaues kerlchen.
    • Mon Alisa 06.03.2020 18:06
      Highlight Highlight @Simon
      Gut gesagt, Adam Smith lässt grüssen und Corona zaubert eine Live-Lektion für VWL-Studenten im 1. Semester.

      Da diese Preise nachfragegetrieben sind, verstehe ich nicht wieso sie sie nicht angeboten werden sollten. Und wenn jemand die Produkte nicht für diesen Preis kaufen will, muss er ja nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mrgoku 06.03.2020 13:01
    Highlight Highlight wie sagt der Wendler? Egal!
  • Satan Claws 06.03.2020 12:55
    Highlight Highlight Coronaviren sind bis 160 Nanometer gross, die Masken welche überall ausverkauft sind, nützen euch selbst nichts. Zwei Vorteile bieten sie dennoch, man kann sich nicht mehr so gut ins Gesicht fassen und wenn man niesst wird die Tröpfchenwolke etwas eingedämnt, was auch der Grund ist, weshalb Chirurgen sie tragen. Für einen geringen Selbstschutz müssten sie mindestens die FFP3 Schutzklasse haben. Die gibt es allerdings noch überalll zu kaufen. Besser wäre ein Druckluftsystem.

    Desinfektionsmittel stellen gute Apotheken günstig selbst her oder nehmt einfach Brennsprit und danach Handcreme.
    • maylander 06.03.2020 14:50
      Highlight Highlight Die 3M FFP3 Einwegmasken sind auch nicht mehr zu normalen Preisen im Verkauf. Es gibt etliche Berufe, die auf diese angewiesen sind, da sie lungengängigem Staub ausgesetzt sind.

      So ein Überdruckgerät zieht man auch nicht einfach so an. Das Tragen schränkt die Bewegungsfreiheit ziemlich ein. Zudem ist es laut und die Batterien müssen oft geladen werden.

      Die Armeemaske musste ich übrigens abgeben, das Gewehr hätte ich behalten dürfen.


    • x4253 06.03.2020 19:48
      Highlight Highlight Man kann sich auch eine Maske drucken ;) zb diese: https://www.thingiverse.com/thing:3278167
  • Tschönsen 06.03.2020 12:32
    Highlight Highlight Das ist wiederlich!
    Es kommen massenhaft Leute zu uns ins Spital und klauen Masken... gehts eigentlich noch?!
    Unsere Vorräte sind im Übrigen auch begrenzt und die FFP 2 Masken sind auch für uns medizinische Fachpersonen nicht mehr lieferbar...!
  • Miimiip! aka Roadrunn_er 06.03.2020 12:31
    Highlight Highlight Wäre dafür dass es man es gleich wie in Frankreich macht. Die überteuerten Masken beschlagnahmen und an die verteilen die die Masken wirklich brauchen.
  • Füürtüfäli 06.03.2020 12:14
    Highlight Highlight Ohne Worte 🤦‍♀️
  • Ohniznachtisbett 06.03.2020 11:57
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • Coffeetime ☕ 06.03.2020 12:16
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Liselote Meier 06.03.2020 12:27
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Toerpe Zwerg 06.03.2020 12:28
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    Weitere Antworten anzeigen

Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in der Schweiz und der internationale Vergleich

Die Corona-Pandemie wütet weiter. Die Neuansteckungen steigen auch in Schweizer Kantonen erneut. Hier findest du alle relevanten Statistiken und die aktuellen Corona-Fallzahlen von Corona-Data und dem BAG zur Schweiz sowie im internationalen Vergleich.

Das Coronavirus hält die Schweiz weiterhin in Atem. Die Zahl der Neuansteckung steigt in den unterschiedlichen Kantonen seit dem August wieder und viele sprechen bereits von einer zweiten Corona-Welle in Europa und in der Schweiz.

Damit du den Überblick über die sich stetig verändernde epidemiologische Lage behältst, zeigen wir dir hier alle relevanten Statistiken zu den Neuansteckungen, Positivitätsrate, Hospitalisierungen und Todesfällen in den Schweizer Kantonen sowie im internationalen …

Artikel lesen
Link zum Artikel