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Milliarden-Sparkur bei den SBB – aber die Chefin kann den Maserati weiterhin gratis parkieren​

01.10.2016, 14:0801.10.2016, 15:59
Monika Ribar, seit Juni Präsidentin der SBB, kann ihren Maserati gratis am Bahnhof Rüschlikon parkieren – das stösst auf Kritik.
Monika Ribar, seit Juni Präsidentin der SBB, kann ihren Maserati gratis am Bahnhof Rüschlikon parkieren – das stösst auf Kritik.Bild: KEYSTONE

Am letzten Donnerstag platzte die Bombe: SBB-CEO Andreas Meyer und Projektleiter Markus Geyer präsentierten das volle Ausmass der schon länger angekündigten McKinsey-Sparrunde. 1400 Stellen sollen gestrichen werden, «um die langfristige Stellung der Bahn als bedeutendes Glied in der Mobilitätskette» zu gewährleisten – am letzten Mittwoch erhielten 120 Angestellte den blauen Brief.

Während das Bahnpersonal die Umwälzungen des «RailFit20/30»-Programms ausbaden muss, muss das Kader offenbar nicht um seine Privilegien bangen.

Neben einem Erste-Klasse-GA gehört dazu auch ein Privatparkplatz, wie der «Blick» am Samstag mit Verweis auf die SBB-Präsidentin Monika Ribar schreibt. Ribar, seit Juni an der Spitze des Konzerns, kann einen Parkplatz am Bahnhof Rüschlikon ZH ihr Eigen nennen – zum Nulltarif.

Pikant: Bis vor kurzem befand sich anstelle des Privat-Parkplatzes noch ein öffentlicher Parkplatz – in einer Nacht-und-Nebel-Aktion wurde aus der weissen eine gelbe Zone, wie Anwohner der Zeitung berichten.

Gemäss SBB hat alles seine Richtigkeit: Der Parkplatz sei regelkonform, erklärt Sprecher Daniele Pallechi. Die Verwaltungsratspräsidentin und die Konzernleitungsmitglieder könnten sich zwischen einem Parkplatz am Arbeitsplatz oder an einem Bahnhof ihrer Wahl entscheiden. Die Ex-Panalpina-Chefin wählte letzteres – und parkiert ihren Maserati seither in unmittelbarer Nähe der Perrons.

Für Edith Graf-Litscher eine unsensible Haltung. Man könne nicht Stellen abbauen und gleichzeitig dem Kader solche Privilegien zugestehen, kritisiert die SP-Nationalrätin.

Die SBB-Präsidentin wollte gegenüber dem «Blick» keine Stellung nehmen. (wst)

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71 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Donald
01.10.2016 14:33registriert Januar 2014
Vermutlich verdient sie auch noch mehr als ein Lokführer. Skandal!
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savon99
01.10.2016 16:58registriert Oktober 2016
Interessant, Frau Ribar bekommt einen Privat-Parkplatz, während wir SBB-Mitarbeiter vom Unterhalt von unser eigenen Firma Strafzettel am Dienstwagen bekommen, weil es auf diversen Bahnhöfen keine Dienstparkplätze für Dienstfahrzeuge mehr hat.
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Madison Pierce
01.10.2016 14:28registriert September 2015
Eine unsinnige Diskussion. Angesichts der Millionengehälter der Manager von bundesnahen Betrieben fällt ein Parkplatz nicht ins Gewicht. Man diskutiere lieber erst die Löhne.
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