Schweiz
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So viel Plastik verbrauchen die watsons in einer Woche 

Neuenburg verbietet Röhrli, an anderen Orten droht den Wattestäbchen das Aus. Die Welt hat dem Plastik den Kampf angesagt. Doch wie schlimm steht es um unseren eigenen Plastik-Verschleiss? Fünf watsons haben den Selbstversuch gewagt. 

15.06.18, 09:18 22.06.18, 14:39


Video: watson

Plastik ist das neue Rauchen. Zu diesem Schluss kommt, wer die jüngsten Entwicklungen in der Umweltpolitik aufmerksam verfolgt. Denn europaweit formiert sich eine Allianz gegen Kaffeerühr-Stäbchen, Röhrli und anderes Einweggeschirr. Doch wie viel Plastik verbrauchen wir wirklich? Fünf watsons haben eine Woche lang ihren Abfall gesammelt – und dabei viel über sich selbst gelernt. 

Der Joghurt-Fan

Einmal Plastikgeschirr mit Plastikdeckel, dazu Plastikbesteck und das alles verpackt in einem Plastiksack. Das war mein erstes Gericht in unserer Sammel-Woche, weil ich schlauer Fuchs unbedingt zum Thai-Take-Away wollte. Aber das heisst nicht, dass es besser geworden wäre, als ich mir das Mittagessen selber gekocht habe. Wenn du Plastikmüll vermeiden willst, dann iss auswärts oder bestell Pizza (weil Karton).

Joghurt ist Liebe, Joghurt ist Leben.

Beim Kochen habe ich jeweils das meiste Plastik verbraucht, weil einfach die meisten Zutaten darin verpackt sind. Vom Fleisch zum Käse zu Kartoffeln bis hin zum Bio-Gemüse. Viel Plastik verursacht aber auch mein Lieblingsfrühstück: Joghurt. Aber Joghurt ist Liebe, Joghurt ist Leben.

Insgesamt habe ich in der Woche einen Papier-Sack gefüllt, trotz wiederauffüllbarer Glasflasche und wiederverwendbarer Gemüsesäckli. Vor diesem Hintergrund dauert es wohl noch eine ganze Weile, bis wir kein Polymer mehr im Meer haben.

Der Bio-Sünder

Unsere Plastiksammelwoche startete vielversprechend: Bis am Freitag hatte sich kaum was angehäuft. Wir trinken Hahnenwasser – PET-Flaschen sind bei uns Mangelware. Auch das Morgenjoghurt ist bei uns nicht rituell. Doch dann kam das Wochenende und der Brunch für 10 Personen – und der schenkte ein. Kaum eine Verpackung von Esswaren kommt ohne Plastik aus (Gipfeli, Fleisch, Salami, Käse) – auch nicht die Verpackung von Bio-Produkten.

«Unnötiger» Plastik, also solchen, der ohne offensichtlichen Qualitätsverlust durch ein anderes Material ersetzt oder auf den gar verzichtet werden könne, ist mir vor allem im Non-Food-Bereich aufgefallen. Weshalb müssen auch grössere Einzelteile von neuen Geräten (in unserem Fall war es eine Lampe) immer in Plastik eingeschweisst sein?

Ja, wir hatten ein Plastikröhrchen.

Tatsächlich aber war der Non-Food-Bereich für nur einen sehr kleinen Teil der Gesamtmenge des Plastikmülls verantwortlich – und das trotz grosser Abdeckfolie (Malerarbeiten). Und ja: Wir hatten ein Plastikröhrchen.

Die Streberin

Eine Woche lang Plastik zu sammeln war eine interessante Erfahrung. Ich fand es vor allem nicht immer ganz einfach zu erkennen, wo denn jetzt überall Plastik drinsteckt. Nach dieser Woche war ich aber ehrlich gesagt erstaunt, wie wenig sich angesammelt hat. Ich achte jedoch auch darauf, möglichst wenig Plastikabfälle zu produzieren. Einzig die Joghurts fallen etwas negativ ins Gewicht. Vielleicht sollte ich einmal nach Alternativen Ausschau halten, die im Glas daherkommen.

Ein weiterer Punkt sind die Plastikbehälter für Take-Aways. Ich war in dieser Woche zwei Mal in einer Kantine und hab das Essen mitgenommen. Ich finde, es sollte eine kleine Preisreduktion geben, wenn man sein eigenes Tupperware mitbringt, dann würde ich das nämlich garantiert machen. Oder wenn zumindest irgendwo stehen würde, dass es kein Problem ist, seine eigenen Behälter mitzubringen.

Auch bei den Kaffeekapseln gäbe es sicher noch Verbesserungspotenzial. Mit Kaffeepulver würde wesentlich weniger Abfall entstehen. Oder es müsste bessere Sammelstellen für diese geben.

Yannik Tschan
Yannik Tschan

Der Pechvogel 

Ich hatte Pech dieser Woche: Duschgel, Ketchup, Weichspüler und sogar der Entkalker – alle wurden leer. Ausserdem habe ich einen Grill gekauft und natürlich war auch der in Plastik verpackt. Doppelt blöd: Das Teil kam defekt bei mir an und die Firma lieferte mir einen Neuen nach – also noch mehr Plastik. Was mich erstaunt hat: Bei vielen Brot-Papiertüten ist ein Teil aus Plastik. Das ist doch völlig unnötig.

Ich habe zwei mal Take-Away-Food gegessen. Eigentlich hätte ich ja eigene Behälter mitnehmen können, aber daran habe ich nicht gedacht. An einem Konzert gab es Plastikhalme, sogar zwei pro Getränk.

Es war spannend, einen Überblick über meinen eigenen Plastikverbrauch zu erhalten. Vieles war mir bisher gar nicht bewusst. Mein Fazit: Auf viel Plastik könnte ich wahrscheinlich relativ einfach verzichten.

Die Cola-Zero-Fanatikerin

Viel Cola Zero und Take-Away-Schalen: Auf einen gesunden Lifestyle deuten meine Plastik-Überbleibsel nicht hin. Doch in Bezug auf die Menge bin ich positiv überrascht: Ich hätte mehr Müll erwartet. Allerdings fiel mir erst Ende Woche auf, dass ich vergessen habe, die Kaffeekapseln zu sammeln. #fail. Über das Wochenende war ich ausserdem nicht zu Hause, sondern zu Besuch bei meinen Eltern. 

Die 5-Rappen-Gebühr hielt mich nicht davon ab, dreimal ein Säckli zu kaufen.

Ich kaufe oft Bananen und einzelne Äpfel. Diese packe ich aber nicht in Plastiksäckli, sondern klebe die Etiquette direkt darauf – ist das jetzt vorbildlich? Bei den Himbeeren hatte ich Glück: Die Packung war am letzten Versuchs-Tag noch nicht ganz leer. Aufgefallen ist mir, in wie viel Schutzplastik (links oben) eine Kamera eingepackt war, die mein Freund online bestellt hat. 

Verbessern kann ich mich sicher bei den Coop- und Migros-Plastiksäckli. Die 5-Rappen-Gebühr hielt mich nicht davon ab, dreimal ein Säckli zu kaufen. 

(kün)

«Life in plastic, it's fantastic» …

... trällerte die Band Aqua 1997 in ihrem Song «Barbie Girl». Gut zwanzig Jahre später steckt das Plastik in einer schweren Image-Krise: Weltweit ergreifen Regierungen und Unternehmen im Kampf gegen Kunststoffmüll drastische Massnahmen. watson beleuchtet in einer sechsteiligen Serie, wie es dazu gekommen ist, und beschäftigt sich mit der Frage: Sind die geplanten Verbote wirksam oder doch blosse Symbolpolitik?

Teil 1: Wie schlimm sind Röhrli und Co. wirklich für die Umwelt?
Teil 2: Plastik ist das neue Rauchen – wie ein Material all seine Freunde verlor
Teil 3: So sehen die Regale aus, wenn man Produkte mit Mikroplastik entfernt
Teil 4: Plastik-Branche verteidigt sich: «Es gibt viel grössere Umweltsünder»
Teil 5: An unserem Plastik werden noch unsere Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Enkel «Freude» haben
Teil 6: So viel Plastik verbrauchen die watsons in einer Woche

5 Ursachen wie wir unsere Meere vergiften

Video: srf

Die fünf grössten Plastiksünder am Mittelmeer

Kampf gegen den Plastik

In diesen 7 Ländern und Städten herrschen bereits Plastikverbote

Der Kampf gegen den Plastikmüll nimmt zu – eine dieser 8 Massnahmen könnte es richten

So sehen die Regale aus, wenn man Produkte mit Mikroplastik entfernt

Plastik ist das neue Rauchen – wie ein Material all seine Freunde verlor

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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67
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67Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dini Mueter 16.06.2018 06:17
    Highlight "Ich finde, es sollte eine kleine Preisreduktion geben, wenn man sein eigenes Tupperware mitbringt, dann würde ich das nämlich garantiert machen. Oder wenn zumindest irgendwo stehen würde, dass es kein Problem ist, seine eigenen Behälter mitzubringen."

    Zwei sehr fadenscheinige Ausreden. Sei proaktiv und nimm das Tupperware auch ohne Preisreduktion mit. Und frage doch einfach ob es möglich ist! Mir wurde dies in den letzten 5 Jahren noch NIE verwehrt.
    2 0 Melden
  • Digitalrookie 16.06.2018 05:10
    Highlight Bei den Wattestäbchen werde ich mir wohl noch einen kleinen Vorrat zulegen müssen, ich brauche die nämlich zum Reinigen der Tonköpfe meiner Kassetten-Decks. Es gibt tatsächlich Leute, die auch heute noch unmöglich auf die gute, alte Audiokassette verzichten können...
    0 0 Melden
  • ZHR8037 15.06.2018 14:50
    Highlight Ich bin für den Non-Food Einkauf bei einer grossen Firma zuständig. Wir sind dran unser Take-Away Sortiment auf PLA, Papier, Pagasen sowie Kompostierbare Artikel zu wechsel. Der geadanke ist gut das jeder auf solche Materialen wechsel möchte. Die problemeatik ist aber das Sie eigentlich komplet zurück genommen werden müssen damit der Kreislauf vom Artikel sin macht. Die Artikel dürfen nicht in den normalen Abfalleimer. Somit wird es xtrem schwierig hier alles richtig zu machen. Greetz
    18 0 Melden
  • artyfrosh 15.06.2018 13:24
    Highlight Joghurt ist Liebe! Joghurt ist Leben!
    16 2 Melden
  • Fritz Zweifel 15.06.2018 12:59
    Highlight Ihr seid nur etwas (zu) spät geboren.

    . Anstatt täglich ein kleines Yogurt zu nehmen, nehme ich für mein Müsli einen 500/1000g-Natur-Becher, der reicht dann für...

    .Gedankenlos/schlecht vorbereitet. Obst kaufen wir offen; im Säckli haben mehrere Früchte Platz und das nächste Mal kann man es mitnehmen. Im kleinen Rucksack hat auch noch eine Plastiktasche zusammengefaltet Platz.

    Wenn ich an der Kasse stehe, sehe ich, wie viele... einfach noch eine PLastiktasche dazulegen, die haben zu viel Geld.

    Salami etc. kaufen wir am Stück und schneiden nach Bedarf ab - „viel“ Plastik gibt es so nicht.
    18 2 Melden
    • loquito 15.06.2018 14:31
      Highlight Ausser die Salami ist, wie oft gesehen, in Plastik eingeschweisst. einfach so, grundlos...
      9 3 Melden
  • River 15.06.2018 12:55
    Highlight @Michelle Marti: du kannst den Take Aways deine eigene Tupperware hinstellen zum füllen. Ich mach das ganz frech und es funktioniert. Am anfang gucken sie blöde, aber nie böse. Danach kennen sie dich. Und ich habe mir vor einem halben Jahr auch so einen Bambus-Kafibecher mit Silikondeckel gekauft. Den stelle ich bei den Kafibars auch hin und er wird ohne Aufhebens gefüllt.
    23 1 Melden
    • Michelle Marti 15.06.2018 13:08
      Highlight So einen Kafibecher hab ich auch, der ist praktisch. Beim Tupperware ist halt das Problem, dass in den Kantinen nach Gewicht abgewogen wird. Die Teller und ihre Plastikverpackungen haben sie im System und dann wird das Gewicht abgezogen. Wenn ich mein eigenes mitbringe funktioniert das nicht so einfach. Und ich hab dann keine Lust einen Franken mehr zu bezahlen, weil ich mein eigenes Tupperware mitbringe. Aber ich könnte mal nachfragen, wie sie das handhaben. Vielleicht ist es ja kein Problem :)
      28 3 Melden
  • ARoq 15.06.2018 12:29
    Highlight Als frischgebackener Hypothekenbesitzer habe ich zum ersten mal in meinem Leben einen Garten angelegt.
    Mit etwas Glück (es sieht gut aus) kann ich auf diese Weise zumindest einen Tropfen auf dem heissen Stein an Verpackung und Transportweg sparen.
    31 1 Melden
  • Weltruumelefant 15.06.2018 11:40
    Highlight Wieso gibt es die Toni-Jogurt im Glas nicht mehr :(
    27 1 Melden
    • LoriihTown 15.06.2018 12:38
      Highlight Gibt es noch immer im Toni zu kaufen ;)
      11 1 Melden
    • loquito 15.06.2018 14:34
      Highlight Ausserdem ist das nur sinnvoll wenn du die Becher weiterverwendest. Oder ist einschmelzen heute ohne Energie möglich?
      9 0 Melden
  • Leee 15.06.2018 11:38
    Highlight Ich war erstaunt, wie leicht ich meinen Plastik Verbrauch minimieren konnte. Es gibt so viele spannende Bücher und Blogs darüber, am Anfang muss man sich etwas umgewöhnen, aber dann geht es ganz leicht.
    Toll, dass ihr inmer wieder darüber berichtet!
    26 3 Melden
  • j_foo 15.06.2018 11:26
    Highlight Ich denke hier in der Schweiz haben wir grössere Probleme. Das Plastik wird in der Regel in modernen Anlagen verbrannt oder gar rezykliert und produziert im Vergleich zu anderem eher wenig Schadstoffe (korrigiert mich wenn falsch). Klar, in anderen Ländern ohne funktionierendes Müllsystem ist Plastik natürlich nix.

    Grossartig mit dem Finger auf die böse Verpackungsindustrie zeigen, aber selbst 3x im Jahr in den Flieger hocken... Passt irgendwie nicht.
    74 31 Melden
    • tagomago 15.06.2018 12:00
      Highlight Du findest also, man sollte nichts unternehmen?
      Ich finde man sollte vor allem bei den Verpackungen regulieren.
      28 14 Melden
  • Sarkasmusdetektor 15.06.2018 11:19
    Highlight Auswärts Essen? Ja, ganz tolle Idee - damit hat man zwar selbst kein Plastik weggeworfen, aber die Welt hat nichts gewonnen, es ist dann einfach das Restaurant oder die Kantine, das die Verpackungen wegschmeisst.
    31 2 Melden
    • Laut_bis_10 15.06.2018 15:35
      Highlight Die Kantine/das Restaurant kann dann aber in sehr viel grösseren Mengen Lebensmittel einkaufen und spart so wieder Verpackungsmaterial.
      14 1 Melden
  • road¦runner 15.06.2018 11:01
    Highlight Pizza bestellen (weil Karton) ist auch keine Lösung. Wie waren denn die Zutaten verpackt, welche auf der Pizza liegen?
    Da hast Du vielleicht Vordergründig, also oberflächlich betrachtet, deine Bilanz verbessert, aber schlussendlich niemandem geholfen damit.
    23 0 Melden
  • huerlio 15.06.2018 10:53
    Highlight Frage zum Titel: Müsste es nicht watsen oder wats heissen?
    11 1 Melden
  • Simon Probst 15.06.2018 10:48
    Highlight Der Titel müsste lauten:

    So viel Plastik wird den watsons in einer Woche beim Einkaufen angedreht. Oder kann ich die Ware im Coop auspacken und das Plastik dort lassen?
    7 4 Melden
    • River 15.06.2018 12:49
      Highlight Deswegen hat es dann nicht weniger Plastik auf der Welt...
      32 0 Melden
    • j_ulchen 16.06.2018 06:42
      Highlight Das darf man, ja
      1 0 Melden
  • Carry62 15.06.2018 10:47
    Highlight Ich würde mal Euer Einkaufsverhalten fürs Essen im Büro überdenken...
    Relativ viel Fertigsalat und anderes TakeAway Zeugs 😳
    Aber man müsste halt 10 Minuten früher aufstehen, um sich was zum Mitnehmen zuzubereiten 🙄
    24 18 Melden
  • Spiegelfabrik 15.06.2018 10:25
    Highlight Immer mehr Takeaways bieten Mehrweggeschirr von recircle an: https://www.recircle.ch
    8 1 Melden
    • Zwerg Zwack 15.06.2018 12:51
      Highlight Tönt gut, aber muss man diese selber abwaschen? Die Homepage ist nicht so klar diesbezüglich...
      1 1 Melden
    • Spiegelfabrik 15.06.2018 15:42
      Highlight Das geschirr kann an einem beliebigen Takeaway abgegeben werden, welcher bei recyrcle mitmacht. Dort werden diese dann gewaschen. Man darf das Geschirr aber auch nach Hause nehmen, waschen und für die nächste Mahlzeit wieder einpacken;-) (wäre optimal)
      5 0 Melden
  • lilie 15.06.2018 10:18
    Highlight Ich kann meinen Plastikabfall ins Recycling geben. Er macht erfahrungsgemäss ungefähr die Hälfte meines Restabfalls (also ohne Grüngut, Metalle, Batterien, PET, Glas) aus.

    Ich brauche etwa einen Monat, um einen Sack zu füllen. Das meiste machen Fleischverpackungen aus.

    Wie man das ersetzen soll, weiss ich jetzt auch nicht gerade... 🤔
    13 2 Melden
    • Zwerg Zwack 15.06.2018 12:53
      Highlight Vielleicht indem du kein Fleisch mehr kaufst? 😉
      13 20 Melden
    • Julietta 15.06.2018 20:11
      Highlight Wenn du eine bediente Fleischtheke in deinem Lieblingsladen hast oder beim Metzger einkaufst, kannst du deine eigenen Behälter mitbringen. Erstaunlicherweise hat es bei mir nicht nur beim Dorfmetzg sondern auch im Coop funktioniert.. Einfach mal testen.
      4 0 Melden
    • lilie 15.06.2018 21:36
      Highlight @Julietta: Ich kauf normalerweise Biofleisch, und das krieg leider nur abgepackt. Aber mach jetzt sowieso mal eine Fleischpause, grad mal schauen, ob das den Plastikberg tatsächlich reduziert. 😊
      6 0 Melden
    • Julietta 16.06.2018 06:19
      Highlight Ja das ist ein schwieriges Unterfangen.. Ich hab glücklicherweise eine Metzgerei in der Nähe die gelegentlich Bio Fleisch im Angebot hat. Der Wochenmarkt ist vielleicht auch noch eine Möglichkeit..

      Aber Fleischpause ist auch eine gute Idee 😉
      0 0 Melden
  • dr.gore 15.06.2018 10:16
    Highlight Seit wir zuhause Plastikmüll trennen steht der Abfalleimer auf der Terasse. Grund: Wir produzieren so wenig Restmüll, dass der Abfalleimer grauenhaft zu stinken begint weil er so selten gewechselt wird. Das hat mir persönlich die Augen geöffnet, wie viel Plastik eigentlich verbraucht wird.
    25 0 Melden
    • Mr. Stärneföifi 15.06.2018 12:15
      Highlight ging mir genau so. mit den sog. „entsorgbar“s ist das recycling auch ziemlich einfach. bei uns geht gehen tetrapacks, pet, dosen, glas, plastik, karton und papier sowie grünabfälle getrennte wege. spart kosten der kerichtgebühr und führt einem vor augen wie viel plastik sich da so ansammelt...
      10 0 Melden
    • lilie 16.06.2018 06:56
      Highlight @dr.gore: Bei mir ebenso! Ich bin dann auf 17l-Säcke umgestiegen und entsorge Essensreste konsequent im WC. So gehts.
      2 0 Melden
  • Matrixx 15.06.2018 10:16
    Highlight Super Experiment.
    Muss ich bei Gelegenheit auch mal probieren.

    Aber ich tippe darauf, dass ich viel weniger Plastik verbrauche als die Watson-Redakteure, da ich doch sehr bewusst einkaufe.
    14 1 Melden
  • paramountcake 15.06.2018 10:15
    Highlight Intressanter Selbstversuch 👍 wurde hoffentlich alles schön thermisch recyclet 😉...

    Was ist nun daran so schlimm?
    Wenn alles ordentlich entsorgt wird, ist das Klimaerwärmungspotenzial der Produkte wieder das Mass der Schlimmheit.
    15 5 Melden
    • Zwerg Zwack 15.06.2018 12:56
      Highlight Stimmt eben nicht. Von unserem thermisch recycliertem Abfall landet ca. 20% in Deponien (Schlacke, Filterasche, u.a.). Das geht oft vergessen.
      11 4 Melden
    • lilie 16.06.2018 06:58
      Highlight @Zwerg Zwack: Das stimmt zwar, aber Plastik verbrennt ja praktisch rückstandsfrei. Dabei entsteht allerdings das Treibhausgas CO2, und dort liegt der Hase im Pfeffer.
      1 0 Melden
  • dmark 15.06.2018 10:10
    Highlight Kaffeekapseln... Warum? Nicht nur, dass dies kein Kaffee ist, sondern auch noch unnötig Müll macht und zu Wucherpreisen verkauft wird.
    Kauft euch doch endlich mal einen Vollautomaten oder eine Espresso-Kanne, dann habt ihr nur Kaffeepulver über. Das ist kompostierbar oder kann in den Abfluss.
    98 34 Melden
    • lilie 15.06.2018 10:20
      Highlight @dmark: Durchaus richtig. Ein bisschen Abfall gibts aber natürlich trotzdem, weil das Pulver ja auch in einer Verpackung drin ist.
      11 1 Melden
    • coheed 15.06.2018 10:30
      Highlight Was ist dann, wenn es kein Kaffee ist? Ich gebe Ihnen aber Recht Kaffeevollautomaten sind Umweltfreundlicher und günstiger (nach ein paar Jahren). Natürlich gibt es auch eine Firma die Alu-Kapseln produziert welche man Recyceln könnte, diese Kapseln sind etwas Umweltfreundlicher als Nachahmungen von Migros oder Coop. Trotzdem wäre ein Vollautomat wohl am besten.
      7 3 Melden
    • Schluch 15.06.2018 10:51
      Highlight Pads finde ich auch eine gute Alternative zu Kapseln. Sind ebenso praktisch, lassen sich aber kompostieren und sind auch sonst weniger böse als Alu- und Plastikkapseln.
      17 0 Melden
    • René Gruber 15.06.2018 11:01
      Highlight In den Abfluss? Das ist wohl kaum der korrekte Weg Kaffeesatz zu entsorgen wenn man schon auf Umweltschutz machen möchte ;-)
      21 3 Melden
    • Sarkasmusdetektor 15.06.2018 11:13
      Highlight Kannst du mir gleich noch einen Tipp geben, wo ich Kaffee in Mengen kaufen kann, dass das Zeug nicht verdirbt, wenn ich nur 2 Kaffees pro Woche mache? Denn wenn ich am Ende alle paar Wochen ein halbes Kilo Kaffee wegschmeisse, ist auch nichts gewonnen.
      11 9 Melden
    • Tiny Rick 15.06.2018 12:36
      Highlight Ich holle mir jetzt paar Blitze:
      Die Nespresso (original) kapseln sind recyclierbar und der Kaffee schmeckt gut.... wenn auch überteuert.
      16 5 Melden
    • zwan33 15.06.2018 12:44
      Highlight 250g-Packungen gibt es in jedem Coop, Migros, Globus etc.
      6 1 Melden
    • dmark 15.06.2018 13:07
      Highlight @René:
      Holla...meinst du deine "morgendliche körperlichen Abfälle" sind umweltfreundlicher als ausgepresstes Kaffeepulver?
      Jetzt übertreibe es aber nicht.

      @Sarkasmusdetektor:
      Kaffee hält sich im verschlossenen Beutel, Glas o.ä. als Bohne oder auch Pulver wunderbar im Kühlschrank über lange Zeit frisch. Andererseits kannst du aber auch deine zwei Tassen im Café einnehmen. Dafür lohnt auch keine Kapselmaschine. Es sie denn du bist Aktionär bei Nestlé :D
      4 2 Melden
    • lilie 15.06.2018 13:40
      Highlight @René und dmark: Kaffeesatz gehört in den Kompost!

      @dmark: Hab ich auch die Erfahrung gemacht. 👍
      5 1 Melden
    • René Gruber 15.06.2018 13:44
      Highlight dmark: nein aber die körperlichen Abfälle und auch das Kaffeepulver muss nachher wieder aufwändig aus dem Abwasser heraus gefiltert werden. Warum also ins Abwasser? Entweder in den Kompost oder dann halt in den normalen Abfall, aber ins Abwasser gehört der Kaffeesatz definitiv nicht!
      4 1 Melden
    • 7immi 15.06.2018 14:03
      Highlight es kommt nicht auf die verpackung an, sondern auf den kaffee. da der kapselkaffee genau dosiert ist, verschwendet man mehr kaffee mit anderen methoden. da der kaffee sehr aufwändig herzustellen ist, ist dieser das problem, nicht die kapsel. pads sind vermutlich besser, wenn diese dann aber wieder einzeln verpackt sind bringts auch nichts. wie man sieht ist die verpackungsfrage häufig ziemlich komplex...
      meine quelle: empa / http://naturschutz.ch/news/okobilanz-von-kaffeekapseln-unter-der-lupe/37319
      6 0 Melden
    • tea_is_love 15.06.2018 14:23
      Highlight Danke, du sprichst mir aus der Seele!
      0 0 Melden
    • loquito 15.06.2018 14:28
      Highlight Kompostieren ja... Abfluss? Warum?
      2 1 Melden
    • marsupi 15.06.2018 19:44
      Highlight @dmark: nebst der Frage ob das jetzt ökologisch ist oder nicht, führt Kaffeepulver im Abfluss relativ rasch zu grossen Rohr Verstopfungen. Also definitiv eine schlechte Idee.
      5 2 Melden

1 Jahr Haft für 234 Menschenleben: An diesem Mann soll ein Exempel statuiert werden

Claus-Peter Reisch, früher konservativer Bayer und CSU-Wähler, heute Seenotretter im Mittelmeer. Für sein Engagement soll er nun in Malta verurteilt werden. Im Interview mit watson rechnet er mit Horst Seehofer, Matteo Salvini und der europäischen Flüchtlingspolitik ab. 

Eigentlich könnte Claus-Peter Reisch ein ruhiges, geordnetes Leben haben. Als selbstständig Erwerbender steht er finanziell auf sicherem Boden, mit seinem eigenen Segelboot zieht es ihn immer wieder in die Ferne. Doch jetzt ist Reisch zwischen die Fronten geraten. In Deutschland prangte sein Antlitz auf jeder Tageszeitung. 

Es ist 2015 als Reisch mit seiner Lebenspartnerin im Sommer nach Griechenland segelt. Die Flüchtlingskrise ist bereits in Gang. Er stellt sich die Frage: «Was tun wir, …

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