Schweiz
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Plastikabfälle in den Ozeanen sind eines der grössten Umweltprobleme weltweit. bild: Shutterstock

Der Kampf gegen den Plastikmüll nimmt zu – eine dieser 8 Massnahmen könnte es richten

Es hat immer mehr Plastik in der Umwelt. Wie Politiker und Umweltaktivisten dagegen vorgehen. Ein Massnahmenkatalog in 8 Punkten.



Plastikabfälle sind derzeit ein Dauerthema. Kein Wunder: Eine schlechte Nachricht jagt die nächste.

Doch wie soll man die Unmengen an Plastikmüll eindämmen und somit die Umwelt und Tiere schonen? Diese Frage stellen sich derzeit Politiker, Wissenschaftler und Umweltschützer. Auch aus der Schweiz. Daraus resultieren unterschiedliche Lösungsvorschläge. Hier die 8 wichtigsten.

Die Einführung einer Plastiksteuer

Der Vorsitzende der deutschen Grünen will «raus aus der Wegwerf-Plastikgesellschaft», wie er anfangs Woche vor Journalisten betonte. Robert Habeck weiss auch schon wie: Er will Wegwerfprodukte aus Plastik mithilfe einer neuen Steuer teurer machen. Habeck erhofft sich dadurch eine Lenkungswirkung.

Der Vorschlag ist nicht ganz neu: Bereits im Januar kündigte die EU-Kommission an, dass das Gremium über die Einführung einer Plastiksteuer nachdenken werde. Allenfalls im Mai wird die Kommission offiziell eine Plastiksteuer als Lösungsansatz vorschlagen.

Regula Rytz, Präsidentin der Grünen, hat Sympathien für eine Lenkungsabgabe auf Wegwerf-Plastik. Man müsste diese aber europäisch regeln, sagt sie auf Anfrage von watson. «Nur für die Schweiz kommt eine Abfallvermeidungs-Steuer nicht in Frage.» Allenfalls könne man über eine vorgezogene Entsorgungsgebühr diskutieren, die ebenfalls eine Lenkungswirkung mit sich bringen und bereits bei Elektroschrott angewendet werde.

Gegen eine Steuer für Wegwerfplastik ist CVP-Nationalrat Stefan Müller-Altermatt. Er befürchtet, dass sie kontraproduktiv wirke. Stattdessen solle besser das Recycling gestärkt werden. «Die Steuer gibt dem Konsumenten den falschen Eindruck, er habe bereits für seine schlechte Entsorgung bezahlt.»

Mikroplastik in Kosmetikprodukten verbieten

Diesen Frühling hat Schweden ein Verkaufsverbot für kosmetische Produkte mit Mikroplastik beschlossen. Die schwedische Umweltministerin Karolina Skog bezeichnete den Entscheid als «notwendigen Schritt, um Mikroplastik in unseren Gewässern zu verringern». Es sei Wahnsinn, Produkte mit Plastikteilchen anzureichern, unabhängig davon, um welche Produkte es gehe. «Wir wissen, dass Kläranlagen diese Produkte nicht ausfiltern können und dass sie deshalb im Meer landen.»

Ein Nationalrat bemüht sich schon seit Jahren um ein solches Verbot in der Schweiz – die Rede ist von Balthasar Glättli, Fraktionschef der Grünen. Seine erste Motion aus dem Jahr 2014 wurde abgeschrieben, die zweite scheiterte im Juni 2017 im Parlament. In der Frühlingssession 2018 reichte Glättli den Vorstoss ein weiteres Mal ein. Nach dem Motto ‹aller guten Dinge sind drei› werde er einen neuen Versuch wagen, schreibt er auf seiner Website.

Denn für ihn steht fest: Das Verbot ist unproblematisch, da es ökologisch abbaubare und umweltverträgliche Produkte gebe, die die Mikroplastik-Teile in Kosmetika ersetzen können.

Plastikverpackungen bei Bioprodukten verbieten

In Plastik eingepacktes Gemüse sorgt immer wieder für viel Unverständnis und hitzige Diskussionen. Auch in den sozialen Netzwerken.

Die Organisation Ocean Care hat den in Plastik verpackten Gurken, Äpfeln usw. den Kampf angesagt. Eine von der Organisation lancierte Petition fordert, dass bei Bioprodukten zukünftig auf den Einsatz von Plastikverpackungen verzichtet wird.

Sprecherin Sandra Ludescher sagte gegenüber dem «Blick»: «Der Einsatz von Plastik ist gerade bei Bio-Produkten besonders stossend.» Die Firmen seien in der Pflicht, sich um Alternativen zum Einwegplastik zu bemühen.

Die Detailhändler argumentieren dagegen. Die Plastikverpackung helfe dabei, den vorzeitigen Verderb von Früchten und Gemüsen zu verhindern. «Eine unverpackte Gurke ist nach einigen Tagen nicht mehr verkäuflich. 1,5 Gramm Plastik halten sie aber für rund zwei Wochen frisch», lässt sich eine Migros-Sprecherin im gleichen Artikel zitieren.

Junge Grüne fordern das totale Recycling

Die Jungen Grünen der Stadt Zürich fordern das «totale Recycling». Und zwar verlangen die jungen Politiker vom Zürcher Stadtrat, dass er ein flächendeckendes Sammel- und Verwertungssystem von sämtlichen Kunststoffabfällen einführt. Denn es sei unsinnig, den wertvollen Rohstoff einfach zu verbrennen. Über 3200 Personen haben die Petition unterzeichnet, die im Februar eingereicht wurde.

«Die Schweiz ist Abfalleuropameister. Es braucht mehr konkrete Massnahmen zur Plastikvermeidung und zur Wiederverwertung», lässt sich Meriel Thierer, Co-Präsidentin der Jungen Grünen Zürich, in einer Mitteilung zitieren. Denn im Recycling von Plastik sei die Schweiz mit einer Quote von 11 Prozent im internationalen Vergleich Schlusslicht. Dass ein solches Recycling von Kunststoff funktioniere, zeige die Praxis in über 200 Gemeinden.

Der Bund steht solchen Sammlungen kritisch gegenüber, wie das Bundesamt für Umwelt auf seiner Website schreibt. Sie berufen sich auf eine Studie, die zeige, «dass Kunststoffsammlungen aus Haushalten verglichen mit der Sammlung von PET-Getränkeflaschen eine geringe Kosten/Nutzen-Effizienz haben.» Dem verhältnismässig kleinen ökologischen Nutzen würden also hohe Kosten gegenüberstehen.

Mit «Plastic Attack» ein Zeichen setzen

Um auf die Plastikmüll-Problematik aufmerksam zu machen, haben Engländer im März die Aktion «Plastic Attack» lanciert. Diese ähnelt eigentlich einem normalen Wocheneinkauf.

Der einzige Unterschied: Kaum hat der Kunde die Ware gekauft, packt er sie aus der Plastikverpackung aus und lässt den Abfall im Laden zurück. Somit muss der Detailhändler für die Entsorgung aufkommen und soll damit zum Umdenken angeregt werden.

Die erste «Plastic Attack» in der Schweiz

Am 21. März fand die erste solche Aktion in der Schweiz statt, im Kanton Waadt. Weitere werden folgen. Zum Beispiel am 2. Juni in Zürich. Bereits über 50 Personen haben auf Facebook angekündigt, dabei mitzumachen

Die Aktion sei eine gute Möglichkeit, ein Zeichen zu setzen und zum Nachdenken anzuregen, sagt die Organisatorin der Zürcher Aktion zu watson. «Ich rege mich schon seit langem über die unnötigen Plastikverpackungen in den Supermärkten auf.»

Mit einem Boot Plastik im Meer aufsammeln

Swiss Yvan Bourgnon, Skipper, Adventurer and Ecologist, he presents a model of his a giant boat to clean up the oceans the Manta a quadrimaran, at the 46th International Exhibition of Inventions, New Techniques and Products, in Geneva, Switzerland, Wednesday, April 11, 2018. 822 exhibitors from around the world are presenting around 1000 products hoping to catch the eye at the 46th International Exhibition of Inventions, which runs from 11 to 15 April 2018. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Mit diesem riesigen Quadrimarans will Yvan Bourgnon Plastikabfälle aus dem Meer holen. Bild: KEYSTONE

«The Sea Cleaners» heisst das Projekt des Schweizers Yvan Bourgnon, das er dieses Jahr an der Erfinder-Messe in Genf vorstellte. Der Name ist Programm. Bourgnon will mit einem riesigen Boot Plastikabfälle aus dem Meer fischen.

Den Quadrimaran «Manta» gab es in Genf nur als Modell zu sehen – im Massstab 1 zu 80. Einmal fertig soll das Boot 70 Meter lang, 49 Meter breit und 61 Meter hoch sein. Gewicht: 2500 Tonnen.

Auf einer Abfalltour auf dem Meer soll das Schiff bis zu 250 Tonnen Plastik aufnehmen können. Dieser Abfall wird danach an Land gebracht, wo er fachgerecht wiederverwertet werden kann. Ziel des Projekts ist es, die Plastikabfälle aus dem Meer zu holen, bevor er sich in Nanopartikel zersetzt und als Mikroplastik von Lebewesen aufgenommen wird.

Der Zeitplan für das Plastikmüll-Boot: 2016 wurde das Projekt lanciert, 2020 soll mit dem Bau des Schiffes begonnen werden und 2022 ist die erste Fahrt geplant.

Läden ohne Verpackungen

Eine andere Massnahme, die auch Regula Rytz von den Grünen besonders hervorhebt, sind Zero-Waste-Läden, die es mittlerweile in vielen grösseren Schweizer Städten gibt. In diesen Läden werden die Waren offen verkauft, sprich ohne Verpackung. Somit fällt jede Menge Abfall weg.

«In ein paar Jahren wird man sich gar nicht mehr vorstellen können, anders einzukaufen», sagte eine Mitbetreiberin bei der Eröffnung des ersten Zürcher Zero-Waste-Ladens zu watson.

Verbot von Wattestäbchen und Plastikröhrli

8,5 Millionen Trinkhalme werden in Grossbritannien jedes Jahr weggeschmissen. Geht es nach der Regierung, ist damit bald Schluss. Sie zieht ein Verbot ab 2019 in Betracht, wie der Umweltminister Michael Gove Mitte April ankündigte.

Neben dem Plastikröhrchen wären auch noch andere Einwegprodukte vom Verbot betroffen, zum Beispiel Wattestäbchen. Wobei es für medizinische Zwecke Ausnahmen geben würde.

Mit dieser Massnahme will die britische Regierung die Verschmutzung von Meeren und Binnengewässern reduzieren. Für die britische Premierministerin Therese May ist der Plastikmüll eine der grössten umweltpolitischen Herausforderungen weltweit.

Auch Pappbecher sind Umweltsünder

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Video: srf

Produktfälschungen am Flughafen Zürich

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    Alle Leser-Kommentare
  • fischolg 28.04.2018 09:15
    Highlight Highlight Finde das mit dem Wattestäbchen doof... Man braucht sie nun mal hin und wieder. Da könnte man doch auch einfach Wattestäbchen ohne Plastik produzieren?..
    Die Plastiksteuer macht Sinn, sofern diese nicht auf die Käufer abgewälzt wird (da erhöht man doch einfach mal die Preise). Plastic Attack regt einfach nur die Angestellten auf. Alles recyclen was geht regt den Konsumenten auf. Alles was Richtung Verbot/Verzicht geht und auch das Boot haben Zukunft. Überhaupt sollte es einfach verboten werden und Bussen geben - erst wenn man ständig büssen muss, ändert sich das Verhalten von Läden und Käufern
  • Kramer 26.04.2018 23:44
    Highlight Highlight Ich bin kürzlich auf einen Artikel gestossen über Bakterien (künstliche) die Plastik fressen. Wäre auch eine Option.
    Aber dann kam mir der Film „Zucker, eine wirklich süsse Katastrophe“ in den Sinn; dort gerät ein Bakterium das Papier zu Zucker verarbeitet ausser Kontrolle...
  • Kramer 26.04.2018 23:40
    Highlight Highlight Eine Steuer auf Verpackungen fände ich Sinnvoll; das könnte dann durch einen tieferen MWST Satz ausgeglichen werden. Der Kunde zahlt gleich viel, aber es entstehet ein Reiz weniger oder bessere Verpackungen einzusetzen.
    Es ist ja schon krass, 250gr Pelatti in der Dose kosten -.80, 500gr kosten 1.00...
  • Don Alejandro 26.04.2018 18:02
    Highlight Highlight Wir essen diesen Müll in unserer ganzen Nahrungskette mit.
  • John Carter 26.04.2018 16:16
    Highlight Highlight Wir müssen endlich aufhören in der Schweiz alles zu verbieten + verteuern. Wir gehören jetzt schon weltweit zu den saubersten Länder.

    Anders sieht das in der 3. Welt aus. Hier wird alles wild entsorgt. Es gibt keine Verbrennungsanlagen und keine zentralen Entsorgungsstellen wo der Bürger ihren Abfall hinbringen kann. Also landet alles im Fluss (Mekong) oder sonst irgendwo (Indien). Auch in Afrika gibt es nichts, dass man als eine organisierte Entsorgung bezeichnen kann.

    Dort müssen wir vor allem helfen und investieren. Bei Milliarden von Menschen ist das besser investiert als in der CH!
    • Liselote Meier 26.04.2018 18:41
      Highlight Highlight Na so Unschuldig ist die Schweiz und Europa nicht.

      80% des Plastikmülls der EU Staaten wird nach Asien exportiert, 75% des Elektroschrotts nach Afrika.

      Da kann man schon davon Reden, dass es hier "sauber" ist. Würde man dies unterbinden, wäre auch der Mülll und die Problme damit hier sicherbarer.

      China hat den Import von Plastikmüll (Anfangs-Jahr müsste es gewesen sein) verboten. 60% des globalen Plastikmülls wurde bis dahin nach China exportiert.

      Was wird gemacht? Man sucht ein anderes Entwicklungsland um den Müll hinzuschicken, z.b Vietnam, Laos sind Gespräche im Gange.










    • Buttercup 27.04.2018 00:10
      Highlight Highlight Auch wenn die Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern als "sauber" gelten würde, können wir uns immer verbessern und verantwortlicher mit Plastik umgehen.
  • Stirling 26.04.2018 15:46
    Highlight Highlight Es gibt schon seit 15 Jahren die Möglichkeit "Plastik" so herzustellen, das es biologisch abbaubar und kompostierbar ist.
    Leider ist es für die Hersteller und deren Handelskette zu teuer.
    Man müsste einfach Plastik verbieten und so riguros vorgehen wie damals beim FCKW bei den Herstellern ansetzen.
    Problem gelöst oder?
    • Sarkasmusdetektor 26.04.2018 16:21
      Highlight Highlight Alle Probleme löst das leider auch nicht, denn das Ausgangsmaterial für solche Kunststoffe ist Stärke, z.B. aus Mais. Stell dir mal vor, wieviel Mais man anpflanzen müsste, um allen Plastik auf der Welt zu ersetzen.
    • Carry62 26.04.2018 17:08
      Highlight Highlight Mit biologisch abbaubar wird leider auch viel Schindluderei betrieben.
      OT: Wir kaufen guten Gewissens biologisch abbaubare Reinigungsmittel etc. Leider dauert der Abbauprosess relativ lange. In einer Kläranlage bei uns beträgt die Verweilzeit des Abwassers ca. 24h. Der biologische Abbau der Reinigungsmittel dauert aber ca. 30 Tage. Also in einer ARA laufen solche Mittel einfach durch 😳
      Also mit biologisch abbaubaren Produkten wird teilweise Augenwischerei betrieben zur Beruhigung der Leute...
    • Stirling 26.04.2018 17:12
      Highlight Highlight Ist das nicht immernoch besser als Rohöl als Grundrohstoff?
  • Domino 26.04.2018 15:42
    Highlight Highlight Acht der zehn Flüsse, die am meisen Plastikmüll in die Weltmeere befördern sind in Asien. Auch unter den Top Ten: Nil und Niger.

    Ein wichtiger Aspekt für die Zukunft wird vergessen: es geht nicht nur um Plastikmüll, sondern auch um Phosphor. Dieser düngt die Meere und es entstehen Algenteppiche. Phosphor wird ohne Rückgewinnung ausgehen und in ca 100 Jahren eine weltweite Hungerkatastrophe auslösen.

    http://www.sueddeutsche.de/wissen/umwelt-jangtse-fluss-spuelt-am-meisten-plastik-ins-meer-1.3706704
  • Sarkasmusdetektor 26.04.2018 15:06
    Highlight Highlight Das ist sicher alles gut gemeint, aber es gab vor einiger Zeit auch eine Untersuchung, die zeigte, dass rund 90% des Plastikmülls im Meer aus nur 4 grossen Flüssen in der 3. Welt stammt. Daran ändern all diese Massnahmen nicht das geringste, sie beruhigen höchstens unser Gewissen.
    • John Carter 26.04.2018 16:22
      Highlight Highlight Wir 8 Mio. Schweizer katapultieren uns dann auf den höchsten Olymp der Sauberkeit.

      Milliarden von Menschen in 3. Weltländer können das nicht. Also wird sich weltweit auch nichts ändern. Auch wenn Frau Sommaruga den Konsum in der CH verbieten würde - hilft es nichts.

      Es muss in der 3. Welt geholfen werden - dort wo es keine Abfallentsorgung gibt! Das scheinen viele nicht verstehen zu wollen. Dort sind auch die Massen an Menschen (Indien 1.3 Mia. / Afrika 1.2 Mia / China 1.1 Mia / Schweiz 8 Mio......
    • Matrixx 26.04.2018 20:10
      Highlight Highlight Das liegt daran, dass die grossen, reichen Länder ihre "Plastikbilanz" schönen, indem sie den Plastikmüll in eben diese Länder schiffen, wo sie "entsorgt" werden.
  • Bert der Geologe 26.04.2018 14:38
    Highlight Highlight Anstatt nun blindwütig schweiz- oder eurpaweit Ohrenstäbli zu verbieten, Plasticksäckli besteuern und Verpackungen separat einzusammeln, sollte besser das Geld in die Forschung eingebracht werden. Diese sollte feststellen:
    a) Welche Kunststoffe machen die grössten Probleme und wie gelangen sie ins Meer.
    b) Wo und wie lassen sich diese am effizientesten vermeiden/rausfiltern.
    Danach können die Täter benannt und die wirksamsten Verbote und Massnahmen fundiert ergriffen werden.
    • Stirling 26.04.2018 15:15
      Highlight Highlight Eigentlich wollte ich ein Kommentar schreiben, bis ich dann deinen gelesen habe und mir auffiel, dass du genau das geschrieben hast, was ich schreiben wollte.
  • Rumbel the Sumbel 26.04.2018 13:52
    Highlight Highlight Wenn ich in der Natur oder sonst wo unterwegs bin, denke ich mir, es bräuchte so wenig um sehr viel zu erreichen. Aber das müsste schon zu Hause beginnen!
  • Butschina 26.04.2018 13:51
    Highlight Highlight Das Röhrliverbot würde Behinderte Menschen treffen.
    Viele Tetraplegiker können dank Röhrli in den Restaurants selber trinken.
    • JayPi 26.04.2018 16:37
      Highlight Highlight Darum gibt es Röhrli aus wiederverwendbarem Plastik und welche aus Metall.
  • Carry62 26.04.2018 13:50
    Highlight Highlight Das Problem sind wohl kaum "unsere" Plastiksäckli. Die landen kaum im Meer. Die werden teilweise mehrfach verwendet und anschliessend gelangen sie in die Kehrichtverbrennung, wo sie zur Wärme- und Stromgewinnung mit beitragen.
    • Domimar 26.04.2018 15:35
      Highlight Highlight Du und ich sind wohl nur in überschaubarem Umfang dafür verantwortlich. Direkt betrachtet. Gesamtheitlich betrachtet sieht es leider etwas anders aus. Berücksichtigt man z.B. die Herstellung unserer Konsumgüter im Ausland. Auch "unsere" Konzerne (Nestlé und Co.) sind massiv in der Verantwortung, da sie Plastikprodukte in die ganze Welt liefern, auch zu Menschen, die nicht das Wissen haben, damit umzugehen, respektive z.T. auch nicht die Mittel. Eine Steuer würde uns, hier, treffen, aber das Problem mit den Konzernen nicht richtig lösen.
    • Entenmann 26.04.2018 22:10
      Highlight Highlight Egal welches Thema, Nestlé ist an allem Schuld...
  • demian 26.04.2018 13:42
    Highlight Highlight Alles schön und gut. Aber den grössten Effekt hätte es, wenn man das Bewusstsein für die Problematik in die gesamte Welt trägt.
    • John Carter 26.04.2018 16:27
      Highlight Highlight ......leider dauert das zu lang! War gerade in Vietnam, wo ALLES in den Mekong entsorgt wird. Die Leute darauf angesprochen, schauen mich perplex an. Sie verstehen gar nicht was wir damit meinen.

      Auch wenn sie gerne sauber leben möchten, geht es nicht. Es gibt dort gar keine organisierte Abfallentsorgung. Nichts - nada!

      Anstatt Plastiksäckli in der CH zu verbieten und sich dabei als Weltretter zu fühlen, sollte man in der 3. Welt helfen.
  • Carl Gustav 26.04.2018 13:38
    Highlight Highlight Hier Wattenstäbli oder Plastikverpackungen für Bio- Lebensmittel zu verbieten, damit in den grossen asiatischen Flüssen weniger Plastik entsorgt wird ist etwa gleich naiv, wie Wassersparen in der Schweiz gegen die grosse Dürre in Südafrika.
  • G. Samsa 26.04.2018 13:32
    Highlight Highlight Ich war gerade auf einer maledivischen Insel in den Ferien und habe selber miterlebt, wie haufenweise Abfall im Meer vorbeitreibt oder wie schwarze Rauchwolken in den Himmel steigen (Plastikverbrennung). Spricht man die Malediver (oder Inder, Sri Lankeser, Bangladeschi, Pakistani) darauf an ob sie das nicht schlimm finden, meinen die lapidar; ja es ist nicht schön, aber in ein paar Stunden ist der Abfall weg(gespült) und das Problem ist somit gelöst.

    Solange die Leute so denken und deren Abfallentsorgung weiterhin via Meer stattfindet wird es schwierig, die Situation zu verbessern.
  • Paddiesli 26.04.2018 13:25
    Highlight Highlight Convience Food besteuern. Kein Einweg-Plastikgeschirr, keine Plastik-Trinkhalme, Strafe für Littering massiv erhöhen. Was ich jedes Mal aus der Bio-Tonne fischen muss, ist zum Schämen: PET-Falschen, Tetra-Packs, Pflanzen inkl. Pastiktopf - einfach alles rein damit.
  • Baba 26.04.2018 13:03
    Highlight Highlight Ocean Cleanup von Bojan Slot
  • gnagi 26.04.2018 12:49
    Highlight Highlight Auch wenn ich sehr dafür bin Bioprodukte nicht mehr in Plastik einzupacken sind es wohl weniger die Konsumenten von diesen Produkten welche den Plastikmüll einfach in der Natur entsorgen. Ich denke, ein Pfand auf Plastikflaschen (und auch Aludosen) würde auch enorm viel bringen, da genau diese häuffig unachtsam draussen entsorgt werden. Natürlich nebst all den anderen Massnahmen
  • Blaugrana 26.04.2018 12:34
    Highlight Highlight Super dass hier endlich Bewegung rein kommt. Viele der vorgestellten Ideen finde ich super. Die vorgezogene Recycling - Gebühr allerdings ist Unsinn. Als ob irgendjemand in der Schweiz jemals ein Elektroprodukt nicht gekauft hat, weil er einen minimen Bruchteil des Preises für die vRg bezahlen musste. Ich behaupte die meisten Leute sind sich gar nicht mehr bewusst dass es die überhaupt gibt. Ein europaweites Verbot von unnötigen Plastikprodukten und -verpackungen wäre super, mit FCKW hat man sowas ja sogar weltweit hinbekommen. Und dann ab nach Asien um dort zu unterstützen!
  • romsp 26.04.2018 12:27
    Highlight Highlight Weshalb neue Boote entwickeln? Kreuzfahrtschiffe entsprechend ausstatten! Die durchkreuzen die Weltmeere und könnten somit auch viel Abfall/Plastik einsammeln. Könnten somit auch die eigene Ökobilanz ausgleichen, wobei es da ja viel mehr bräuchte....
  • öpfeli 26.04.2018 12:17
    Highlight Highlight Was auch hilft:
    Menschen mit Verstand
    • Snakeman 26.04.2018 15:31
      Highlight Highlight Leider Mangelware...
  • 有好的中国老虎 friendly chinese Tiger 26.04.2018 11:58
    Highlight Highlight Wie wäre es mit abbaubarer Plastik? Eine Art Bioplastik.
  • G-Man 26.04.2018 11:53
    Highlight Highlight Das sind alles ja gut gemeinte Ideen aber ausser Nummer 6 (Das ist mal super!) findet alles im kleinen Rahmen statt. Solange wir nicht auf einem grossteil der Welt am gleichen Strick ziehen geht das einfach so weiter. Wenn man die Strände / Strassenränder in Indien, Thailand und Afrika anschaut (Andere kann ich nicht beurteilen) was dort an Abfall rumliegt welcher danach ins Meer gelangt können wir noch lange unsere Rüebli im Säckli kaufen... Hier müssten globale Strafen / Sanktionen möglich sein genau gleich wie mit dem Abwasser.
    • Gretzky 26.04.2018 13:37
      Highlight Highlight Ist genau das Problem. Hr. und Fr. Schweizer meinen jedes Mal, wenn sie ihre Petflaschen und Dosen in die Entsorgung schippern, sie hätten die Welt vor dem Zusammenbruch gerettet. Dabei entsorgt ein grossteil der restlichen Welt grundsätzlich alles was nicht niet- und nagelfest ist in Deponien oder im Wasser. In Italien wird heute noch Giftmüll aus Europa vergraben oder im Meer versenkt und das interessiert niemanden. Ich find Recycling toll, aber es ist reichlich naiv zu denken, dass wir damit was ändern. Es müssen endlich strenge internationale Gesetze her die auch wirklich umgesetzt werden!
    • sunnyside 26.04.2018 17:31
      Highlight Highlight Solange in Europa noch viele Länder die Abfälle auch auf Deponien lagern, von wo aus gerade der Plastik oft wieder in die Umwelt gelangt, sollten wir nicht alles auf die Drittweltländer schieben. Nur wenige Länder haben so fortschrittliche KVAs wie die Schweiz. Am Besten wirkt immer noch der Verzicht und bewusstes Einkaufen und da sind die Grossverteiler gefragt, aber auch die Konsumenten, also wir alle!
  • aglio e olio 26.04.2018 11:51
    Highlight Highlight Die meisten der genannten Massnahmen können in der Summe sicher etwas bringen.
    Am wirksamsten ist aber der konsequente Verzicht auf Einwegverpackungen aus den üblichen Kunststoffen.
  • demokrit 26.04.2018 11:50
    Highlight Highlight Das Problem sind gar nicht die westlichen Gesellschaften. Man müsste die Herrscher in Marokko, etc. in die Pflicht nehmen, endlich Kehrrichtverbrennungsanlagen zu installieren. Alles andere ist Kosmetik.
    • Paddiesli 26.04.2018 13:21
      Highlight Highlight Hört mal endlich auf, immer mit dem Finger auf die anderen zu zeigen, statt ihn selber mal aus dem A... zu nehmen und Verantwortung zu übernehmen. Das Problem liegt nicht in Marokko, sondern es besteht weltweit vom Nord- bis zum Südpol.
    • demokrit 26.04.2018 14:49
      Highlight Highlight Das Problem besteht hauptsächlich darin, dass diese Länder mit westlichen Industrielebensmitteln (Trinkwasser in Plastikflaschen) überschwemmt werden, aber dort weder Infrastrukturen noch Kultur im Umgang damit existieren. Also wird es kostengünstig in die Landschaft geworfen. Einfach einmal über einen dortigen Strand laufen.

WHO-Studie zu Mikroplastik im Trinkwasser – was du dazu wissen musst

Der Plastikmüll belastet die Erde – auch in seiner kleinsten Form. Die Weltgesundheitsorganisation hat Studien zum Mikroplastik im Trinkwasser ausgewertet.

Die Vorkommen von Mikroplastik im Trinkwasser und seine etwaigen gesundheitlichen Auswirkungen müssen nach Überzeugung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch viel genauer untersucht werden. Das gelte für die Verbreitung dieser Partikel und auch für die Risiken, teilte die WHO am Mittwoch in Genf mit.

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