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ARCHIV - ZUR MK POST ZUR POSTAUTO-AFFAERE, AM MONTAG, 11. JUNI 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDE ARCHIVBILDER ZUR VERFUEGUNG ---- Postautos auf dem Postautodeck im Bahnhof in Chur, am Freitag, 24. Januar 2014. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Post-Verwaltungsratspräsident Urs Schwaller hatte Mitte Juni erklärt, die Schummeleien bei Postauto hätten wahrscheinlich Ende der 1990er Jahre bereits begonnen. Bild: KEYSTONE

Skandal nimmt kein Ende: Bund will Vorgänge bei Postauto vor 2007 unter die Lupe nehmen



Die Post muss auch für die Zeit vor 2007 Auskunft geben über den Umgang mit öffentlichen Subventionen bei der Postauto-Tochter. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat beim Unternehmen entsprechende Dokumente angefordert, wie eine Amtssprecherin gegenüber Radio SRF sagte.

Man habe dem Verwaltungsratspräsidenten der Post diese Woche einen Brief zukommen lassen, in dem verlangt werde, dem Bund Unterlagen über die Praxis vor 2007 zuzustellen, sagte BAV-Sprecherin Olivia Ebinger in der Sendung «Heute Morgen» vom Freitag. Es gebe verschiedene Hinweise darauf, dass es sich lohne, auch die Zeit vor 2007 anzuschauen.

Post-Verwaltungsratspräsident Urs Schwaller hatte Mitte Juni erklärt, die Schummeleien bei Postauto hätten wahrscheinlich Ende der 1990er Jahre bereits begonnen. Auch im Untersuchungsbericht, den die Post in Auftrag gegeben hat, ist die Rede von möglichen Buchhaltungstricks ab 1998.

Dem Radiobericht zufolge soll die Post die Dokumente bis Anfang Herbst herausgeben. Die Post habe volle Transparenz versprochen, hiess es.

Im Februar hatte das Bundesamt bekannt gegeben, dass die Postauto AG ab 2007 durch gesetzwidrige Umbuchungen systematisch Gewinne im Regionalen Personenverkehr erschwindelt hatte. Bis mindestens 2015 erschlich das Unternehmen dadurch Subventionen in Höhe von rund 100 Millionen Franken. Der Skandal führte zu mehreren Untersuchungen und einem Köpferollen bei der Post. Betroffen sind unter anderem Post-Chefin Susanne Ruoff, Post-Vizepräsident Adriano Vassalli und mehrere Manager bei Postauto. (sda)

«Entlassung von Post-Chefin Ruoff ist hart, aber richtig»

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Video: srf

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pirat der dritte 06.07.2018 21:05
    Highlight Highlight Irgendmal sollte einer prüfen, wer denn die Rechnungen der PostAuto AG geprüft und bezahlt hat. Der wurde wirklich fast 20 Jahre beschissen und hat nichts gemerkt. Ich glaube diese Story schlicht nicht mehr.
  • Madmessie 06.07.2018 11:27
    Highlight Highlight Bitte noch mehr vom Postskandal bringen. Ich habe noch nicht genug und lese alles sehr interessiert.
  • Bazoo 06.07.2018 10:13
    Highlight Highlight Tja...
    Wundert mich nicht im geringsten.
    Bei der SBB müsste man garantiert auch mal genauer hinschauen.
    Kann ja nicht sein das die immer teurer werden obwohl die Dienstleistungen immer mehr abnehmen...
    Von Privatisierung halte ich zwar auch nichts (siehe Deutsche Bahn), aber solche teilweise durch Steuern finanzierte Betriebe sollte man echt mal unter die Lupe nehmen.
  • pamayer 06.07.2018 09:52
    Highlight Highlight Wen wundert's.

    Wie steht es aktuell um die RUAG?
  • HerrLich 06.07.2018 08:55
    Highlight Highlight Dann kommen noch mehr Kader in den Fokus, welche von nichts wussten! Wann wird eigentlich die Raumpflegerin entlassen die das alles eingefädelt hat?
  • sherpa 06.07.2018 08:39
    Highlight Highlight Kann man davon ausgehen, dass bei mehreren Bundes- betrieben auf diese oder andere Art geschummelt wurde und nach wie vor wird oder wird uns einfach mal etwas vorgegaukelt was bis an hin noch nicht ans Tageslicht gekommen ist?
  • Scaros_2 06.07.2018 07:56
    Highlight Highlight Als ob es nur bei der Post so wäre. Militär ist sicher auch ned besser oder andere stellen
    • Amboss 06.07.2018 08:37
      Highlight Highlight Und was willst du damit sagen?
    • Gawayn 06.07.2018 09:48
      Highlight Highlight @Scaros_2
      Was soll diese Aussage?

      Es ist durchaus möglich, das gewisse Institutionen nicht durch alle Abteilungen sauber sind.

      Das bedeutet aber noch lange nicht, nur weil man die noch nicht erwischt hat, das Andere eine "kreative Buchhaltung" deswegen führen dürfen.

      Die Einen wurden erwischt. Andere (noch) nicht.
  • N. Y. P. D. 06.07.2018 07:24
    Highlight Highlight Leute, macht es nicht unnötig kompliziert.

    In dieser fraglichen Zeit, die jetzt untersucht wird, kam sicher eine neue Revisions- und Beratergesellschaft, wie zum Beispiel die KPMG, zur Post.

    Et voilà, schon haben wir das ungefähre Startdatum der kreativen Buchhaltung.

    Dann noch kurz nachschauen wer CEO und CFO war in der fraglichen Zeit und diese zum Verhör vorladen.

    Jetzt aber hopp dä Bäse..
    • Astrogator 06.07.2018 10:15
      Highlight Highlight 1. Aussage CEO: "Unter meiner Ägide lief alles sauber"
      2. Aussage CEO nachdem illegales aufgedeckt wurde: "Ich hatte zu keiner Zeit Kenntnisse von diesen Vorkommnissen."
      3. Aussage VR-Präsident nachdem klar ist, dass der CEO es wusste: "Der CEO geniesst unser Vertrauen, es besteht kein Zweifel an seiner Integrität oder seinen Managementfähigkeiten."
      4. Aussage Pressesprecher auf Anfrage ob Boni zurückgefordert werden: "Aufgrund der herrvoorragenden Leistung fordern wir keine Boni zurück. Der CEO hätte keine Einsicht in Details und kann nicht verantwortlich gemacht werden."

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

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