Schweiz
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Bundesrat Alain Berset haengt seinen Hut an eine Garderobe, vor einer Medienkonferenz des Bundesrates ueber die Situation des Coronavirus, am Mittwoch, 22. April 2020 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Alain Berset deponiert seinen Hut vor der Medienkonferenz vom Mittwoch. Bild: KEYSTONE

Kommentar

Der Bundesrat hat seine Stolperer korrigiert – zumindest halbwegs

Der Bundesrat bleibt bei der Lockerung des Lockdowns auf der vorsichtigen Linie. Das ist richtig, aber er riskiert auch, dass der Druck von Politik und Wirtschaft zunehmen wird. Denn der wirtschaftliche Schaden ist beträchtlich.



Die Schweiz habe die erste Phase der Krise gut gemeistert, stellte Gesundheitsminister Alain Berset am Mittwoch fest. «Jetzt müssen wir den Übergang meistern», fügte er an. Gemeint ist die vorsichtige Lockerung des Corona-Lockdowns. Der Bundesrat hat letzte Woche erste Schritte eingeleitet und ist prompt ins Stolpern geraten. Einzelne Branchen reagierten enttäuscht bis empört.

Nun hat er Präzisierungen und Korrekturen vorgenommen. Gelungen ist es ihm bestenfalls halbwegs. Es gibt weiterhin keine Maskenpflicht in Läden und im öffentlichen Verkehr, wie nun in allen deutschen Bundesländern. Die Armeeapotheke wird jedoch eine Million Schutzmasken pro Tag an die Grossverteiler liefern. Der Engpass wird damit nicht behoben, dafür aber zumindest verringert.

epa08376164 A worker unloads boxes containing facial masks and medical syringe pump from China from an aircraft Boeing 777-300ER (HB-JNK) of Swiss International Air Lines at the Geneve Aeroport, in Geneva, Switzerland, 21 April 2020. The aircraft of Swiss International Air Lines carrier from China with 5.5 million facial masks and 400 medical syringe pumps have landed in Geneva. This operation aims to meet the needs of the Geneva University Hospitals (HUG).  EPA/SALVATORE DI NOLFI

Eine Boeing 777 der Swiss mit Schutzmasken ist am Dienstag in Genf gelandet. Bild: EPA

Für die Startups hat er eine Lösung gefunden, die Kitas aber müssen weiter warten. Einen Rückzieher machte er bei der Sortimentserweiterung für die grossen Lebensmittelläden, die er letzte Woche angekündigt hatte. Sie habe zu «vielen Unsicherheiten» geführt, sagte Berset und räumte damit ein, dass die Massnahme nicht zu Ende gedacht war.

«Langsam voran tasten»

Die Fachgeschäfte werden nun nicht diskriminiert. Allerdings hätten sie es wohl vorgezogen, auch am nächsten Montag öffnen zu können, statt weitere zwei Wochen warten zu müssen. Aber der Bundesrat will sich «langsam voran tasten». Das ist im Interesse der Sicherheit richtig, aber er riskiert, dass der Druck aus Wirtschaft und Politik weiter zunehmen wird.

Denn während Sportarten ohne «direkten Körperkontakt» wie Schiessen oder Tennis ab Anfang Mai wieder erlaubt sind, müssen die Organisatoren von Open-Airs und Festivals eine weitere Woche auf das Signal des Bundesrats warten, auf das sie sehnlichst hoffen. Die Gastro- und Tourismusbranche, die sich letzte Woche besonders geärgert hat, wurde ebenfalls vertröstet.

Sommer auf der Terrasse?

Alain Berset hatte für sie immerhin ein «Zückerchen». Es scheine «nicht unmöglich», dass man im Sommer auf einer Gartenterrasse sitzen und etwas trinken könne. Voraussetzung sei auch in diesem Fall, dass die Zahl der Infektionen weiter zurückgeht. Ausserdem will der Bundesrat laut «Blick» am nächsten Sonntag Vertreter der Branche zu einem Gespräch empfangen.

Jene Betriebe, die wieder öffnen wollen, werden trotzdem enttäuscht sein. Es ist jedoch eine Binsenweisheit, dass ein System sehr einfach stillgelegt werden kann. Es wieder hochzufahren, ist ungleich schwieriger, besonders wenn man wie im Fall der Corona-Pandemie die gefürchtete zweite Welle verhindern will. Und neue Herausforderungen kommen auf den Bundesrat zu.

Fünf Milliarden pro Woche

Das warme Wetter wird zu einem Drang nach draussen führen, der rasch ausser Kontrolle geraten kann. Und der wirtschaftliche Schaden durch die Pandemie ist beträchtlich. Finanzminister Ueli Maurer bezifferte ihn auf fünf Milliarden Franken pro Woche. Zu viele Menschen in diesem Land aber haben noch nicht realisiert, wohin das führen könnte.

Die Corona-Krise ist global, die Schweiz kann sie nur beschränkt beeinflussen. Und wir haben genug Geld, um sie auch längerfristig abzumildern. Aber wenn die Arbeitslosigkeit auf gegen zehn Prozent steigen sollte, wird es für viele Leute dramatisch. Bund, Kantone und Gemeinden werden gefordert sein, etwa indem sie zumindest versuchen, vermeidbare Konkurse abzuwenden.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Erklärbart. 23.04.2020 19:21
    Highlight Highlight Immer noch beleidigt und nicht kritikfähig?
  • Orias Riese 23.04.2020 10:02
    Highlight Highlight Die Wirtschaft fährt hoch und der Virus - aufgrund der frühzeitigen Lockerung - die Menschheit an die Wand.

    Der Virus beherrscht Gewinnmaximierung (leider) besser als die Wirtschaftsproleten und -verblendeten.

    Cheers, Luigi Blackrock

  • Name_nicht_relevant 23.04.2020 07:44
    Highlight Highlight Solange kein Impfstof und oder Gegenmittel existiert, finde ich Vorsicht besser wie Nachsicht. Es ist schön zu sehen das man sich zwar an andere Länder Orientiert, aber trotzdem eigene Wege geht. Wir möchten ja alle unsre Lieben schützen die in Gefahr wären durch Covid und wollen alle nicht Militärfahrzeuge sehen die Leichen transportieren oder nicht abholen können. Am Ende sind alle Froh wenn es überstanden ist, den Geld ist nicht alles im Leben.
  • Wuerachs 23.04.2020 06:17
    Highlight Highlight Das Abwarten mit der Sortimentserweiterung schützt nicht die Fachgeschäfte sondern unterstützt den Onlinehandel
    • Orias Riese 23.04.2020 10:03
      Highlight Highlight Jedes Fachgeschäft hat die Möglichkeit einen Online-Shop zu betreiben.
    • Wuerachs 23.04.2020 11:12
      Highlight Highlight Stimmt nicht das Erstellen einer HP und das bewirtschaften der Bestellungen liegt sicher nicht für jedes Geschäft im Bereich des möglichen da der Aufwand doch immens ist.
    • MarGo 23.04.2020 16:43
      Highlight Highlight @Oria
      Und wenn der Webshop endlich alle Produkte drin hat und das ganze Ding dann funktioniert, ist Corona passé.... Sie stellen sich das, glaube ich, sehr einfach vor...
      Zudem haben wohl die wenigstens KMU jetzt CHF 10-15K rumliegen. Ein Webshop ist für ein KMU etwas ziemlich grosses - finanziell gesehen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Locutus70 23.04.2020 02:05
    Highlight Highlight Sie haben diese Strategie gewählt und werden sie nun erstmal durchziehen müssen.
    Meiner Meinung nach hat sich der BR (und alle anderen Regierungen in Europa bis auf Schweden) in erster Linie mit der Situation in anderen Ländern beschäftigt bzw. an deren Maßnahmen orientiert. Ich halte das für grundsätzlich falsch, da die Situation in jedem Land grundlegend anders ist.
    • DerRaucher 23.04.2020 02:31
      Highlight Highlight Das darfst du hier nicht sagen. Alles was nicht mit der Meinung der Allgemeinheit hand in hand geht, wird zerrissen. Ich stehe dem Shut Down mittlerweile kritisch gegenüber. Die ersten Warnungen und Empfehlungen haben für eine Senkung des R Wertes geführt. Also wie viele ein Infizierter selbst weiter ansteckt. Danach ist nicht mehr viel passiert. Das schliessen von allem hat nicht mehr viel bewirkt - in Deutschland sogar gar nichts. Ich bin mir mittlerweile sicher das wir es mit den ersten massnahmen - keine Grossveranstaltungen mehr, Abstand halten usw genau so umschifft hätten.
    • Shlomo 23.04.2020 05:52
      Highlight Highlight @Raucher: erzähl nicht so einen Wuatsch r0 ist erst durch die Massnahmen nach dem 13. März unter 0 gefallen.
      Benutzer Bild
    • Hierundjetzt 23.04.2020 07:44
      Highlight Highlight Dann frische ich kurz Dein Gedächtnis auf: der Lockdown kam nur darum, weil zu viele bei der Stufe 1 „allgemeine Lage“ nicht zu Hause blieben und ua die Restaurants die „leck mich doch“ zelebrierten.

      Tja. Selber schuld. Jetzt nicht mötzeln, gäll
    Weitere Antworten anzeigen
  • Neunauge 22.04.2020 23:56
    Highlight Highlight Sätze wie ‚...man weiss doch längst...‘ oder ‚...es sollte jedem klar sein, dass...‘

    Dass die noch Leute schreiben mögen ist erstaunlich, lesen mag ich sie nicht mehr.
  • GM. 22.04.2020 22:44
    Highlight Highlight Was ist eigentlich das langfristige Ziel? Pandemie eindämmen? Unwahrscheinlich, denn solange es den Virus gibt wird er wieder ausbrechen. Bleiben also zwei Möglichkeiten. Eindämmen bis ein Impfstoff vorhanden ist oder immer wieder leichte Lockerungen bewilligen damit sich ein paar Menschen anstecken, bis eine Herdenimmunität besteht. Aber nicht so viel anstecken lassen, damit unser Gseundheitssystem kollabiert. Also, was ist die langfristige Strategie lieber BR?
    • medmi 22.04.2020 23:34
      Highlight Highlight Aktuell Eindämmen. Evtl. wird man ganze Regionen, mehrere Länder haben die praktisch frei sind vom SARS-CoV-2. Dann wird das Leben wieder leichter. Und hoffen auf die Impfung.

      Man weiss zu wenig über Immunität als das dies eine Strategie sein könnte aktuell.
    • Mutzli 23.04.2020 00:33
      Highlight Highlight @GM.

      Die Strategie ist genau die, welche der Bundesrat von Anfang an kommuniziert hat, die meisten anderen Staaten verfolgen und auch Sie selbst in Ihrem Kommentar drin haben:"nicht so viel anstecken lassen, damit unser Gseundheitssystem kollabiert."

      Das ist das Hauptziel, um eine Explosion an Toten und Geschädigten zu verhindern.

      Wie medmi bereits schrieb, ist das beim jetzigen Wissenstand die einzige zu verantwortende Strategie.

      Deshalb ja auch Bersets zig Warnungen, dass es sich um einen Marathon, nicht einen Sprint handelt.
      Gibts mehr Daten, gibts mehr Optionen
  • sowhat 22.04.2020 21:55
    Highlight Highlight Es ist langsam nicht mehr zum Aushalten. Von mir aus darf gerne jede*r Journalist*in, die das Wort Masken ausspricht sofort für 5Minuten seine Stimme verlieren. Das ewig gleiche passivagressive Nachfragen nervt nur noch. Es ist der Grund warum ich die Übertragung irgendwann nichtmehr ausgehalten und abgestellt habe.

    Die Argumente von Koch und Berset sind so dermassen klar und schlüssig, dass man sich doch gopferd...l selbst ausmalen kann, dass sie nicht plötzlich das Gegenteil von dem sagen werden, was sie vorher gesagt haben. 😤
    • sowhat 22.04.2020 22:45
      Highlight Highlight Ps: Petar Marjanovocs Frage hab ich noch gehört. Danke Petar, das war wenigsens eine Intelligente Frage, die derzeit tatsächlich interessiert. Es sind zu viele Gerüchte zum Tracing im Umlauf. Nun wissen wir, dass es auf gutem Weg ist.
    • Shlomo 23.04.2020 05:56
      Highlight Highlight @Astrogator: es ist in x wissenschaftlichen Studien bewiesen worden, dass Masken keinen signifikanten Nutzen haben.
    • Shlomo 23.04.2020 12:25
      Highlight Highlight @Astrogator: Placebo
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 22.04.2020 21:03
    Highlight Highlight Der Umweltschaden zu "normalwirtschaftlichen" Zeiten ist ungleich grösser. Interessiert aber keinen der Beteiligten.

    Es wäre an der Zeit, seine Bedürfnisse zurückzuschrauben, auf das Essenzielle. Weg mit dem überbordenden, sinnlosen Wohlstand, der allgemeinen Verblendung und ein Leben auf Kosten ärmerer Länder und der Umwelt. Der Kapitalistenwald darf ruhig abbrennen, dann kann ein neuer, junger, innovativer, vitaler Wald entstehen.

    Aber zurück zur Idiokratie von vorher? Dies sollte man mit allen Mitteln bekämpfen.

    #wenigeristmehr
    • bonpris 23.04.2020 09:04
      Highlight Highlight Wenn wir hier auf Konsum verzichten, dann müssen anderswo Menschen verhungern.

      Die WHO hat gestern vor einer Hunger-Pandemie gewarnt. Wegen der Corona-Lockdowns wird sich die Zahl der vom Hungertod bedrohten Menschen von 125 Mio. auf 250 Mio. erhöhen.

      Das heisst: Über 100 Mio Tote, weil wir wegen der Coronamassenhysterie den Konsum einschränken.

      Deine Forderung ist absolut unethisch.

      https://bit.ly/2KtRqYa
  • WHYNOT 22.04.2020 20:28
    Highlight Highlight Die Wirtschaft fordert im Interesse aller und zum Schutz der Menschen Öffnung. Die die das nicht wollen, bitte zu Hause bleiben bis 60-70 Immun, dann kommt es gut, denn wenn das nicht geschieht, ist uns die 2., 3. oder auch x-te Welle und die wirtschaftliche Depression mit weit mehr Opfern gewiss🙏
  • Lucida Sans 22.04.2020 20:18
    Highlight Highlight Was ich noch immer nicht verstehe: weshalb kann ich weder bei Coop noch Migros beispielsweise ein Spängeli kaufen? Hier auf dem Land kauft man solchen Alltagskrimskrams sowieso in diesen Geschäften. Ich kenne niemanden, der/die normalerweise für diese Art Einkäufe extra in die nächste Stadt fährt um im Fachgeschäft (?) zu posten. Die Massnahme mit den angeklebten Gestellen erschliesst sich mir nicht.
    • bonpris 23.04.2020 09:20
      Highlight Highlight Weil die Schweizer borniert sind in ihrer Bunkermentalität.

      Wenn geschrieben steht "Güter des täglichen Bedarfs", dann lesen sie "Güter unverzichtbar für das nackte Überleben der nächsten 24 Stunden".

      Aber eigentlich ist es klar "Dinge des täglichen Bedarfs" sind Dinge für die es an jedem Tag einen Bedarf gibt.

      Jeder Bedarf täglich seiner Pfannen, seines Kammes oder Spängeli, seiner Kleider, seiner Sportutensilien, etc, etc.

      Täglich bedarf es irgendwo in der Schweiz eines Hammers, Schrauben, Malfarbe, Nähzeugs, etc.

      Vielleicht beherrschen die Schweizer nur ihre Schriftsprache nicht.
  • Stargoli 22.04.2020 20:07
    Highlight Highlight Die Fachgeschäfte werden nun nicht diskriminiert.
    Hmm, das kann man so sehen. Nicht!
    Bloß weil in das Sortiment in den grossen Läden weiterhin eingeschränkt ist heisst das nicht, dass die kleinen Fachgeschäfte nicht benachteiligt sind.
    • bonpris 23.04.2020 09:21
      Highlight Highlight Stimmt. Jetzt sind beide benachteiligt.
      Das ist genauso doof, wie wenn man für die Gendergerechtigkeit alle Toiletten schliessen würde.
  • Flavio O. 22.04.2020 20:03
    Highlight Highlight Heute noch die Meldung, dass mind. 6× mehr infiziert seien, als positiv getestet. Also mind. 6× geringere Mortalitätsrate als bisher kolportiert.

    Zudem in CH (ich wiederhole):

    Rund 1500 mit CV Verstorbene, im Schnitt ca. 83 J. alt (was ungefähr normales Sterbedurchschnittsalter), 98+% mit mind. 1 Vorerkrankung (viele 2 oder mehr), Spitäler leer (auch Intensivabteilungen), Militär mangels Arbeit nach Hause geschickt.

    Angst/Panik verbreitet auf allen Kanälen, Notrecht eingeführt, Wirtschaft abgewürgt, Schulen geschlossen (obwohl Kinder weder aktiv, noch passiv Gefahr).

    Verhältnismässigkeit?
    • Amadeus 23.04.2020 00:41
      Highlight Highlight @Flavio
      Das die Spitäler leer waren zeigt ja, dass der Lockdown funktioniert. Den restlichen Teil, dass die alten Schwachen halt sterben sollen ignoriere ich. Ist mit zu unverhältnismässig und strotz vor Ignoranz.
    • Lucida Sans 23.04.2020 01:14
      Highlight Highlight Es wäre interessant zu wissen, wie viele dieser über 85jährigen Verstorbenen gar keine umfangreiche Behandlung gewünscht haben. Ich könnte mir vorstellen, je nach aktuellen Umständen, im höheren Alter freiwillig auf lebensrettende Massnahmen zu verzichten.
    • Locutus70 23.04.2020 02:08
      Highlight Highlight @Amadeus - Der Lockdown sollte dazu führen, das die Kapazitäten nicht überschritten werden und nicht, das die Spitäler leer sind ^^
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 22.04.2020 19:54
    Highlight Highlight Blunschi schreibt;
    "Die Fachgeschäfte werden nun nicht diskriminiert. Allerdings hätten sie es wohl vorgezogen, auch am nächsten Montag öffnen zu können, statt weitere zwei Wochen warten zu müssen"
    Ist er da so sicher?
    ich nicht, ich kenne die Branche sehr gut und mir wird Folgendes zugetragen:
    Gerade bei kleinen Läden, die kaum wirklich die Anforderungen umsetzen können, dort wo man sich von einem Kunden zum anderen bewegen muss, vieles wieder Einräumen etc. sind viele nicht so glücklich, bzw. haben Angst um sich selbst und ihre Angestellten.

    • sowhat 22.04.2020 22:19
      Highlight Highlight Ja, hör ich auch eher. Das selbe gilt für kleine Beizen. Da kommen noch Lebensmittel- und Personalkosten dazu.
  • Varanasi 22.04.2020 19:50
    Highlight Highlight Ich weiss nicht, wo Herr Blunschi findet, dass der Bundesrat ins Stolpern kam.
    Es ist für sie wie für uns alle das erste Mal, das wir in so einer Situation sind. Das man da ein wenig korrigiert, finde ich mehr als natürlich und überhaupt nicht schlimm, im Gegenteil.
    Da von Stolpern reden finde ich wirklich weit hergeholt.
    Und dann soll doch der Druck der Wirtschaft weiter gehen. Finde gut, dass sich der BR hier nicht beeindruckt zeigt und das macht, was er für richtig hält.
    • bonpris 23.04.2020 09:29
      Highlight Highlight Ein Votum für Behördenwillkür.
    • Hierundjetzt 23.04.2020 16:54
      Highlight Highlight Bonpris: Ein Votum für mehr Bildung

      Varanasi: korrekt, kann ich so unterschreiben
  • Ivo Zen 22.04.2020 19:42
    Highlight Highlight mich nerven diese Aussagen, dass pro Woche 5 Mia verloren gehen. Eine beschränkte Art die Welt zu sehen und als reines Geld ausgeben zu verstehen.
    • bonpris 23.04.2020 09:45
      Highlight Highlight Geld wird nie ausgegeben. Es wechselt den Besitzer.

      Wer konsumiert, der sorgt für den Lebensunterhalt anderer. Wer den Konsum schmälert, wie derzeit der Bundersrat mit seiner Epidemitis, der vernichtet Existenzgrundlagen.

      Die UNO prognostiziert 100 Mio zusätzlicher Hungertote wegen der Corona-Lockdowns.

      Damit ist klar, dass die Pandemiemassnahmen mindestens 100-fach tödlicher sind als die Pandemie.

      Die Menschheit begeht quasi Selbstmord aus Angst vor dem Tod.

      Ich kann dieses total irrationale, absurde Verhalten dieser Spezies nicht verstehen.

  • Bougainvillea 22.04.2020 19:42
    Highlight Highlight Und das erste was ich lese:

    Es gibt keine Maskenpflicht.

    Und warum nicht? Masken sind immer noch Mangelware. Wette sobald die Lieferketten wieder etwas stabiler sind und die Verfügbarkeit da ist, schätze so in 10 Tagen, kommt die Meldung vom Bundesrat:

    Ab sofort gilt Maskenpflicht.

    • Shlomo 23.04.2020 06:11
      Highlight Highlight Ich glaub langsam ich hab ein Sprung in der Plat, aber ich wiederhole es gerne nochmals. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Masken keinen signifikanten Nutzen haben.
  • MartinZH 22.04.2020 19:39
    Highlight Highlight Berset letzte Woche: "Natürlich verfolgen wir [der BR] permanent auch die Entwicklungen im Ausland."

    Berset heute: "Ah ja, wusste gar nicht das Bayern das Oktoberfest abgesagt hat."

    Nota bene: Das Oktoberfest ist das grösste Volksfest der Welt. Ausfall: Rund 1,5 Mrd. Euro. Und unser BR ist auf dem Laufenden? 🤔 Unglaublich! 😩 Genau so "up to date" waren die Antwortgeber in Sachen Tracing-App. Nur noch traurig! 😔

    Der Rückzug zum Thema Grossverteiler ist zu simpel.

    Und die Grossverteiler ab Montag mit Masken: Einfach dilettantisch! Ich sehe schon die Schlangen vor den Läden am Mo.-Morgen.
    • Hierundjetzt 23.04.2020 07:50
      Highlight Highlight Ganz ehrlich, auch ich wusste das nicht. Es interessiert auch ehrlich gesagt kein normal denkender Mensch ob man sich in Deutschland besaufen kann oder nicht
    • MartinZH 23.04.2020 10:01
      Highlight Highlight @Hierundjetzt: Was soll eigentlich diese latente Agressivität?

      "Es interessiert auch ehrlich gesagt kein normal denkender Mensch..."

      Aha. Du bist also die Instanz für normal denkende Menschen. Und Du definierst auch noch, was ein normal denkender Mensch zu interessieren hat.

      Ist das doch mehr etwas über Dich aus, als über andere.

      Weisst Du, es gibt Leute, die gut informiert sind, weil sie sich informieren. Und es gibt andere, die sind nicht so gut informiert.

      Wenn Du es auch nicht wusstest, ja dann. Aber Du bist ja auch nicht Bundesrat. Also musst Du Dich ja auch nicht damit vergleichen.
  • landre 22.04.2020 19:39
    Highlight Highlight @Blunschi (Google bzw Alphabet usw hin oder her...)

    Wussten Sie/ Wusstest Du dass...

    Der Tag der Erde heute 22.04.'20 sein 50. Jubiläum hat?

    ...Heute dürfen WIR, neben vielen anderen und vielem anderem, eines der kleinsten aber wichtigsten Lebewesen feiern:

    Die Biene.

    ...Fleissig den Bundesrat zu kritisieren, kommentieren gar zur Rechenschaft zu weisen, ist ein wirklich sehr einfacher Job...

    Der Fertilität, Konstruktion, Progression usw beizutragen, wie es zB eine einzelne Biene es tut, ist hingegen...
    • Varanasi 22.04.2020 20:23
      Highlight Highlight Tag der 🌍
      Benutzer Bild
  • Dede7 22.04.2020 19:31
    Highlight Highlight ...die Massnahme nicht zu Ende gedacht war. Ich liebe das. „Fehler“ offen zugeben. Das ist das was Vertrauen bildet.
    • Flyeagle144 22.04.2020 20:23
      Highlight Highlight Ich verstehe nicht was das problem ist. Dieses szenario ist für alle neuland auch für die politiker da kann man halt was falsch machen.
      Wäre es dir lieber wenn unsere bundesrat sich wie trump verhalten würde und sagen momol alles richtig gemacht???
  • nevergiveup 22.04.2020 19:21
    Highlight Highlight Bravo - doch noch begriffen mit den Lockerungen für den Sport! Muss hinter den Kulissen wohl rumort haben!
  • Arneis 22.04.2020 19:07
    Highlight Highlight Der BR macht einen super Job.
    Das Umsetzten was geht, helfen wo möglich und zwar schnell und unbürokratisch.
    Wenn jetzt noch ein Kompromiss für die Geschäftsmieten gefunden wird, gibts eine Bestnote.

    • Stefan Balz 22.04.2020 20:42
      Highlight Highlight Zum Thema HELFEN; der Bundesrat verteilt ja nicht sein Geld. Arneis, Du darfst 3 x Raten wem die Kohlen gehören und wer das am Ende bezahlen darf...
  • Sa7 22.04.2020 18:59
    Highlight Highlight Masken sind nur hilfreich wenn sie richtig verwendet werden. Leider fühlen sich zu viele in falscher Sicherheit halten gerade mit der Maske den Abstand nicht mehr ein und tragen sie nicht richtig, zu lang, fassen sie in der Mitte an um sie nach dem Einkauf wieder nach unten zu ziehen und in der ÖV zieht man sie wieder hoch. Sorry aber das ist nur kontraproduktiv. Abstand halten ersetzt eine Maske nicht! Vertraut den Personen die Virologe studiert haben und haltet euch an deren Anweisungen statt einfach nur zu meckern. PS die WHO empfiehlt auch kein Maskenobligatorium! Der selbe Grund....
  • Merlin71 22.04.2020 18:50
    Highlight Highlight Es heisst immer:
    Die Corona-Krise ist global, die Schweiz kann sie nur beschränkt beeinflussen. Und wir haben genug Geld, um sie auch längerfristig abzumildern.

    Lieber Herr Blunschi, von wo soll das Geld den kommen.
    Der Staat hat kein Geld. Es kommt vom Bürger. Wir werde alle dafür bezahlen. Wenn nicht dieses Jahr schon, dann in der Zukunft mit höheren Steuern. Geld verteilen ist immer einfach. Vor allem, wenn es nicht das eigene ist.
    • FrancoL 22.04.2020 19:47
      Highlight Highlight Vielleicht könnte man sich aber auch überlegen im Zuge des Steuerausgleichs für die Coronaaufwendungen das Steuersystem etwas straffer zu führen, weniger Schlupflöcher zuzulassen und suchzusätzliche Steuereinnahmen anzudenken.
    • sowhat 22.04.2020 22:38
      Highlight Highlight Apropos "genug Geld", ich frag mich langsam, was Menschen denken, die noch vor 2Monaten vom Sozialamt abgewiesen wurden, oder die sich eine etwas günstigere Wohnung suchen mussten, damit sie Unterstützung bekommen.
      Nicht, dass ich die Stützung der Wirtschaft nicht begrüssen würde. Ich frag mich bloss wie man die derzeitig kommunizierten Summen in Relation zur eigenen Situation verkraftet.
    • caro90 22.04.2020 22:46
      Highlight Highlight Ja und!? Das geben wir - wenn, wie hier notwendig - doch gerne um dafür unseren Lebensstandard zu erhalten? Es ist hier imfall nicht ein Deal wo man das meistögliche herausholen muss, sondern ein verdammter Balanceakt im Wind! Es geht nicht um die nächsten Ferien, sondern das Weiterbestehen einer tollen Nation und vor allem mit all dem Luxus wie wir sie Erben durften! Gopferdeli begreift endlich, dass es um viel mehr geht als euer Luxusleben!
    Weitere Antworten anzeigen
  • The Rogue 22.04.2020 18:39
    Highlight Highlight Angenommen, es wird im grossen Stil gelockert wie von einigen gefordert und die Verbreitung des Virus wird in 1-2 Monaten wieder zunehmen und einen Stand erreichen, dass wir wieder bei Null beginnen müssen. Zuhause bleiben, alles wieder geschlossen. Währenddessen haben alle bereits investiert und organisieret wie wenn das Spiel jetzt vorbei wäre. Was wären dann die Auswirkungen? Wohl nochmals heftiger, da die Investitionen aus dem Bundeskredit in den Sand gsetzt wurden. Das wäre kein beginn von Null sondern von etwa minus 10.
  • Mehmed 22.04.2020 18:29
    Highlight Highlight Was ist der Unterschied zwischen dem Bundesrat und den Medien?

    Der Bundesrat erinnert sich noch daran was er gestern gesagt hat und steht dazu.
  • freeLCT 22.04.2020 18:23
    Highlight Highlight Alain Berset hatte für sie immerhin ein «Zückerchen». Es scheine «nicht unmöglich», dass man im Sommer auf einer Gartenterrasse sitzen und etwas trinken könne.


    Der hat Humor.
    • sowhat 22.04.2020 22:40
      Highlight Highlight Nein, er hat Hoffnung. Weil er immernoch daran glaubt, dass die Menschen die Vorsichtsmassnahmen weiter berücksichtigen.
  • Bravo 22.04.2020 18:22
    Highlight Highlight Dass man im ÖV und in Lebensmittelläden auf Masken verzichtet, finde ich zum aktuellen Zeitpunkt unverantwortlich
    • elco 22.04.2020 18:37
      Highlight Highlight Warum?
    • lilie 22.04.2020 18:56
      Highlight Highlight @Bravo: In Lebensmittelläden sehe ich es nicht ein, da steht man ja selten 15 min neben der gleichen Person. Da wird dich kaum etwas ändern.

      Der ÖV aber muss etwas tun. Dort ist es fast unmöglich, Abstand zu halten, wenn die üblichen Fahrgastströme wieder einsetzen. Masken sind naheliegend, etwas anderes fällt mir nicht ein.

      Das wird lustig, wenn dann jemand kontrollieren muss, ob alle ihre Maske tragen und jene, die keine tragen, wegweisen. Bereits die Ticketkontrollen finden ja einige Zeitgenossen schon eine Frechheit. 😏
    • HugiHans 22.04.2020 19:00
      Highlight Highlight Verantwortung sollte man nicht delegieren sondern selbst wahrnehmen!
      Verboten ist es ja nicht, unter bestimmten Umständen sogar empfohlen. Also zieh eine an wenn du es als nötig erachtest 👍
    Weitere Antworten anzeigen
  • who cares? 22.04.2020 18:21
    Highlight Highlight "Es gibt weiterhin keine Maskenpflicht in Läden und im öffentlichen Verkehr, wie nun in allen deutschen Bundesländern."
    Finde ich richtig so. Sonst haben alle das Gefühl, sie seien unverwundbar. Mit Husten einkaufen gehen? Kein Problem, trage ja eine Maske. Muss man auch nicht mehr in den Ellbogen husten, wie praktisch.
    • Lucida Sans 22.04.2020 20:07
      Highlight Highlight Danke. Ich möchte nämlich nicht von einem Maskenträger angehustet werden!
    • Martin Fluxus 22.04.2020 20:31
      Highlight Highlight "Sonst haben alle das Gefühl, sie seien unverwundbar." - Genau! Aus demselben Grund trage ich auch im Auto nie einen Gurt. Polizisten verstehen das unverständlicherweise nicht und büssen mich trotzdem, anstatt mich für mein Verhalten zu loben...
    • who cares? 22.04.2020 22:40
      Highlight Highlight @Martin, im Gegensatz zu Masken wissen die meisten jedoch wie man einen Gurt korrekt anwendet.
      Maske mit ungewaschenen Händen runterziehen um einen Schwatz mit der Nachbarin im Coop zu haben, ist halt nicht effektiv.
      Ich denke auch, du triffst kaum eine Raser, der sich nur wegen dem Gurt sicher genug fühlt fürs Rasen.
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Zum Schweizer Nationalfeiertag: Darum feiern wir den 1. August

Der 1. August – das unumstrittene Datum für den Bundesfeiertag? Das Gegenteil ist der Fall. Insgesamt vier Daten standen zur Auswahl – am Ende entschieden dann die feierlustigen Berner.

Die Schweiz feiert sich am 1. August selber. Doch: Was passierte eigentlich an diesem Datum? Welches war der historische Moment, der uns auch 2020 noch den Bundesfeiertag beschert?

Die landläufige Meinung lautet: Es war die Unterzeichnung des Bundesbriefes von 1291. In diesem soll die Gründung der Schweiz beschlossen worden sein. Am 1. August 1291 sollen sich die Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden zum «ewigen Bund» zusammengeschlossen haben. Wilhelm Tell soll dabei die Schweiz zur Freiheit …

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