Schweiz
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Wohninitiative eingereicht – mehr Gemeinnutz, weniger Luxus, keine Lofts auf SBB-Areal



Der Bund soll für faire Mieten sorgen. Das fordert der Schweizerische Mieterinnen- und Mieterverband (SMV) mit der Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen». Am Dienstag hat er die Unterschriften eingereicht, ein halbes Jahr vor Ablauf der Sammelfrist.

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Steigende statt sinkende Mieten

Nach Angaben des Verbandes kamen 106'000 gültige Unterschriften zusammen. Das Sammeln sei nicht schwierig gewesen, sagte SMV-Präsidentin und SP-Nationalrätin Marina Carobbio (TI) vor den Medien. Seit Jahren stiegen die Mietzinse in den Städten und Agglomerationen. Wer umziehen müsse, habe grösste Schwierigkeiten, eine bezahlbare Wohnung zu finden.

Alleine in den letzten 10 Jahren sind laut Carobbio in der Schweiz die Mietpreise der ausgeschriebenen Wohnungen um über 30 Prozent angestiegen, in Ballungszentren wie Genf sogar um 60 Prozent. 

Dabei hätten die Preise angesichts der tiefen Hypothekarzinsen eigentlich sinken müssen: Wären die Senkungen des Referenzzinssatzes an die Miethaushalte weitergegeben worden, so würde laut dem SMV eine Wohnung, die 2009 noch 1270 Franken kostete, heute 1030 Franken kosten. Tatsächlich kostet sie aber heute 1340 Franken.

Gemeinnütziger Wohnungsbau

ARCHIV --- ZUM REFERENZZINSSATZ ALS BERECHNUNG DER MIETEN STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Un trompe l'oeil pose sur une facade borgne d'un immeuble photographie en ville de Geneve, ce samedi 5 fevrier 2011. Ironie avec la crise du logement que connait Geneve. Cela n'est pas une solution a long terme pour sortir de cette crise. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Mieten steigen – nun soll der Bund einschreiten. Bild: KEYSTONE

Die Renditen der Immobilienbranche stiegen immer weiter an, kritisierte Carobbio. «Parlament und Bundesrat schauen diesem Treiben zu.» Nach Jahren der Diskussion sei keine einzige Massnahme umgesetzt worden.

Mit der Initiative verlangt der Mieterinnen- und Mieterverband, dass der Bund in Zusammenarbeit mit den Kantonen das Angebot an preisgünstigen Mietwohnungen fördert. Im Blick haben die Initianten vor allem den gemeinnützigen Wohnungsbau.

Mindestens 10 Prozent der neu gebauten Wohnungen sollen im Eigentum von Trägern des gemeinnützigen Wohnungsbaus sein. Die Kantone und Gemeinden sollen für sich ein Vorkaufsrecht für geeignete Grundstücke einführen können, um diese dem gemeinnützigen Wohnungsbau zur Verfügung stellen zu können.

Keine Lofts auf SBB-Arealen

ARCHIV --- ZUM REFERENZZINSSATZ ALS BERECHNUNG DER MIETEN STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Ein wohnungssuchendes Paar besichtiget eine neu erstellte Wohnung im Pflegi-Areal in Zuerich, August 2002 . Die Lage am Wohnungsmarkt hat sich verschaerft, da die Nachfrage nach Wohnungen hoch bleibt, die Zahl neu erstellter Wohnungen aber abgenommen hat. Fuer diese grosse fuenfeinhalb Zimmer Wohnung wird ein Mietzins von fast CHF 5000 verlangt.  (KEYSTONE/Gaetan Bally)   FILM] *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Bild: KEYSTONE

Bei Grundstücken des Bundes und bundesnaher Betriebe soll ein solches Vorkaufsrecht von Gesetzes wegen bestehen. Der Bund und bundesnahe Betriebe müssten ihr Land also zuerst den Gemeinden und Kantonen zum Kauf anbieten. «Zahlbare Wohnungen statt Lofts auf SBB-Arealen», lautet der Slogan dazu.

In den letzten Jahrzehnten habe der Anteil der Wohnungen abgenommen, die Wohnbaugenossenschaften, Stiftungen oder Städten gehörten, hält der Mieterverband fest. Solche Wohnungen seien aber 20 bis 25 Prozent günstiger als durchschnittliche Mietwohnungen. Sie seien der Spekulation entzogen. Der Bund müsse sich hier wieder engagieren.

Keine Subventionen für Luxus

Gemäss dem Initiativtext müsste der Bund auch sicherstellen, dass Programme zur Förderung von Sanierungen nicht zum Verlust von preisgünstigen Mietwohnungen führen. Energetische Sanierungen seien wichtig, sagen die Initianten. Leider erhielten aber auch Eigentümer Subventionen, die ihren Mietern kündigten oder ihre Liegenschaften luxuriös umbauten.

Die Initiative wird von den Wohnbaugenossenschaften Schweiz und dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund mitgetragen. Auch die SP und die Grünen unterstützen das Anliegen.

Löhne werden weggefressen

Die SP schreibt in einer Mitteilung, sie setze sich für bezahlbaren Wohnraum ein, seit es sie gebe. Jeder Fortschritt bei den Löhnen werde weggefressen durch höhere Mieten.

Die gemeinnützigen Wohnbauträger hielten sich an das Gebot der Kostenmiete, stellt die SP fest. Es handle sich um ein Erfolgsmodell. Gemeinnützige Wohnungen nützten nicht nur den Mietern, sondern seien auch für den Staat vorteilhaft, weil die Wertsteigerungen des Bodens im Volksvermögen blieben und die Baurechtszinsen in die Kasse der öffentlichen Hand flössen.

Die Grünen argumentieren, die Initiative unterstütze auch die Verdichtung des Siedlungsraums und schütze damit das Kulturland vor dem Zubetonieren. Bund und Kantone würden verpflichtet, den knappen Wohnraum der Spekulation und dem Renditedruck zu entziehen.

(sda)

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126Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Blutgruppe 19.10.2016 07:51
    Highlight Highlight Dies wird wohl leider so rauskommen wie bei unzähligen linken Initiativen, die was verändert hätten. Zuerst viel Zustimmung, dann eine Manipulation des Volks mittels Angst- und Lügenkampagne der Rechten und man hat den Status quo mittels Geld wieder betoniert, die Bonzen können sich zurücklehnen.
  • lilie 19.10.2016 07:49
    Highlight Highlight Am erwähnten Beispiel wird klar, dass die Mieten deutlich tiefer wären, würden die Leute ihr Anrecht auf Senkung der Mieten auch einfordern!

    Warum wird nicht da angesetzt? Der Mieterverband könnte z.B. jedesmal, wenn der Referenzzinssatz gesenkt wird, ein Rundschreiben an seine Mietglieder machen, über ihr Recht aufklären und direkt ein Vorlageschreiben an den Vermieter beilegen, wo man nur noch den Adressaten und die Unterschrift einfüllen mus.

    Und er könnte politisch dafür sorgen, dass Vermieter verpflichtet werden, Senkungen an die Mieter weiterzugeben.
    • lilie 19.10.2016 18:43
      Highlight Highlight @Rendel: Ich hab mich auf den Artikel bezogen. Da werden zukünftige Wohnprojekte durchgekaut, wo es Jahre dauern wird, bis Mieter davon profitieren. Der eklatante Missstand, dass Mieter aber jeden Monat Hunderte von Franken zu viel bezahlen können, wird zwar erwähnt, aber nicht erklärt, was man dagegen zu tun gedenkt.

      Denn da wäre ja innerhalb weniger Monate massive Mietzinseinsparungen zu holen.
    • lilie 19.10.2016 20:13
      Highlight Highlight @Rendel: Ich weiss, dass der Mieterverband vorgedruckte Briefe an den Vermieter auf dem Internet hat, aber ich wüsste nicht, dass er sie auch an seine Mitglieder verschickt.

      Die meisten Leute, die ich kenne, haben keine Ahnung, dass sie Mietzinsreduktionen selber einfordern müssen. Da fehlt es doch einfach an Aufklärung!
    • lilie 19.10.2016 20:58
      Highlight Highlight @Rendel: Mach ich doch! Aber wieviele Leute kenne ich schon? Das löst das Problem nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schneider Alex 19.10.2016 07:30
    Highlight Highlight Warum steigen die Mietzinsen? Vor allem weil die Zuwanderung übermässig gross ist und sich die Bevölkerung zu Recht wehrt gegen eine unangepasste Verdichtung der Siedlungen. Solange nichts gegen den Zuwanderungsstrom unternommen wird, bin ich nicht bereit, Wohnungsbau über öffentliche Mittel zu unterstützen.
    • Blutgruppe 19.10.2016 07:46
      Highlight Highlight Mimimimimi
    • Deleted93 19.10.2016 08:07
      Highlight Highlight @Blugruppe bin mit Schneider Alex nicht einverstanden, dein Kommentar aber ist noch viel sinnloser....
    • Blutgruppe 19.10.2016 08:21
      Highlight Highlight Mag sein. Das hat mich einfach gerade an die Reaktion eines Kleinkinds erinnert. 'Wenn die anderen nichts machen, wieso sollte dann ich?'
      So kommen wir nicht weiter...
    Weitere Antworten anzeigen
  • bobi 18.10.2016 16:13
    Highlight Highlight Grundsätzlich eine gute Inititiative und in diesem Zusammenhang müssen Fortschritte erreicht werden. Jedoch wird dadurch die Zersiedelung eher gefördert. Ist bei einer Gemeinde nicht genügend Bauland vorhanden, muss Land umgezont werden um die %ualen Vorgaben einzuhalten.

    Sinnvoller würde ich finden, wenn energetisch sinnvolles renovieren und verdichtetes Bauern gefördert werden würde. Es müsste jedoch im Vornherein ein maximaler Mietzins vereinbart werden, welcher der Vermieter verlangen darf (damit nicht der schon eher reichere davon profitiert, sondern hauptsächlich der eher ärmere Mieter)
  • Karl33 18.10.2016 15:55
    Highlight Highlight Solange ungehindert ausländisches Kapital in Schweizer Immobilien fliessen kann (die Lex Koller haben die Bürgerlichen unter BR Blocher ausgehebelt und durchlöchert), werden die Preise und Mieten weiter steigen. Was ja auch die Absicht der Hauseigentümer, ihres Verbands HEV und deren politischen Lobby ist. In Zürich West stehen seit 5 jahren Luxuswohnungen in den Hochhäusern leer: Es ist rentabler, sie leerstehen zu lassen, als sie mit zu kleinem Gewinn zu verkaufen.
    • FrancoL 18.10.2016 18:49
      Highlight Highlight Deine Annahme ist nur ein Teil der Wahrheit und wohl erst noch der kleinere. Unsere Versicherungen, PK und Inlandfonds sind die Treiber im Landpreisrennen Die Baukosten sind seit Jahren stagniert und sogar leicht rückläufig.

      Das Problem ist das inländische Geld wohl auch Geld aus Deiner Pensionskasse oder Lebensversicherung. Versicherungen wie die AXA geben sehr tiefe Hypothekardarlehen, wieso denn wohl?

    • FrancoL 18.10.2016 18:52
      Highlight Highlight @Karl33;
      Der Aktienmarkt schwächelt Unmengen an Geld fliesst in die Immobilienfonds mit der Hoffnung das Geld halte zumindest den Wert und da die Zinsen nicht mehr tragend sind spielt es keine Rolle was leer steht.
      Dies für den Moment. Also eine klassische schön fette Blase.
      Sollte der Aktienmarkt wieder anziehen, dann kommt es zum Debakel, was auch keine Vorteile bringen wird. Zumindest nicht für die weniger Begüterten.
    • Karl33 19.10.2016 08:38
      Highlight Highlight Franco, die PK investieren seit den 80er Jahren, sie sind in der Tat ein kontinuierlicher Preistreiber. Aber die Flutung des Schweizer Immobilienmarkts ist statistisch offensichtlich, das kannst du nicht wegreden. Viele Faktoren zusammen (tiefe Steuern, stabiles Umfeld, starker Franken, geringe Regulierung, keine Geldwäschereikontrolle im Immobilienmarkt etc) machen die Schweiz seid Jahren zu einer hochattraktiven Immobilienanlage.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hierundjetzt 18.10.2016 14:02
    Highlight Highlight Wie mit den Genossenschaftswohnungen im Seefeld. Toll das 10 Familien günstig wohnen können.

    Nur, was bringts mir?

    Wenn sie 10 Luxuswohnungen vermietet hätte, würde das aufgrund des einkommens mehr Steuersubstrat ergeben, was wiederum mir zugute käme.

    Zudem SP usw: im K10, 11 usw gibts sehr sehr viele zahlbare Wohnungen. Aber die SP Hipster wollen natürlich alle in Wiedike oder im kuuuhlen C4 wohnen. Weil aus Gründen.

    Logisch gibts da keine Wohnungen mehr!
    • FrancoL 18.10.2016 14:23
      Highlight Highlight Vieles geschrieben aber nichts zur Sache, offensichtlich viel persönliche Befindlichkeiten, das alles bringt aber nichts in Sachen günstige Wohnungsmieten.
    • Tartaruga 18.10.2016 14:25
      Highlight Highlight Also als ex-K11 Bewohner: musste in die Agglo, da die Mieten im K11 zu teuer waren bzw. Die Nachfrage ist zu gross. Schon mal eine Wohnungsbesichtigunf im K11 und K10 gemacht? Viel spass beim anstehen...
    • Maragia 18.10.2016 14:56
      Highlight Highlight In 10 Jahren ist Wiedikon auch "out" und dann verkommt die Gegend wie all die anderen in Zürich, da halt alles günstig gehaltern werden musste und nichts investiert wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 18.10.2016 13:17
    Highlight Highlight Was grundsätzlich bei der Thematik der Wohnungsmieten im Artikel völlig vergessen wird ist de Tatsache dass viele der sicherlich auch zu teuren Wohnungen von den Pensionskassen finanziert wurden und bei einer tieferen Miete somit auch die PK-Gelder zusätzlich noch ins rutschen kämen.
    Der Hebel wird viel zu spät betätigt, man hätte ihn viel früher schon bei der Landpreisexplosion betätigen müssen, dort einen Riegel schieben, jetzt geht eine Regulierung auch zu Lasten der PK-Renten, was nicht zu begrüssen ist.
  • Toerpe Zwerg 18.10.2016 13:14
    Highlight Highlight Das allerdringendste wäre eine sofortige Entkoppelung aller Wohnungsmieten vom Referenzzinssatz. Jetzt. Im Tieftstzinsumfed. Da tickt eine Bombe. Die Mieten könnten nahezu Flächendeckend 20 und mehr % teurer werden innert einem Jahr.
    • Hirnwinde 18.10.2016 14:53
      Highlight Highlight Diese Entkopplung könnte die Mietpreise erst recht zum explodieren bringen. Denn die Nachfrage ist viel grösser als das Angebot, wegen der starken Zuwanderung im Verbund mit der restriktiver Zonenplanung.
    • Karl33 18.10.2016 16:02
      Highlight Highlight Toerpe, geradesogut könnte eine Entkoppelung zu einer Immobilienblase wie in den 90er führen. Wenn plötzlich zu wenig Kapital oder Nachfrage da ist, sind die Preise schnell am fallen.
      Ausser die Bürgerlichen bodigen die Lex Koller noch komplett und holen noch mehr Geld ausländischer Spekulanten in den Schweizer Immobilienmarkt (Originalton Heimatschützer BR Blocher: "Ausländisches Geld im Schweizer Immobilienmarkt ist gut für die Wirtschaft")
    • Toerpe Zwerg 18.10.2016 16:48
      Highlight Highlight Entkoppelung vom Referenzzinssatz heusst ja nicht komplette Freigabe. Koppelung an die Teuerung wäre eine bessere Alternative.
  • Scaros_2 18.10.2016 13:13
    Highlight Highlight Das Wohnungen generell teuer angesetzt sind an dem ist schon was dran.

    http://stapfewis.ch/

    Das ist bei unserere Nachbarsgemeinde. Diese Wohnungen sind seit über 1 Jahr fertig und die meisten Wohnungen, vor allem 4.5er stehen immer noch leer. Die lage ist gut, es hat Glasfaser, gute Geräte drin etc. Aber scheinbar sind für diese Region die 4.5er einfach schlicht zu teuer. Wenn man die Atikas mal weglässt, sind lediglich 2/12 Wohnungen besetzt. Seit über 1! Jahr. man stell sich das mal vor.-
    • Maragia 18.10.2016 13:30
      Highlight Highlight Also 2'000 für eine solch neue 4.5er ist ja wirklich nicht viel, da zahle ich für eine 2.5er in Zürich Umgebung schon mehr...
    • Scaros_2 18.10.2016 15:02
      Highlight Highlight Die Löhne in der Ostschweiz sind aber auch tiefer ;-)
  • dä dingsbums 18.10.2016 13:05
    Highlight Highlight Ich hab mir etwas überlegt und bitte um Feedback.

    Wenn eine Wohnung in ZH neu vermietet wir und der Vermieter einfach 600 Fr. Aufschlägt ohne etwas zu renovieren. Schadet das der Wirtschaft?
    Es sind ja 7200.- die für Konsum fehlen. Bei 8 Wohnungen in einem Block entzieht ein gieriger Vermieter dem Markt den Gegenwert einer Arbeitsstelle.

    Ist da was dran oder bin ich auf dem Holzweg?
    • Scaros_2 18.10.2016 13:11
      Highlight Highlight Auf dem Holzweg, denn der Konsum ist ja nicht geringer, er verschiebt sich nur. Nähmlich von 8 Mietern die weniger ausgeben können auf den "gierigen" Vermieter der sich dafür mal wieder ein teures Auto kauft oder den teureren Urlaub leistet etc. Das Geld verschwindet ja nicht.

      Klar kann man Argumentieren das der Vermieter es spart aber das könnte man gleich auch bei den 8 mietern sagen.
    • Hirnwinde 18.10.2016 13:17
      Highlight Highlight Na ja, manch ein Konzernchef kassiert soviel, wie Dutzende und Hunderte seiner Untergebenen.

      Ach wegen des Konsums. Das macht der Vermieter an Ihrer Stelle.
      Volkswirtschaftlich ist das nicht im Geringsten ein Problem.
    • Matthias Studer 18.10.2016 13:34
      Highlight Highlight Es stellt tatsächlich langfristig als Problem dar. Denn der Vermieter isst nicht mehr Gipfeli als der Mieter.
      Die Ausgaben werden sicher mehr sein, aber ein grosser Teil landet auf der Bank und wird nicht wieder in den Umlauf gebracht. Stichwort mehr Haben als Ausgeben können. Dieses Thema wird je länger je mehr zum Glück lobalrn Thema.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hirnwinde 18.10.2016 12:31
    Highlight Highlight Ohne Enteignung kann das sicher nicht zum deklarierten Ziel führen.
    Ohne gleichzeitig Mindestlöhne einzuführen, auch nicht.
    Selbst dann noch nicht, wegen sehr teuren Bauvorschriften.
    Denn ganz egal wer baut, es gibt immer sehr, sehr viele Menschen die sich die resultierende Neubauwohnung unmöglich leisten können.
    Die hohen Wohnkosten sind den weltweit höchsten Baustandards geschuldet, die wiederum in Baugesetzen, -verordnungen und -richtlinien vorgeschrieben sind.
    Keiner darf sich in der Schweiz mit einer Wellblechhütte samt Camping-WC begnügen, schon gar nicht auf eigenem Grund und Boden.
    • Toerpe Zwerg 18.10.2016 13:25
      Highlight Highlight Nope. Man kann problemlos günstiger bauen.
    • FrancoL 18.10.2016 14:11
      Highlight Highlight @Toerpe Zwerg; Ich staune immer wie man so pauschalisierte Feststellungen posten kann.
      Wieviel denken sie kann man günstiger bauen? 10, 20 oder 30%. Und von welchem Niveau aus betrachten sie das?
      Ich wäre mal mit solchen Aussagen etwas vorsichtiger.
    • Hirnwinde 18.10.2016 14:49
      Highlight Highlight @Toerpe: Mag schon sein. Aber diese Initiative garantiert nicht, dass das auch gemacht wird, bzw. gemacht werden will.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Shlomo 18.10.2016 12:13
    Highlight Highlight Wird eh abgelehnt obwohl die Schweiz eigentlich ein Land der Mieter ist. Aber jeder Schweizer hofft halt, dass er/sie viel Geld des verschollenen reichen Onkels erbt.
  • Amboss 18.10.2016 12:08
    Highlight Highlight Wieder so eine Initiative, von Links-Grün, die man sich ganz einfach schenken könnte. Wo es sich all die Diskussionen und den Abstimmungskampf sparen könnte.
    Die mit 25%, vielleicht sogar 35% Ja-Stimmen wuchtig abgelehnt wird.
    • Fabio74 18.10.2016 13:50
      Highlight Highlight Die Frage auch hier: Warum schiesst sich dasVolk selber ins Bein? Jammern die ganze Zeit. Aber alle Versuch was zu ändern lehnt man ab? Weil von links und per se schlecht? Weil ?
    • FrancoL 18.10.2016 14:08
      Highlight Highlight Wenn man alles das was die Mehrheit nicht diskutieren mag über Bord schmeisst wird die Welt im Chaos versinken.
      Dass sie diese Diskussion meiden mögen ist ihr gutes Recht, aber vermutlich trifft die Wohnzukunft wohl auch sie einmal und nicht unbedingt positiv.
    • Amboss 18.10.2016 14:08
      Highlight Highlight Warum das Volk nicht mitmacht?
      Aus meiner Sicht zwei Gründe:

      1) Ländliche Gebiete sind wenig betroffen, also wird sie dort abgelehnt. Die Initiative ist falsch konstruiert. Der Bund gehört bei diesem Thema nicht ins Boot. Das ist Sache der betroffenen Kantone / Gemeinden.

      2) Es funktioniert nicht. Fördert man günstige Mieten führt das dazu, dass einige günstig wohnen, was schön ist für sie. Die anderen bleiben aber aussen vor. Wichtig wäre aber mehr Angebote, dass man auch mal eine neue Wohnung finden könnte, zB wenn man Kinder bekommt. Dies wird mit der Initiative nicht erreicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Matthias Studer 18.10.2016 12:01
    Highlight Highlight Eigentlich friert mein liberales Herz mit einer solchen Initiative. Anderseits haben viele Vermieter, Eigentümer, Investoren, Spekulanten usw. das ganze auf die Spitze getrieben, dass fast keine andere Wahl zur Verfügung steht, wieder vernünftige Verhältnisse herzustellen.

    Diese Initiative ist das Produkt einer Maßlosigkeit und Gier.
    • pun 18.10.2016 12:37
      Highlight Highlight Das Herz des Liberalismus ist doch genau die These, dass Masslosigkeit und Gier zu Wohlstand für alle führt?
      Funktioniert wohl doch nicht bei den Grundbedürfnissen, was? ;-)
    • FrancoL 18.10.2016 13:09
      Highlight Highlight Wieso friert Ihr liberales Herz? Hat nicht die grenzenlose Freiheit gezeigt wo wir hinkommen. Hat nicht die grenzenlose Freiheit zu einer Gesetzesschwemme geführt, weil wir eben nicht in der Lage sind mit Vernunft frei zu sein?
      Freiheit mit Vernunft ist Mangelware!
    • Matthias Studer 18.10.2016 13:28
      Highlight Highlight Nun ja, ich sehe Liberal nicht als das wie sich Liberalismus die letzten 3 Jahrzehnte entwickelt hat.
      Für mich ist Freiheit der Gesellschaft genau gleich wie auch die Freiheit der Unternehmen. Die persönliche Freiheit ist nie Grenzenlos. Die hört dort auf, wo ich den anderen einschränke. Das nennt man übrigens miteinander leben können.

      Manche Franzosen wurden sich im Grab umdrehen, wenn sie sehen, was mit ihrem "Liberté, Egalité, Fraternité" passiert ist. Von mir aus kann man Brüderlichkeit weglassen, die Freiheit und Gleichheit ist aber zwingend für eine funktionierende Demokratie.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kookaburra 18.10.2016 12:00
    Highlight Highlight Wieso nicht einfach die MEI umsetzten?
    • ands 18.10.2016 12:56
      Highlight Highlight Tolle Idee. Ich finde dann eine günstige Wohnung mitten in der Stadt, kann sie mir aber nicht mehr leisten, weil mein Job nicht mehr existiert.
    • Zarzis 18.10.2016 13:04
      Highlight Highlight Danke für den Lacher des Tages!

      Bitte die Initiativetext - Stellen Posten wo aufzeigen wie die Einwanderung Reduziert werden soll!

      Moment, da steht, die Einwanderung soll so gross sein wie der Wirtschafliche Bedarf ist!

      Mmmh, also wenn die Wirtschaft sagt, wir brauchen 1 Mio, ist das MEI Konform!
    • kurt3 18.10.2016 13:08
      Highlight Highlight
      Warum ? Gibt es bei der MEI irgendeine Höchstzahl der Zuwanderung? Soviel ich weiß , steht da was wie Zuwanderung den Bedürfnissen der Wirtschaft berücksichtigen. Wenn Du irgendwo etwas über eine Obergrenze hast , sag mir Bescheid.
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