Schweiz
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Der Kampf um den Boden – was du über die Zersiedelungsinitiative wissen musst

Bild: KEYSTONE

Am 10. Februar kommt die Zersiedelungsinitaitive der jungen Grünen an die Urne. Worum es geht, wer dafür und wer dagegen kämpft: Hier erhältst du Antworten auf die wichtigsten Fragen.



Worum geht’s?

Die Zersiedelungsinitiative will, dass die Baufläche in der Schweiz nicht weiter vergrössert und die Gesamtfläche auf dem heutigen Niveau eingefroren wird. Neue Bauzonen dürfen nur noch geschaffen werden, wenn andernorts eine mindestens gleich grosse Fläche als Bauzone aufgehoben wird. Von Auszonung spricht man, wenn für eine Überbauung vorgesehenes Land aus der Bauzone herausgelöst und wieder der Landwirtschafts- oder Schutzzone zugeteilt wird.

Die Zersiedelungsinitaitive schreibt auch vor, dass ausserhalb der Bauzone nur benötigte landwirtschaftliche und standortgebundene Bauten von öffentlichem Interesse gebaut werden dürfen. Bestehende Bauten ausserhalb der Bauzone dürfen allerdings bleiben und geringfügig ausgebaut oder umgenutzt werden. Zusätzlich verlangt die Initiative, dass Bund, Kantone und Gemeinden nachhaltige Formen des Wohnens und Arbeitens mit kurzen Verkehrswegen in nachhaltigen Quartieren fördern.

ARCHIVBILD ZU DEN HEUTIGEN MEDIENKONFERENZEN UEBER DIE ZERSIEDELUNGSINITIATIVE, AM DIENSTAG, 8. JANUAR 2019 - in Baugespann kuendigt eine grosse Baustelle an, am Samstag, 23. Februar 2008 in Zumikon. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Wie viel soll in der Schweiz gebaut werden – und wo? Darum geht es bei der Zersiedelungsinitiative. Bild: KEYSTONE

Was würde sich ändern?

Im Falle einer Annahme der Initiative wäre das Einfrieren der Baufläche auf dem heutigen Niveau die einschneidendste Veränderung im Vergleich zum Status Quo. Das 2013 vom Volk angenommene revidierte Raumplanungsgesetz (RPG) sieht lediglich vor, dass Gemeinden Bauzonen für den voraussichtlichen Bedarf der nächsten 15 Jahre auszonen dürfen. Haben Gemeinden Bauland über diesen Wert hinaus ausgezont, müssen sie Rückzonungen vornehmen, um ihre Baulandreserven abzubauen.

Bei der Berechnung des voraussichtlichen Baulandbedarfs macht das RPG zwar Vorgaben, doch die Kantone und Gemeinden haben weiterhin eine gewisse Flexibilität. Bei einer Annahme der Zersiedelungsinitiative würden sie diese Kompetenzen verlieren und wären mit deutlich strengeren Vorgaben konfrontiert.

Wie würde die Kompensation für neues Bauland funktionieren?

Der Initiativtext schreibt lediglich vor, dass für neues Bauland eine andere Fläche von «mindestens gleicher Grösse» und «vergleichbarem potenziellem landwirtschaftlichem Ertragswert» ausgezont wird. Wie diese Kompensation im Detail funktioniert, müsste das Parlament im Gesetz festlegen.

Die Initianten schreiben, dass diese Umverteilung entweder nach einer Bestimmung des Siedlungsgebiets mithilfe das bestehenden Instrumentariums an Richtplänen und Gesetzen denkbar sei. Oder dass eine Handelsplattform für Bauzonenflächen geschaffen würde und die Baulandreserven damit durch den Preismechanismus verteilt würden. Auch noch unklar ist, über welche Gebiete hinweg Bauzonen kompensiert werden sollen. Dies lediglich innerhalb von Gemeinden zu tun, halten selbst die Initianten für «wenig zielführend». Vorstellbar wäre ein Flächenausgleich im gleichen Kanton, die vom Bund definierten Grossregionen oder über die ganze Schweiz hinweg.

Wer ist dafür?

CAPTION ADDITION - ADDS SURNAME: Markus Schwegler, Vorstand Kleinbauern-Vereinigung VKMB, Kevin Morisod, Co-Praesident Zersiedelungsinitiative, Lisa Mazzone, Nationalraetin GPS-GE, Vizepraesidentin VCS, Luzian Franzini, Co-Praesident Zersiedelungsinitiative, Co-Prasident Junge Gruene Schweiz, Thomas Hardegger, Nationalrat SP-ZH, Vorstand Wohnbaugenossenschaften Schweiz, und Bastien Girod, Nationalrat GPS-ZH, Mitglied Kommission UREK-N, von links, an einer Medienkonferenz der ueberparteilichen Abstimmungsallianz

Die Befürworter: Die Nationalräte Bastien Girod (Grüne) und Thomas Hardegger (SP), Luzian Franzini (junge Grüne) und Nationalrätin Lisa Mazzone (Grüne, v.l.n.r.). Bild: KEYSTONE

Die Zersiedelungsinitiative lanciert haben die jungen Grünen. Sie wird von anderen linken und Mitte-Parteien unterstützt, etwa der SP, den Grünen und der EVP. Auch zahlreiche Organisationen und Verbände haben sich für die Initiative ausgesprochen. Dazu gehören unter anderem der VCS, Pro Natura, Greenpeace, Biosuisse und die Alpeninitiative.

Und wie argumentieren die Befürworter?

Für die Befürworter ist die Initiative ein Mittel, die ungebremst fortschreitende Zersiedelung zu stoppen und dem verschwenderischen Umgang mit dem Boden einen Riegel zu schieben. In den vergangenen Jahrzehnten seien hunderte Quadratkilometer Kulturland, naturnahe Landschaften und weitere Grünflächen verloren gegangen. In der Schweiz verschwinde pro Sekunde fast ein Quadratmeter Grünfläche.

Die Plafonierung der Bauzonen, die Verdichtung innerhalb dieser Gebiete sowie die strengeren Vorschriften für Bauten ausserhalb der Bauzonen bewahrten die schönen Landschaften der Schweiz und somit auch die hiesige Lebensqualität und sorgten für einen haushälterischen Umgang mit dem Boden. Da heute bereits Baulandreserven von insgesamt 400 Quadratkilometern – einer Fläche grösser als der Kanton Schaffhausen – bestünden, sei weiterhin für genügend Wohn- und Arbeitsraum gesorgt.

Wer ist dagegen?

Leroy Baechtold, Jungfreisinnige ZH, Christine Bulliard-Marbach, Nationalraetin CVP-FR, Diana Gutjahr, Nationalraetin SVP-TG, Fabio Regazzi, Nationalrat CVP-TI und Franz Ruppen, Nationalrat SVP-VS, von links,vom Nein-Kommitee zur Zersiedelungsinitiative aeussern sich an einer Medienkonferenz, am Dienstag, 8. Januar 2018, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Die Gegner: Die Nationalräte Franz Ruppen (SVP), Fabio Regazzi (CVP) und Diana Gutjahr (SVP) sowie Leroy Bächtold von den Jungfreisinnigen (v.l.n.r.). Bild: KEYSTONE

SVP, CVP, BDP und die Jungfreisinnigen haben sich gegen die Initiative ausgesprochen. Die Parolenfassung von FDP und GLP steht noch aus. Von den Organisationen und Verbänden lehnen unter anderem Economiesuisse, der Gewerbeverband, der Bauernverband sowie der Hauseigentümerverband die Zersiedelungsinitiative ab. Auch der Bundesrat und eine Mehrheit des Parlaments haben sich gegen die Initiative ausgesprochen.

Und wie argumentieren die Gegner?

Im Abstimmungsbüchlein bezeichnet der Bundesrat die Zersiedelungsinitiaive als starr, zentralistisch und kontraproduktiv. Die Einfrierung der Bauzonen gehe an den Bedürfnissen von Bevölkerung und Wirtschaft vorbei. Sie schränke den Handlungsspielraum von Kantonen und Gemeinden ein und bestrafe jene, die bisher sorgsam mit ihrem Boden umgegangen seien. Die Initiative lasse regionale Unterschiede ausser acht. Sie beeinträchtige die Entwicklung des Landes und ignoriere, dass bereits griffige Massnahmen gegen die Zersiedelung ergriffen worden sind. Ein bürgerliches Wirtschaftskomitee bezeichnet die Zersiedelungsinitiatve als «radikal, überflüssig und unnütz». Das Komitee wirft den Initianten vor, ein falsches Bild der Realität zu zeichnen. Die Initiative führe zu Stagnation, steigenden Mietpreisen und verletze das Eigentumsrecht.

Das Gegenteil von Zersiedelung: Die Natur erobert ein verlassenes Dorf zurück

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  • Hudi Pfupf 11.01.2019 15:48
    Highlight Highlight Die Initiative ist purer Schwachsinn. Ursache un Wirkung wird nicht einmal im Ansatz kapiert. Sorgt für eine rückläufige Bevölkerung von 0.2% pro Jahr über die nächten 100 Jahre und so braucht nicht 1m^2 mehr zusätzlich überbaut zu werden. Im Gegenteil, wir können uns mit Rückbau beschäftigen. Solange aber pro Jahr 30000 -70000 Tausend netto einwandern, was hat das für Folgen?

    2. Ein Einfamilienhausquartier mit geringer Baudichte ist ökologisch x mal wertvoller in Sachen Biodiversivität als die Fettwiese, die geopfert wird. Wälder und wertvolle Natur zohnt schon lange niemand mehr ein.

  • Bosshard Matthias 11.01.2019 08:21
    Highlight Highlight Ich freue mich schon auf die explodierenden Bodenpreise und steigende Mieten die dann kommen ich muss ja nicht verdichtet Wohnen und mache nur noch mehr Gewinn.
    Wer ein Mieter bleiben will kann es mit dieser Abstimmung bestätigen aber abnehmen wird mit der weiter wachsenden Zuwanderung rein gar nichts
    Werder Miete, Zuwanderung und schon gar nicht der Verkehr. Wer da ja stimmt hat nicht verstanden was die eigentliche Ursache ist die bekämpft werden müsste. Total falscher Ansatz den Mieter teurer bezahlen werden da hilft höher Bauen nichts da steigen die Mieten bei Neubau erst recht.
  • Schneider Alex 10.01.2019 05:48
    Highlight Highlight Zersiedelungsinitiative: Was tun, wenn man weder Zersiedelung noch Verdichtung will? Sich gegen Einzonungen und übermässige Verdichtung auf allen Staatsebenen wehren, masslose Zuwanderung bekämpfen und Flächenverbrauch besteuern.
  • Schneider Alex 10.01.2019 05:47
    Highlight Highlight Wenn die Kompensation einer Einzonung in die Bauzone in der gleichen Gemeinde oder Region erfolgen müsste, könnte man der Initiative ohne Bedenken zustimmen. Kompensationen von Einzonungen in der Agglomeration durch Auszonungen im ländlichen Raum vernichten hingegen wertvollen Grünraum in der auf Erhaltung von Grünraum angewiesenen Agglos. Im peripheren ländlichen Raum besteht eh kein Nachfragedruck. Auszonungen sind dort relativ problemlos durchsetzbar.

    Noch schlimmer sind allerdings die geltenden Rechtsvorschriften. Bei diesen sind gar keine Kompensationen vorgesehen.


  • Thomas Bollinger (1) 09.01.2019 23:22
    Highlight Highlight Für die Artenvielfalt wäre es besser, Landwirtschaftsland zu überbauen. Im Mittelland finden sich in Städten und auf Bahndämmen mehr Arten als auf dem Bauernhof. Andererseits bin ich als Immobilienbesitzer natürlich für die Initiative - so steigt der Wert garantiert. Ich werde trotzdem Nein stimmen, Schmetterlinge sind mir wichtiger.
  • Triple A 09.01.2019 23:10
    Highlight Highlight Endlich ein Konzept! Nur mit dieser Selbstbeschränkung schonen wir den Boden als Ressource! Und sollte die Bevölkerung zunehmen , nehmen auch die Gebäudehöhen zu. Punkt. Damit endet vielleich auch das bünzlige Einfamilienhaus-Ideal - in der realen Welt und in den Köpfen!
  • Edwin Schaltegger 09.01.2019 23:05
    Highlight Highlight Im Grundsatz begrüsse ich diese Initiative. Mich stört aber die schizophrene Haltung der Grünen und SP hinsichtlich der Zuwanderung. In den letzen 10 Jahren wuchs die CH Bevölkerung netto um 70-80'000 Pers./Jahr.
    Dies ist die Hauptursache der "Zubetonierung" des Mittellandes. Die ECOPOP Initiative (von Grünen Parteimitgliedern lanciert!!) wurde von Girod & Co vehement bekämpft. Mit deren Ablehnung verpasste die CH die grosse Chance einer gesunden Bevölkerung-entwicklung und einer intakten Ökologie. Seither betrachte ich die heutigen Exponenten der Grünen um Girod & Co, als "Pseudogrüne".
    • trio 10.01.2019 10:34
      Highlight Highlight Zubetonieren mit der Zuwanderung begründen ist vielleicht nicht ganz falsch, jedoch ganz sicher das falsche Argument um es zu Verhindern. Es ist das übliche umherschieben des schwarzen Peters. So kommt man auf keinen grünen Zweig!
  • RandyRant 09.01.2019 20:44
    Highlight Highlight Die Schweiz hat aufgrund ihrer Topografie relativ (zur Gesamtfläche) wenig Land auf dem Siedlungsgebiet sinnvoll stehen kann. Vom Mittelland etwa 30% - bei den Alpen und dem Jura entsprechend weniger.
    Sehr grosszügig nehmen wir also mal an 30% der Schweiz wären vergleichbar besiedelbar wie die N'lande (dichtbesiedelstes Land Europas* mit 503 Ew/qkm ): 12'600km2
    Bei 8,5 Mio Einwohner in der Schweiz sind es dann 674(!)
    Und jetzt zum Vergleich: Im Jahr 1990 mit noch gerade mal 6,8 Mio waren es bereits 539.
    Natürlich hat dieser Zuwachs überhaupt keinen Umwelteinfluss nur Zersiedelung...
    • RandyRant 09.01.2019 21:01
      Highlight Highlight *abgesehen von Stadtstaaten und dem Insel-Flughafen mit Dörfern und ein paar Hügeln (Malta ;))
    • Geo1 09.01.2019 21:35
      Highlight Highlight Dann lebt in den übrigen 70% also kein Mensch? Tatsache ist, dass seit den 80ern der fürs Wohnen genutzte Boden rund 2.5mal(!) stärker zugenommen hat als die Bevölkerung. Ohne klare raumplanerische Vorgaben würde der Bodenverbrauch auch bei stagnierender Einwohnerzahl zunehmen. Deshalb braucht es ein JA zur ZI!
    • RandyRant 09.01.2019 21:49
      Highlight Highlight Geo: Auch im Mittelland ist nicht die gesamte Fläche besiedelbar (Gewässer, auch das Mittelland ist nicht flach). Dort sind es schon nur 30%..
      Ich habe die 30% vom Mittelland für die GANZE Fläche der Schweiz inkl. Alpen mit den Niederlanden verglichen. Wie gesagt immer noch mehr als grosszügig.
      Die Niederlande haben auf fast derselben Fläche zwar 17 Mio. Einwohner. Aber sogar unser Mittelland ist nicht so flach und besiedelbar wie NL...
  • Troxi 09.01.2019 20:15
    Highlight Highlight Überraschenderweise habe ich noch keine Meinung zu dieser Vorlage. Fakt ist, dass mehreren Kantonen, u.a. LU + AG, drohen verklagungen weil zu viel Bauland eingezont ist. Weiter gab es mal auf Watson einen Artikel, dass Bauland einer Rentnerin ausgezont wurde und diese so ihre Vorsorge verlor. Dadurch wären ja Instrumente bereits vorhanden. Was ich etwas befürchte bei einer Annahme, dass Ortsbilder radikal umgepflügt werden müssen. Ich finde es immer schade wenn alte Bauten modernen Türmen weichen. Aber auch Kulturlandschutz ist wichtig. Schwierig...
    • Geo1 09.01.2019 21:45
      Highlight Highlight Inhaber von ausgezontem Bauland kriegen jeweils eine hübsche Entschädigung. Im Moment haben die Kantone immer noch viele Freiheiten bei der Raumplanung. Manche sind vorbildlich, andere tun nur das Minimum, was nicht ausreicht, um die Zersiedelung zu stoppen. Auf Gemeindeebene sieht es ähnlich aus. Ohne Baulandplafond lässt sich das Problem m. E. nicht in den Griff kriegen, weil dann einfach der Anreiz fehlt. Deshalb werde ich JA stimmen.
  • Badummtsss 09.01.2019 20:09
    Highlight Highlight Langfristig gesehen wird dies einen enormen ökonomischen Schaden anrichten. Man stelle sich vor es wachsen nur noch die Städte durch dichteres Bauen. Die ganze Infrastruktur, welche heute schon an der Grenze ist, müsste umgedacht werden. Zudem bleiben Agglo’s stehen und werden unattraktiv für Bewohner sowie für Arbeitgeber. Die Baubranche wäre da wohl am härtesten betroffen.

    Der Ansatz ist gut, aber zu radikal und nicht zu ende gedacht.
    • Geo1 09.01.2019 21:52
      Highlight Highlight Was denn jetzt? Wenn die ganzen innerstädtischen Infrastrukturen neu gebaut werden müssten, hätten die BauarbeiterInnen doch genug zu tun? Ich sehe eher die Chance zur Entlastung insb. der Verkehrsinfrastrukturen. Wenn mehr Leute in der Nähe ihres Arbeitsplatzes wohnen, sinken die Pendlerströme und wir können uns die sechsspurigen Autobahnen sparen.
    • Badummtsss 09.01.2019 22:11
      Highlight Highlight Damit zwingst du unsere Sprösslinge in dichten Städten zu wohnen. Der Lebensqualität zu gute.
  • Michael Mettler 09.01.2019 19:22
    Highlight Highlight Wir haben nur eine Erde. Die Grünfläche zubetonieren ist und war in diesem Kontext per se nie geplant. Die Kurzsichtigkeit der Menschen hat man in diesem Kontext einfach vergessen.
  • Ramon123 09.01.2019 18:49
    Highlight Highlight Mit der Annahme dieser Initiative würden die Bodenpreise noch mehr steigen und wären kaum mehr bezahlbar.
  • nJuice 09.01.2019 18:09
    Highlight Highlight Es ist gut, dass in dieser Hinsicht etwas gemacht wird und das Ziel der Initiative scheint gut zu sein.
    Andererseits haben die Gegner nicht ganz Unrecht wenn sie sagen, dass die Formulierung doch etwas starr ist und genau jene am meisten bestraft, die bisher ihre Verantwortung wahrgenommen haben.

    Wahrscheinlich wird es von mir dennoch ein Ja geben. Lieber jetzt ein bisschen zu viel unternehmen als zu lange zu warten und dann gar keinen Handlungsspielraum mehr haben.
  • Snowy 09.01.2019 17:54
    Highlight Highlight Ganz klares Ja zu dieser Initiative!

    Das Argument der Gegner, dass Bauland teurer würde, ist bei Leerständen* von bis zu 15% auf dem Land ein einziger Hohn.
    Bis zu einem gewissen Grad geht eine Verteuerung des Baulands auf dem Land sowohl gesellschaftspolitisch als auch wirtschaftlich absolut i.O.

  • Sapientia et Virtus 09.01.2019 17:50
    Highlight Highlight Die Grünen haben massgeblichen Anteil am übermässigen Bevölkerungswachstum, indem sie konsequent jede Beschränkung der Zuwanderung ablehnen. Die Zeche dafür zahlen junge Familien, die sich kein Haus im Grünen mehr leisten können. Wir müssen ja nicht die Naturschutzgebiete zubetonieren, aber wenn die Schweiz für Normalverdienende lebenswert bleiben soll, müssen wir bereit sein, auch weiterhin in massvolle Rahmen Landwirtschaftsland zu überbauen!
    • NocheineMeinung 11.01.2019 10:24
      Highlight Highlight Und was ist denn der massvolle Rahmen?
      Weiterfahren wie bisher?
  • 01vinc09 09.01.2019 17:35
    Highlight Highlight Was noch fehlt ist, das ausdrücklich im Initiativtext steht, dass Kantone Ausnahmen in ihren Gesetzen offen lassen, d.h. wenn das Land tatsächlich gebraucht würde, dann könnte durchaus noch gebaut werden. Genauso wenn es "im öffentlichen Interesse ist". Das ist insofern wichtig als dass sie alles andere als Radikal ist, sie ist klar. Nachhaltiges Bauen steht im Vordergrund, und nicht die Beschränkung des Baulandes. Die Mietpreise könnten zwar tatsächlich steigen, aber nur wenn man weiter flüssig Einfamilienhäuser baut. Grössere Wohngemeinschaften werden durch die Initiative aber gefördert!
    • peterpe 09.01.2019 18:19
      Highlight Highlight Steht das nicht im Argumentarium?
    • 01vinc09 09.01.2019 21:03
      Highlight Highlight @peterpe: Der Erste Teil wenn ich das richtig sehe nicht, ist ja auch egal was steht und was nicht, Hauptsache es wurde gesagt😉 und deshalb ja zur Zersiedelungsinitiative!
  • TheGreenOne 09.01.2019 17:23
    Highlight Highlight Die Zersiedelung verschandelt unsere Landschaft, ist schädlich für den Boden und die Tierwelt und verursacht längere Verkehrswege. Wegen dem "Einfamiliehüüsli" Wahn wird pro Tag Kulturland in der Fläche von 8 Fussbaldfeldern überbaut. So kann es nicht weiter gehen. Ich bin von der Zersiedelungsinitiative überzeugt und werde Ja stimmen!
    • Yummy 09.01.2019 19:46
      Highlight Highlight Wohnst du denn lieber in einem Hühnerstall? Legebatterienstyle?
      Nein danke, lieber mein Einfamilienhaus, der Garten rundum, paar Bäume und der pure Frieden.
  • Yolo 09.01.2019 17:13
    Highlight Highlight Genau die, welche bei Ausländerfragen stets dem Argument Zersiedelung argumentieren, sind die selben welche die Vorlage ablehnen. Genau mein Humor.
  • Wasser99 09.01.2019 17:08
    Highlight Highlight Warum wohl unterstützt ECOPOP die Initiative? Eben, weil es neben der Reduzierung des Bevölkerungswachstums auch ein griffiges Raumplanungsgesetz braucht!
  • Wasser99 09.01.2019 17:07
    Highlight Highlight Das aktuelle Raumplanungsgesetz sieht vor, alle 15 Jahre neues Bauland einzuzonen. Haben Sie schon einmal daran gedacht, wie es um unseren Wald stände, wenn wir alle 15 Jahre mehr abholzen würde als nachwächst? Genau. Es gäbe keinen mehr. Darum hat die Schweiz auch das Waldgesetz eingeführt. Dasselbe Prinzip soll nun auch für den Boden gelten.
  • kärli 09.01.2019 16:54
    Highlight Highlight Warum ist der Bauernverband dagegen?
    • Wasser99 09.01.2019 17:10
      Highlight Highlight Weil die Bauern die grössten Profiteure der Zersiedelung sind: Werden Landwirtschaftsflächen in Bauzonen umgezont, verdienen sie einen Haufen Geld. Man sagt, sie würden "Millionäre über Nacht."
      P.S: Dafür sind BioSuisse und die Kleinbauernvereinigung dafür.
    • Liselote Meier 09.01.2019 17:18
      Highlight Highlight Na warum wohl. Wenn Kulturland in Bauland umgezont wird, kann man ein hübsches Sümmchen Geld verdienen.

      Das ist wohl mit "verletze das Eigentumsrecht" gmeint, sollte eher heissen das Recht auf Spekulation.
    • Mutzli 09.01.2019 17:20
      Highlight Highlight Die Auszonung von Landwirtschaftszonen um es anschliessend als Bauland zu verkaufen, ist äusserst lukrativ.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mäxxx 09.01.2019 16:53
    Highlight Highlight Irgendetwas geht hier meiner Meinung nach nicht ganz auf. Einerseits ziehen linke Parteien darauf ab, dass die Schweiz ihre Grenzen gegenüber Zuwanderern od. Flüchtlingen nicht verschliessen darf und andererseits hat man grosse Angst vor Übersiedlung...
    • Wasser99 09.01.2019 17:11
      Highlight Highlight Warum ist denn deiner Meinung nach ECOPOP dafür?!
    • Mutzli 09.01.2019 17:27
      Highlight Highlight Zersiedelung ≠ Übersiedelung (was auch immer genau das ist). Verdichtetes Bauen statt immer weiteres ausgreifen aufs Land, ist an und für sich aus Sicht des Umweltschutzes eine äusserst gute Sache, ganz egal ob die Population steigt, sinkt, stagniert oder seil hüpft.

      So werden Transport und Pendelwege verkürzt, Infrastruktur optimiert genutzt, Heizkosten eingespart, Lebensräume geschont etc. pp.

      Heisst wohlgemerkt nicht, dass ich mit dieser Initiative einverstanden bin, aber Förderung von verdichtetem Bauen ist eigentlich ein Muss.
    • burtlefer 09.01.2019 17:39
      Highlight Highlight Flodur
      Schuldzuweisung ist immer gut. Solange wir Wirtschaftswachstum befürworten, benötigen wir immer mehr Konsumenten. Es müssen mehr Wohnungen gebaut werden, da braucht es mehr Mieter oder Käufer. Autobranche, mehr Auto braucht mehr Lenker und mehr Strassen usw. Die Tiefsteuerstrategie mit der ausländische Firmen angelockt werden benötigen mehr Personal, die im Ausland rekrutiert werden. Hatte nicht die Schweiz Rekrutierungsbüros für Arbeiter in muslimischen Ländern? Wir haben Bauland für eine Einwohnerzahl ca. 13 Mio. Braucht es wirklich noch mehr, 15, 20 Mio
    Weitere Antworten anzeigen
  • Daniela65 09.01.2019 16:50
    Highlight Highlight Eine sinnvolle Initiative. Es gibt schon heute 400 Hektaren noch nicht überbautes Bauland. Wir sollten dieses besser nutzen anstatt immer mehr und immer mehr Kulturland zu opfern.
    • Alathea 09.01.2019 17:16
      Highlight Highlight Mir ist das zu undifferenziert. Wo ist das Bauland? Was sind die Unterschiede in den Kantonen? Es gibt Kantone mit viel 'freiem' Bauland in kleinen abgelegenen Gemeinden oder z.B. in Skiegebieten in denen Leute mehrere Bauzonem besitzen und z.B. die eigene Aussicht nicht verbauen wollen. Das heisst aber nicht das andere Gemeinden viel freies Bauland haben und was wenn das Bauland Jemandem gehört der nicht bauen kann/will es aber auch nicht verkaufen will? Bebaut wird es dann ja nicht im absehbarer zeit und erzwingen kann man das auch nicht. Teil 1/2
    • Alathea 09.01.2019 17:18
      Highlight Highlight Teil 2/2 Ich finde die Initiative kling gut aber ich muss dem Bundesrat zustimmen sie ist zu zentralistisch gedacht. Man müsste das auf Kantonaler oder sogar auf Gemeinde ebene individuell beurteilen können was mit dieser Initiative micht möglich ist...
    • Madison Pierce 09.01.2019 17:18
      Highlight Highlight Nur ist die Verteilung sehr unterschiedlich. Man müsste das also schweizweit betrachten.

      Bei uns in der Gemeinde ist das Bauland sehr knapp. Das führt dazu, dass

      a.) jeder Fleck im Zentrum überbaut wird: statt einer Grünfläche gibt es nur noch Gebäude mit ein paar Bäumen dazwischen. Ich hätte lieber noch etwas Grünflächen, dafür halt die Hänge etwas mehr bebaut.

      b.) die Immobilienpreise ins Unermessliche steigen: es können sich nicht mehr alle hier Aufgewachsenen Wohneigentum leisten. Die 4.5 Zi-Whg für 1.2 Mio sind dann von Auswärtigen belegt, die sich nicht fürs Dorfleben interessieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Okguet 09.01.2019 16:48
    Highlight Highlight Was auch mal ein Ansatz wäre, der evtl. helfen könnte, Land zu "sparen": Es gibt auf dem Land etliche riesige Bauernhäuser, die jedoch gar nicht mehr als Bauernhof genutzt werden. Also gibt es grosse Räume (Heubühne, Tenne, Stall) die nicht mehr benutzt werden. Durch die Regelung von Bauzonen, Landwirtschaftszonen etc. Ist es jedoch oft illegal, diese so umzubauen, um den vorhandenen Platz in Wohnungen umzuwandeln.
    Ich verstehe nicht, warum man in einem so kleinen Land wie der Schweiz, solchen Raum einfach verschwenden kann...
    • Ziasper 09.01.2019 17:19
      Highlight Highlight Weil dann überall, zerstreut auf dem Land Wohngebäude entstünden, völlig abseits vom bewohnten Gebiet.
    • Okguet 09.01.2019 20:57
      Highlight Highlight Sie entstehen ja nicht, sie existieren schon, es leben schon Leute darin, aber nur auf etwa 1/3 der möglichen Wohnfläche
      Ich würde persönlich lieber diese Ausbauen, als neue EFH in Dorfzentren zu bauen...
  • andrew1 09.01.2019 16:42
    Highlight Highlight Dann muss man halt die ursachen angehen und nicht symptombekämpfung praktizieren und das ist die einwohnerzahl. An den schweizern kanns schon mal nicht liegen wegen der sehr geringen geburtenrate, welche nicht mal vermag die bevölkerung konstant zu halten. Dann bleibt logisch überlegt noch eine ursache: nämmlich die hohe zuwanderung. Also hat man unter den strich die wahl mit beliebig vielen einwohnern und verbote und boxenhaltumg wie bei den hünern oder lebensqualität, freiheit und eine geringere umweltbelastung mit 8 millionen menschen. Das ist im wesentlichen die wahl.
    • Liselote Meier 09.01.2019 17:07
      Highlight Highlight Nur logisch wenn man die ökonomische Sphäre komplett aussen vor lässt. Ohne quantitatives Wachstum fliegt das ganze Kartenhaus zusammen. Das gegenwärtige System braucht Wachstum sonst funktioniert es nicht. Dies ist die Ursache.

      Wer von der Akkumulation des
      Kapitals nicht reden will, soll zum
      Wachstum schweigen.
    • Wasser99 09.01.2019 17:12
      Highlight Highlight Warum ist denn deiner Meinung nach ECOPOP Partnerorganisation der Zersiedelungsinitiative?
    • andrew1 09.01.2019 17:16
      Highlight Highlight Man kann das bip auch steigern in dem das bip pro kopf zunimmt statt das es mehr köpfe hat die möglicherweise keine stelle mehr finden weil es zu viele arbeitskräfte hat. Und das erreicht man mit forschung, bildung und einem relativ liberalen arbeitsmartk. Wenn pro jahr 50000 neue kommen und dafür 25000 arbeitslos werden ist das wohl eher negstiv für die wirtschaft. Richtig brenzlig wird es erst wenn es so läuft wie z.b in bulgarien: die jungen, studierten fachkräfte wandern ins ausland ab.
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  • Chesus80 09.01.2019 16:25
    Highlight Highlight Im Gegenzug muss es aber in städtischen Gebieten erlaubt sein massiv in die Höhe zu bauen. Ansonsten wird der bereits knappe Wohnraum noch teurer. Jedoch wird das kaum Mehrheiten finden...
    • Alnothur 09.01.2019 16:41
      Highlight Highlight Dem werden sich ausgerechnet die Grünen und die SP, also die Initianten, vehement entgegenstellen.
    • Daniela65 09.01.2019 16:52
      Highlight Highlight Sogar die UBS hat letztes Jahr in ihrer Analyse gezeigt, dass kein Anstieg der Preise aufgrund von knappem Wohnraum zu erwarten ist. Es hat schon heute genug ungenutztes Potenzial.
    • Wasser99 09.01.2019 17:15
      Highlight Highlight Das soll ja genau mit der Zersiedelungsinitiaitve geschehen: Aufstocken soll ermöglicht werden (S. Absatz 7).
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