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Rauchpetarden waehrend eines Protestes gegen das WEF wahrend einer NoWEF Veranstaltung, am Samstag, 14. Januar 2017, in Bern. Das WEF findet vom 17. bis 20. Januar in Davos statt. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Rauchpetarden in Bern. Bild: KEYSTONE

Unbewilligte Demo in Bern: Mit Rauchbomben und Transparenten gegen das WEF

In der Berner Innenstadt haben am Samstagnachmittag zwischen zwei- und dreihundert Personen gegen das diesjährige Weltwirtschaftsforum in Davos protestiert. Die unbewilligte Kundgebung verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle.



Für die Kundgebung mobilisiert haben vornehmlich Gruppierungen aus den links-autonomen Lager. Am Samstagnachmittag versammelten sich die teilweise vermummten Kundgebungsteilnehmer beim Berner Käfigturm und zogen dann mit bunten, stinkenden Rauchbomben und Transparenten, begleitet von lauten Sprechchören und Knallpetarden durch die Innenstadt.

Menschen protestieren gegen das WEF wahrend einer NoWEF Veranstaltung, am Samstag, 14. Januar 2017, in Bern. Das WEF findet vom 17. bis 20. Januar in Davos statt. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Die Demonstranten in der Berner Innenstadt. Bild: KEYSTONE

Sie kritisieren das Word Economic Forum (WEF) im Internet als «Zelebrierung der angeblich unendlichen Möglichkeiten des Kapitalismus». Das kapitalistische System, das in Davos «abgefeiert wird», produziere aber nur Krisen und Unterdrückung.

Ein System, das auf unbegrenztes Wachstum setze, ziehe seinen Erfolg aus Ungleichheit und Konkurrenz. Doch die Logik des Profits kenne keine Moral und mache weder Halt vor Menschen noch Umwelt, heisst es in einem vor Ort verteilten Flyer der Veranstalter.

Wasserwerfer postiert

Die Polizei hielt sich weitgehend im Hintergrund. Einzig an neuralgischen Stellen waren Polizeieinheiten in Vollmontur zu sehen. Namentlich der Bundesplatz war abgeriegelt. Dort waren vergitterte Wagen und Wasserwerfer postiert.

Polizeipraesenz waehrend eines Protestes gegen das WEF wahrend einer NoWEF Veranstaltung, am Samstag, 14. Januar 2017, in Bern. Das WEF findet vom 17. bis 20. Januar in Davos statt. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Die Polizei hielt, schwer ausgerüstet zwar, im Hintergrund. Bild: KEYSTONE

Der Kundgebungszug zog durch die Innenstadt und kehrte auf Höhe Rathaus wieder um. Vom Bahnhof aus gingen die Demonstranten zur Schützenmatte, wo sich der Zug gegen 15 Uhr auflöste.

Zum 47. Weltwirtschaftsforum vom 17. bis 20 Januar werden in Davos führende Vertreter aus Weltwirtschaft und Politik erwartet. (sda)

Menschen protestieren gegen das WEF wahrend einer NoWEF Veranstaltung, am Samstag, 14. Januar 2017, in Bern. Das WEF findet vom 17. bis 20. Januar in Davos statt. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Bild: KEYSTONE

Menschen und Höhepunkte am WEF 2016

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    Alle Leser-Kommentare
  • Capslock 15.01.2017 09:53
    Highlight Highlight All die Demos egal gegen oder für etwas, ist vergeudete Energie, Energie welche besser in konstruktive und umsetzbare Vorschläge eingesetzt würden. Nur fehlt in den meisten Fällen den Demonstranten der dazu nötige geistige Hintergrund.
  • seventhinkingsteps 15.01.2017 00:02
    Highlight Highlight "Das kapitalistische System, das in Davos «abgefeiert wird», produziere aber nur Krisen und Unterdrückung.

    Ein System, das auf unbegrenztes Wachstum setze, ziehe seinen Erfolg aus Ungleichheit und Konkurrenz. Doch die Logik des Profits kenne keine Moral und mache weder Halt vor Menschen noch Umwelt, heisst es in einem vor Ort verteilten Flyer der Veranstalter."

    Würde ich so unterschreiben.
  • Spooky 14.01.2017 23:47
    Highlight Highlight Macht ist Macht. Macht ist erst dann nicht mehr Macht, wenn man sie entmachtet hat. Und bis jetzt hat man die Macht noch nicht entmachtet (siehe WEF).
  • Raphfa 14.01.2017 19:51
    Highlight Highlight Da lohnt es sich nicht zu demonstrieren. Beim WEF trifft sich höchstens die dritte Garde. Also eine Art Servelatprominenz unseres Comedy Planeten.

    Das wir das mit unseren Steuergeldern mitfinanzieren, finde ich allerdings höchst bedenklich.
    • atomschlaf 14.01.2017 22:23
      Highlight Highlight @Raphfa: Das wir das WEF mit Steuergeldern mitfinanzieren ist ärgerlich, aber letztlich viel zu unbedeutend, um dafür auf die Strasse zu gehen. Da gäbe es jede Menge bedeutendere Missstände, gegen die es sich eher zu kämpfen lohnte.
  • Froggr 14.01.2017 19:38
    Highlight Highlight Gehe wie jedes Jahr auch dieses wieder ans WEF. Ist echt spannend und toll. Könnten manche etwas lernen davon. Sind ja immerhin die mächtigsten Menschen dort.
    • seventhinkingsteps 14.01.2017 23:58
      Highlight Highlight Ist dir mal in den Sinn gekommen die Macht dieser Menschen kritisch zu hinterfragen?
    • Froggr 15.01.2017 09:46
      Highlight Highlight Glaub mir. Wenn wir in den heutigen Bildungsanstalten etwas lernen, dann ist es kritisch zu hinterfragen. Wenn ich dies bei besagten Personen aber tue, dann fällt mir nichts aussergewöhnliches auf, ausser dass sie viel Geld haben, eine gute Bildung durchlaufen haben und das Leben lang vollgas gegeben haben.
  • http://bit.ly/2mQDTjX 14.01.2017 18:26
    Highlight Highlight Beim WEF laufen solche Resistance-Grüppchen unter dem Sammelbegriff "profound social instability".

    http://www3.weforum.org/docs/GRR17_Report_web.pdf

    Die aktuelle WEF-Umfrage (Global Risks Perception
    Survey) stellt zwar ein zunehmendes (gefühltes) Versagen staatlicher Organe fest, aber gleichzeitig auch ein (gefühltes) Verschwinden der Resistance in die Bedeutungslosigkeit:

    "The survey recorded an increase in the perceived impact of “failure of national governance” but, perhaps surprisingly, “profound social instability” dropped
    in the rankings for both perceived likelihood and impact."
    • atomschlaf 14.01.2017 19:38
      Highlight Highlight @Lorent Patron: Naja, "profound social instability" wäre schon noch ein bisschen ein anderes Kaliber als ein paar hundert Linksextreme, die unbewilligt durch Bern marschieren.

      Der Vollständigkeit halber noch die Definition aus dem WEF-Bericht: "Major social movements or protests (e.g. street riots, social unrest, etc.) that disrupt political or social stability, negatively impacting populations and economic activity."

      Ist letztlich auch nicht erstaunlich, da es noch nie so vielen Menschen wirtschaftlich so gut ging.
    • Froggr 14.01.2017 19:43
      Highlight Highlight Wenn einige wenige demonstrieren ist es an bedeutungslosigkeit kaum zu überbieten. Vorallem wenn die betroffenen Personen wegen jedem Mist demonstrieren, dann werden sie mit der Zeit halt nicht mehr beachtet.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 14.01.2017 22:58
      Highlight Highlight Stimmt, atomschlaf", es wäre ein anderes Kaliber. Insofern scheint mir die Wahrnehmung der "global decision-makers" nicht von der Realität abzuweichen. Das berner WEF-Demöli ist ein gutes Beispiel.

      Das WEF spekulierte auch über Gründe, meint allerdings: Würde man sich auf darunterliegende Trends fokussieren, zeige sich ein anderes Bild:

      "By placing polarization and intensifying national sentiment among, respondents have highlighted patterns that are likely to continue to amplify a range of social and political risks."

      Sie fürchten die rechts-nationalen Populisten mehr als linke WEF-Gegner.
  • N. Y. P. D. 14.01.2017 18:14
    Highlight Highlight Finde es gut, wie die Polizei zurückhaltend war. Ansonsten war da vieles, das ich unterschreiben würde.

    Das WEF dient den Mächtigen dazu, Kontakte zu knüpfen. Auf keinen Fall dient das WEF dazu, die Welt sozialer und somit gerechter zu machen. Ab und zu sind als Feigenblätter Stars wie Angelina Jolie zu Gast, um wenigstens den Anschein zu wahren..
  • Friction 14.01.2017 18:14
    Highlight Highlight Endlich wieder einmalein Zeichen gegen das WEF. Ich hoffe, es gibt wieder einmal eine bewilligte Kundgebung, dann bin auch ich dabei.
  • atomschlaf 14.01.2017 17:57
    Highlight Highlight Wozu noch eine Bewilligung einholen, wenn das rot-grüne Bern auch unbewilligte Demos toleriert?
    Entweder wir schaffen die Bewilligungspflicht ab oder der Staat setzt das geltende Recht durch und erstickt solche Veranstaltungen im Keim.

    Stellt Euch mal vor was los wäre, wenn eine Bande Neonazis unbewilligt durch Bern ziehen würde. 😱
    • Watson - die Weltwoche der SP 14.01.2017 18:16
      Highlight Highlight http://www.20min.ch/schweiz/news/story/15271802
      Wird eben mit zwei verschiedenen Ellen gemessen in Bundesbern.
    • seventhinkingsteps 15.01.2017 00:00
      Highlight Highlight Weil Faschismus ja gleich schlimm ist wie Anti-Kapitalismus gell?

      Nach dem Motto "Linke zünden Autos an, Rechte Ausländer. Ersteres ist viel Schlimmer, denn Ausländer besitze ich keine"
  • ma vaff... 14.01.2017 17:52
    Highlight Highlight 🙌🏼👌🏼
    • ma vaff... 15.01.2017 00:54
      Highlight Highlight ⚡️🙏🏼
  • Thinktank 14.01.2017 17:51
    Highlight Highlight Ich schmeiss mich weg. Linke in Burkas und zu faul sich ein Ticket ins Bündnerland zu kaufen. Naja eigentlich logisch dass die Polizei in Bern nicht eingreift. Bei der Pnos wird das sicher anders.
    • Sapere Aude 14.01.2017 18:39
      Highlight Highlight Natürlich kaufen sich diese Proleten kein Ticket fürs Bündnerland. Einerseits sind diese nicht wetterfest, andererseits heisst es in der Regeln Endstation in Landquart.
    • TanookiStormtrooper 14.01.2017 19:48
      Highlight Highlight Dann versuch mal während des WEF ins Militärisch abgeriegelte Davos zu kommen. Leider darf man dort nicht Demonstrieren wo es stattfindet aus "Sicherheitsgründen", auch nicht wirklich einer Demokratie würdig.
    • Sapere Aude 15.01.2017 13:54
      Highlight Highlight @Tanooki, dass stimmt so nicht. Auch dieses Jahr finden bewilligte Kundgebungen und Demonstrationen in Davos statt. Das Bewilligungsverfahren ist eifach streng und das Intersse vor Ort zu demonstrieren hat stark abgenommen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Watson - die Weltwoche der SP 14.01.2017 16:50
    Highlight Highlight Alles halb so schlimm bei den Linken
    • Datsyuk * 14.01.2017 17:06
      Highlight Highlight Was hast du gegen Demonstrationen? Und was denkst du übers WEF?
    • Aged 14.01.2017 17:33
      Highlight Highlight Immerhin ein paar die offen wehren. Der Rest schaut bloss zu (ich inkl.) und hat sehr schlechte Gefühle betreffs WEF.
    • Antwoord 14.01.2017 17:50
      Highlight Highlight @roterriese
      Einfach mal ausblenden, dass die einen gegen ein System der Ungerechtigkeit demonstrieren und die anderen gegen andere Menschen.
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Kommentar

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