Schweiz
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screenshot: srf

Funiciello und der Pragmatiker – in der Schulden-«Arena» wollen (fast) alle streiten

Nach fast zwei Monaten Burgfrieden dürfen sich die Politikerinnen und Politiker wieder uneinig sein. In der «Arena» wurde leidenschaftlich debattiert – nur einer wollte sich nicht streiten und mimte brav den Pragmatiker.



Endlich, die Politikerinnen und Politiker tun wieder das, was sie am besten können und wobei wir ihnen so gerne zuschauen: Sie streiten sich wieder! Nachdem sie in den vergangenen Wochen stets Einigkeit demonstrierten, immerfort ihr Vertrauen in die Bundesräte bestätigten und kaum Kritik an deren Entscheide äusserten, fahren sie jetzt wieder die Krallen aus. Nach fast zwei Monaten Corona-Notstand ist der Burgfrieden vorbei.

Das war bereits während der Sondersession diese Woche in der Berner Messehalle spürbar. Es wurde leidenschaftlich debattiert, hitzig gezankt und im Eilverfahren die wichtigsten Geschäfte, die in den vergangenen Wochen liegengeblieben waren, verabschiedet. Das Kreditpaket des Bundesrates wurde gutgeheissen und teilweise ausgebaut. Bis zur ordentlichen Session im Sommer müssen sich die Politikerinnen und Politiker weitere zwei Monate gedulden.

Doch nun sind die Diskussionen lanciert. Und zurück hält sich jetzt niemand mehr. Das bekam auch SRF-Moderator Sandro Brotz in seiner «Arena» zu spüren. Mehrmals musste er seine Gäste abklemmen, sie mit ausgebreiteten Armen zur Ruhe auffordern. Das war wohl auch dem Thema seiner Sendung geschuldet. Denn worüber streitet es sich am besten? Über Geld natürlich. «Rasselt die Schweiz von der Corona- in eine Schuldenkrise?», wollte Brotz wissen und erhitzte mit dieser Frage die Gemüter der Nationalräte Thomas Aeschi (SVP), Tamara Funiciello (SP), Daniela Schneeberger (FDP) und Marco Romano (CVP). Von zuhause in die Sendung zugeschaltet waren die Nationalräte Balthasar Glättli (Grüne) und Kathrin Bertschy (GLP).

64 Milliarden Franken stellt der Bund bereit, um die Folgen der Coronakrise auf die Wirtschaft abzufedern – fast so viel Geld wie in einem ganzen Jahr für den Bundeshaushalt. Davon fliessen

Woher dieses Geld kommen soll, davon hat SP-Nationalrätin Funiciello klare Vorstellungen: über die Steuern der Reichsten. «Die zehn reichsten Menschen in diesem Land besitzen 221 Milliarden Franken.» Man müsse das Geld dort holen, wo es ist.

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Eine Aussage, bei der SVP-Mann Aeschi sichtlich unwohl wird. Ganz und gar nicht einverstanden sei er mit Ratskollegin. Ob sie denn nicht wisse, dass diese Leute schon jetzt sehr viel Steuern bezahlen, in die Schweizer AHV-Kassen einzahlen, an die Einkommens- und Vermögenssteuern abliefern. «Sie können diese Leute doch nicht noch mehr melken!»

Wenn zwei sich streiten, freut sich bekanntlich der Dritte. Mit selbstsicherem Lächeln erklärt CVP-Nationalrat Marco Romano, dass die Schweiz jetzt solche Diskussionen nicht brauche. «Diese letzten zwei Minuten, das war absurd. Das sind ideologische Polarisierungen, die keine Lösungen anbieten.» Die Schweiz könne sich die Ausgaben leisten, man habe in den letzten Jahren gespart. Zudem handle es sich bei dem meisten Geld um Kredite, die irgendwann wieder zurückbezahlt werden. Er habe Vertrauen in die Unternehmen und in die Schweizer Wirtschaft und ist sich sicher, dass sie in den kommenden Jahren wieder Wachstum generieren können.

Auch bei dem Streit um die Mieten inszeniert sich Romano als grosser Pragmatiker. Der National- und Ständerat wurde sich während der Sondersession diese Woche nicht einig, inwiefern den Corona-geschädigten Betrieben Mietrabatte gewährt werden solle. Der Entscheid in dieser Frage wurde vertagt – was Romano aber nicht weiter beunruhigt. Es brauche eine gemässigte Lösung, da könne jetzt nicht von links und rechts gezogen werden.

«Richtig sauer» macht das Grünen-Nationalrat Balthasar Glättli. Aus dem Home-Office zugeschaltet, enerviert er sich darüber, dass sich Romano mit seiner CVP jetzt als Mitteparteiler aufspiele, der die Schweiz zusammenhalte. Dabei sei es gerade die CVP gewesen, die bei der entscheidenden Abstimmung am Mittwoch geschlossen gegen einen pragmatischen Vorschlag gestimmt habe. «Sie haben es versiecht. Sie hatten es in der Hand, einem Kompromiss zuzustimmen.»

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Dass Glättlis Votum im Studio für ein Schmunzeln sorgt, ist nicht etwa seiner Aussage geschuldet, sondern dem unfreiwilligen Auftritt seiner kleinen Tochter. Während sich Glättli über Romano echauffiert, trottet das Mädchen mit einem Schnuller im Mund lustig hinter ihren Papa, bevor es von einer herangebrausten Min Li Marti aus dem Blickfeld gezogen werden kann.

Ob bei den Mieten, den Dividendenauszahlungen für Aktionäre, bei der Öffnung der Grenzen oder den Krediten für die Luftfahrt: Die vier Studiogäste sind sich bei allen angeschnittenen Themen uneinig und lassen keine Gelegenheit aus, mit ihren Statements für das eigene Parteiprogramm zu werben. FDP-Nationalrätin Schneeberger plädiert bei den Mietreduktionen auf die Eigenverantwortung der Hauseigentümer. Aeschi will verhindern, dass mit der Wiederherstellung der Personenfreizügigkeit ausländische Arbeitskräfte in die Schweiz strömen. Glättli will die Kredite für die Luftfahrt an Klimaverbindliche Auflagen knüpfen.

Grantig wird Funiciello, als Moderator Brotz sie fragt, ob es nicht etwas billig sei, jetzt auf der feministischen Klaviatur herumzuklimpern, um aufzuzeigen, wer am meisten von der Krise betroffen ist. «Schauen Sie mal, wer im Billiglohnsektor arbeitet. Es sind Frauen. Wer jetzt häufig den Job verliert. Es sind Frauen.» Dass jetzt gesagt werde, alle sässen im selben Boot und seien gleichermassen von der Krise betroffen, sei ein Märchen, findet Funiciello. Der Sturm fege zwar über alle, das stimme. «Aber es gibt Leute, die in Luxusjachten und andere, die in Gummibooten sitzen. Und es geht nicht darum, dass wir jetzt einzelne wegstossen und ertrinken lassen.»

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So emotional das Bild von Funiciello auch ist, bei Romano stösst sie damit auf taube Ohren. Erneut mimt der CVPler den besonnenen Mittepolitiker. Vielleicht gebe es einzelne Probleme, die man anschauen müsse. Aber alles in allem mache es die Schweiz gut. Es gibt kein Schweizer, der im Moment in einem anderen Land sein möchte. An Funiciello gerichtet fragt er: «Wo geht es den Leuten besser in dieser Krise? Macht es Italien besser? Schweden? Die USA

Bevor sich Funiciello und Romano weiter in die Haare geraten, greift Moderator Brotz ein und klemmt den Schlagabtausch ab – ausgerechnet jetzt, wo die Politiker so richtig warm sind und die Debatte an Fahrt gewinnt. Es besteht Diskussionsbedarf. Bei fast allem, das die Coronakrise tangiert. Auf Funiciello, Glättli, Aeschi, Romano und Co. warten lange, hitzige Gespräche – auch ausserhalb des Fernsehstudios. Denn eine Stunde «Arena» ersetzt nun mal die zweimonatige Parlaments-Pause nicht.

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143Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • marciboy 10.05.2020 16:03
    Highlight Highlight Viel Goodwill würden die National - und Ständeräte holen, wenn sie für ein paar Tage die Spargelernte unterstützen würden auf dem Feld!
  • Lowend 09.05.2020 13:09
    Highlight Highlight Die Position der SVP-FDP Fraktion:

    Die Vertreter der Konzerne und Wohlhabenden werden alles tun, dass ihre Geldgeber sich nicht an den Kosten beteiligen müssen.

    Die Arbeiter und Angestellten müssen einfach wieder ein wenig mehr und vor allem billiger arbeiten, damit der Rubel rollt und dann werden sich die Milliardenschulden wie durch ein Wunder über die Jahre in Luft auflösen.

    Wo kämen wir überhaupt hin, wenn plötzlich die Reichen etwas für die Allgemeinheit leisten müssten? Das sind sie sich bei uns gar nicht gewohnt und darum können sie sowas auch gar nicht.

    Wir haben geschlossen.
    • Telomerase 09.05.2020 22:36
      Highlight Highlight Die Position von Lowend:

      Geld lässt sich einfach verteilen, solangs nicht meins ist.
    • Bildung & Aufklärung 10.05.2020 00:25
      Highlight Highlight Telomerase - warum nicht seins/ihres? Er/sie bezahlt genau so Steuern wie alle anderen auch.

      Schön polemisch-populistisch mit einem unsachlichen, unwahren Einwand abwatschen um sein gesamtes Posting, welches faktisch nun mal korrekt ist, auf einen Schlag zu diskreditieren.

      Übrigens eine sehr beliebte Masche der Reichen und Rechten. Den Staat kaputtsparen, ja nichts für die Allgmeinheit tun. Immer mit dem Einwand: "Ist ja nicht euere Geld, das ihr da verteilen wollt!"

      Soooo billig.

      Dass die Mehrheit hier Lowends Votum auch noch ablehnt? Lächerlichst. Schön ins eigene Knie schiessen.
    • Lowend 10.05.2020 03:38
      Highlight Highlight Genau das machen Nationalbanken, Chromosomenreparierenzym.

      Die drucken es sogar selber und verteilen es dann unter Wert, damit die Zocker an der Börse weiter zocken und wenn das nicht reicht, dann kaufen sie den Zockern sogar noch ihre Aktien und Anleihen ab. Ist echt kein Witz, dass ist bittere Realität!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mirio007 09.05.2020 12:58
    Highlight Highlight Das Argument dass Kurzarbeit nur den Arbeitnehmern dient ist faul. Die Mitarbeitenden auf "standby" zu halten ist sehr Wertvoll, diese raus zu schmeissen und dann ähnliche produktivität einzustellen, sobald nötig, ist realitätsfremd.
  • TZL 09.05.2020 12:09
    Highlight Highlight Den Pol Parteien merkt man an, dass sie unter ihrer Systemirrelevanz gelitten haben. Von Grün, SP und SVP hört man wieder nur: Wir fordern, wir fordern, wir fordern...
    • Bildung & Aufklärung 10.05.2020 00:28
      Highlight Highlight Genau, dass die "Pol-Parteien" (dümmliches, längst empirisch widerlegtes Hufeisen-Theorem) wie die Linke etwas fordert, findest du ganz schlimm.

      Als sie jedoch Menschenrechte, keinen 15h Tag in der Fabrik, Ferien für dich, gerechte Entlöhnung usw. forderten, dann war es nur recht.

      Geht doch zurück dahin, wies im 18/19. Jhd. war. Da hattet ihr noch keine phösen Linken welche solche nervigen, geschäftsschädigenden Dinge wie Gerechtigkeit forderten.
  • Ram66 09.05.2020 11:24
    Highlight Highlight Corona geht vielleicht wieder mal vorbei oder wir können uns impfen. Aber die sinnfreien politischen Diskussionen und ihre steuerbesoldeten Funktionärinnen und Funktionäre..? Es soll ja Shirts mit Köpfen der Politelite geben. Ich bleibe bei Globimotiven!
  • BlickvonAussen 09.05.2020 11:14
    Highlight Highlight Herrlich ein Teil der Reaktionen auf die Aussagen von Funiciello.
    Gestern ein Lara Croft Film 2-3 Minuten angeschaut, aber dafür die richtige Szene: "yxzjdk das ist das Konto der Bank in Bern. Vor zwei Wochen James Bond: Wir haben 10 Millionen auf ihre Schweizer Bank überwiesen. Die Schweizer Söldner bei der franz. Revolution: Vive le roi .
    Was werden die Eidgenossen tun, wenn die Reichen und mächtigen aussterben? Vom welchen Speck wollen Sie dann satt werden? An den Knochen der anderen werden sie nicht satt werden. Aeschi: wichtig, dass man nicht noch mehr Leute in die Schweiz hole .
    • Bartli, grad am moscht holä.. 09.05.2020 13:11
      Highlight Highlight Nur weil sich hollywood dem alten klischee bedient, heisst es nicht, dass es wahr ist. Da gibts einige bessere steuerparadiese und schwarzkontenländer... und das sogar in europa. Aber pscht, das darf keiner wissen, sonst können uns andere länder nicht mehr erpressen.
    • BlickvonAussen 09.05.2020 15:17
      Highlight Highlight @Bartli, grad am moscht holä..

      "Da gibts einige bessere steuerparadiese und schwarzkontenländer... und das sogar in europa"

      Das ist das einzige, was ich voll unterschreibe.

      Das Hollywood-Klischee ist Realität. Es geht nicht darum das Bankgeheimnis oder den Finanzplatz Schweiz zu bekämpfen. Es geht darum ihn vor Missbrauch zu schützen und seine Existenz zu festigen. Geht das mit Beihilfe zu Betrug?

      Über die unzerbrechliche Freundschaft der offiziellen Schweiz zu fremden Vögten können Sie am Löwendenkmal in Luzern betrachten. Kennen Sie die Hintergrundgeschichte dieses Denkmals?
    • Rabbi Jussuf 09.05.2020 16:25
      Highlight Highlight Bankgeheimnis? Was ist das?
      Habe mal davon gehört, dass so etwas in der Schweiz existiert haben soll. Muss aber schon fast so lange her sein wie die Geschichte mit den fremden Vögten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • einmalquer 09.05.2020 10:58
    Highlight Highlight Brotz Frage war, gaube ich, wie man die Schulden zurück zahlen soll.

    Funiciello wolle das Geld bei dem Dutzend Reichsten holen.

    Die anderen bekämpften diesen Vorschlag, ohne auf ihren Vorschlag direkt zu antworten und ohne Vorschag, wer nun wirklich bezahlen soll.

    Ebenso nicht thematisiert wurde die Frage:
    Beim wem hat der Bund nun Schulden, von wem hat er das Geld erhalten und an wen muss er es zurück zahlen?
    • Hierundjetzt 09.05.2020 11:20
      Highlight Highlight Du hast selbst ein Vermögen von 500‘000 (PK nicht vergessen, gäll) und verdienst 90‘000.- / Jahr. Also, kann ichs bei Dir holen?

      (Lohnmedian ist 6‘500- )

      Geld: Von den Bilderbergern, Hochfinanz (was auch immer das ist) oder uns Steuerzahler. Je nach Bildungsstatus kann die Antwort anders ausfallen
    • einmalquer 09.05.2020 11:35
      Highlight Highlight Von welchen Reichen Funiciello redete, ist im Watson-Text erwähnt.

      Der Bildungsstatus ist in diesem Zusammenhang nicht gefragt.

      Falls der Kommentar eine Antwort gewesen sein sollte....ich sehe keine
    • PeteZahad 09.05.2020 12:37
      Highlight Highlight Erstens: Die Schweiz hat Reserven
      Zweitens: Der grösste Teil ist in Form von Bürgschaften für Kredite erfolgt - also kein Geld geflossen.
      Das heisst erst wenn diese Reserven aufgebraucht sind und ein grosser Teil der Kredite, für welche gebürgt wurde, nicht zurückbezahlt wurden, stellt sich diese Frage. Dann kann man darüber sachlich diskutieren, dass heisst aber auch ohne diese "holts bei den Reichen" Polemik.
      Wenn man z.B. 1% des Einkommens hierfür besteuert triffts die Reichen in absoluten Zahlen auch mehr.
    Weitere Antworten anzeigen
  • versy 09.05.2020 10:53
    Highlight Highlight Man sollte auch nicht Funiciello und Aeschi in eine Diskussion einladen bei der am Schluss sinnvolle und pragmatische Resultate erwartet werden... Die schreien beide einfach irgendwelche Dantasieparolen, die man beim besten Willen nicht Mehrheitsfähig umsetzen kann.
    • Bildung & Aufklärung 10.05.2020 00:35
      Highlight Highlight Funiciello ist im Gegensatz zum Aeschi intelligent und setzt sich für Gerechttigkeit ein, während er für seine steinreichen Lobbys weibelt und Egoismus das selbsterklärte Ziel ist.

      Schön setzt du einfach mal beide gleich. Nix verstanden.

      Warum man die wenigen Stinkreichen, welche ja massenhaft von der Allgemeinheit profitieren (selbst wurden sie ja nicht so reich, das funktioniert nur dank der anderen und dem System) nicht ein bisschen mehr besteuern kann, so dass halt nur noch 4 statt 5 Villen drinliegen und warum das keine Mehrheit findet, ja, das ist eines der grossen Geheimnisse.
  • Saskia Müller 09.05.2020 10:39
    Highlight Highlight Was mich am meisten stört , dass wir immer mehr deutsche Verhältnisse in der CH bekommen. Diese Sendung zeigt wieder, wie arbeitsscheu Politiker durch alle Parteien sind. Funicello verdient mit einem 30% Pensum soviel wie ein Sek-Lehrer mit 100% . Wie die meisten Ex-Jusos erreichen sie ihre Erwerbstätigkeit mit ca. 40 Jahren. Ewiges Studium, keine Leistungsnachweise, dogmatisches Gerede und natürlich weit weg von der Privatwirtschaft, weil man dort knallhart arbeiten muss.
    • De-Saint-Ex 09.05.2020 11:03
      Highlight Highlight Wie niedlich... und all jene, die in VR unterwegs sind und in erster Linie die Interessen ihrer wahren Brötchengeber vertreten? Das ist dann besser? Und genau da würde ich mir etwas mehr „Deutschland“ wünschen...
    • dan2016 09.05.2020 11:19
      Highlight Highlight Wasserfällen ex Juso?
    • äti 09.05.2020 11:42
      Highlight Highlight Sasika. Wer ist deine Privatwirtschaft und wer genau arbeitet dort knallhart?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Linus Luchs 09.05.2020 10:37
    Highlight Highlight In der Schweiz gibt es unzählige Kanzleien, wo Juristen und Steuerberater reiche und reichste Privatpersonen und Unternehmen dabei unterstützen, ihr Geld der Besteuerung zu entziehen. Steuerflucht ist in der Schweiz ein grosses Business, und Finanzminister Maurer kann in einem Zeitungsinterview Verständnis für die "Steueroptimierung" äussern, ohne dass das für ihn Konsequenzen hätte.

    Tamara Funiciello hat recht. Das Geld wäre vorhanden. Aber die eingespielten Seilschaften unter den Reichen werden wie immer dafür sorgen, dass die Kosten diejenigen tragen, die bereits ausgequetscht werden.
    • Bildung & Aufklärung 10.05.2020 00:41
      Highlight Highlight Und der kleine Bürger höselet lieber den Reichen nach, stellt sich schützend vor sie und teilt gegen die Sozialen aus, welche 100x mehr für sie machen würden.

      Derweil baden die Reichen im Geld, schauen, dass alles möglichst in ihrem egoistischen Gusto läuft und die kleinen Bürger nicken und stellen sich noch schützend vor sie.

      Das ist an Komik kaum zu überbieten. Zum Glück haben die Reichen so viele Geldscheine, denn die braucht man, um all die Lachtränen überhaupt trocknen zu können.
  • iPlan 09.05.2020 10:33
    Highlight Highlight Frau Funiciello ist populistisch mit ihrem Feindbild die Reichen, wenn man erfolgreiche Menschen zu fest mit Steuern bestraft wird es keine Leistungsbereiten mehr geben. Besser wäre eine Sondersteuer von 1000Fr pro Kopf und Jahr oder eine Corona-Erbschaftssteuer.
    • ThePower 09.05.2020 10:53
      Highlight Highlight Ach ja, das Märchen von der Leistungsgesellschaft..
      Play Icon
    • Pisti 09.05.2020 12:55
      Highlight Highlight 1‘000.- Sondersteuer kommt sicher gut an bei der Bevölkerung, in Zeiten wo viele den Gürtel enger schnallen müssen.
      Dazu wären die Einnahmen mehr als bescheiden.
      Der Bund muss jetzt sparen und keine unnötigen Ausgaben tätigen, wie Entwicklungshilfe, im Asylwesen, Beiträge an EU und UNO etc.
      Das wäre der richtige Weg und nicht die Wirtschaft und die Bürger noch mehr belasten.
    • Bartli, grad am moscht holä.. 09.05.2020 13:18
      Highlight Highlight Darum muss der bund ja azyklisch wirtschaften. In guten zeiten zurücklegen und zb jetzt investieren..
    Weitere Antworten anzeigen
  • PrivatePyle 09.05.2020 10:24
    Highlight Highlight "Aber es gibt Leute, die in Luxusjachten und andere, die in Gummibooten sitzen."

    Genau das nervt mich so gewaltig am Linkspopulismus. Für diese Ideologen existieren nur zwei Gruppen von Leuten. Die reichen "Geissens" und die veramte Putzfrau, die kaun über die Runden kommt.
    Was bringt es denn Vermögende Personen und grosse Unternehmen ständig zu geisseln. Sie ziehen schlussendlich einfach weg und wir haben dann gar nichts mehr. 🤷‍♂️
    • Brockoli 09.05.2020 10:52
      Highlight Highlight Ohne Feindbilder könnte man, links wie rechts, nicht einmal halb so gut poltern.
    • HabbyHab 09.05.2020 11:06
      Highlight Highlight Wir geisseln vermögende Personen und Unternehmen nicht, wir schmeissen ihnen alles nach, was sie wollen..
    • Bildung & Aufklärung 10.05.2020 00:43
      Highlight Highlight Pyle - Sagte der Rechtspopulist.

      Und in welchem Boot du sitzt, könntest du sehen, wenn es keine (phösen, phösen linken) Sozialversicherungen und Absicherungen gäbe, welche von dienen hochgelobten Rechten mit aller Kraft seit jeher bekämpft wurden und auh jetzt am liebsten wieder so klein wie möglich gemacht würden.

      Und das völlig unsinnige, unwahre Märchen mit "ziehen einfach weg" ist billige Angstmacherei, Erpressung und schon 1000 mal widerlegt worden. Aber dass du so arbeitest ist kein Wunder, Rechtspopulist halt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • De-Saint-Ex 09.05.2020 10:24
    Highlight Highlight Faszinierend: die streiten sich wie immer, mit den immergleichen „Argumenten“... als ob wir NICHT in einer Krise wären... Corona? War da was?
    Was für ein unbrauchbarer Haufen!
  • Gawayn 09.05.2020 10:12
    Highlight Highlight Ich hab nach ein paar Minuten entnervt umgeschaltet.

    Einer schlägt vor, man soll vom Ende der Kriese Träumen
    Funicello will es als vollendete Tatsache hinstellen.
    Der Andere stellt sich quer. Schimpft es wäre der falsche Weg. Aber eine beßere Lösung bringt er auch nicht.

    Zuviel Blahblah zu wenig Substanz...
    • Daroli 09.05.2020 12:40
      Highlight Highlight Funiciello ist im Marxismus stehen geblieben, sie kann nichts dafür, sie blökt in einem gut funktionierende Rechtsstaat wie ein Salonschaf.
    • Bildung & Aufklärung 10.05.2020 00:45
      Highlight Highlight Daroli

      Und du blökst in einem Sozialstaat (dank denen wie Funciello hast du den überhaupt, das nehmt ihr dann wieder gerne) arrogant und unwissend daher und bist im Endkapitalismus stehen geblieben, welcher ja ach so super funktioniert, man siehts bspw. in den USA aber auch weltweit.

  • Lilamanta 09.05.2020 10:09
    Highlight Highlight Der Aeschi hat mich mal wieder so hässig gemacht. Wer mit seiner Freundin, die Sozialhilfe hat, 2 Jahre zusammen wohnt muss mit all seinen Einkommen und Vermögen für sie aufkommen. Das ist in kantonalen Gesetzen geregelt. Und von seiner Partei gewollt. Dann schreit er Eigentumsgarantie!!, weil Hausbesitzer, die sich an Gewerbelokalstätten eine goldene Nase verdienen, Gewinn nicht einstreichen sollen.
    • Hierundjetzt 09.05.2020 11:03
      Highlight Highlight Yup. Sozialhilfe ist ein rückzahlbares Darlehen, dass erst subsidiär erfolgt.

      Übrigens Ergänzungsleistungen (EL) für unsere AHV‘ler auch. Die Erben bezahlen nachher jeden Rappen zurück

      Und: es kann jeden von uns treffen.

      Aber wegen den 5% phösen Usslender muss man ja die 95% bestrafen, gäll SVP

      Aber zum Glück ist das ja von Gemeinde zu Gemeinde anders. Gruess, Dein Föderalismus
  • Goldjunge Krater 09.05.2020 10:06
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • dorfne 09.05.2020 09:39
    Highlight Highlight SVP-Aeschi sagte, die Kurzarbeitsentschädigungen dienten nur den Arbeitnehmern. Das ist bloss die halbe Wahrheit. Wenn Firmen die Leute mangels Arbeit nach hause schicken (Annahmeverzug) und die anstehenden Löhne nicht mehr zahlen können, hören die Mitarbeiter nach schriftlichen Mahnungen ganz auf zu arbeiten. Anschliessend wird die Firma von den Arbeitnehmern auf die Löhne betrieben und geht Konkurs, oder sie muss die Notkredite für Löhne ausgeben und steht nachher ev. sogar ohne eingearbeitetes Personal da, was auch zum Konkurs führen dürfte.



  • dorfne 09.05.2020 09:21
    Highlight Highlight SVP-Aeschi sieht hinter jedem Problem die Schuld bei den Ausländern. Ich vermute er weiss selber, dass das falsch ist. Aber durch die ständige Wiederholung dieser Behauptung brennt diese sich in die Köpfe der Wähler ein: Schuld an Allem sind die Ausländer, denken sie dann, drum müssen wir SVP wählen.
    • roteraketen 09.05.2020 10:09
      Highlight Highlight Die SP sieht dafür hinter jedem Problem die Schuld bei den Reichen. So what?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 09.05.2020 10:39
      Highlight Highlight Er muss nun mal zwangsweise die Meinung vertreten, die ihm vom Besitzer der SVP vorgegeben wird. Für eigene Ansichten, die nicht der SVP-Doktrin entsprechen ist einfach kein Platz.
    • dorfne 09.05.2020 13:38
      Highlight Highlight @Rotetaketen. Der Eindruck entsteht.
      Aber was im Grunde von links angeprangert wird ist die rücksichtslose Gewinnmaximierung auf Kosten des Gemeinwesens. Es ist sehr ungesund wenn Einzelunternehmer ein Vermögen von 10 bis 130 Milliarden anhäufen und nicht damit aufhören die Arbeitnehmer zu schinden und nach Steuersenkungen zu rufen. Man kann auch anständig reich sein, ohne Milliardenvermögen.




    Weitere Antworten anzeigen
  • dorfne 09.05.2020 09:06
    Highlight Highlight Wenn die Banken jetzt 40 Milliarden an Krediten in die Wirtschaft pumpen werden doch die Minuszinsen wegfallen. Weil die Banken jetzt den Chlütter nicht mehr bei der SNB parkieren müssen. Oder?
    • Tomtom64 09.05.2020 10:43
      Highlight Highlight Die Banken bekommen das Geld für die Covid- Kredite dirkt von der SNB. Bei den Covid- Plus- Krediten erhalten sie den vom Bund verbürgten Teil von 85% auch direkt von der SNB.
      Der Minuszinssatz wird von der SNB vorgegeben um den Franken zu schwächen.
      Diejenigen Banken, die am meisten Kundengelder parkieren bei der SNB müssen, geben normalerweise keine Kredite sondern sind reine Vermögensverwalter.
    • Hierundjetzt 09.05.2020 11:46
      Highlight Highlight Dorfne: was tomtom sagt, also nach 8 Wochen permanenter Info zu diesem Thema, sollte man nicht mehr so fern der Realität argumentieren...
    • dorfne 09.05.2020 13:43
      Highlight Highlight @Hierundjetzt. Immerhin hab ich tomtom dazu animiert, das Niveau im heutigen Kommentarforum beträchtlich anzuheben. Und was ist Ihr diesbezüglicher Beitrag? Ich lass mich gerne inhaltlich belehren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • SBRUN 09.05.2020 08:29
    Highlight Highlight Es wird ausschliesslich über die Bundesfinanzen diskutiert. Dass aber auf Stufe Kanton / Gemeinde in naher Zukunft auf Grund von Mindereinnahmen das Geld auch knapp werden könnte, scheint weniger ein Thema zu sein. Wie das Problem dann gelöst wird, kann man sich ja vorstellen, Stichwort Steuerfuss.
    • dorfne 09.05.2020 09:48
      Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass Steuererhöhungen mehrheitsfähig sind, ausser bei der Mehrwertsteuer. Die wird wahrscheinlich erhöht. Erhöht werden auch diverse Gebühren für Leistungen, für die wir eigentlich Steuern zahlen. Und der Service publique (Öv, Post, Bildung, Gesundheit) wird noch mehr als vor Corono dem Profitdenken und dem Sparwahnn unterstellt. Leider. Leider ist das zu befürchten bei diesen Mehrheitsverhältnissen in Politik und Wirtschaft.

  • Beta Stadler 09.05.2020 08:27
    Highlight Highlight Führt endlich eine Besteuerung von Börsengewinne ein und das Thema ist gegessen.
    Am besten noch gleich eine Verkaufssperre für erworbene Aktien für ein Jahr (ein Unternehmen will ja planen können). Der Lockdown wäre DER Moment, mal Dinge wieder grundlegend zu hinterfragen.
    Warum kann man von Jobs die System-Relevant sind nicht leben, aber ein Hedgefonds-Manager, der unserer Gesellschaft Null Komma Null Mehrwert bringt, verdient ein Mehrfaches...?
    • dorfne 09.05.2020 09:55
      Highlight Highlight Ich wär auch für eine Microsteuer von 0,1 Promille auf alle bargeldlosen Geldtransaktionen. Die tut nicht weh und spühlt Geld in die klammen Kassen. Ein neuer Fernseher für 1'500 Franken? 15 Rappen TA-Steuer. 6'000'000'000 für neue Jets? 600'000 Franken davon zahlt der Lieferant.
    • K1aerer 09.05.2020 10:33
      Highlight Highlight Viel Spass mit den Abwanderungen, wenn die Unternehmen wegziehen.
    • dan2016 09.05.2020 11:26
      Highlight Highlight @dorfne, d.h. Von den Steuern des Fernsehers kannst Dundee WC Spühlung in der Bibliothek 2 Mal bezahlen. Tut nicht weh und ist nicht relevant. Und die Geschäfte, wo es relevant gewesen wäre, gibts nicht mehr in dieser Form
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vecchia 09.05.2020 08:24
    Highlight Highlight "Während sich Glättli über Romano echauffiert trottet das Mädchen mit einem Schnuller..."

    Weils äm Papi dä Nuggi usäghaue hät.

    Sonst weder Lustiges noch Neues, ausser dass der Berg zwischen Tessin und D-Schweiz höher ist denn je. Fumicello macht wie immer alles zum Frauenthema und die Bürgerlichen fühlen sich enteignet, wenn sie zu
    • Vecchia 09.05.2020 08:35
      Highlight Highlight und die Bürgerlichen fühlen sich enteignet, wenn sie zu Solidarität aufgerufen werden.

      (sollte es heissen)
    • ninolino 09.05.2020 09:54
      Highlight Highlight "und die Bürgerlichen fühlen sich enteignet, wenn sie zu Solidarität aufgerufen werden."

      Das trifft den Nagel dermassen auf den Kopf. Danke dafür! ❤❣
    • K1aerer 09.05.2020 10:34
      Highlight Highlight Also Solidarität wäre, wenn alle mitmachen. 🤷‍♂️
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  • MacB 09.05.2020 08:06
    Highlight Highlight Ich habe vor einigen Jahren aufgehört, die Arena zu schauen. Grund ist genau die Sendung gestern, wenn ich dem Artikel folge. Keine echte Diskussion oder mal auf die Gegenseite eingehen, nur Parteibuchgeplapper. Das nervt.
    • ManuJot 09.05.2020 09:14
      Highlight Highlight Du hast wegen der Sendung gestern "vor einigen Jahren aufgehört, die Arena zu schauen"? Ein wahrer Prophet! 🙌
    • BVB 09.05.2020 10:47
      Highlight Highlight @ManuJot
      Man muss schon logisch überlegen. Die Sendung gestern hat die Gründe aufgezeigt warum er vor einigen aufgehört hat.
    • ManuJot 09.05.2020 10:59
      Highlight Highlight @BVB 😒
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  • rodolofo 09.05.2020 07:38
    Highlight Highlight Die "Rechtsbürgerlichen" von SVP und FDP empören sich über die Vorschläge, von Liegenschaften-Besitzern schweizweit einen Mieterlass für vom Lock Down betroffene Gewerbebetriebe zu verlangen, als verkraftbaren Beitrag für die Bewältigung der Corona-Krise.
    "Das wäre ja Enteignung!" rufen sie aus.
    Dabei verschweigen sie, dass eine weltweite Enteignung bereits seit der Erfindung des Kapitalismus im Gang ist.
    Milliarden von Menschen wurden schon enteignet und versklavt und haben seither "DEM Markt" zu dienen und dem Mammon zu huldigen, der obersten Gottheit der "Geiz ist geil!"-Profitmaximierer...
    • Gubbe 09.05.2020 08:33
      Highlight Highlight Was für eine krude Aussage...
    • dorfne 09.05.2020 09:11
      Highlight Highlight Diejenigen Unternehmen, die jetzt die volle Miete nicht zahlen können, wurden auch enteignet. Enteignet wird der Steuerzahler, die Sparerinnen usw..
    • Egal 09.05.2020 11:43
      Highlight Highlight Ach Rodolfo - ich durfte diese Enteignungen von "Sozialisten" miterleben (da ist die böse Kapitalismus Leier auch Programm) - gerne darfst Du Dich einmal in Venezuela umsehen gehen was dies gebracht hat!

      Zudem muss ja nicht immer alles "regliert" werden, es gibt ja bereits jetzt Vermieter welche Ihren Mieter entgegenkommen - man kann ja ansonsten auch das direkte Gespräch suchen!

      Zum Schluss würde mich Deine Meinung interessieren zu der "faire Immobilienverwaltung UNIA" - welche ja aus der linken Ecke kommt und Ihren Mietern kein bisschen von selber entgegenkommt!

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  • Stefan Morgenthaler-Müller 09.05.2020 07:34
    Highlight Highlight Warum nicht einfach die Notenpresse anlassen? Die Zinsen sind so weit unten, da spielt es doch keine Rolle mehr. Die Kleinsparer haben, wenn sie nichts ausgeben, Ende des Jahres weniger als am Anfang. Das seit Jahren.

    Was ist der Schweizer Franken noch wert, wenn man 1950 für CHF 30'000 ein Haus gekriegt hat, 1990 für CHF 500'000 und heute muss man schon CHF 1.5 Mio hinlegen.

    Die Löhne sind nicht im selben Ausmass gestiegen, nicht einmal annähernd wie die Produktivität.
    • MacB 09.05.2020 08:03
      Highlight Highlight Und plötzlich sind wieder alle Notenbanker, die den gesamtwirtschaftlichen Kontext so einer Massnahme bestens verstehen.

      Was ist den beipielsweise mit den Ersparnissen, die sich durch die steigende Inflation in Luft auflösen? UNd denken Sie, dass bei einer INflation die Reallöhne mitziehen? Forget it, wenn sie das jetzt schon nicht tun.

      btw, ich masse mir nicht ein, alle Zusammenhänge zu verstehen, das Thema ist viel zu komplex. Aber grad die Basics sollte man drauf haben, bevor man hier wild in die Tasten haut und solche Theorien raushaut.
    • Tony D 09.05.2020 08:19
      Highlight Highlight 1950 hatte man einen durchschnittslohn von 100.- pro monat. Jetzt 5000.
      Ist also exakt gleich gestiegen.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 09.05.2020 08:28
      Highlight Highlight @MacB. Und die Basics haben Sie höchstpersönlich reich gemacht? Oder sind Sie wie Millionen Schweizer trotzdem ein Lohnempfänger, der jetzt um den Job bangen muss, dem Vermieter den Mietzins, äh die Rendite zu bezahlen hat, dem Verkäufer seine Marge, usw. Sie wissen genau, dass Sie nur angestellt sind, weil ihre Arbeit mehr Wert hat, als sie bezahlt werden. Selbst da werden Sie noch abgezockt.

      Und Sie wollen mir etwas von Basics erzählen, statt einfach genau hinzuschauen?

      Die Löhne ziehen seit Jahren nicht mit den Kapitalrenditen mit. Sie kriegen immer nur so viel, wie es sein muss.
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  • Rethinking 09.05.2020 07:34
    Highlight Highlight „Endlich, die Politikerinnen und Politiker tun wieder das, was sie am besten können“

    Viel Reden ohne Ergebnisse?
    • Stefan Morgenthaler-Müller 09.05.2020 07:47
      Highlight Highlight @Rethinking. Ja, aufstehen, sagen: "Ich übernehme die Verantwortung!", und sich dann setzen.
    • rodolofo 09.05.2020 08:29
      Highlight Highlight Ich bewundere Tamara Funicello, wie sie immer wieder in den Ring steigt, wo sie von Äschi sogleich neutralisiert wird!
      Denn SIE neutralisiert damit auch Äschi, so dass dieser stramme Rechtsnationalist weniger Schaden anrichten kann!
      Man kann den gleichen Sachverhalt also immer auch umgekehrt und aus der Gegenperspektive betrachten und beurteilen.
      Natürlich leiden sowohl "Rechtsaussen", als auch "Linksaussen" an dieser Blockade!
      Aber vielleicht ist ja gerade dieses "Stehen bleiben" sinnvoll?
      Versucht mal, die Sache UMGEKEHRT zu sehen!
      Vielleicht geht Euch dann ein Licht auf...
    • dorfne 09.05.2020 10:06
      Highlight Highlight @rodolfo. Tamara neutralisiert SVP-Aeschi. SVP-Aeschi neutralisiert Tamara im Gegenzug nicht. Wer für Alles den Ausländern die Schuld gibt und im übrigen nur Halbwahrheiten auf Lager hat, z.B. über die Kurzarbeitsentschädigungen, kann nicht eine Frau neutealisieren, die sich für den sozialen Ausgleich stark macht.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Abendländer 09.05.2020 07:09
    Highlight Highlight Funiciello würde wohl alle Vermögen/Sichteinlagen der Sparer, die drei Monatsgehälter übersteigen, einziehen und auf Sachwerte eine 15%ige Sondersteuer einführen. Der Staat währe für die nächsten 729 Jahre saniert. Bravo!
    • dorfne 09.05.2020 09:17
      Highlight Highlight Sie hat aber von den Superreichen, den Milliardären gesprochen, nicht von den Kleinsparern. Ohne den jahrzehntelangen Kampf von SP, Gewerkschaften und Grünen für einen starken Sozialstaat könnten jetzt nicht 2 Millionen Arbeitnehmer*Innen Kurzarbeitsgeld beziehen.
    • Walter Sahli 09.05.2020 09:24
      Highlight Highlight Wie kommst Du darauf? Hast Du ein paar Millionen geerbt und nun Angst, dass Du etwas von diesem wohlverdienten Reichtum abgeben musst? Oder hoffst Du, dass Du durch das Runterfallen von ein paar Brosamen vom Tisch der Reichen auch mal reich wirst?
    • Saerd neute 09.05.2020 10:14
      Highlight Highlight dorfne
      Ein Staat kann nur soviel ausgeben wie die Wirtschaft erwirtschaftet hat.
      Das kann nicht den Linken verdankt werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kari Baldi #WirAlleSindCorona 09.05.2020 06:50
    Highlight Highlight Ich verstehe sehr gut, dass sich Glättli über das Verhalten der CVP ärgert. Da wird offenbar bereits das Terrain für die Fusion CVP mit der Ex-SVP-Partei BDP geglättlet. Aus der Mitte-Links-Partei CVP wird wohl eine Mitte-Rechts-Partei BVP. Das "C" soll ja eh weg! Viele nutzen in diesem Corona-Wirrwar die Gunst der Stunde!
    • peeti 09.05.2020 09:38
      Highlight Highlight Mittelinks war die CVP höchstens bei ganz bestimmten Sachthemen. Die vergangene Sondersession zeigte aber gut, dass es eigentlich eine durch und durch bürgerliche Partei ist.
    • dorfne 09.05.2020 09:58
      Highlight Highlight Ich hoffe nicht.
  • kellersamuel182@gmail.com 09.05.2020 04:12
    Highlight Highlight Ich bin wie SP- Nationalrätin Tamara Funiciello der Meinung, dass man bei den Reichen, das Geld holen soll.

    Also fangen wir am besten gleich bei den National- und Ständeräten an, denn die sind bekanntlich auf der Sonnenseite was das Salär betrifft!
    • Carl Gustav 09.05.2020 07:55
      Highlight Highlight Genau so funktioniert ja die Welt von Frau Funiciello.
      Wer für ein Teilzeitjob doppelt so viel verdient als der Durchschnittsbürger für 100% gehört zum gemolkenen Proletariat...
    • Kari Baldi #WirAlleSindCorona 09.05.2020 07:58
      Highlight Highlight Erstens gehören diese NR und SR bestimmt nicht zu den zehn Reichsten in diesem Land - deren Milliarden sich auf wundersame Weise an der Börse vermehren - und zweitens arbeiten diese für ihr Gehalt und übernehmen für uns alle Verantwortung.
    • rodolofo 09.05.2020 08:35
      Highlight Highlight Da werden die Damen und Herren Nationalrätinnen aber kaum zustimmen...
      Und als Multimilliardär würde ich auch nicht gerne auf einzelne Milliarden verzichten, denn ausser dem vielen Geld hätte ich ja nichts!
      Um mich herum wären lauter falsche Freunde, die mir ständig zulächeln und im Falle von Misserfolgen nichts mehr mit mir zu tun haben wollen.
      Reiche Leute sind eigentlich nicht zu beneiden.
      Denn sie haben auf "das falsche Pferd" gesetzt...
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  • Demetria 09.05.2020 02:44
    Highlight Highlight Ah der Klassiker, die armen Bürger melken... die sollen ja auch nicht gemolken werden sondern ein paar Superreiche. Abwandern werden die jetzt kaum, das sollte man nutzen. Wenn ich ein paar Milliönchen hätte würde ich jetzt äusserst gerne in der Schweiz hocken. Angebot und Nachfrage, ich meine das finden die doch sonst auch immer so toll, vorallem wenn der Kunde nicht viel andere Wahl hat und alles andere als König ist. Die eigene Medizin probieren könnte vielleicht pädagogisch ohnehin recht heilsam sein.
  • sambeat 09.05.2020 02:34
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • Terraner 09.05.2020 01:32
    Highlight Highlight Einmal habe ich mich extrem aufgeregt und zwar als von der App ein Einspieler vom SRF gekommen ist. Dieser war leider komplett falsch, wenn man versteht wie diese App funktioniert. Diese App wird uns überhaupt nicht nützen beim Einkaufen, beim Arbeiten und schon gar nicht beim spazieren. Die App wird keinen Alarm schlagen wenn man 30 Sekunden oder 1 Minute beim Einkaufen oder Spazieren jemandem zu nahe kommt. Diese wird erst Alarmieren wenn man über einen längeren Zeitraum (10-15 Minuten) Jemandem zu nahe kommt. Wobei ok, eigentlich habe ich mich auch über anderes aufgeregt.
    • rodolofo 09.05.2020 07:39
      Highlight Highlight Aufregen ist gesund und aktiviert das Immunsystem!
    • N. Y. P. 09.05.2020 08:04
      Highlight Highlight Ich rege mich auch gerne auf. Deshalb lese ich regelmässig die Arena - Zusammenfassungen..
    • Kari Baldi #WirAlleSindCorona 09.05.2020 08:07
      Highlight Highlight rodolofo: auch wenn ich dir sonst uneingeschränkt beipflichte - Stress schüttet Adrenalin und Cortisol aus und SCHWÄCHT das Immunsystem ;-).
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Ein Intensivmediziner zieht Bilanz: «Eine Patientin ist schon seit 77 Tagen bei uns»

Peter Steiger, stellvertretender Institutsdirektor Intensivmedizin am Unispital Zürich, hat noch keine Monate wie die letzten beiden erlebt.

«Wir sahen die Welle kommen von China via Italien. In die Intensivstationen im Tessin, im Welschland und auch besonders Zürich kamen immer mehr Covid-­19-Patienten. Wir fürchteten die Überlastung.

Am Unispital Zürich schufen wir zwei separate Corona-Intensiv­stationen. Wir konnten schliesslich genug Beatmungsgeräte beschaffen, aber der Knackpunkt blieb gut ­geschultes Personal. Wir waren erleichtert, als das Operationsprogramm eingeschränkt wurde, sodass wir weniger Patienten als sonst auf …

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