Schweiz
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BGE-Initianten im goldenen Tesla: «Das Grundeinkommen ist eine Initiative gegen Faulheit»

Daniel Häni und Enno Schmidt sind die Initianten des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE). Sie sagen, es gehe dabei um nichts weniger als die grösste Frage der Welt. Ein Gespräch in ihrem goldenen Tesla über ihren goldenen Tesla, Arbeit und faule, verträumte Romantiker.

21.04.16, 10:02 22.04.16, 06:53
Felix Burch, Angelina Graf


Es ist ein prächtiges Haus, indem das «unternehmen mitte» mitten in Basel untergebracht ist. Unten ein Café, das grösste der Schweiz, darüber ein Restaurant sowie Büros, in denen Leute aus der Kreativ-Branche arbeiten. Etwas erhöht, hinter dem Café, befindet sich seit Anfang Jahr zudem das Kampagnen-Labor der Initianten für das Bedingungslose Grundeinkommen.

Gold ist die Farbe der Initianten.
Bild: KEYSTONE

Früher wechselten hier, wo jetzt Kaffee geschlürft, an Laptops gearbeitet oder einfach Pause gemacht wird, grosse Geldscheine die Besitzer. Damals stand an diesem Ort die Schalterhalle der Schweizerischen Volksbank. Dass der Prunk, die teilweise goldfarbenen Wände, nicht zur Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens passen sollen, verstehen die beiden Gründer der Initiative nicht. Daniel Häni und Enno Schmidt sagen, die Farbe des Bedingungslosen Grundeinkommens sei Gold wie die Sonne, weil jeder Mensch einen Reichtum an Fähigkeiten habe und sie dagegen seien, den Leuten dies abzusprechen. 

Daniel Häni (links) und Enno Schmidt.

Daniel Häni, Enno Schmidt und das BGE

Die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) ist nicht neu. Dank dem Unternehmer Daniel Häni und dem Künstler Enno Schmidt kann aber am 5. Juni mit der Schweiz erstmals ein Volk darüber abstimmen. Die zwei sind bis zur Abstimmung täglich für ihr Anliegen unterwegs. Beide haben Bücher über die Thematik geschrieben. Häni schrieb zusammen mit Philip Kovce Was fehlt, wenn alles da ist?, Schmidt hat gerade aktuell das Werk Grundeinkommen von A bis Z veröffentlicht. Durch das BGE soll jeder Bürger einen gesetzlich festgelegten Betrag vom Staat erhalten, ohne dass dieser an Bedingungen geknüpft ist (daher «bedingungslos»). Die Bürger müssen keine Gegenleistung erbringen. Arbeit und Einkommen sind im Bereich der Existenzsicherung voneinander getrennt. Damit der Staat dem Bürger das Grundeinkommen auszahlen kann, muss das Steuersystem umstrukturiert werden. Die Initianten legten keinen Betrag fest, der jedem Bürger ausbezahlt werden soll. Oft wird aber die Zahl von 2500 Franken pro Monat für Erwachsene und 625 für jedes Kind genannt. Für einen Erwerbstätigen, der 6000 Franken pro Monat verdient, würde das bedeuten: Lohn 3500 Franken, BGE 2500 Franken. (feb) 

Alain Berset hat kürzlich gesagt, die Idee des BGE sei interessant, aber es bestehe die Gefahr, dass die Arbeitsanreize dann gering seien. Hat er recht? 
Daniel Häni: Wir haben eine repräsentative Umfrage durchgeführt und gefragt, wie viele Schweizerinnen und Schweizer aufhören würden zu arbeiten, wenn es ein Bedingungsloses Grundeinkommen für alle gäbe. Nur gerade zwei Prozent haben mit Ja geantwortet. Ich konnte deshalb mit guten Gründen zu Bundesrat Berset antworten: Eigentlich ist es ein Skandal, dass die Regierung uns, der Bevölkerung unterstellt, wir würden nicht mehr arbeiten wollen, wenn für die Existenz gesorgt wäre. Berset und viele unserer Gegner haben anscheinend Angst vor selbstbestimmten Bürgern. Jedenfalls hegen sie Misstrauen. 

Worum geht es beim BGE denn wirklich?
Enno Schmidt: Die Initiative stellt zwei Fragen. Erstens: Was würdest du machen, wenn dein Einkommen gesichert wäre? Und zweitens: Bist du bereit, deinen Mitmenschen zuzutrauen, von Auflagen und Bedingungen frei zu sein, was die Existenzgrundlage angeht? Daraus ergibt sich die Hauptfrage: Was ist deine Motivation zur Arbeit? Ist deine Arbeit wirklich das, was du tun willst? Arbeit ist Leben. Gehört dir deine Arbeit? Gehört sie jemand anderem? 

Das tönt reichlich abgehoben ...
Schmidt: Nun, durch das Bedingungslose Grundeinkommen könnten Menschen mehr das arbeiten, was sie wirklich wollen. Dadurch müssten sie mehr Eigenverantwortung übernehmen und das kann die Leistung steigern. Muss man hingegen eine Arbeit machen, die man nicht  aus sich heraus will, was heute oft der Fall ist, fühlt man sich weniger verantwortlich und ist dementsprechend weniger produktiv. Im Kern geht es um die Verantwortlichkeit der Menschen. 

«Wachstum, Wachstum, Wachstum. Das ist wie Krebs. Ständiges Wachstum gibt es nur als Krankheit. Und dieses ständige Wachstum wird für unsere Gesellschaft, für unseren Globus, immer mehr zur Krankheit.»

Enno Schmidt

Das klingt immer noch ein bisschen philosophisch. Können wir einen Gang zurückschalten? Sie reden jetzt beide oft von der Arbeit. Ist es denn nicht so, dass Ihr durch die Initiative den Leuten die Arbeit wegnehmt? 
Schmidt: Dieses Missverständnis wundert mich immer wieder. In der Schweiz gibt es doch eine Arbeitsethik. Unsere Initiative sagt doch mit keinem Wort, dass die Menschen nicht mehr arbeiten sollen. Sie sagt: Lasst den Sockel der Einkommen bedingungslos sein, damit wir freier leisten können. Erst brauchst du ein Einkommen, dann kannst du arbeiten. Wir gehen von der Freiheit aus. 

Häni: Und hier wird offensichtlich, worum es geht. Nämlich um eine Machtumverteilung. Es geht um das Menschlichste der Welt: Selber bestimmen zu können, was ich tue. So wie man einmal den Adel abschaffen musste, damit Leistung möglich war, so muss man heute den «Besitzstand der richtigen Meinung über die Anderen» abschaffen. Es geht darum, unnötige und leistungshemmende Bedingungen aufzugeben. Die Frage «Was würdest du arbeiten, wenn für dein Einkommen gesorgt wäre?» führt die Verantwortung mehr in die Hand der Einzelnen. 

Daniel Häni (links) und Enno Schmidt während einer kurzen Pause beim watson-Interview im goldenen Tesla. 
watson 

Arbeiten wir noch, wenn das Bedingungslose Grundeinkommen kommt?

Daniel Häni und Enno Schmidt im Tesla-Interview.  Video: watson.ch

Das klingt jetzt aber, als wollt ihr die Leute zu noch mehr Arbeit verdammen.
Schmidt:
 Nicht verdammen, eher befreien. Mit Leistung meinen wir nicht Stress oder zeitlich mehr Arbeit, sondern persönliche Qualität. Die Wirtschaft verlangt heute Wachstum, Wachstum, Wachstum. Das ist wie Krebs. Ständiges Wachstum gibt es nur als Krankheit. Und dieses ständige Wachstum wird für unsere Gesellschaft, für unseren Globus, immer mehr zur Krankheit. Deshalb müssen wir jetzt hinschauen und uns fragen, was womit zusammenhängt. Wie hängen wir alle zusammen? Was sind die Aufgaben?

«Wir stehen vor den Toren der 4. industriellen Revolution. Der Tesla ist ein Symbol dafür. Alles, was wir berechnen können, das muss nicht mehr vom Menschen gemacht werden.»

Daniel Häni

Ja, wie denn? Wie hängen wir zusammen?
Schmidt: Unsere Aufgaben sind heute eben viel stärker im Sozialen, im Kulturellen, in Innovationen. Neue Unternehmensformen, soziale Unternehmensformen, das ist immer auch ein Blick auf die ganze Welt; auf Kriege, auf Klima-Katastrophen, auf Flüchtlingsströme. Wir müssen unser Bewusstsein auseinander falten. Wir leben von dieser Welt. Deshalb haben wir für diese Welt auch eine gewisse Verantwortung. Das ist das, worum es uns gehen muss. 

Alleine sind Sie mit diesen Ansichten nicht. Allerdings sind der Bundesrat und sämtliche Parteien gegen Ihre Initiative. Kritiker sagen, Sie seien romantische Träumer. Was sagen Sie dazu?
Schmidt: Es ist im Gegenteil ziemlich verträumt und romantisch, zu meinen, es ginge einfach so weiter, wie es jetzt ist. Ebenso ist es eine Illusion zu meinen, das Grundeinkommen käme nicht. Es kommt. Die Frage ist nur wann und mit welchen Intentionen. Es sollte nicht als blosse Sparmassnahme kommen und nicht als automatische Folge der Automatisierung. Die Frage geht an die Menschen

Das Video zur Finanzierung des BGE

YouTube/daniel häni

Wenn es jetzt keine Sparmassnahme wäre, was dann? 
Häni: Wir stehen vor den Toren der 4. industriellen Revolution. Der Tesla ist ein Symbol dafür. Alles, was wir berechnen können, das muss nicht mehr vom Menschen gemacht werden. In welche Richtung müssen wir die Menschen also ausbilden? Im Bereich des Unberechenbaren. Die Menschen sind dort gefragt, wo sie sich von den Maschinen unterscheiden. Sie werden das tun, was die Maschinen nicht können. Darauf sollten wir jetzt reagieren und nicht erst, wenn wir müssen. 

Das sieht man doch auch so ...
Häni: Ja, aber jetzt können wir noch zusammen debattieren, in was für einer Gesellschaft wir in Zukunft leben wollen. Das Bedingungslose Grundeinkommen könnte ein Schlüssel sein, die Gesellschaft als Ganzes zu stärken. Aber dafür müssen wir etwas tun. Bedingungsloses Grundeinkommen heisst: Traue den anderen mehr zu und zeige, was du selber gut kannst. Das ist anstrengender als einfach auf seinen alten Meinungen vor sich hinzutreten und seine Arbeit zu machen, wie es einem gesagt wird. 

Acht Millionen Fünfräppler haben die Initianten auf dem Berner Bundesplatz ausgeschüttet.   

Schmidt: Das Bedingungslose Grundeinkommen ist in Wahrheit eine Initiative gegen Faulheit. Ich glaube, Ideale wie gehorsamer Fleiss sind abgelaufen. Wir brauchen Kreativität und Eigenverantwortung statt Gehorsam. Dafür ist jetzt die Zeit. 

Sie sagen, die Zeit ist reif für das Bedingungslose Grundeinkommen. Aber warum hier? Müsste nicht das Silicon Valley damit anfangen? 
Häni: Nein, die Schweiz ist der perfekte Ort dafür, wegen der Direkten Demokratie. Mit der Lancierung der Initiative, mit Aktionen wie der Ausschüttung eines Lastwagens voller Fünfräppler auf dem Bundesplatz, erregten wir viel Aufmerksamkeit und zwar weltweit. Unter anderem schrieb die «New York Times» mehrfach darüber. Das ist nicht einfach nur eine Abstimmung für die Schweiz. Das ist eine weltweite Bewegung. In Finnland hat man Pilotprojekte beschlossen, in den Niederlanden ist man daran und am World Economic Forum war es dieses Jahr grosses Thema. Aber im Gegensatz zu anderen Ländern, können wir in der Schweiz dank der fortschrittlichsten Demokratie der Welt die Bürger über die Idee abstimmen lassen.    

Spricht man mit Ihnen über das Bedingungslose Grundeinkommen, reden Sie von Zukunft, von Systemwechsel, von den ganz grossen Fragen. Verstehen die Schweizer das? Ist Ihre Initiative nicht etwas elitär? 
Schmidt: Erstens: Unterschätzen sie das Stimmvolk nicht. Und zweitens: Man darf auch mal etwas wagen, das die Menschen herausfordert. Auf die Frage, ob wir elitär seien, sage ich: Elitär ist auch herausfordernd, jeder Mensch ist elitär. Lasst uns mal mehr Wertschätzung füreinander haben. Direkte Demokratie ist auch elitär. Sie traut nämlich jedem zu, selber zu urteilen. Die Schweiz fährt gut damit, die Menschen elitär zu behandeln. 

Generation Schulden

Am 18. Mai findet um 19.30 Uhr im Gemeindesaal Zumikon eine Podiumsdiskussion mit dem Titel «Generation Schulden» statt. Unter anderem wird der Frage «Ist das Bedingungslose Grundeinkommen eine Lösung?» nachgegangen. Es diskutieren: FDP-Ständerat Ruedi Noser, watson-Journalist Philipp Löpfe, Lukas Rühli von der Avenir Suisse sowie Christian Müller, Initiant BGE und Francis Cheneval Professor für Politische Philosophie an der Universität Zürich. Der Eintritt ist gratis. (feb) 

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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416
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416Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zigi97 29.05.2016 14:16
    Highlight Hauptsache der Begriff Freiheit wird irgendwo untergebracht. Dabei ist das BGE ein massiver Eingriff in die Persönliche Freiheit. Denn dazu gehört auch die Freiheit über sein Eigentum alleine zu verfügen ohne dass man gezwungen wird es an andere abzugeben.
    BGE-Befürworter haben eine gewisse Arroganz, andere dazu zu zwingen, ihr Leben zu finanzieren, weil sie selber nichts produktives machen wollen.
    1 6 Melden
  • rodolofo 23.04.2016 14:45
    Highlight Anfangs habe ich bei dieser Initiative für ein Grundeinkommen gedacht: "Was soll das? Das ist doch nichts als Schaumschlägerei und verpuffte Energie für ein Projekt, das von der rechtsbürgerlichen Mehrheit in diesem Land eh wuchtig versenkt wird!"
    Doch im Verlaufe der Diskussionen wurde ich zunehmend von dieser Idee phasziniert und begeistert!
    Und es ist sehr amüsant, zu beobachten, wie diejenigen, die im heutigen System, das voll beschleunigt gegen die Wand fährt, die Hände verwerfen und Zeter Mordio schreihen, weil sie noch eine Rolle und damit eine Existenz haben auf der modernen "Titanik".
    14 6 Melden
    • koks 23.04.2016 16:03
      Highlight wäre ich sozialhilfebezüger, wäre ich auch dafür. da würde sich mein einkommen auf den schlag verdoppeln.
      8 18 Melden
  • kliby 23.04.2016 11:26
    Highlight Das BGE ist eine riesiege Umverteilungsschwindelei zu den Sozialhilfebezügern, den gutbetuchten Studierenden etc einerseits und andererseits zu den reichen Kapitaleignern, die Milliardären, den Aktionären.
    Wer den Mittelstand abschaffen will, führt ein BGE ein.
    9 22 Melden
    • FrancoL 23.04.2016 11:58
      Highlight Geht es noch ein bisschen wirrer, wenn nicht den Mecano aufzeichnen der zu Ihrer falschen Annahme führt, Danke.
      11 8 Melden
    • Stefan von Siegenthal 23.04.2016 15:24
      Highlight @kliby Haha, deine genannte Gruppe macht gerade mal 4% der Bevölkerung aus. Und mit BGE sind die Sozialausgaben geringer als heute, da es viel weniger von der heutigen Sozialindustrie braucht. Aber ich verstehe schon, manche wollen einfach mal drauf einschlagen. Schade.
      10 5 Melden
    • koks 23.04.2016 16:04
      Highlight das finde ich süss, wenn svp-ler gegen die sozialindustrie poltern, aber selbst mehr geld vom staat wollen. sozialindustrie 2.0.
      9 3 Melden
  • Toerpe Zwerg 23.04.2016 09:31
    Highlight Man könnte mal über einen Versuch nachdenken, bei dem die Nationalbank ein Jahr lang jedem Bürger monatlich die als GE definierte Summe ausbezahlt. In Bar. Nötli drucken und verteilen. Und schauen, was passiert. Die Inflation würde angeheizt, der Franken geschwächt, der Konsum angekurbelt. Schwächstverdiener würden sich etwas erholen können und Strukturbereinigungen könnten abgefedert werden. Über die Steuern würde der Staat auf einen Schlag schuldenfrei gemacht werden können. Alles nicht ganz schlechte Wirkungen.

    Und man könnte Daten zum Verhalten der Leute sammeln.
    12 4 Melden
  • stadtzuercher 23.04.2016 09:05
    Highlight Man stelle sich vor, wir schaffen jubelnd alle Sozialversicherungen ab. Dann beschliesst die rechtsbürgerliche Regierung, dass das BGE nur 1100 Fr. pro Person sei. Für AHV, ALV, IV, EL, Elternschaftsurlaub, EO, alles. Die Rechtsbürgerlichen so: das BGE kommt viel günstiger als geplant, wir können die Steuern für Unternehmen komplett aufheben. Und die Wähler so: Haben wir jetzt naiv den Sozialstaat abgeschafft?
    11 8 Melden
    • FrancoL 23.04.2016 12:01
      Highlight Wieso werden die Sozialversicherungen abgeschafft? Sie werden gebündelt, Betröge fliessen in den bGE-Topf, wie die Löhne bis 2'500 CHF. Das bringt bei den Sozialwerken doch zumindest eine Kostenreduktion.
      7 6 Melden
    • Mehmed 23.04.2016 12:21
      Highlight Franco, aber die Beiträge für beispielsweise die ALV werden heute dafür bezahlt, dass der Arbeitnehmer im Falle einer Arbeitslosigkeit 80% des Lohnes erhält, bei einem Einkommen von 10'000 Fr. Wenn er nur noch 1400 pro Monat erhielte (die 2500 sind ja nicht gesetzt), dann bezahlt er dafür auch keine Beiträge. Dasselbe gilt für die IV, die AHV, die EO etc. Dafür würden sich die Arbeitnehmer und Arbeitgeber alle privat versichern, die Versicherungsprämien fliessen also nicht in den BGE-Topf, sondern in private Versicherungen anstelle der bisherigen staatlichen.
      5 0 Melden
    • FrancoL 23.04.2016 12:30
      Highlight @Mehmed; Das bGE ist ein Sockelbeitrag und nicht ein absoluter Betrag. Wenn jemand von der ALV 4000 CHF bekommen soll, wird er das wie bei den Löhnen auch bekommen, nämlich 2500 aus dem bGE und 1500 aus der Kasse. Wenn das bGE nun tiefer geregelt werden sollte, dann gilt die gleiche Rechnung. Arbeitslosengeld = bGE + Kassenbeitrag, wie bei den Löhnen: Lohn = bGE + Restlohn durch Arbeitgeber.
      4 5 Melden
  • rodolofo 23.04.2016 07:04
    Highlight Liebe watson-Redaktion,
    nach der gestrigen Arena-Sendung wollte ich mich gerade ins Getümmel der "Nachbearbeitung" stürzen.
    Da merke ich aber, dass die Kommentar-Funktion nicht funktioniert.
    Gestern ist mir das bei einem Beitrag über den nicht eingehaltenen Waffenstillstand im Syrischen Bürgerkrieg aufgefallen...
    Jetzt frage ich Euch:
    Wisst Ihr von einem solchen technischen Problem?
    Ist auch anderen KommentarschreiberInnen eine Teilnahme an Diskussionen verunmöglicht, oder bin nur ich von einer solchen Ausgrenzung betroffen?
    5 13 Melden
    • rodolofo 23.04.2016 08:59
      Highlight Was sollen die zwei Blitze?
      Ich habe ein Problem und suche nach einer Lösung...
      ist da draussen jemand, der mir dabei helfen kann, dieses Problem zu lösen, anstatt es mit Blitzlein zu bewirtschaften?
      das wäre sehr nett und gäbe mir ein besseres Grundgefühl (wenn es schon mit dem Grundeinkommen nicht klappen sollte...)
      Vielen Dank im Voraus!
      3 11 Melden
    • rodolofo 23.04.2016 09:06
      Highlight Jetzt dasselbe bei einem Artikel über Obama, der die Bundeswehr auffordert, mehr militärische Abschreckung gegenüber Russland zu leisten.
      Was ist hier eigentlich los?
      Könnt Ihr mich bitte aufklären?!
      Wenn Ihr es selber nicht wisst, dann meldet Euch bitte für einen kurzen Stand der Dinge!
      Ich weiss, ich reagiere gerade etwas hysterisch, aber in Zeiten globalen Aufrüstens mit engagierten Internet-Trollen und Hackern werde ich allmählich paranoid...
      1 11 Melden
  • rodolofo 22.04.2016 18:47
    Highlight Interessanterweise wird die BGE-Initiative sowohl von rechts, als auch von links her abgelehnt.
    Die rechte Ablehnung war zu erwarten.
    Warum aber die Ablehnung von linker Seite?
    Nun, mit einem BGE könnten wir uns das ganze bürokratisch-schwerfällige und undurchsichtige Sozialsystem sparen!
    Diese Aussichten sind für die tendenziell der SP, oder den Grünen nahe stehende PsychologInnen, SozialarbeiterInnen und BeamtInnen des Sozialsystems nicht sehr verlockend.
    Ich selber habe die Sozialhilfe während meiner Arbeitslosigkeit als wenig hilfreich bis schikanös erlebt.
    Die Grundhaltung ist Misstrauen.
    17 10 Melden
    • Matthias Studer 23.04.2016 08:31
      Highlight Ich glaube, die SP fordert das Recht auf Arbeit. Also nicht bedingungslos. Nur wohin das Recht auf Arbeit führt, ohne genug Arbeit zu haben, sehen wir in der Geschichte.
      5 3 Melden
    • stadtzuercher 23.04.2016 09:08
      Highlight Rodolfo, "Ich selber habe die Sozialhilfe während meiner Arbeitslosigkeit" Naja, normalerweise erhält man während einer Arbeitslosigkeit keine Sozialhilfe. Von was redest du?
      Ich sag immer: Wer SVP wählt, und aber Sozialhilfe bezieht, verdient gar kein staatliches Geld. Von unserem Steuergeld leben und die Sozialversicherungen abschaffen wollen? Hallo?
      12 3 Melden
    • kliby 23.04.2016 09:22
      Highlight @rodolfo, ich finde, wir sollten deine sozialhilfe abschaffen, geldverschwendung. damit könnten wir erheblich geld sparen, welches dann anderen fleissigen menschen zugute kommen kann.
      7 2 Melden
    • rodolofo 23.04.2016 16:18
      Highlight @ kliby
      Ich muss Dein voreingenommenes Misstrauen enttäuschen. Nach einer schweren Lebenskrise mit "Burn out" und Psychiatrischer Klinik bin ich wieder "hier in meinem Revier" und strotze nur so vor Lebenslust, Kreativität und Arbeitseifer!
      So gesehen bin ich also ein Vorzeigebeispiel für ein funktionierendes Sozialsystem.
      Von mir aus können wir's auch so lassen, wie's jetzt ist.
      Aber Experimente mit dem Grundeinkommen wären gleichwohl interessant!
      Vielleicht sollten wir erst mal klein anfangen, also beispielsweise mit 500 Fr. und dann -je nach Resultaten- raufgehen, oder wieder zurückkrebsen.
      2 3 Melden
  • Mehmed 22.04.2016 08:38
    Highlight Das BGE passt perfekt in den neoliberalen Zeitgeist, zu den rechtsbürgerlichen Gesellschaften. Der berufstätige Mittelstand finanziert mit hohen Steuern und Abgaben die ganze Gesellschaft, die Reichen und die Wirtschaft erhalten im Gegenzug die Steuern abgeschafft.
    Neoliberales Teufelszeug.
    20 13 Melden
    • FrancoL 22.04.2016 14:30
      Highlight Man sollte zumindest im Vorfeld der Abstimmung einmal etwas weniger Platitüden ins Netz zu stellen und dem bGE nicht gerade alle Missverhältnisse unserer Gesellschaft einem möglichen noch nicht voll besprochenen Gesetz in die Schuhe schieben zu wollen.
      6 7 Melden
    • Turi 22.04.2016 17:43
      Highlight Franco, aber es ist schon so: Mit höherer Mehrwertsteuer wird die unsozialeste aller Steuern propagiert. Genauso wie sie die Rechtsregierungen in aller Welt der Bevölkerung aufzwingen.
      13 3 Melden
    • FrancoL 22.04.2016 18:42
      Highlight @Turi
      Ja das wäre so. Siehe auch meine Posts im Kontrast mit ZaaFee.
      1 6 Melden
  • Toerpe Zwerg 22.04.2016 06:48
    Highlight So, wie die Finanzierung jetzt angedacht ist, killt das bedingte Grundeinkommen Teilzeitarbeit und fördert Einverdienerhaushalte.
    22 5 Melden
    • Mehmed 22.04.2016 08:31
      Highlight Und damit killt sie gerade das, was alle wollen: Flexibilität bei der Arbeit, Vereinbarkeit von Arbeit und Hobby und ehrenamtliche Tätigkeiten.
      13 2 Melden
    • Matthias Studer 22.04.2016 10:35
      Highlight Ähm, bis jetzt steht nichts über die Finanzierung. Mikrosteuer wäre eine Idee, und dann noch eine gute.
      11 10 Melden
    • Charlie Brown 22.04.2016 10:53
      3 1 Melden
    • FrancoL 22.04.2016 15:18
      Highlight Dies liegt wohl kaum an der Finzierung, das ist bGE System bedingt. Die Finanzierung kann über die MWSt erfolgen was eine Belastung aller Konsumenten trifft oder über Steuern was der Belastung nach wirtschaftlichen Kraft inkl Schlupflöcher entspricht oder über Besteuerung zb über Abgaben bei Finanztransaktionen was begüterte eher trffen würde. Dich der Fall 3 wird eher nicht zur Diskussion stehen und vermutlich letztlich die MwSt bemüht was für mich gleich ein Nein zum bGE darstellen würde.
      2 4 Melden
    • Matthias Studer 22.04.2016 17:15
      Highlight @Charlie, in der Initiative steht nichts. Das ist ein Vorschlag.
      4 2 Melden
    • Charlie Brown 22.04.2016 19:34
      Highlight @Studer: Ja, der Intiativtext sagt nichts. Aber das ist das offizielle Statement der Initianten.

      Mehr als nur "nichts", oder?
      2 1 Melden
    • FrancoL 22.04.2016 20:19
      Highlight @Matthias Studer; Auch wenn nichts zur Finanzierung steht hoffe ich doch schwer dass Sie sich Gedanken zur Finanzierung machen oder sich entsprechend einlesen. Letztendlich ist ja ein Gesetz gerade mal so gut wie dessen Finanzierungsmöglichkeit.
      1 3 Melden
    • Matthias Studer 22.04.2016 20:26
      Highlight Nein, den darüber bestimmt das Parlament und nicht der Initiant.
      5 2 Melden
    • FrancoL 22.04.2016 20:50
      Highlight @Matthias Studer; habe ich gesagt dass es nicht das Parlament und letztendlich eventuell der Bürger über ein Referendum über die Finanzierung entscheiden.
      Ich sage lediglich dass ich davon ausgehe dass jeder mündige Bürger sich vor der Abstimmung auch über im Gesetz nicht enthaltene Finanzierungsmechanismen schlau machen müsste und zudem werden ja diese Mechanismen auch breit diskutiert. Gerade weil viel geredet wird von Umverteilen, ist dieses Thema Finanzierung besonders wichtig. Will man dieses Umverteilen stützen dann fallen schon mal einige Finanzierungsmodelle weg.
      1 2 Melden
    • Charlie Brown 22.04.2016 21:20
      Highlight @Studer: Mit der Haltung wird das BGE nie einen Hauch einer Chance haben.

      Mir kommts so vor: Andere sollen arbeiten, dass ich ein BGE erhalte. Das fordere ich! Wie das finanziert werden soll? Keine Ahnung. Das sollen andere gewährleisten.
      2 4 Melden
    • Toerpe Zwerg 22.04.2016 21:46
      Highlight Der Taschenspielertrick der Initianten, welche 2/3 der Finanzierung dadurch wegzaubern, dass einfach alle bestehenden Löhne bis 2500 an das bedingte Grundeinkommen angerechnet werden ist also einfach nichts? Alle von den Initianten auch in diesem Interview verbreiteten Konzepte sind also nur Täuschungsmanöver und die Finanzierungslücke beträgt in Wahrheit 175mia. Pro Jahr? Na toll. Das kommt dann sicher gut.
      4 3 Melden
    • Toerpe Zwerg 22.04.2016 21:49
      Highlight mikrosteuer @ Studer? Mit mikro mal eben 230mia herzaubern? Klar, Finanztransaktionen und so. Geht locker. Gibt ja keine anderen Finanzplätze.
      5 2 Melden
    • FrancoL 22.04.2016 22:45
      Highlight @Toerpe Zwerg; ich bin kein absoluter Befürworter des bGE; die Finanzierung bis zu 80-85% der 210 Mia scheint mir gut festlegbar.
      Diese Finanzierung enthält keinerlei Umverteilung wie manche so gerne angedacht haben würden.
      Dass Geld aus den Lohntöpfen der Arbeitgeber und die Gelder aus den Sozialleistungsquellen sind eine 1 zu 1 Verschiebung von einem Konto auf ein anderes. Ein Spareffekt durch das Zusammennehmen aller Sozialleistungsquellen könnte realistisch sein. Die restlichen 25 Mia sind dann tatsächlich auch über eine Umverteilung denkbar, z.B. Besteuerung von Finanz-Transaktionen.
      3 2 Melden
    • Toerpe Zwerg 23.04.2016 07:47
      Highlight Meine These lautet, dass Teilzeitarbeit extrem unattraktiv wird, wenn die ersten 2500 Franken Lohn "angerechnet" werden und dass damit Einverdienerhaushalte gefördert werden. Sind Sie anderer Ansicht?

      Meine zweite These lautet übrigens, dass diese Art von "Finanzierung" nicht aufgehen kann, wenn man einem der Hauptargumente der Initianten folgt. Dieses lautet, dass es viel weniger Stellen geben wird in Zukunft wegen der Digitalen Revolution.

      Bislang konnte mir niemand schlüssig gegen diese Thesen argumentieren.
      4 1 Melden
    • Matthias Studer 23.04.2016 08:15
      Highlight @Toerpe. Warum soll Teilzeitarbeit unattraktiv werden? Das habe ich bis jetzt nicht verstanden. Ich glaube nämlich, gerade das Gegenteil wird der Fall sein. Aber das wird kommen, wenn man den zweiten Punkt beachtet. Es wird immer weniger Arbeit für alle geben. Von daher bietet sich doch Teilzeit an? Wenn nicht, warum? Gerade Geringverdiener könnten sich es mehr leisten. Und zu denen gehören bei uns zu einem grossen Teil Alleinerziehende Mütter. Die chrampfen meist für billiges Geld. Das BGE gibt ihnen einen Teil zurück.
      4 1 Melden
    • Matthias Studer 23.04.2016 08:23
      Highlight @Charlie. Nein, es ist nicht einfach so, dass sich andere darum kümmern müssen. Und ich selber profitiere zumindest in den nächsten 20 Jahren nicht davon.
      Aber ich kenne viele, denen würde es einiges besser gehen, wenn sie ein BGE hätten.
      Schlussendlich müssen wir uns fragen, ob die halbe Bevölkerung am Schluss Sozialhilfe bezieht oder ein BGE? Sozialhilfe ist für keinen Beteiligten ein schönes Erlebnis. Nicht mal für die Partner von Bezügern. Mit neuen Steuern kann man das wirtschaftsfreundlich lenken. Nämlich nach Verursacherprinzip. Und es gibt einen Gegenpol zu den USTR II + III.
      2 1 Melden
    • Charlie Brown 23.04.2016 08:30
      Highlight @Franco: Das Geld aus den Sozialversicherungsquellen wird doch für die heute und in Zukunft Bedürftigen gebraucht (Kinder, Kranke, Alte, etc). Die Frage ist doch, woher das Geld für die restlichen (4 Millionen? 5 Millionen? Oder auch nur 3 Millionen? Habs nicht recherchiert..) kommt, die neu jeden Monat 2500 Franken bekommen sollen. Bei 4 Mio. Neubezügern wären das dann 120 Mia. pro Jahr. Woher die wohl kommen?
      1 1 Melden
    • Matthias Studer 23.04.2016 08:41
      Highlight @Charlie. Der Bund hat den Fehlbetrag auf 25 Milliarden geändert. Dieses Geld ist noch nicht finanzierbar wenn das BGE kommt. Aber dabei muss man sehen, es werden 2500 Franken pro Erwachsenen und 650 Franken pro Kind berechnet. Dies kann sich alles ändern. Was auch noch diskutiert werden kann sind Robotersteuern. Denn die Wertschöpfung bleibt gleich. Es wird Arbeit erledigt. Einfach ohne den Menschen. Von daher entfallen Steuereinnahmen, die von Menschen getätigt werden. Also auch Konsumsteuern wie die MwSt. Von daher bleiben viele Antworten offen. Es geht mit der Abstimmung um den Grundsatz.
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    • Charlie Brown 23.04.2016 08:55
      Highlight @Studer: Rechne doch mal selbst nach. Das mit den 25 Mia. ist eine Milchbüchleinrechnung ( oder ein Taschenspielertrick, wie Toerpe so schön sagt).

      Nochmals: Die bestehenden Anspruchsgruppen brauchen immer noch gleichviel Sozialleistungen ( oder es kommt zu teils massivem Leistungsabbau). Woher kommen die 120 Mia. für 4 Mio. Neubezüger?
      2 1 Melden
    • Matthias Studer 23.04.2016 09:19
      Highlight Ich frage mich die ganze Zeit wie ihr auf 4 Millionen Neubezüger kommt. Und auf die 120 Milliarden Mehrkosten. Anfangs stand dieser Betrag in den Unterlagen. Aber das wurde vom Bund nach unten korrigiert. Nämlich auf 25 Milliarden. Denn bestehende Ausgaben, die heute in Form von Rente und Sozialhilfe nicht eingerechnet wurden. Das sind offizielle Zahlen der Gegner und nicht Befürworter.
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    • Toerpe Zwerg 23.04.2016 09:23
      Highlight Wieso nimmt man an, ein Roboter würde da stehen, wo er GE-Bezüger finanzieren muss? Das wird eher nicht der Fall sein.

      Teilzeitarbeit wird deshalb extrem unattraktiv, weil sich damit kaum etwas über das GE hinaus verdienen lässt. Kaum eine Familie wird es attraktiv finden, 2* 3500 für zwei 50%-Pensen zu verdienen. Das würde bedeuten, dass man 170 h pro Monat arbeitet für 2000 Fr. Verdienst. Dann lieber einer 7000 und der Andere bezieht einfach das GE. Logisch, oder?
      4 0 Melden
    • FrancoL 23.04.2016 09:29
      Highlight @Charlie: Wieso kommst Du auf 4-5 Mio die neu 2'500 bekommen sollten? nimm mal die Arbeitsbevölkerung + AHV-Bezüger + Kinder unter 18J. Dies ergibt nicht die 4-5 Mio "Neubezüger".
      Ich denke, dass HEUTE der Fehlbetrag von 25 Mia. realistisch sein kann, der Bund sollte dies mit den Unterlagen, die zur Verfügung stehen, ordentlich genau berechnen können. Was hätte der Bund davon, wenn er einen zu kleinen Fehlbetrag angibt? Der BR ist gegen das bGE. Alle zu bezahlenden Sozialleistungen fliessen (genau wie heute) in das bGE, genau so die AHV. Alles würde über den bGE verteilt + Zusatzleistungen. Teil 2 >>
      1 1 Melden
    • FrancoL 23.04.2016 09:35
      Highlight @Charlie; Für mich stellen sich etliche andere Fragen aber die beiden folgenden sind meines Erachtens die wichtigsten:
      Das Modell funktioniert, mit sagen wir 25 Mia. Fehlbetrag (heute!), wenn alle ähnlich weiterarbeiten wie heute; BEZWEIFLE ICH, oder evtl. mehr arbeiten, weil sie einen Job finden, der besser zu ihnen passt, BEZWEIFLE ICH.
      Eine Finanzierung über die MwSt. würde ich ablehnen, denn gerade wenn der Fehlbetrag noch zunehmen sollte, würde eine stetige Finanzierung über die MwSt. einen KILLER darstellen.
      1 2 Melden
    • FrancoL 23.04.2016 09:50
      Highlight @an Alle; Wie wird der Fehlbetrag des Bundes berechnet? dies könnte der Berechnungsweg sein:
      Anteil Jugendliche unter 18; Arbeitslöhne und Lehrlingslöhne bringen bis 650 > bGE.
      Bevölkerung bis 18-65 bringen bis 2500 ins bGE, die die weniger verdienen nur den entsprechenden Betrag.
      Bevölkerung 65 + bringt die AHV-Gelder in das bGE.
      ALV/IV etc fliessen in das bGE. Der Effekt der bürokratischen Einsparungen wird dem bGE gutgeschrieben, dh aus den Sozialwerken ergibt sich eine höhere Auszahlrate. Das ergibt den Fehlbetrag von 25 Mia., der über Steuern ausgeglichen werden müsste.
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    • Charlie Brown 23.04.2016 10:48
      Highlight Die 4 Mio. sind eine Schätzung, wie weiter oben geschrieben. In der Schweiz sind über 4 Mio. Menschen berufstätig. http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/03/02/blank/key/erwerbstaetige0/entwicklung.html Die meisten davon werden heute nicht Bezüger von AHV/IV/Kindergeld/Sozialhilfe sein. Ergo werden die alle neu und bedingungslos 2500 pro Monat bekommen. Ist das falsch oder schwer nachvollziehbar?
      0 0 Melden
    • kliby 23.04.2016 11:25
      Highlight die argumente der bge-befürworter sind einfach lächerlich. rechnet man ihnen vor, dass mwst unsozial sind und die reichen entlasten, sagen sie, es ist ja gar nicht bestimmt, wie das ganze finanziert werden soll.
      sagt man, dass das bge nicht finanziert werden kann, rechnen sie einem irgendwas vor, wie das eben schon gehen soll.
      ist die finanzierung jetzt klar oder unklar und damit ungesichert?
      3 0 Melden
    • FrancoL 23.04.2016 11:34
      Highlight @Cahrlie Brown; Das ist meines Erachtens falsch:
      Die Beschäftigten (19-65 J) in der Schweiz sind 4,4 Mio, natürlich inkl. Teilzeit. Diese Gruppe bringt die 2'500 über die Löhne nicht ganz aber mehrheitlich auf.
      Die Jugendlichen bis 19J sind 1.7 Mio, diese bekommen zwar 650/pm, ein Teil ist durch die Kindergelder schon heute gedeckt.
      Die über 65 sind 1,5 Mio und bekommen die AHV, die dann über das bGE läuft.
      0.9Mio arbeiten nicht und bekommen dann das bGE von 2500.
      Die Zahl von 25Mia kann also gut stimmen.
      Ist doch nachvollziehbar? wenn nicht bitte weiter posten.
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    • FrancoL 23.04.2016 12:06
      Highlight @kliby; die Finanzierung ist nicht klar, es liegt am Parlament diese zu bestimmen.
      Dies hat nichts mit gesichert oder ungesichert zu tun.
      Das Parlament kann, besser es MUSS, eine oder mehre Geldquellen bestimmen und dann steht die Finanzierung.
      0 1 Melden
    • stadtzuercher 23.04.2016 12:48
      Highlight Franco, wenn ich mir anschaue, wie heute die Bevölkerung nicht mal mehr Ferien für die Berufstätigen vorschreiben will, oder mehr als 1 Tag Urlaub für Väter ihres neugeborenen Kindes bereit sind zu finanzieren, dann bin ich überzeugt, dass sie diese Luxusfinanzierung von nicht-Berufstätigen hochkant ablehnen werden.
      2 0 Melden
    • FrancoL 23.04.2016 13:07
      Highlight @Stadtzürcher; Kann durchaus sein, Gründe dagegen aber auch dafür gibt es viele.
      Es ist eine Vorlage bei der sich jeder einzelne sein Gründe im Dutzendpack zusammenstellen kann.
      Was ich einzig befürchte dass auch in den nächsten Monaten mehr Unwahrheiten als Wahrheiten die Meinungen beeinflussen werden.
      Das ist aber genau der Fehler der Initianden, die alles schön Andenken und auf Wolke sieben argumentieren und selbst bei den einfachsten Fragen das "Gute" im Menschen in den Vordergrund stellen und nicht annehmen wollen dass nun mal auch der Mensch nicht nur tugendhaft ist.
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    • Charlie Brown 23.04.2016 14:58
      Highlight @Franco: Ich halte mich mal an die Argumentation der Befürworter und sage: Die Finanzierung ist noch gar nicht geregelt. Ergo können wir uns in einem ersten Schritt nur auf die Kosten konzentrieren.

      Und auf Kostenseite ist es so (ich wiederhole mich...) dass neu zusätzliche 4 Mio Bezüger à CHF 2500 pro Monat hinzukommen. Bist du da so weit einig mit mir?

      Mag sein, dass diese das ganze mittels einer neuen Abzugsposition auf der Lohnabrechnung (BGE-Steuer? BGE-Abzug? Egal...) finanzieren. Aber das wissen wir heute nicht. Einzig wissen wir, dass 4 Mio Menschen mehr Geld erhalten werden.
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    • Charlie Brown 23.04.2016 15:01
      Highlight @Franco: Es kommt noch mehr hinzu... Die AHV-Bezüger bekommen heute eine Maximalrente von CF 2'350 pro Monta, oder? Ehepaare sogar nur 75% davon pro Person. Maximal. Nach Annahme des BGE bekommt jeder, der heute im Schnitt deutlich unter 2'350 (ich schätze mal im Schnutt vielleicht 1'800?) bekommen hat, 2'500. Also schon nur der AHV-Topf isoliert betrachtet ist gegenüber heute defizitär.

      Verstehe mich nicht falsch, ich wäre nicht dagegen, dass Ehepaare im Alter zwei volle Renten erhalten. Aber es geht drum, dass es mehr kostet. Und darüber soll transparent gesprochen werden.
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    • Charlie Brown 23.04.2016 15:07
      Highlight @Studer: Im Verfassungstext, über welchen wir abstimmen, steht nichts zu Finanzierung aber auch kein Wort darüber, dass das BGE die anderen Sozialwerke ablösen soll. Wie ist das jetzt genau... Werden die am Ende gar nicht abgelöst? Weil das muss ja dann das Parlament bestimmen.

      Die Vorlage ist viel zu schwammig, ich habe keine Ahnung, worauf ich mich am Ende effektiv einlasse. Jeder versteht es ein wenig anders und hofft, dass es dann so kommt, wie er es sich wünscht.

      Auf der Basis will ich keine Verfassungsänderung. Ich wertschätze aber trotzdem die Diskussion, die damit ausgelöst wird.
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    • FrancoL 23.04.2016 15:27
      Highlight @Charlie Brown; ich bin unterwegs melde mich, die Diskussion mit Dir ist spannend, wir kommen schon noch auf das gleiche Ergebnis ;-)
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    • FrancoL 23.04.2016 18:03
      Highlight @Charlie; Ausgangslage;
      CH-Bevölkerung, 8,2 Mio.
      Aufteilung; bis 19J; 1,67 Mio.
      20-39 J; 2,2 Mio.
      40-64 J. 2,9 Mio.
      ü65 1,43 Mio., davon ca 0.25 Mio im Arbeitsproz

      Arbeitende 19-64; 4,35 Mio
      gar nicht in Arbeitsproz; 0.75 Mio
      Lehrlinge: 0,2 Mio
      ü65 im Arbeitsproz; 0.15 Mio

      nun zu den Defiziten: nach Alter dargelegt:
      Kinder/Jugendliche bis 19 ohne Lehre:
      1,47 Mio > 1,47 * 400.-- (bGE-KiZu)*12 = 7 Mia.
      20-64 J nicht im Arbeitsp.; 0.75Mio*2500*12=22,5 Mia.
      ü65; Ausgleich AHV; 1,28 Mio*500*12= 7,5 Mia.
      20-64 J mit Arbeit unter 2500; 25%*4,8*600*12= 8,5 Mia
      Total 7+22,5+7,5+8,5=43,5 Mia
      ff
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    • FrancoL 23.04.2016 18:07
      Highlight @Charlie; Bei allen Berechnungen sind keine Synergien eingerechnet, Synergien die auch der Bund nicht in Abrede stellt. Bei der AHV ist zudem nicht betrachtet ob das bGE wirklich zu einer so massiven Erhöhung führt oder nicht die Betrachtung von AHV+PK eingesetzt wird, was das Defizit der ü65 massiv verringern würde.
      Ich denke dass der Fehlbetrag von 25 Mia den der Bund, der ja über die viel besseren Zahlen verfügt, berechnet hat nicht so schlecht in der Landschaft steht.
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    • Charlie Brown 23.04.2016 19:04
      Highlight @Franco: Danke für die Berechnungen. Die stimmen wohl unter einer gewissen Finanzierungsprämisse. Aber genau die Finanzierung ist nicht geregelt, du gehst einfach davon aus, dass das BGE der Personen im Arbeitsprozess über Lohnabzüge erledigt wird. Das ist aber eine Hypothese.

      Aber selbst wenn... Wenn es zu einer Umverteilung kommen soll, muss der BGE-Abzug vom Lohn prozentual gestaltet werden.

      Vereinfacht: Mit einem Medianlohn muss ein BGE finanziert werden. Das macht einen Abzug von 41% auf einem Bruttolohn von 6118 (aktueller Median). Wer drüber ist zahlt drauf, wer drunter profitiert.
      0 0 Melden
    • FrancoL 23.04.2016 19:42
      Highlight @Charlie; Das Berechnungsmodell wurde so vom Bund für die Berechnung des Fehlbetrages von 12% der bGE also den viel erwähnten 25 Mia dargestellt. ich habe es ein wenig verfeinert und konnte gewisse Prämissen die der Bund kennt ich aber nicht, nicht einfliessen lassen, darum bin ich wohl bei den 43 Mia. gelandet.
      Ja ich gehe davon aus dass der 1 Lohnteil, nämlich das bGE also die 2'500 bei jedem Lohn abgezogen werden und in den bGE-Topf landen zusammen mit den entsprechenden Sozialbeiträgen die eh schon anfallen. Eine Hypothese? Bis dato habe ich noch nichts anderes gehört.
      0 0 Melden
    • FrancoL 23.04.2016 19:50
      Highlight @Charlie; Und zudem bin ich der Meinung dass es sich nicht um eine Umverteilung handelt, ausser für die Finanzierung des Fehlbetrages könnte eine mehr oder weniger griffige Umverteilungsvariante gewählt werden.

      Deine Medianlohnvariante wäre so was von komplex und auch auf die Teilzeitarbeit nicht anzuwenden dass ich mal vermute dass sie nicht angewendet werden könnte. Die Modellgraphiken, eine habe ich in den vergangenen Tagen hier gepostet, sprechen zudem eine ganz andere Sprache, eine eher einfache Umsetzung, es geht ja auch um weniger Bürokratie.

      Umverteilung steht nicht im Mittelpunkt.
      0 0 Melden
    • FrancoL 23.04.2016 20:29
      Highlight @Charlie; Wenn Sie einmal Zeit haben könnte dieser Link auch für Sie durchaus interessant sein:
      http://www.grundeinkommen.ch/wp-content/uploads/Die-Finanzierbarkeit-des-Grundeinkommens.pdf
      Dieser Text zeigt dass nicht gross mit komplexen Modellen gearbeitet wird sondern mit Überlegungen die sich weitgehend um das + oder - zum Betrag im Verhältnis zu den einzelnen Löhnen befassen. Es ist ein etwas älteres Papier aber gut brauchbar.
      0 0 Melden
  • July 21.04.2016 23:29
    Highlight hinzuzufügen wäre noch die Abschaffung vin vielen Subventionen, da z.B die Bauern wieder mehr Perspektive hätten.

    Der Staat würde auf diverse Systeme verzichten können, die Finanzierung sollte also möglich sein.
    4 5 Melden
    • Mehmed 22.04.2016 08:33
      Highlight Wie naiv muss man sein, um zu glauben, es würden Subventionen für Bauern und Tourismus abgeschafft werden? Übrigens: Würden die Gastarbeiter auf den Feldern der Bauern auch BGE erhalten?
      6 3 Melden
    • DerElch 22.04.2016 20:03
      Highlight @mehmed
      Ja. Laut Initiativtext erhält jeder in der Schwriz lebende das BGE.
      Da stellt sich die Frage nach dem Umgang mit Wirtschaftsflüchtlingen auch nicht mehr......
      0 2 Melden
  • July 21.04.2016 23:26
    Highlight die Idee ist brilliant. Sie lässt unsere kapitalistische Grundeinstellung nicht mehr zu, ermöglicht mehr Zeit für die Dinge die uns glücklich machen und durch die gesicherte Existenz fallen Stress und Geldsorgen weg = glücklichere, unabhängigere Bevölkerung. Eine Veränderung unseres Systems ist unausweichlich; die Rentensäulen funktionieren nicht mehr und durch diese Unstrukturierung kann die Sozialhilfe abgeschafft werden. Die Kontrapunkte wiegen aus meiner Sicht die pros nicht auf. Und da die Initianten bei der Umsetzung nur wenige Richtlinien gegeben haben, ist eine Umsetzung sicher möglich
    17 9 Melden
    • Maragia 22.04.2016 10:06
      Highlight Ja klar, alle haben Geld, jeder kann tun was er will, ein paar arbeiten, ein paar geniessen das Leben. Das Geld wächst ja schliesslich auf Bäumen!!
      6 10 Melden
    • rodolofo 22.04.2016 19:00
      Highlight Das Grundeinkommen sollte nur im Falle von Arbeitslosigkeit ausbezahlt werden!
      Denn sonst können Arbeitgeber Lohndumping betreiben: "Was willst Du mehr Lohn mit einem Grundeinkommen?"
      Sobald jemand arbeitet, sollte das Grundeinkommen entsprechend gekürzt werden, so wie jetzt beim Arbeitslosengeld.
      Im Unterschied zu heute würde aber eine schikanöse Behandlung beim RAV verunmöglicht.
      Einer Putzfrau müssten die Arbeitgeber einen anständigen Lohn bezahlen, da sie sonst lieber zu Hause bleibt und sich in der Kinderbetreuung und im Quartier engagiert. Bisher waren diese wichtigen Arbeiten gratis...
      3 0 Melden
  • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 21.04.2016 19:39
    Highlight https://www.woz.ch/-69e8
    7 1 Melden
    • Soli Dar 21.04.2016 21:02
      Highlight Herzlichen Dank für den Verweis auf den WOZ-Artikel. Bei aller Euphorie, sind Zweifel durchaus angebracht. Womöglich öffnen wir mit einem gut gemeinten wohlwollenden aber schlecht umgesetzten Grundeinkommen die Büchse der Pandora...
      13 7 Melden
    • Charlie Brown 22.04.2016 08:23
      Highlight Gar nicht neue Aspekte... Bis jetzt wurden die Gegner einfach nicht ernst genommen. Muss es halt erst die woz schreiben. Hauptsache es kommt an.
      3 0 Melden
    • FrancoL 22.04.2016 09:37
      Highlight @Rhabarber; Den Artikel habe ich gerade 2 x lesen müssen, da ich zuerst mir Antworten oder richtige Fragen erhofft hatte, gefunden habe ich eher eine Auslegeordnung was davon ist links oder rechts angesiedelt. Wenn dann ein Artikel noch mit dieser völlig aber völlig falschen Frage endet, dann sind wir zuunterst in der Journi-sakla angekommen:
      "Würden die Löhne wirklich um 2500 Franken sinken?"

      Wenn etwas klar ist, dann die Tatsache dass die Löhne nicht sinken sondern aus einem bGE-Socklebeitrag und aus dem Restlohn bestehen, dh das Einkommen bleibt erhalten.
      4 4 Melden
    • FrancoL 22.04.2016 09:44
      Highlight @Rhabarber:
      Diese Schlussfrage ist eine Angstmacherei auf SVP Niveau, wenn nicht darunter.
      Schade es hätte tatsächlich genügend Fragen, wie:
      Ist es gesichert dass die Arbeitslosengelder die über 2500 auch ausbezahlt werden.
      Was passiert mit der AHV; bekommt ein Paar nun nicht mehr 40'000 sondern 60'000 CHF/Jahr.

      Und die Hauptfragen, mit Killereffekt:

      Sind die fehlenden 25 Mia richtig gerechnet?
      und wo liegt dieser Betrag in 10 Jahren?
      Soll der Fehlbetrag von heute 25 Mia durch die MWST gedeckt werden, dann für mich klar NEIN. Die MwSt darf da nicht als Geldschleuse eingesetzt werden.
      6 3 Melden
    • MarGo 22.04.2016 09:54
      Highlight Ich finde daran ist nichts neu... Die Initianten haben schon immer betont, dass es um die Idee geht, und dass die Finanzierung in einem weiteren Schritt vom Parlament (oder uns durch Referendum) definiert werden würde...
      3 1 Melden
    • FrancoL 23.04.2016 12:37
      Highlight @Rhaberber; Wieso sollten die die Löhne aus Sicht der Arbeitgeber sinken?
      Der Arbeitgeber wird für jeden Arbeitnehmer eine 2-geteilte Lohnsicherung abgeben müssen; 2500 an das bGE und den Rest an den Angestellten, das gibt auch keine zusätzliche Bürokratie, weil er schon heute ALV, AHV zu entrichten hat. Da diese Gefässe mit grosser Wahrscheinlichkeit zusammengefasst werden können, ändert die Abgabe sich nur um den Lohnanteil von 2500.

      Auch ich schwanke zwischen Ja und Nein. Gründe dafür habe ich sehr viele pro und kontra. Was mich am meisten stört, ist die dürftige gesetzliche Ausgangslage.
      0 0 Melden
  • FrancoL 21.04.2016 19:15
    Highlight Offensichtlich gibt es viele Interpretationen.
    Vorgeschlagen ist zB dass jeder Erwa 2'500 bekommt ob er arbeitet oder nicht, jedes Ki 650.
    Woher kommt das Geld ca 250 Mia/Jahr?
    Von den Arbeitgebern die 2500 für jeden Arbeiter der diese Summe oder mehr verdient. Verdient ein Arbeitnehmer weniger dann eben weniger in den bGE-Topf.
    Die Sozialwerke AHV,ALV IV etc bezahlen in diesen bGE und nun fehlen noch einige Mia die zB über Steuern finanziert werden.
    Wer mehr verdient als 2500 bekommt den Rest vom Arbeitgeber. Wenn jemand von der IV mehr als 2'500 bekommt wird das aus dem bGE finanziert.
    5 10 Melden
  • Froggr 21.04.2016 19:01
    Highlight Solange nicht klaar ist, wie man dieses BGE finanzieren will, ist es sowieso abzulehnen.
    19 34 Melden
    • MarGo 22.04.2016 09:52
      Highlight Es geht doch noch gar nicht um die Finanzierung! Es geht um die Idee... Es wäre eine viel zu komplexe Abstimmung, wenn alles schon seinen Rahmen hätte. Die Initianten lassen diese Punkte bewusst offen. Die Finanzierung würde nach Annahme vom Parlament festgesetzt - wo wir dann wieder per Referendum dagegen stimmen könnten... (siehe den ganzen Hergang der AHV, war ganz ähnlich)
      5 0 Melden
  • Homes8 21.04.2016 18:49
    Highlight In der Regel haben die Leute sehr viel Mühe den inneren Schweinehund allein zu bekämpfen
    9 18 Melden
    • Homes8 22.04.2016 08:59
      Highlight Ich sehe absolut keinen Zusammenhang von Ihrem Kommentar zu meiner Äusserung. Bitte posten Sie diese nächstes mal woanders. Per Du sind wir auch nicht.
      2 5 Melden
    • Chanichang 22.04.2016 17:47
      Highlight Sorry Homes8, aber Rhabarber hat recht. Die geleisteten unbezahlten Arbeitsstunden überschreiten die geleisteten bezahlten Arbeitsstunden in det Schweiz sogar! Und dabei gehts nicht nur um Frauen...
      4 0 Melden
    • Homes8 22.04.2016 18:59
      Highlight @ Chanichang
      Klar hat Sie mit Ihrer Äusserung wegen Frauenarbeit recht.
      Hat aber überhaupt nichts mit meiner Aussage zu tun, dass Leute sehr viel Mühe haben, den inneren Schweinehund, allein zu bekämpfen.
      Schreib ich chinesisch, oder was?
      2 0 Melden
    • Homes8 23.04.2016 09:02
      Highlight Dann zeig mir mal einen perfekten Menschen, der keine Probleme mit seinem inneren Schweinehund hat.
      0 0 Melden
    • Homes8 23.04.2016 09:39
      Highlight Bezüglich unbezahlter Frauenarbeit:
      Es ist ja auch nicht so, dass Männer die Geld verdienen, das dann nur für sich ausgeben.
      Und wieviele freiwillige unbezahlte Arbeit leisten Männer?
      0 0 Melden
  • Lollipop12 21.04.2016 18:01
    Highlight Ich finde es toll, dass es nun weitergeht im 21. Jahrhundert. Es ist wichtig, dass man offen für Neues ist, weil sonst würden wir jetzt noch in der Höhle leben oder auf das bessere Leben im Himmel warten. Alte Ansichten erneuern, Misstrauen vertreiben und Neugierde entwickeln. Ich wäre selbst nie auf so eine Idee gekommen. Finde das eine supermoderne, interessante Idee. Bin auf jeden Fall dabei!
    52 4 Melden
    • Spooky 21.04.2016 19:11
      Highlight @Lollipop12
      "...weil sonst würden wir jetzt noch in der Höhle leben..."

      Ich sehe zwar bei uns heutigen Erdenbewohnern absolut keinen Fortschritt im Vergleich zu den Troglodyten - jedenfalls nicht mental.

      Aber trotzdem. Das BGE ist genial. Ich bin davon begeistert. Stellt euch vor, wir Schweizer wären die ersten auf diesem Planeten mit dem BGE: direkt-demokratisch mit JA auf dem Stimmzettel zugestimmt. Die anderen Nationen auf der Welt würden uns wie Götter und Göttinnen behandeln.
      26 8 Melden
  • Ghost 21.04.2016 15:25
    Highlight Das Kernziel des BGE's ist es also, dass jedes Individuum der Arbeit nachgeht, welches es am meisten mag. Finde ich Top.

    Wieso aber der Staat dafür verantwortlich sein soll, ist mir ein Rätsel. Kein anderes Land bietet seiner Bevölkerung so viele Chancen. Wir haben Berufslehren, höhere Fachschulen, Fachhochschulen und Universitäten. Wir profitieren vom Reichtum unserer Eltern. Wer davon nicht profitieren kann, erhält vom Staat Unterstützung.

    Wer heute seine Chancen nicht wahrnimmt, wird es auch mit dem BGE nicht tun.

    Erfolg und Erfüllung, liebe BGE Befürworter, kommt niemals gratis.
    50 40 Melden
    • illoOminated 21.04.2016 16:59
      Highlight So ein Unsinn! Ich wäre z.B. liebend gerne Spieleentwickler - gibts in der Schweiz nur leider kaum Stellen. Wenn ich aber mit zwei Entwicklerkollegen 1-2 Jahre irgendwo in der Pampa wohnen und mich voll darauf konzentrieren könnte, bin ich überzeugt mehr als genügend vielversprechende Ideen zu haben schon wenige Zeit später auf sehr rentablen eigenen Beinen zu stehen.
      Aktuell aber prostituiere ich meine Kreativität 8-10 Std pro Tag (da Teilzeitstellen in der Branche immer noch eher ein Unding sind (hohe Arbeitsplatzkosten etc.)) und bin in der restl. Zeit schlichtweg zu kaputt dafür.
      24 17 Melden
    • Matthias Studer 21.04.2016 17:30
      Highlight Das mit den Stipendien stimmt so nicht.
      14 3 Melden
    • koks 21.04.2016 18:08
      Highlight illominatd, dann mach dich selbständig. nur jammern und nichts investieren zählt nicht. wer heute nicht den finger rausnimmt, wirds auch mit BGE nicht tun.
      21 22 Melden
    • FrancoL 21.04.2016 20:19
      Highlight @Illo; Wäre für Dich und Deinen Kollegen auch heute gut möglich. Ihr arbeitet 1 Jahr voll Dampf und spart was ihr könnt. Ich nehme an dass ihr mehr als 2'500 in Eurer Branche verdient. Mit dem was Ihr spart ab in die Pampa und entwickeln, denn die 2'500 pro Nase könnt ihr für ein Jahr ansparen. Danach wieder 1 Jahr ansparen und wieder ein Jahr in die Pampa. So haben es viele meiner Kollegen gemacht, allerdings sind sie nicht in die Pampa sondern ins Hochschulstudium. Geteilt haben wir uns häufig ein Getränk den Rest haben wir in WC-Lavabo getrunken.
      4 9 Melden
    • Ghost 21.04.2016 23:40
      Highlight Illo, landwirtschaftssimulator ist ein topshot aus der schweiz. Als hobby entwickelt und zum topseller gemacht.

      Zudem kenne ich selbst leute im alter von 23-25 jahre, die neben hochschulstudium ihr startup traum verwirklichen.

      Das eine vollzeitstelle in der it eine ganz andere belastung darstellt, ist mir bewusst. Aber ein unternehmer, der das risiko scheut, ist als angestellter vlt. besser aufgehoben.

      Wenn du einen traum hast, dann geh zur community und hol dir dein geld. Ist ja nicht mehr so, dass der businessplan bei der bank die einzige möglichkeit wäre 🙃🙄
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    • nick11 22.04.2016 00:36
      Highlight Mit dem Vorteil, dass bei der Mrthode von FrancoL ein gewisser Druck besteht. Ich kenne das nur gut genug. Besteht kein Druck, so Entwickelt man sich zu tode bis es "Perfekt" ist, und damit auch schon wieder veraltet. Selbständig machen sollte sich nur wer dafür genügend Mumm hat, das steigert automatisch die Qualität, BGE würde diese eher verringern.
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  • Shabina 21.04.2016 15:21
    Highlight Ich mit meiner Familie würde bei 2500/Person plus "Kindergeld" gleich viel verdienen, wie wenn ich (inkl. Partner) 120 Arbeitsprozente Arbeite.
    Ergo: Mein partner hört auf zu arbeiten (40%), ich mache musik und 120 Arbeitsprozente fehlen...

    Klar es hören nur 2% auf zu arbeiten. Aber 50% beginnen zu malen, musizieren oder wandern... und plötzlich fehlt das Brot zum Frühstück... dafür steht an jeder Ecke ein Strassenmusikant?

    Das BGE geht für mich einfach nicht auf.
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    • illoOminated 21.04.2016 17:02
      Highlight Die Nahrungsmittelindustrie wird bis in 15 Jahren praktisch komplett automatisiert sein. Die Leute, die dann noch in der Branche arbeiten, erhalten bereits jetzt genug, dass sie ihren Job wohl behalten werden (merke: der Mensch will instinktiv "mehr", also wird er sich mit 2500.- nicht zufrieden geben) - oder kaufen sie ihr Brot immer beim Bäcker, ihr Fleisch immer in der lokalen Metzgerei und ihre Milch holen sie persönlich beim Bauern ab?
      15 9 Melden
    • Globidobi 21.04.2016 17:19
      Highlight Es gibt aber nicht nur Musiker und Maler im der Schweiz. Zum Beispiel wäre jemand gerne ein selbständiger Entwickler, welcher mir einer Idee eine Firma aufbauen kann.
      16 10 Melden
    • koks 21.04.2016 18:10
      Highlight globidobi, wenn du heute nicht selbständiger entwickler wirst, dann wirst dus auch mit BGE nicht. was brauchst du um entwickler zu sein? einen compi. du kannst heute beginnen. weshalb tust dus nicht? weil du keine gute idee hast? die kommt dir auch mit BGE nicht...
      19 19 Melden
    • Dfp 21.04.2016 18:23
      Highlight Wenn man 42 stunden pro Woche arbeiten muss um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten bleibt weder genügend Zeit noch Energie um wirklich kreativ und produktiv zu sein.
      Zeit ist ein wichtiger Faktor in dieser Hinsicht. Man könnte dann zum Beispiel teilzeit Arbeiten und den Rest der Zeit in seine eigene Arbeit investieren.
      19 6 Melden
    • Homes8 21.04.2016 18:57
      Highlight @ illoOminated
      Heisst das die Äpfel wachsen dann direkt in der Verpackung, oder essen wir dann nochmer Mais-Scheiss?
      2 12 Melden
    • andrin- 21.04.2016 23:01
      Highlight Der Grossteil der Menschen wird sich nicht zufrieden geben mit dem "Zustupf" des BGEs. Der Mensch wird immer bestrebt sein, etwas zu tun, sich weiterzuentwickeln, sich zu verwirklichen. Er kann nicht ohne "Arbeit"! Eine Menge Leute haben heute bsw. Angst vor der Pension, da viele dann nicht mehr arbeiten dürfen! Worauf ich hinauswill ist: Der Mensch ist ein Arbeitstier und ausserdem würden die vielen "Strassenmusikanten" wenigstens unsere "Musikbranche" ein wenig ankurbeln!
      3 0 Melden
    • nick11 22.04.2016 00:44
      Highlight @Dfp: Teilzeit Arbeiten ist für dich unmöglich da du sonst nicht durchkommst, du denkst aber, dass du mit einem BGE von 2500CHF durchkommst? Macht keinen Sinn. Jeder Firmengründer hat mal klein angefangen und einige Jahre auf sehr viel verzichtet, ohne das würde es niemals gehen. Die motivation etwas zu erreichen wäre schlichtweg zu klein. Wir brauchen keine 100'000 Startups wovon 99% nach 1-2 Jahrwn wieder eingehen.
      Vielmehr wäre stetige ich für eine Reduktion der Arbeitszeit aufgrund der Automatisation.
      2 1 Melden
    • illoOminated 22.04.2016 08:14
      Highlight @Homes8
      Wer sagt denn, dass Äpfel in 20 Jahren noch an Bäumen wachsen und nicht sehr viel effizienter und platzsparender in Labors gezüchtet werden können? Ich glaube, die meisten hier unterschätzen den Exponenten des technologischen Fortschritts. Die Geschwindigkeit, mit der wir uns weiterentwickeln, wird nicht abnehmen - im Gegenteil, alle aktuellen Indikatoren weisen darauf hin, dass sie sich weiter massiv beschleunigen wird.
      Informative TEDTalks zum Thema gibts zuhauf, ich empfehle so ziemlich alle von Ray Kurzweil.
      https://www.ted.com/talks/ray_kurzweil_on_how_technology_will_transform_us?language=de
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    • Shabina 22.04.2016 09:13
      Highlight @illoOminated
      dann stimmen wir doch in 15 Jahren wider ab. Wir sehen dann, ob ich ohne "Arbeit" eines Menschen noch zu meinem Brot komme ;-)
      (Merke: Auch wenn mein Partner und ich weiterarbeiten würden, würden wir nicht mehr erhalten...) und wer arbeitet schon gerne für nix?

      0 0 Melden
    • Shabina 22.04.2016 09:14
      Highlight @Globidobi: Und wenn die idee sich nicht verkaufen lässt weil sie einfach nicht gut ist? Du kannst doch nur (wie beim Musiker/Maler) etwas verkaufen, wo eine Nachfrage besteht, und diese Nachfrage motiviert dich mit dem "Lohn" für deine Arbeit. Bekommst du aber "Lohn" ohne Bedingung, wirst du an der Nachftrage vorbei "arbeiten" und Deine Arbeit ist umsonst.
      1 2 Melden
    • Shabina 22.04.2016 09:19
      Highlight @DFP
      da hast du schon recht, nur, kannst du das nicht bereits heute schon? Wenn deine Arbeit etwas einbringt, kannst du doch Teilzeit arbeiten, ohne finanziellen Verlust. Und wenn Sie nichts einbringt, ist es wohl eher als Hobby zu definieren. Das ist aber genau das was ich meine. Wenn jeder nur sein hobby zum Beruf machen möchte, da man ja ein Einkommen hat, fehlt unter dem Strich die Arbeitsleistung die Nachgefragt wird, oder?
      0 0 Melden
    • Shabina 22.04.2016 09:31
      Highlight @Andrin
      Du hast recht, der Mensch wird bestrebt sein, sich weiter zu entwickeln und sich zu VERWIRLKICHEN. Sich zu verwirklichen heisst aber nicht auch zwingend einen Mehrwert für jemanden in der Gesellschaft zu schaffen. Ich verwirkliche mich in der Musik, aber wenn niemand meine Musik hören möchte, mache ich das nur für mich alleine. Meine (zugegeben einfache) Logik: von nichts kommt nichts. Wer essen will muss jagen, wer musizieren will braucht jemand, der dafür Essen eintauscht. Falls niemandem die Musik gefällt, muss er selber jagen, und kann nach dem Jagen die "Trommel" spielen...hobby
      2 0 Melden
    • Shabina 22.04.2016 09:32
      Highlight @nick11
      Sie sehen das genau richtig.
      0 0 Melden
    • Homes8 22.04.2016 11:01
      Highlight @ illoOminated
      Von Äpfeln aus dem Labor würden Sie Krebs kriegen.

      Ich sehe vor allem die Entwicklung, dass unsere Lebensgrundlage, die Natur immer schneller kaputt geht.
      Vor 60 Jahren gabs auch schon Zeitungsartikel die behaupteten in 70er Jahren fahre man mit Autos mit Atomantrieb. Oder man könne andere Planeten bewohnbar machen. Dabei bringen wir es nicht mal fertig unsere Erde am Leben zu halten.
      Die Erde ist für mich wie ein komplexer Organismus, auf dem sich die Menschen entsprechend nützlich, oder wie eine Krebszelle verhalten können. Krebszellen werden vom Rest des Organismus bekämpft.
      0 0 Melden
  • King_Cone 21.04.2016 15:04
    Highlight da lese ich Kommentare wie: "Allein die Idee, dass Menschen für Nichtstun Geld bekommen ist doch absurd. "

    die Idee ist absurd? Genau darauf basiert unser Währungssystem mit den Zinsen...
    80 20 Melden
    • Cybot 21.04.2016 15:18
      Highlight In gewissen Fällen sogar ein leistungsloses Spitzeneinkommen :D
      Die Initiative schneidet direkt oder indirekt all diese Themen an. Das gefällt mir :)
      49 9 Melden
    • Maragia 21.04.2016 15:33
      Highlight Nein, weil du in der Zwischenzeit mit dem Geld etwas tun hättest können! Immer lustig, wenn einige Personen keine Ahnung vom Finanzwesen haben...
      Ist dir denn deine Zeit auch nichts wert und arbeitest gratis?
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    • Charlie Brown 21.04.2016 15:36
      Highlight @King_Cone: Nicht ganz richtig.

      Zinsen gibt's dafür, dass du dein Kapital jemandem zur Verfügung stellst (es also in der Zeit nicht selbst nutzen kannst) und ein Ausfallrisiko hast. Es ist quasi wie die Miete für ein Objekt, welches du jemandem überlässt. Findest du das auch absurd?
      21 13 Melden
    • Cybot 21.04.2016 15:45
      Highlight @Charlie Brown / @Maragia
      Das mag ja sein, ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Zinsempfänger keinen Finger für den Zins krumm machen musste. Er hat den Zins "einfach so" bekommen. Darum stimmt ja die Aussage grundsätzlich, oder?
      25 13 Melden
    • King_Cone 21.04.2016 15:51
      Highlight @Charlie Brown

      natürlich ist es "nicht ganz richtig"...

      worauf ich abziele ist, die einfache frage: warum soll jemand der mehr hat viel einfacher an noch mehr kommen und das zu lasten von denjenigen, die wenig haben... und ja, auch ich profitiere von zinsen... aber wann ist genug? wie viel gier verträgt die welt?

      zudem frage ich mich, ob das nicht eine Chance sein könnte, den Staat in seinen undurchsichtigen Verbindungen von Subventionen / Steuern zu entflechten, zu entschlacken... detox für den staat
      32 4 Melden
    • Charlie Brown 21.04.2016 15:51
      Highlight @synthacx: Wenn du den Verzicht auf die zwischenzeitliche Nutzung und das Risiko eines Totalverlustest als "einfach so/gar nix" betrachtest... Dann ja, Kalorien verbrennen muss man nicht dafür. Aber das behauptet ja auch niemand.

      Nehmen wir mal an, du hast das Glück ein kleines Ferienhäuschen zu haben. Überlässt du das einfach jedem für umsonst? Oder nimmst du nicht auch ein wenig Miete, wenn du jemanden drin wohnen lässt?
      12 11 Melden
    • Cybot 21.04.2016 16:33
      Highlight @Charlie Brown
      Ich weiss was du meinst, weiss aber nicht ob man diese Denke 1:1 auf Geld übertragen kann.
      Im Falle einer Vermietung habe ich ja als Vermieter selbst auch kosten, welche ich decken muss. Das mache ich mit dem Mietertrag. Bei Geld ist das ja anders. Was kostet es mich, Geld an dich zu verleihen? Je nach rendite eine gehörige Portion Mut. Ich habe dafür keinen Finger krumm gemacht! Ich habe lediglich spekuliert. Mal im grösseren Rahmen, mal im kleineren. Gearbeitet habe ich dafür nicht. Das ist der Kern der Aussage von @King_Cole, welche ich richtig finde.
      19 7 Melden
    • Charlie Brown 21.04.2016 16:53
      Highlight @King_Cone: Warum zu Lasten von jemandem?

      Ich habe mir ein Haus gekauft. Mit meinem Ersparten hätte ich es nicht vermögen. Also bin ich zu einem Finanzinstitut und habe mir das fehlende Geld geliehen. Das Institut geht ein Risiko ein, gibt mir aber das Geld und ich zahle einen Zins darauf. Ich wohne jetzt schöner als vorher und ich zahle dafür gerne demjenigen einen Zins für die Bereitschaft, mir das zu ermöglichen und für das eingegangene Risiko. Win-Win. Nix zu Lasten von mir. Ich habe frei entschieden.
      7 3 Melden
    • Charlie Brown 21.04.2016 16:54
      Highlight @synthacx: Doch es kostet dich etwas. Es nennt sich Opportunitätskosten. Und das ist das, was ich mit der ersten Antwort mit gemeint habe, der Kreditgeber verzichtet während einer gewissen Zeit darauf, selbst mit dem Geld etwas anfangen zu können.
      4 6 Melden
    • Matthias Studer 21.04.2016 17:39
      Highlight Wie funktioniert unser Finanzsystem?
      5 1 Melden
    • Matthias Studer 21.04.2016 17:40
      Highlight Zinsen
      6 1 Melden
    • Froggr 21.04.2016 18:50
      Highlight Aber famit man Zinsen bekommt muss man zuerst einen Bazen Geld auf der Bank haben. Es ist also NICHT bedingungslos!
      6 1 Melden
    • Cybot 21.04.2016 18:59
      Highlight @Charlie Brown
      Das ist soweit alles richtig was du sagst. Korrigiere mich, aber sind Opportunitätskosten reale Kosten? Hätte, Könnte, Würde? Der Zins den ich aber für Geld einstreiche, das ich nicht brauche (!!), ist doch Leistungslos? Ich bekomme dieses Geld ohne etwas dafür getan zu haben. Ich beziehs jetzt auf mich selbst. Ich kann beim besten Willen keine realen Kosten feststellen, welche ich habe, weil mein Geld auf der Bank liegt. Ja ich könnte mir ein zweites Auto kaufen (Das ich nicht brauche)... Was kostet es mich (real!!) wenn ichs nicht mache? Das meine ich eigentlich damit :)
      5 1 Melden
    • Cybot 21.04.2016 19:00
      Highlight @Froggr
      Ja, muss ich dir Recht geben. Bedinungslos vieleicht nicht, aber aus meiner Sicht leistungslos, da ich nichts dafür getan habe (Zins/Zinseszins).
      6 2 Melden
    • Froggr 21.04.2016 21:36
      Highlight Doch. Du trägst das Risiko dein Geld zu verlieren, indem du es anderen in die Hände gibst.
      2 1 Melden
    • Charlie Brown 21.04.2016 22:39
      Highlight @synthacx: Kostenrechnung ist nicht gleich Aufwand und nicht gleich cash-out.

      Ja, du hast weder Aufwand noch cash-out. So ist es. Aber du hast aufgrund der Inflation einen Wertverlust - vergleichbar mit der Abnutzung eines vermieteten Gutes.

      Und du trägst das Risiko des Kreditnehmers mit. Vielleicht die eine oder andere schlaflose Nacht? Und das darfst du ihn etwas kosten lassen.
      1 0 Melden
    • Charlie Brown 22.04.2016 09:42
      Highlight @Studer: Die Videos sind unterhaltsam / eindrücklich.

      Zum Zinsvideo: In der selben Zeit müsste aber mit einer Inflation von 5% p.a. gerechnet werden. Damit wäre kaufkraftbereinigt der Wert inkl. Zinseszinen... Ein Cent!
      0 0 Melden
    • FrancoL 22.04.2016 11:01
      Highlight @Charlie Brown; Ich möchte da nicht rummotzen, aber Deine Aussage;
      "Das Institut geht ein Risiko ein, gibt mir aber das Geld und ich zahle einen Zins darauf".
      Das Leidige ist doch dass die Bank denen nicht ein Risiko eingeht, wenn die Belehnung maximal bei 75% liegt. Die Bank hat mind. 2 Hebel um das Risiko zu mindern bzw auf 0 zu setzen: Die Bewertung des Hauses hält sie konservativ auf 90% der Wertes und den Belehnungsgrad von 25% zusammen also ca mind 1/3 Wertsicherheit! Da müsste schon sehr Vieles passieren, das Risiko das Geld bei sich auf der Bank zu halten ist bedeutend grösser.
      1 1 Melden
    • FrancoL 22.04.2016 12:28
      Highlight @Charlie Brown; Habe mich verschrieben; nicht Belehnungsgard von 25% sonder natürlich die Eigenmittel von 25% ergeben eine Wertsicherheit von 1/3 des Hauses.
      1 0 Melden
    • Charlie Brown 22.04.2016 21:42
      Highlight @Franco: Klar, du hast recht, die Bank sichert sich das Risiko ab. Anders wären ja Hypozinsen von unter 1% nicht möglich.

      Anderes Beispiel: Ich nehme einen Betriebskredit auf oder bekomme eine KK-Limite von der Bank für meine Firma. Ich bin (wie du) im Dienstleistungssektor ohne Anlagevermögen tätig. Die Bank hat quasi keine Sicherheit, somit höheres Risiko und damit einen höheren Zins als bei der Hypothek. Und das absolut gerechtfertigt.

      Besseres Beispiel?
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    • FrancoL 22.04.2016 22:30
      Highlight @Charkie Brown; Ja, das ist ein besseres Beispiel, da fährt die Bank ein klares Risiko und verlangt dafür dann doch einen um ein Vielfaches der Hypothek höheren Zins.
      Geht man zu Privaten, wenn die Bank nicht mitmacht sieht es dann Zins technisch noch etwas schlechter aus, ausser man habe wirklich gute Freunde;-)
      0 0 Melden
  • Charlie Brown 21.04.2016 14:36
    Highlight Wir wissen alle noch nicht genau, wie ein BGE allenfalls mal umgesetzt würde. Und darin liegt das grosse Problem.

    Gehen wir mal davon aus, dass der Betrag 2'500 ist und dass dieser nicht zusätzlich zum Erwerbseinkommen dazu kommt. Das ist zumindest die aktuelle Lage der Argumentation der Initianten, wenn es um die Finanzierbarkeit geht.

    Also, wenn dem so ist: Egal ob ich 100%, 80% , 60% oder gar 40% arbeite (je nach urpsrünglichem Lohn), bekomme ich auch mit angenmommenem BGE nicht mehr als heute. Es ändert sich schlicht nichts für mich. Kein zusätzlicher Freiraum. Nada. Njet. Nope.
    25 18 Melden
    • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 21.04.2016 15:25
      Highlight Es stimmt, dass das BGE nicht zusätzlich zum Einkommen dazu kommt. Aber Sie vergessen, dass der Arbeitgeber Lohnkosten spart, da er nicht den gesamten Betrag von CHF 2500.- in den BGE-Topf bezahlen muss. Das alleine heisst natürlich nicht, dass der Arbeitnehmer einfach so mehr Lohn bekommt. Wenn es noch Leute gibt, die dieselbe Arbeit für den vorherigen Lohn erledigen, ist das super für den Arbeitgeber, denn er spart Kosten. Wenn sich aber nur noch schwer Personal finden lässt, zu diesen Bedingungen, muss der Arbeitgeber umdenken und die Arbeitnehmer sind in einer besseren Verhandlungsposition
      12 9 Melden
    • Charlie Brown 21.04.2016 15:56
      Highlight @Louie: Ah. Dann nützt ja das BGE vor allem den Arbeitgebern, denn die haben weniger Kosten und können damit fettere Gewinne einstreichen ;-)

      Nein, bitte. Es ist spekulativ zu sagen, wie das BGE effektiv im Detail finanziert wird. Darum ist es ja so hypothetisch.
      12 2 Melden
    • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 21.04.2016 16:39
      Highlight Es kann den Arbeitgebern nützen, richtig. Es kann aber auch den Arbeitnehmern nützen, das hat wieder jeder selbst in der Hand. Ich bin aber überzeugt davon, dass ein Arbeitnehmer dann eher höher pokert, wenn es um Verhandlungen für einen Job geht, als das heute der Fall ist, da er ein wenig unabhängiger ist vom Job, als das heute der Fall ist.

      Ja, das ist spekulativ und Sie und ich stellen unsere Vermutungen an, aufgrund welcher wir hier diskutieren. Ich finde das sehr interessant.
      7 2 Melden
  • FrancoL 21.04.2016 14:24
    Highlight «Das Grundeinkommen ist eine Initiative gegen Faulheit»
    das glaube ich kaum!
    Das bGE könnte ein Ansatz sein um die Trägheit zu bekämpfen, die Trägheit die in machen Menschen durch Perspektivlosigkeit entstanden ist.
    24 15 Melden
    • Maett 21.04.2016 15:05
      Highlight @FrancoL: das sehe ich genauso. Existenzängste und "Arbeitspflicht" (da sonst kein Geld vorhanden wäre), treiben viele Menschen in Depressionen (in der Schweiz betrifft das doch irgendwie um die 10%?) und Existenzängste, was dazu führt, dass man das eigene Potential nicht ausschöpfen kann.

      Das Grundeinkommen kann auch als Risikokapital im Kleinen betrachtet werden: man schaue in die USA, was (dort im Grossen) passiert: eine Innovation jagt die nächste. Ich glaube, dass die Schweiz mit einem Grundeinkommen weit bedeutender für die Welt werden könnte, als anhin.
      31 6 Melden
    • Charlie Brown 21.04.2016 15:39
      Highlight @Maett: Die USA als Beispiel fürs BGE? Verstehe ich dich richtig?

      Eine Innovation jagd die nächste, weil schlaue Köpfe Sachen aushecken, welche einen Markt haben und weil sie Aussichten darauf haben, damit viel Geld zu verdienen. Nicht weil sie eine staatliche Rente für die Selbstverwirklichung bekommen.
      13 8 Melden
    • Maett 21.04.2016 15:48
      Highlight @Charlie Brown: nein, ein Beispiel für Risikokapital. Die USA sind das Land des Risikokapitals, mit durchweg positiven Folgen; man kann das Grundeinkommen nämlich auch aus dieser Perspektive betrachten, das meinte ich.

      Eine Innovation jagt die nächste, weil das typisch schweizerische/europäische Sicherheitsdenken nicht in diesem Masse existiert, und die Leute das Potential ihrer Bildung (die hier auch gut ist) nutzen. Ein Grundeinkommen (also die fehlende Notwendigkeit, "irgendwie" Geld verdienen zu MÜSSEN), kann deshalb zu ähnlichen Ergebnissen führen.
      9 3 Melden
    • Charlie Brown 21.04.2016 16:58
      Highlight @Maett: Risikokapital wird gegeben, wenn sich jemand dafür den A*** aufreisst und die Idee brillant ist. Also alles andere als "bedingungslos". Insofern hinkt m.E. der Vergleich.
      8 5 Melden
    • Maett 21.04.2016 17:37
      Highlight @Charlie Brown: Sie verstehen nicht auf was ich hinaus möchte...

      Ich zitiere nochmal: "Eine Innovation jagt die nächste, weil das typisch schweizerische/europäische Sicherheitsdenken nicht in diesem Masse existiert, und die Leute das Potential ihrer Bildung (die hier auch gut ist) nutzen."

      Das Grundeinkommen kann diesem Sicherheitsdenken begegnen, was eben Innovationen schaffen kann. Dies passiert zurzeit v.a. in den USA, wegen dem Risikokapital. Also kann dem Grundeinkommen in diesem Bereich eine ähnliche Wirkung nachgesagt werden, auch wenn es weiss Gott überhaupt nicht dasselbe ist.
      6 5 Melden
    • Charlie Brown 21.04.2016 22:47
      Highlight @Maett: Ich verstehe schon. Aber ich glaube nicht daran.

      Das BGE macht aus einem Übervorsichtigen keinen Unternehmer.

      Risikokapital hat ja auch den Vorteil, dass ich als Person und mit der Idee andere überzeugen muss - dass die Idee gut ist und dass ich das Potential und den Biss habe, diese zu monetarisieren. Diese Funktion fehlt beim BGE.
      4 0 Melden
  • fünfnachfünf 21.04.2016 14:23
    Highlight Wichtig ist, die Initiative kommt durch. Insbesondere sollten sich Bundesangestellte sich dafür einsetzen, denn die Zukunft in Freiheit für diese nicht produktive Berufsgattung, wenn man vernünftig nachdenkt, ist schwer gefährdet.
    16 19 Melden
    • Meitschi 22.04.2016 10:14
      Highlight @fünfnachfünf: Ich bin Bundesangestellte und grad ziemlich beleidigt.
      Aber einmal abgesehen davon: Eine "Berufsgattung Bundesangestellte" gibt es nicht. Beim Bund angestellt sind LehrerInnen, KV-Leute, PolizistInnen und GrenzwächterInnen, InformatikerInnen, wissenschaftliche Mitarbeitende, ÜbersetzerInnen, JuristInnen, Berufsoffiziere, FahrerInnen, und und und. ÜBERLEGEN UND DIFFERENZIEREN, nicht einfach hohle Parolen nachplappern!! Merci.
      7 0 Melden
  • Patamat 21.04.2016 14:11
    Highlight Diejenigen mit hohen Löhnen werden genau gleich weiterarbeiten wie bisher (da sie mehr als nur 2'500 möchten) und auch das Arbeitspensum nicht reduzieren, da das BGE nur den Sockelbeitrag zum heutigen Lohn bildet. Diejenigen mit tiefem Lohn werden den genau gleich tiefen Lohn haben, wenn sie die gleiche Arbeit weiterführen möchten. Oder eben nur noch das BGE. Wenn für den Job mit dieser Bezahlung niemand mehr gefunden werden kann, dann wird er nicht besser bezahlt, sondern ins Ausland ausgelagert, automatisiert oder weggestrichen. Die Einkommensschere wird durch ein BGE sogar verstärkt.
    19 19 Melden
    • MacB 21.04.2016 15:48
      Highlight Die Reiningung öffentlicher Toiletten wird ins Ausland ausgelagert?

      aha...

      24 4 Melden
    • illoOminated 21.04.2016 15:49
      Highlight Wenn der Job ins Ausland verlagerbar ist, ist er nicht ortsgebunden und somit mit hoher Wahrscheinlichkeit repetitiv --> langweilig. Oder unglaublich anstrengend. In beiden Fällen ist mir lieber, wenn der Job ins Ausland verlagert (oder, noch idealer, automatisiert) wird, als dass ein hier Ansässiger zu unverhältnismässigen Bedingungen diesen ausführen muss. Dann können sich diese Personen nämlich wirklich sinnvollen Jobs widmen - auf die Einkommensschere hat dies doch absolut keinen Einfluss?!
      13 9 Melden
    • Patamat 21.04.2016 17:37
      Highlight MacB, mir ist auch klar, dass nicht alles ins Ausland verlagert werden kann. Aber im obigen Interview begründen die Initianten die Notwendigkeit eines BGE damit, dass wir vor den Toren der 4. industriellen Revolution stünden. Wenn das stimmt, dann ist die Konsequenz daraus, dass viele Jobs wegfallen und eine ganze Gesellschaftsschicht dann nur noch von einem BGE von 2'500 lebt. Sie können sich dann schon einer anderen Tätigkeit widmen, aber mehr als das BGE erhalten sie nicht dafür (sonst würden sie bereits jetzt in einen besseren Job wechseln).
      5 3 Melden
    • Charlie Brown 21.04.2016 22:50
      Highlight @illoOminated: Auslagern lässt sich heute vieles, nicht nur tepetitives und unglaublich anstrengendes. Zum Beispiel Softwareentwicklung. Kein Bullshit-Job im engeren Sinn, oder?
      3 0 Melden
  • FrancoL 21.04.2016 14:05
    Highlight Eigentlich ist das bGE eine Super-Sache, nicht nur wegen den gesicherten CHF 2'500, sonder vor allem weil anhand der meisten untenstehenden 115 Posts (und noch vielen mehr) nun klar wird dass wir Menschen sehr, sehr tugendhaft sind.
    Wir werden unsere "Modeli" die wir an der Arbeit und sonst so in der Gesellschaft mit uns tragen allesamt ablegen und durch reine Tugenden ersetzen.
    Sch...Arbeiten werden dann so gut bezahlt dass das SCH wegfällt
    Nun das alles wage ich zu bezweifeln, auch wenn ich dem bGE gegenüber grundsätzlich positiv eingestellt bin.
    Das bGE wird die wenigsten Menschen ändern.
    15 4 Melden
    • Maett 21.04.2016 16:21
      Highlight @FrancoL: man sollte von Watson-Kommentarschreibenden nicht gleich auf Menschen im Allgemeinen schliessen ;-)
      6 2 Melden
    • FrancoL 21.04.2016 20:26
      Highlight OK auf einen Teil der Menschen, ist aber auch schon was ;-)))
      1 1 Melden
    • MacB 22.04.2016 07:24
      Highlight @Maett: Da hast du zum Glück recht, sonst wär die Schweiz hochsozialistisch :-D
      0 0 Melden
  • bangawow 21.04.2016 14:02
    Highlight Ich werde JA stimmen, auch wenn es nicht angenommen wird, nur um zu zeigen: JA, es gibt Leute, die wären bereit.
    Bereit, etwas zu riskieren.
    Bereit für eine Veränderung.
    43 9 Melden
    • Froggr 21.04.2016 18:53
      Highlight Riskieren: das ist das passende Wort.
      2 5 Melden
    • Tsunami90 21.04.2016 22:48
      Highlight Nur wer wagt der gewinnt!
      0 2 Melden
  • King_Cone 21.04.2016 14:00
    3 2 Melden
    • Patamat 21.04.2016 15:20
      Highlight Ein interessanter Artikel. Es gab solche oder ähnliche Projekte auch bereits in Namibia ("BIG") und Kanada ("Mincome"). Allerdings wurden und werden solche Projekte durch Spenden oder separate Budgetposten finanziert und sind zeitlich begrenzt (Mincome wurde beendet, nachdem das Budget aufgebraucht war). Und es geht dort um die Bekämpfung von bitterster Armut.
      5 0 Melden
  • Cybot 21.04.2016 13:41
    Highlight Ich war anfänglich dagegen, kann mich aber immer mehr mit dieser Idee anfreunden. Als Informatiker bin ich direkt in der Automatisierung und Digitalisierung involviert. Das meine Arbeit Jobs vernichten kann, das weiss ich! Aber ist das den per se schlecht? Wenn ich das jetzige System anschaue, auf jeden Fall! Aber genau aus diesem Grund braucht es m.M.n. eine Umdenke. Das BGE ist denke ich ein wichtiger Schritt auf einem, zugegebenwerweise, etwas ungewissen Weg in die Zukunft. Es sind viele Fragen offen, ich denke aber, dass sich diese in zukünftigen Abstimmungen klären werden.
    26 3 Melden
    • illoOminated 21.04.2016 14:48
      Highlight Geht mir ziemlich ähnlich. Auch mit meinem IT-Background trage ich dazu bei, dass gewisse Jobs unnötig werden. Dies ist aber nur so lange schlimm, wie wir auf das "Recht auf Arbeit" beharren und keine Alternativlösung dazu bereit haben. Wieso sollen Arbeiten, die Maschinen übernehmen können, noch von Menschen ausgeführt werden? Wieso lassen wir diese Menschen nicht wirklich sinnvollen Tätigkeiten nachgehen, statt repetitive und damit oft langweilige Arbeiten auszuführen?
      15 1 Melden
    • Cybot 21.04.2016 14:57
      Highlight Exakt, sehe das genau so!
      9 1 Melden
  • Big ol'joe 21.04.2016 13:41
    Highlight Um noch was für die Kommentare klarzustellen: Das BGE enthält nur die Sockelentlohnung, wird also nur dazu gerechnet. Es wird also weniger in Richtung Teilzeitarbeit gehen, weil sich das rein opportunistisch nicht lohnt (bei 50% wird "zu wenig" dazuverdient um überhaupt zu arbeiten). Dafür werden klar schlecht bezahlte Jobs aufgewertet. Eine Diskussion wäre spannend wie sich das BGE auf "Projekt-arbeit" und der stärkeren Fixierung auf "Ich-AG's" verhält. Wie müsste man zwischen den einzelnen Arbeiten verrechnen? Wie ist die Projekt-Entlohnung?
    4 2 Melden
  • Humbolt 21.04.2016 13:08
    Highlight Natürlich ist es eine Träumerei und eine Idealisierung. Aber sagt mir bitte welche Wende auf dieser Welt nicht als Träumerei gestartet ist?! Alle Vordenker hatten es schwer und wurden zurückgehalten zu ihrer Zeit. Im Nachhinein verehren wir sie.

    Meiner Meinung nach haben die zwei Herren auf mehreren Eben recht. Es ist das richtige und es wird passieren.

    Es wird aber wahrscheinlich nicht jetzt passieren. Die CH hätte die Chance eine weltweite Leaderrolle zu übernehmen, aber unsere Angst hält uns zurück. In 50 Jahren wird sich dann ein anderes Land in den Geschichtsbüchern verewigen.
    51 10 Melden
    • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 21.04.2016 13:39
      Highlight Absolut meine Meinung. Dann sehen wir doch zu, dass wir das, für uns, Mögliche machen, um es jetzt passieren zu lassen ;-)
      12 5 Melden
    • FrancoL 21.04.2016 13:49
      Highlight Dass es passieren wird könnte ich noch stützen.
      Das bGE wird aber viele Missstände, zB Schi...Jobs unterbezahlte Jobs, und einiges mehr nicht verbessern oder gar zum Verschwinden bringen. Das bGE hat gute Ansätze und könnte in der Bürokratie zu merklichen Einsparungen führen, das idealisierte Bild einer Gesellschaft in der der grösste Teil nur noch das macht was er als sinnvolle und ausfüllende Arbeit empfindet wird es nicht geben.
      6 9 Melden
    • Patamat 21.04.2016 17:55
      Highlight Wollt Ihr wirklich eine Träumerei und Idealisierung (O-Ton Humbolt) in die Verfassung schreiben?
      6 2 Melden
    • Humbolt 21.04.2016 18:33
      Highlight Das was jetzt drin steht brachte uns die Diktatur des Geldadels. Etwas anderes ist einen Versuch wert. Not because it's easy but because it's hard! (So ähnlich verkündete JFK damals die Apollomissionen.)
      4 2 Melden
  • Maragia 21.04.2016 13:06
    Highlight Einfaches Rechenbeispiel:
    Eine Coiffuese verdient aktuell 4000.- bei 100%. Mit dem BGE hätte sie 2500.- auf sicher, müsste also für 1500.- Mehrlohn mind. 42h in der Woche arbeiten. Vielen Coiffeusen ist das evtl. nicht wert, also wird mind. 6500.- von den Arbeitnehmern verlangt. Nun werden diese Mehrkosten natürlich den Konsumenten belastet. Das heisst die Preise werden steigen. BGE reicht nicht mehr. Alle gehen wieder normal arbeiten. System nutzlos
    Nur ein Beispiel!
    27 47 Melden
    • MarGo 21.04.2016 13:28
      Highlight Warum soll sie für 1500.- eine 42h Woche hinlegen...? Viel wahrscheinlicher ist, dass sie etwa 60% arbeitet für die 1500.- und die restliche Zeit mit Ihrer Familie verbringen kann, sich kreativ entwickeln, evtl ein zweites Standbein aufbaut usw...
      8 14 Melden
    • Matthias Studer 21.04.2016 13:35
      Highlight Nein, gehen wir mal davon aus, dass die Arbeitnehmer wissen, was der Job hergibt... Ja, sie sind nicht dumm.
      Dann machen sie nochmals die Rechnung. Sehen Sie? Es funktioniert.
      3 9 Melden
    • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 21.04.2016 13:45
      Highlight Nur ein Beispiel, aber ein schlechtes. Sie schreiben von Mehrkosten des Arbeitgebers, was schlicht und einfach nicht stimmt. Wenn die Coiffeuse danach 6500.- verlangt, sind die Lohkosten für den Arbeitgeber nach, wie vor, CHF 4000.-, daher sind auch keine Preiserhöhungen nötig und der ganze, beschriebene, Rattenschwanz fällt weg. Die Mehrkosten, die Sie beschwören, gibt es, in Ihrer Rechnung zumindest, nicht.
      7 7 Melden
    • Evan 21.04.2016 13:46
      Highlight Der Preis der Coiffeuse bestimmt also deine ganzen Ausgaben? Sollte es zu einer Preiserhöhung kommen, dann würde nicht alles proportional zum Lohn der Coiffeuse teurer werden.
      4 2 Melden
    • Maett 21.04.2016 13:47
      Highlight @Maragia: es geht darum, dass man das tut, was man tun möchte. Der Coiffeure-Beruf ist ein gutes Beispiel dafür, viele Menschen (bzw. v.a. Frauen) üben ihn aus, weil sie das wirklich tun möchten, unabhängig von der Bezahlung.

      Kommt dazu, dass man relativ schnell merken wird, dass es nicht besonders spassig ist, von 2'500 CHF zu leben - 4'000 CHF mit einer Arbeit die man mag, bei gleichzeitiger Minimum-Absicherung (Grundeinkommen), welche einem auch Macht gegenüber dem Arbeitgeber verschafft, ist keine schlechte Lösung.
      9 2 Melden
    • FrancoL 21.04.2016 13:56
      Highlight Da haben Sie aber etwas falsch verstanden, von den 4'000 würden 2'500 aus dem bGE-Topf kommen und 1'500 vom Chef, der aber die 2'500 in den bGE Topf abgeben muss. Also bleibt es bei der Coiffeuse bei 4'000. Sie könnte natürlich künden, die CHF 2'500 beziehen und versuchen zu leben.
      Wenn Sie nun aber etwas dazu verdienen will, dann kommt das nicht oben drauf sondern erst wenn sie mehr als 2'500 verdient, kommt sie über die CHF 2'500. Darum hebt das bGE nicht den Lohn an er wird nur anders finanziert.
      9 5 Melden
    • strieler 21.04.2016 14:21
      Highlight und wieso meinen sie fordern die Coiffeusen und Coiffeure nicht einfach heute schon mehr Lohn?
      4 0 Melden
    • Adrian Aulbach 21.04.2016 14:21
      Highlight Das Grundeinkommen kommt nicht vom Arbeitgeber. Wenn die Coiffeuse weiterhin 4000 vom Arbeitgeber erhält, steigen die Preise für's Haare schneiden nicht.
      5 4 Melden
    • illoOminated 21.04.2016 14:34
      Highlight Mal darüber nachgedacht, dass sie wagen könnte sich selbständig zu machen, da, selbst wenn der Versuch fehlschlägt, ihre Existenz gesichert wäre und sie so mittelfristig zu einem sehr viel höheren Einkommen gelangen würde ohne dass (ihre persönlichen) Preise angehoben werden?
      Oder dass, wenn sie für 1500.- mehr nicht bereit wäre diese Anzahl Stunden zu arbeiten, der Job sie scheinbar nicht genügend interessiert und sie sich einen interessanteren Job suchen würde? Vielleicht als "Lernhilfe" für einen Coiffeur-Roboter?
      Du gehst immer noch davon aus, dass sie den Job nur macht, weil sie muss.
      8 4 Melden
    • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 21.04.2016 14:47
      Highlight @FrancoL: Dass der Arbeitgeber die CHF 2500.- in den BGE-Topf einbezahlen muss, ist nicht wahr. Die Finanzierung des BGE ist noch keineswegs bestimmt, dass der Arbeitgeber aber anstatt dem Arbeitnehmer den Lohn einfach in den BGE-Topf einbezahlt, ist so nicht wahr.
      8 3 Melden
    • FrancoL 21.04.2016 14:55
      Highlight @Loui König; bGE Falsch verstanden, der Arbeitgeber bezahlt die 2'500 in den bGE Topf und die 1'500 an die Angestellte welche aus dem bGE 2'500 erhält. Das bGE ist keine Geldmaschine! So wie sie es darstellen, würden alle Angestellten auf einen "Chlapf" CHF 2'500 mehr verdienen, kaum möglich!
      6 9 Melden
    • Maragia 21.04.2016 14:57
      Highlight Ihr versteht das falsch. Wer geht für 1500 Mehrlohn (4000 zu 1500) 100% arbeiten? Ich weiss nicht wieso hier einige von 60% arbeiten für die zusätzlichen 1500 reden? Der Arbeitgeber müsste immer noch die 4000 Zahlen.

      Darum würden die Arbeitnehmer ja eben (rein hypotetische Zahl) 6500 verlangen, weil mir meine 40h die Woche halt im Monat immer noch 4000 wert sind! Und nicht die zusätzlichen 1500!
      Der Arbeitgeber wäre also stärker belastet!
      6 9 Melden
    • Maragia 21.04.2016 14:58
      Highlight Anmerkung: Die 2500.- werden ja von den Arbeitgebern getragen, darum die Mehrbelastung (Nein die 2500 kommen nicht aus dem Nichts) !!
      5 6 Melden
    • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 21.04.2016 15:27
      Highlight Aus dem Nichts kommen die 2500.- nicht, das ist wahr. Dass aber der Arbeitgeber den vollen Betrag einbezahlen muss, stimmt genauso wenig! Das BGE soll ja von allen solidarisch getragen werden. Und, wie schon gesagt, die Finanzierung ist noch überhaupt nicht festgelegt, alles, was dazu kursiert, sind Ideen.
      6 1 Melden
    • FrancoL 21.04.2016 17:03
      Highlight @louie. Betrachten sie einmal die Berechnungstafeln die den Fehlbetrag von ca 25 Mia für das bGE darstellen, die zeigen ganz hilfreich wie das bGE funktioniert und wo was hinfliesst. Wenn Sie keinen Zugang zu dieser Graphik haben melden sie sich.
      3 3 Melden
    • FrancoL 21.04.2016 17:10
      Highlight @louie. Eben solidarisch Alle Arbeitgeber zahlen diese 2'500 in den Topf. Dazu kommen dann noch die anderen Beiträge der Sozialleistungen und aus diesem Gesamtbetrag werden allen das bGE ausbezahlt und da der Topf nicht genügend enthält ist mit einem Fehlbetrag zu rechnen der durch den Steuerzahler ausgeglichen wird. Also nur ein kleines Umbeigen von Reich zu arm, bedingt durch die Steuern.
      2 5 Melden
    • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 21.04.2016 17:17
      Highlight @FrancoL: um einen Link zu dieser Grafik wäre ich Ihnen sehr dankbar. Aber Fakt ist, dass die Finanzierung noch völlig unklar ist (wird von vielen als Grund für ein "Nein" genannt, in meinem Umfeld zumindest). Im Initiativtext wird kein Wort dazu geschrieben. Aber anzunehmen, dass Arbeitgeber die volle Last tragen, ist, in meinen Augen, falsch.
      3 1 Melden
    • Patamat 21.04.2016 18:22
      Highlight Im Initiativtext wird kein Wort zur Finanzierung gesagt, weil die Initianten wahrscheinlich genau wissen, dass jedes vorgeschlagene Modell zerlegt würde. Sie nehmen sich aus der Verantwortung. Bis jetzt habe ich noch kein Modell gesehen (und die Idee wird schon seit Jahrzehnten diskutiert), das die Finanzierung nachhaltig sicherstellt (auch unter Berücksichtigung, dass die Schweiz keine Insel ist) und welches funktioniert, ohne gleichzeitig den eigentlichen Sinn und Zweck eines BGE zu unterwandern (z.B. weil das BGE Bestandteil des Lohns ist oder doch an Bedingungen geknüpft wird).
      2 0 Melden
    • FrancoL 21.04.2016 18:39
      Highlight @Louie; Die Arbeitgeber tragen nicht die volle Last, das habe ich auch nie behauptet. Die Last tragen die Arbeitgeber, die Sozialwerke + die Steuerzahler für einen heute geschätzten Betrag von 25 Mia. diese 25 Mia entsprechen einem Fehlbetrag von 12% der bGE. Hier die Graphik.
      1 0 Melden
    • Charlie Brown 21.04.2016 23:11
      Highlight @Franco: Danke für die hartnäckige Aufklärung. Ich stelle mir immer vor, wie die Befürworter am Tag nach der (fiktiv) gewonnen Abstimmung aufwachen und bemerken, dass sie zwar 2'500 vom Staat auf dem Konto haben, jedoch dank den neuen Abzügen auf dem Lohnausweis und den erhöhten Steuern netto gleich viel übrig bleibt. Ich sehe ungläubiges Augenreiben und höre die Leute sagen, "ja aber dazu habe ich sicher nicht ja gesagt!"
      3 0 Melden
    • FrancoL 22.04.2016 11:10
      Highlight @Charlie Brown; ja manchmal gurckt es mich an, wie wenig da mitgedacht wird. Das bGE ist keine Geldmaschine auch keine Umbeigemecano, es könnte zu bürokratischen Vereinfachungen führen, wenn aber die Fehlbeträge (heute wohl so ca 25 Mia) über die MwSt abgetragen werden, dann kann man diese Idee begraben denn so bringt sie nichts, oder nur sehr wenigen etwas.
      Für mich sind zu viel Fragen offen, wie zB AHV: neu bekommt ein Paar 2x2500, das wäre ja super, glatte CHF 20'000 mehr im Jahr. Doch ist dies finanzierbar, wenn man nicht einmal 100 CHF finanzieren kann und will? oder zählt da AHV+PK?
      3 2 Melden
  • insomniac 21.04.2016 13:02
    Highlight Allein die Idee, dass Menschen für Nichtstun Geld bekommen ist doch absurd. Ich verstehe beim besten Willen nicht wie man das befürworten kann. Wir kommen nicht auf die Welt mit einem Recht auf irgendwas. Das Leben ist ein Geben und Nehmen, eine Balance.
    23 36 Melden
    • MarGo 21.04.2016 13:30
      Highlight Und genau diese Ansicht gilt es endlich über Bord zu werfen... Warum soll man nicht auf die Welt kommen mit einem Recht auf irgendwas?
      6 4 Melden
    • mrcharliebrown 21.04.2016 13:34
      Highlight lesen sie mal die ersten 36 artikel der BV. von wegen kein recht auf irgendwas.. so ein quatsch
      8 3 Melden
    • Tom Garret 21.04.2016 13:47
      Highlight Wer IV bezieht arbeitet auch nicht und bekommt Geld. Wer pensioniert ist zum grossen Teil auch, da er kaum genug einbezahlt hat für sich. Sind nur zwei Beispiele...
      8 3 Melden
    • Evan 21.04.2016 13:47
      Highlight Das ist bereits heute so mit der Sozialleistung. Und zur Existenzsicherung vollkommen gerechtfertigt. Wer mehr haben will kann und wird weiterarbeiten.
      8 1 Melden
    • Maett 21.04.2016 13:51
      Highlight @insomniac: doch, wir haben ein Recht auf irgendwas, dafür wurden ja staatliche Strukturen geschaffen.

      Wenn man nicht arbeitet, erhält man auch heute Sozialhilfe, egal wie man sich anstellt - das ist also kein Nachteil gegenüber dem Grundeinkommen.

      Der Mensch an sich, will sowieso Mehr als 2'500 CHF monatlich. Allein schon, weil man sich von dem Geld nicht gerade viel leisten kann. Man kann einfach nur überleben. Nichts-Macher wird es zu Beginn natürlich einige geben, aber das wird nicht von Dauer sein, weil sich ein Lerneffekt schnell einstellen kann.
      5 0 Melden
    • bangawow 21.04.2016 13:56
      Highlight Ihnen ist aber schon aufgefallen, dass die Balance schon seit langer Zeit in den Ferien ist.

      ^^
      4 2 Melden
    • King_Cone 21.04.2016 14:08
      Highlight hmm... ja, die berühmte frage... was wenn die menschen fürs nichts tun geld bekommen würden...

      Ich stelle die frage gerne anders: was ist mit den menschen, die für viel tun nichts bekommen?

      https://www.oxfam.de/system/files/20160118-wirtschaftssystem-superreiche.pdf
      7 1 Melden
    • illoOminated 21.04.2016 14:40
      Highlight In welchem Jahrhundert lebst du? Jeder Mensch, der geboren wird, hat Grundrechte - die nennen sich Menschenrechte und haben in jedem ordentlichen Rechtstaat Gültigkeit. Insofern ist deine Aussage schonmal falsch. Die Balance zwischen Geben und Nehmen hat NICHTS mit Geld zu tun - ehrenamtliche Arbeit ist genauso ein Geben.
      Das Recht auf Arbeit ist komplett irrsinnig. Wer nicht eine Tätigkeit findet, die der Gesellschaft tatsächlich dient, sollte aber dennoch die Sicherheit haben, dass für ihn gesorgt ist. Existenzängste sind mit vom Schlimmsten, was einer Psyche angetan werden kann.
      5 2 Melden
    • jeanette_mueller 21.04.2016 14:45
      Highlight So irrwitzig die Idee auch ist, ist sie heute schon für viele Menschen Realität. Z.b für viele, vorallem junge Politiker, die nichts tun und noch nie was leisteten und doch kräftig absahnen. Und genau jene, die diesen Politikern Gehorsam leisten, sind natürlich auch für ein Einkommen, ohne was dafür tun zu müssen. That's it.
      6 4 Melden
  • mitch01 21.04.2016 12:57
    Highlight Nur 2% würden aufhören zu arbeiten??? Das glaubt Ihr doch selbst nicht. Vielleicht zu 100%, aber wie viele würden nur noch so 20-40% arbeiten?? Und auch heute kann man arbeiten was man will, man kann halt nicht immer eine Luxusleben leben, jedoch ist es doch am schönsten, wenn man Freude an der Arbeit hat.
    14 18 Melden
    • Maett 21.04.2016 13:52
      Highlight @mitch01: warum sollte man nicht aufhören zu arbeiten? Arbeit ist sinnstiftend und macht Spass (es sei denn, man arbeitet am falschen Ort).

      Das Grundeinkommen wird viel zu oft als "Urlaub für alle" betrachtet, dabei ist es einfach nur eine Grundsicherung, die heute schon existiert; mit AHV, IV, ALV und Sozialhilfe.
      11 2 Melden
    • illoOminated 21.04.2016 14:43
      Highlight Kann man nicht, da viele Arbeiten heute überhaupt nicht entlöhnt werden. Auch heute gibt es immer bspw. immer noch Frauen, deren Traumberuf das Muttersein ist. Sie leisten einen gigantischen Beitrag an der Gesellschaft, sehen dafür aber keinen Rappen, obwohl es definitiv ein Fulltime-Job ist / sein kann.
      Ehrenamtliche Arbeiten fallen in den gleichen Topf. Ich glaube unsere Gesellschaft würde sehr viel mehr (teils dringend benötigte) Helfer hervorbringen, wenn diese sich keine Gedanken um ihre Existenzgrundlage machen müssten.
      12 6 Melden
  • wolkenesser 21.04.2016 12:55
    Highlight Ach, manchmal wünsche ich die watson Community wäre die schweizer Bevölkerung. Danke an euch alle für diese spannende Disskusion über das bGE. Ich finde das bGE eine super Idee, die allerdings noch gut überdenkt werden muss. Würde sie angenommen werden würde ich ein Freudentänzchen mach, allerdings sehe ich das Ganze eher pessimistisch und denke, dass sie an der Urne scheitern wird. Es ist aber auch schon wahnsinnig schön, dass die Idee diskutiert wird und als Initiative besteht!
    Aja und das Interview ist auch sehr spannend. Die Initianten sind Menschen nach meinem Geschmack
    23 8 Melden
    • wolkenesser 21.04.2016 18:47
      Highlight Also ich glaube du hast mich teilweise falsch verstanden, ich bin pessimistisch eingestellt was die Abstimmung anbelangt, ich denke es gibt in der Schweiz noch zu viele Leute die engstirnig, von Angst erfüllt sind und die es nicht wagen das System und unsere Gesellschaft zu hinterfragen (meistens SVP Wähler). Diese Menschen tun mir leid ( Es kann nicht schön sein so ein Leben zu führen), aber sie sind auch enorm gefährlich. Genau diese Leute wird man an der Urne nicht überzeugen können. Das bGE wäre für sie eine zu starke Veränderung und jede Veränderung weckt in ihnen Angst (z.BspFlüchtlinge)
      2 0 Melden
    • wolkenesser 21.04.2016 18:49
      Highlight Doch im Grunde genommen bin ich ein Optimist, denn wenn man die letzten 100 Jahre anschaut passiert so viel gute Veränderung. Frauenstimmrecht, die Grünen, all die Leute wo beginnen sich zu hinterfragen, Hausbesetzer (dafür hagelts jetzt Blitze aber ich finde das wahre Verbrechen ist Häuser leer stehen zu lassen in Städten wo Wohnraum eh knapp ist und Mieten teuer. Etc). Ich sehe die Menschheit als grosser Organismus oder Lebewesen in der Steinzeit waren wir kleine Kinder und jetzt sind wir in der Pubertät. Ich glaube es tschädderet nochmal so richtig aber dann begreifen wirs.
      2 1 Melden
  • BeWi 21.04.2016 12:34
    Highlight Was mich am meisten an der Sache stört: die Initianten gehen davon aus, dass all die schlecht bezahlten Jobs nur darum da sind, weil die Chef's einfach schamlos abkassieren. Nun, das mag ja bei einigen der Fall sein, aber die Mehrheit kann für gewisse Jobs einfach nicht mehr bezahlen. Müsste mehr bezahlt werden, steht das ganze Geschäftsmodell auf der Kippe. Sprich es würde sehr viel Konkurse geben. Wer bezahlt dann das BGE? Die Chef's oder Cheffinnen sind nicht immer nur alles die Bösen und die Absahner! Das sollen sich mal gewisse Kreise hinter die Ohren schreiben.
    19 11 Melden
    • Matthias Studer 21.04.2016 13:42
      Highlight Also, wenn vor allem die Geringverdiener mehr verdienen, wird mehr in die Wirtschaft zurück fließen. Denn da ist das Sparpotential gering.
      Und mehr verdienen heisst nicht automatisch mehr Lohnkosten. Da ja der Staat seinen Teil dazu beiträgt.
      Und wenn ein Modell nur auf billige Arbeitskräfte setzt, ist es von an zum scheitern verurteilt.
      4 4 Melden
    • MarGo 21.04.2016 13:47
      Highlight Das Geschäftsmodell steht auf der Kippe, wenn die Mitarbeiter einen angemessenen Lohn erhalten?

      Dann sollte man vielleicht das Geschäftsmodell überdenken...
      7 2 Melden
  • King_Cone 21.04.2016 12:30
    Highlight viele pros & contras wurden zum thema arbeit / verdienst schon durchgekaut...

    meine gedanken drehen sich zur zeit um BGE und die kriminalität... inwiefern würde das BGE einen gewissen teil der kriminalität eindämmen und somit einiges an verwaltungskosten (in welcher form auch immer) einsparen?

    nicht, dass ich diese rechnung gemacht hätte... aber was kostet unser verwaltungsapparat für einen einfachen diebstahl in einer bar in zürich am ende des tages?
    13 3 Melden
  • wasabitom 21.04.2016 12:24
    Highlight Mit 2500 Franken die Existenz gesichert? In Raum Zürich eher nicht. Wenn ich die Initiative richtig verstehe fallen alle anderen Sozialleistungen weg. Keine Krankenkassen Unterstützung mehr vom Kanton, keine IV? Wie kann sich dann ein IV-Bezüger einen Rollstuhl kaufen?

    Ich sehe dies schon als ein taugliches Zukunftsmodell, aber bei der Initiative gibt es für mich zu viele Fragezeichen. Zuwanderung? Alle kreativ? Und vor allem die Milchmädchenrechnung im Video. Der Staat würde ganz klar weniger Einnehmen. Mehrwertsteuer müsste rauf und damit würde alles noch teuerer. Ein schöner Traum, leider.
    10 10 Melden
    • mrcharliebrown 21.04.2016 13:38
      Highlight klar gibt es noch eine IV und die KK. das ist nicht dasselbe. bei der IV und der KK sind konkrete risiken versichert invalidität bzw karankheit/unfall. das BGE deckt diese risiken nicht ab. sie brauchen auch weiterhin versicherungen
      3 3 Melden
    • illoOminated 21.04.2016 14:54
      Highlight Dass sich nur noch innovative, auf den eigenen Beinen stehende Menschen oder aber Leute aus Tätigkeitsbereichen, die so gefragt sind, dass sie auch entsprechend bezahlt werden, leisten könnten in der Stadt Zürich zu wohnen, ist wohl ein Fakt - so what? :)
      Wenn dir die Wohnung im Stadtzentrum wichtig ist, sollst du sie dir auch verdienen - entweder mit einer geilen Idee und erfolgreichem Startup (das du ohne Zeitdruck aufziehen könntest, da deine Existenz gesichert ist) oder aber du hast Glück und deine Interessen/Fähigkeiten sind so gefragt, dass dir jemand einen entsprechenden Lohn zahlt.
      0 2 Melden
    • Froggr 21.04.2016 19:06
      Highlight Bis du auf das BGE angewiesen musst du auch nicht in Zürich leben. Alle wollen immer Extrawürste. Wie soll das weitergehen?
      0 0 Melden
  • Imfall 21.04.2016 12:19
    Highlight ähhm
    27 4 Melden
  • Crecas 21.04.2016 12:14
    Highlight Ich habe in den letzten Wochen in meinem Umfeld 6 Personen (6w, 1m) mit Teilzeit Jobs (20-50%, alle Einkommen dürften unterhalb der 2500.- Grenze liegen), ob sie ihre Arbeit (die dann ohne zusätzliches Einkommen wäre) noch ausüben würden. Alle 6 haben verneint.

    Auch ich wäre während meiner Ausbildung sicher nicht jedes Wochenende an der Tankstellentheke gestanden, um ein kleines Einkommen zu haben.

    Ich finde es eine schöne, tolle Idee, aber befürchte, dass die Realität weniger erfreulich sein würde. Leider. Hauptgrund sind die Teilzeit und Nebenjobs. Nicht die Vollzeitstellen.
    27 29 Melden
    • Matthias Studer 21.04.2016 12:36
      Highlight Da ist die Fragestellung falsch. Für wie viel werden sie den Job machen? Für 3'500? Ja?
      Wir haben den Denkfehler und meinen, das was wir verdienen ist das Maximum was der Arbeitgeber bezahlen kann. Stimmt so nicht.
      17 8 Melden
    • FrancoL 21.04.2016 12:38
      Highlight Und das wagen Sie zu posten? Ironie
      Ich glaube ihre Kleinstumfrage ist durchaus hochzurechnen und Ihre ehrliche Aussage zu ihrer Tankstellenarbeit ist wohltuend. Wir alle sind nicht nur tugendhaft!
      10 5 Melden
    • Evan 21.04.2016 12:48
      Highlight Warum sollte diese Arbeit dann ohne zusätzliches Einkommen sein? Das wäre bei korrekter Umsetzung erst bei einem höheren Betrag als 2500 der Fall.
      4 1 Melden
    • Waldorf 21.04.2016 13:09
      Highlight Ihre 6 Freunde machen offensichtlich notgedrungen einen Job, den sie nicht gerne ausüben. Wäre es eine für die Gesellschaft wichtige Arbeit, sähen sie wohl auch eher den Sinn dahinter.
      Wir sollten uns vieleicht mal Gedanken machen ob es diese sogenannten "Bullshit Jobs" überhaupt braucht und ob wir uns für sowas verheizen lassen wollen!
      17 6 Melden
    • FrancoL 21.04.2016 13:31
      Highlight @Rodge; Un alle Jobs, werden gern ausgeübt? Alle Jobs nach dem Einführen des bGE sind dann für die Gesellschaft wichtige Arbeiten?
      Auch Sch...Jobs sind oft für die Gesellschaft wichtige Arbeiten, wenn Du keine kennst lasse ich Dir eine umfangreiche Liste zukommen. Aber ich hoffe dass Dir diese Jobs bestens bekannt sind, wenn Du mit offenen Augen in der Gesellschaft unterwegs bist.
      4 1 Melden
    • Crecas 21.04.2016 14:23
      Highlight @Studer
      Das ist Utopie und nicht das Ziel des BGE.

      @Rodge
      Dann kassiert niemand mehr an der Tankstelle und füllt Regale auf oder macht das Büro für eine kleine Phsyo-Praxis oder arbeitet Teilzeit im Altersheim?

      2 1 Melden
    • Crecas 21.04.2016 14:26
      Highlight @Evan
      Das ist falsch. Wenn ich bisher 2000 verdiene, dann werde ich neu auch noch verdienen aber erhalte nur 500 BGE. Wenn ich nicht arbeite, erhalte ich dieselben 2500 (100% durch BGE).
      4 3 Melden
    • illoOminated 21.04.2016 14:59
      Highlight @Crecas
      So ziemlich alle von dir erwähnten Jobs können automatisiert werden --> wieso soll sie überhaupt noch jemand machen müssen?
      Die anderen erwähnten? Konkret Jobs im Sozial-/Pflegebereich? Die sind bereits jetzt massiv unterbezahlt und werden von Idealisten ausgeführt. Warum? Weil sie GERNE helfen - stell dir vor, solche Leute gibts! :O

      Diese Leute würden den Job wahrscheinlich immer noch ausführen - und mit ihnen vielleicht auch einige andere, so dass jeder einzelne von ihnen weniger arbeiten müsste. Das BGE ist der Weg in eine sozialere Gesellschaft.
      3 3 Melden
    • Evan 21.04.2016 14:59
      Highlight @Crecas. Du bist es, der hier falsch liegt. Du wirst das BGE von 2500 bekommen ohne Arbeit. Sobald du arbeitest, bekommst du einen Lohn darauf. Für den niedrigbezahlten Lohn wären das vielleicht 1000, für den höherbezahlten 3000. In jedem Fall hast du mit Arbeit, auch wenn du nur 10% arbeitest, mehr als nur mit dem BGE. Zumindest, wie ich angemerkt habe, bei korrekter Umsetzung.
      2 4 Melden
    • Crecas 21.04.2016 15:47
      Highlight @Evan
      Schön wars... aber das ist leider falsch.

      Auf der Website der Initianten: "Für die meisten Personen ist das Grundeinkommen nicht zusätzliches Geld, sondern ersetzt heutige Einkommen."

      https://www.bedingungslos.ch/

      Oder hier im Tagesanzeiger: "Arbeitende sollen mit einem Grundeinkommen genau so viel Geld in der Tasche haben wie zuvor. So soll ein Erwerbstätiger, der 6000 Franken Lohn vom Arbeitgeber erhält, neu 2500 Franken Grundeinkommen und 3500 Franken Lohn bekommen."

      http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/so-wuerde-das-grundeinkommen-funktionieren/story/27519067

      3 1 Melden
    • Crecas 21.04.2016 15:51
      Highlight @illoOminated
      Eine solche komplette Automatisierung ist heute nicht möglich. In Zukunft vielleicht, aber wir stimmen über ein BGE ab, dass wohl 2017 eingeführt werden soll. Zudem gibt es viele Jobs im Service Bereich, die sich auch in Zukunft nicht automatisieren lassen. Let's face reality...

      Klar gibt es Idealisten, aber das erwähnte Beispiel aus der Pflege ist zum Beispiel eine Person von diesen 6 welche ich Befragt habe. Da würden Lücken entstehen.
      2 1 Melden
    • Crecas 21.04.2016 15:53
      Highlight @Patrick
      Dies ist leider falsch. Siehe den Post an Evan weiter vorne mit den Links zur Initiatenhomepage und die Erklärungen des Konzepts im Tagesanzeiger.
      2 1 Melden
    • Evan 21.04.2016 16:12
      Highlight @Crecas. Trotzdem. Jemand mit 2500 Franken Einkommen, wird mit Arbeit trotzdem mehr haben als nur mit dem BGE.
      1 4 Melden
    • Crecas 21.04.2016 16:35
      Highlight Nein... nochmals. Lies alle Zeitungen, Erklärungen, die Initiatenhomepage... Das ist schlicht falsch... Ich verstehe wirklich nicht, wie du darauf kommst.
      2 1 Melden
    • Evan 21.04.2016 16:52
      Highlight @Crecas, ich glaube ich habe schon ziemlich alles dazu gelesen. Danke. So wie du das hier darstellt, könnte und würde es schlicht und einfach nicht funktionieren.
      1 1 Melden
    • Evan 21.04.2016 16:53
      Highlight @Crecas, der Grund ist, dass auch bei einem Niedriglohnjob immer noch Geld vom Arbeitgeber kommen wird.
      1 1 Melden
    • Crecas 21.04.2016 17:46
      Highlight Aber nur ab einem Betrag von 2500 Franken, wie im Beispiel im Tagi gut erklärt ist.... Sonst wär's ja nicht für alle gleich.

      Deiner Logik (??) folgend würde jemand der heute 3000 Franken verdient, in Zukunft 2500 BGE + 500 Lohn erhalten.

      Jemand der heute nur 2000 verdient, würde in Zukunft 2500 BGE + Betrag x (in deinem Beispiel oben erwähnst du 1000).

      Da hast du wirklich etwas falsch verstanden. Schreibe doch ne Email an die Initianten, so dass sie dir das Ding erklären können. Das hilft uns allen.
      2 1 Melden
    • FrancoL 21.04.2016 19:00
      Highlight @Evan falsch: anbei die Graphik:
      1 0 Melden
    • Evan 21.04.2016 19:33
      Highlight Wie du bereits treffend gesagt hast, wird niemand arbeiten, wenn dann trotzdem nur 2500 Franken dabei herausspringen. Dementsprechend habe ich schon recht. Die Initiative ist ja relativ offen formuliert, aber so wie du es verstehst kann es wie gesagt nicht funktionieren. @FrancoL, ohne Link zu einer hochauflösenden Grafik kann man damit nichts anfangen.
      0 0 Melden
    • FrancoL 21.04.2016 20:22
      Highlight @Evan suche den Link und werde in posten
      0 1 Melden
    • Evan 22.04.2016 09:28
      Highlight Also noch einmal ihr beiden. Es kommt eigentlich nicht drauf an, was mir gewisse Initianten in einem Email antworten würden. Es ist eigentlich ziemlich einfach. Sollte das BGE eingeführt werden, mal abgesehen davon dass das in der Schweiz in den nächsten hundert Jahren nicht geschehen wird, dann wird man nicht mehr mit 5000 Franken Lohn sprechen und darin das BGE einrechnen. Dann werden sich die Löhne den neuen Umständen mit dem BGE angepasst haben und man wird davon reden, dass man 2500 Franken Lohn bekommt, dass dann noch 2500wasauchimmer BGE dazukommt ist dann selbstverständlich.
      0 0 Melden
    • Evan 22.04.2016 09:28
      Highlight Sollte da der Staat in irgendeiner Form etwas anderes aufzwingen, dann wird absolut niemand mehr Teilzeit arbeiten und wir haben ein ziemliches Problem. Da könnt ihr mir noch so lange Blitze verteilen.
      0 0 Melden
    • Evan 22.04.2016 09:38
      Highlight Und es ist schlicht und einfach so, dass absolut niemand so blöd ist , für 2500 zu arbeiten, wenn er den gleichen Betrag bereits per BGE bekommt. Dementsprechend wird eine Arbeit zwangsmässig mehr als das BGE bezahlt werden müssen. Wir reden vermutlich einfach ein wenig aneinander vorbei. Nun, es ist ja noch ein wenigZeit zur Abstimmung und bis zur eventuellen, geschweige denn tatsächlichen Einführung sowieso. Zeit für alle sich noch ein paar Gedanken zu machen.
      0 0 Melden
    • Crecas 22.04.2016 10:51
      Highlight Genau das ist ja die Aussage meines ursprünglichen Posts. Die Umfrage hat gezeigt, dass das genau passieren könnte (und würde). Also sind wir da ja gleicher Meinung.

      Nur weil du denkst, dass es ändern müsste, damit es funktioniert, heisst das nicht, dass dies auch passieren würde. Wir stimmen im Juni über das BGE ab und das funktioniert nunmal einfach so, wie wir es gschrieben haben und nicht wie du es dir wünscht.

      Darum stimme ich nein, weil ich genau wie du glaube, dass es nicht funktionieren würde - genau wegen 0 Anreiz, eine Teilzeitarbeit auszuführen.
      0 0 Melden
  • bailey 21.04.2016 12:13
    Highlight Jobs, die "niemand" machen will, werden vom Arbeitgeber nicht besser entlöhnt oder sonst attraktiver gestaltet. Jobs werden allgemein schwinden und es gibt viele, die mehr als nur das BGE wollen. So würde ich, und auch viele andere wie auch Ausländer solche Jobs ausüben, ohne bessere Entlöhnung oder andere Attraktivität. Ist jemand sich zu schade für etwas, wird es ein anderer ergreifen! So läuft's bei wenig Jobs und vielen Arbeitslosen. Träumt weiter von einem verbesserten Lohn und spannenderen Jobs!

    Ausserdem wird jeder unterstützt, der gar nichts macht und die Fleissigen werden bestraft! http://,
    13 37 Melden
    • Matthias Studer 21.04.2016 12:42
      Highlight Die Fleissigen werden überhaupt nicht bestraft. Es wird weiterhin Jobs geben, bei den man viel verdienen kann. Sei es in der Finanzbranche, auf dem Bau oder sonst wo.
      Und noch was. Jobs verschwinden nicht einfach so. Ein Gebäude zu reinigen verschwindet nicht nach Rumänien. Die Migros steht auch in zwei Jahren dort. Esswaren werden weiterhin hier aufbereitet und verkauft werden. Oder haben wir in Zukunft kein Brot mehr? Braucht das Auto mittelfristig kein Benzin?
      Nochmals darüber nachdenken, was den alles ausgelagert werden kann von den "Scheiss" Job's.
      13 3 Melden
    • illoOminated 21.04.2016 15:05
      Highlight Derartige Jobs will meistens niemand machen, weil sie langweilig / repetitiv / sehr anstrengend sind. Mal überlegt, dass sich 99% dieser Jobs automatisieren lassen? Wenn sie niemand mehr machen will, wird die Automatisierung in diesen Bereichen vorangetrieben - die auf der Bevölkerung lastende Gesamtarbeitslast nimmt damit ab - und die Personen können sich einer in ihren Augen sinnvollen Arbeit widmen. Fragen sie sich doch einmal selbst - würden sie einfach NICHTS mehr tun, wenn sie gleichen Lohn bekämen? Wären sie wirklich so faul? Haben sie nicht den Wunsch was zur Gesellschaft beizutragen?
      1 1 Melden
  • WeischDoch 21.04.2016 11:52
    Highlight Naja für Studenten ist die Initiative bestimmt was gutes! Arbeiten an Wochenenden und in den Semesterferien wäre dann nicht mehr nötig :)
    Und das mit dem "Arbeiten als das was man will" versteh ich auch nicht...ich bin 26 arbeite als Informatiker, verdiene bisschen mehr als 6000 im Monat und bin sagen wir mal unzufrieden (stimmt nicht). Dann wechsle ich den Beruf und werde Gärtner, da ich das so mag. Wenn der Gärtner aber nur 3500 verdient (2500 davon kommen ja aus BGE die anderen vom Arbeitgeber) hab ich die gleiche Summe weniger, wie wenn ich vor dem BGE umsteigen würde. Ich bin verwirrt.
    19 8 Melden
    • conszul 21.04.2016 12:31
      Highlight Ich denke hier wird nicht auf den Lohn angespielt (der bleibt ja gleich gut/schlecht) sondern auf die Lebensqualität. Oder dass du eventuell mutiger bist und eine völlig neue Richtung einschlägst, eine Aus-/Weiterbildung besuchst. Doch ich gebe dir Recht. Es spielt überhaupt keine Rolle, ob du vor oder nach dem BGE umsteigst.
      7 3 Melden
    • R&B 21.04.2016 12:44
      Highlight @ WeischDoch: und wahrscheinlich würde der Gärtnerberuf dann besser bezahlt sein, weil es ein Saukrampf ist und viele den Job dann zu den aktuellen Löhnen nicht mehr machen würden. Ein Haus und Garten würde dann mehr kosten und den realen Wert widerspiegeln.
      7 2 Melden
    • Maragia 21.04.2016 13:09
      Highlight Das wäre aber nicht gerecht, dass nur Leute, welche weniger als 2500 verdienen aufgestockt werden! Dann ist es kein BEDINGUNGSLOSES Grundeinkommen mehr, eben doch ein bedingtes!
      7 3 Melden
    • conszul 21.04.2016 14:11
      Highlight @Maragia
      Ich glaube, das System des BGE hast du noch nicht ganz richtig verstanden. Jede und Jeder würde 2500 erhalten. Wer also nicht arbeitet kriegt 2500.-. Wer arbeitet und bisher 6000.- verdient hat, wird auch danach 6000.- verdienen. Nur wird davon 2500.- vom Staat kommen und 4000.- vom Arbeitgeber. Verständlich?
      6 1 Melden
    • FrancoL 21.04.2016 15:03
      Highlight @Maragia, Sie haben es richtig verstanden.
      Bedingungslos heisst nur dass die 2'500 an keine Bedingung gebunden sind! Sie sind also nicht an die Bedingung wie zB Arbeiten zu müssen gebunden. Wenn also 2 Personen einen Haushalt gründen und mit den CHF 2'500 x 2 = 5'000 auskommen, dann könnten sie auch ohne zu arbeiten überleben.
      4 2 Melden
  • Ignorans 21.04.2016 11:46
    Highlight Wie kann die SP dagegen sein???
    32 6 Melden
    • Tsunami90 21.04.2016 12:05
      Highlight Naja, es ist nicht auf ihrem mist gewachsen, es stellt den Satus quo im Sozialstaat in frage und die Gewerkschaften laufen sturm dagegen.
      35 3 Melden
    • strieler 21.04.2016 14:38
      Highlight wieder einmal machen sie ihrem nick werter ignorans alle ehre - haben sie den Initiativtext gelesen - sehr wenig konkretes - d.h. der NR /SR werden beauftragt, ein mögliches Modell zu erarbeiten - da steht durchaus viel auf dem Spiel. Die SP und andere Linke forder flankierende Massnahmen wie z.B. dass es auch nach bGE noch gewisse Zusatzleistungen geben kann, wie für IV Rentner. Oder anders gesagt - eigentlich kann das bGe je nach dem wies fabriziert wird auch der Traum jedes neoliberalen Kapitalisten werden. Wie wird der Betrag der bGE besteuert? Wie siehts mit Teuerung etc aus?
      1 0 Melden
    • illoOminated 21.04.2016 15:10
      Highlight @strieler
      Ich glaube vielmehr, dass die SP inoffiziell deshalb dagegen ist, weil ihr in jahrzentelangem Kampf ach so hart erkämpftes "Recht auf Arbeit" dann von Belanglosigkeit wäre - dabei ist dieses Recht in einer sozialen Gesellschaft ohnehin eine Idiotie.

      Dass nur die Idee des BGE verankert werden soll, ist für mich einer der Gründe FÜR die Initiative zu stimmen. Ich selbst bin nicht Experte genug um konkrete Vorschläge dazu beurteilen zu können. Mit Annahme der Initiative könnten sich aber genau diese versierten Leute mit dem Thema beschäftigen - und müssten dies sogar!
      4 2 Melden
  • BeWi 21.04.2016 11:42
    Highlight Also ich würde behaupten das BGE funktioniert auf dem Papier, wie auch der Marxismus auf dem Papier funktioniert hätte. Nur vergessen die Initianten, dass sie es mit Menschen zu tun haben. Mit Robotern würde das perfekt funktionieren. Aber der Mensch, ja der Mensch sucht sich hat meist den Weg mit dem geringsten Wiederstand. Und der ist für jeden wiederum anders. Das alles dann so super kreative werden würden ist ja dann schon ziemlich an den Haaren herbei gezogen. Ja, geht in Richtung "Träumereien". Den Tesla als Symbol für das BGE?? Was soll das. Bitte studiert mal die Biografie von E. Musk
    21 40 Melden
    • R&B 21.04.2016 12:41
      Highlight @BeWi: Wenn der Mensch so wäre, wie Sie ihn zeichnen, wäre er schon längst untergegangen und wir hätten keine Demokratie.
      10 3 Melden
    • Maett 21.04.2016 13:59
      Highlight @Rocco Zumstein: im Prinzip gebe ich Ihnen völlig Recht, ein Grundeinkommen würde nicht dazu führen, dass die Anzahl der Arbeitsnehmenden stark zurückgeht.

      Allerdings möchte ich anmerken, dass man von 2'500 CHF sehr wohl leben kann. Im Schnitt sind meine Ausgaben für eine 2.5-Wohnung, Essen, Versicherungen, GA, etc. nicht höher, als dieser Betrag, sogar 3-4 Mal Urlaub pro Jahr liegt drin (Easyjet + Hostels/Couchsurfing + Streetfood).

      Beim Ausgang und anderen kulturellen Angeboten muss man hingegen sparen, wenn man denn tatsächlich nur diesen Beitrag zur Verfügung hat.
      4 0 Melden
    • illoOminated 21.04.2016 15:14
      Highlight @Rocco Zumstein hat eine der wichtigsten Eigenschaften, warum das BGE funktionieren wird, aufgezeigt: Der Mensch hat einen fast schon instinktiven Drang nach "mehr". Wer sich mit den 2500.- begnügen würde, bitteschön. Mir würde es nicht reichen - bei weitem nicht. Nur wäre es dann vielleicht plötzlich für viele Leute, die heute einen langweiligen, repetitiven Job ausüben, interessant einer der Gesellschaft wirklich nützlichen Tätigkeit nachzugehen. Die meisten langweiligen Jobs werden in den nächsten 20 Jahren sowieso automatisiert.
      2 1 Melden
    • Maett 21.04.2016 15:52
      Highlight @Rocco Zumsteni: korrekt, ich würde diesen Zustand nicht bis zum Ende des Lebens belassen wollen (ich lebe ja nicht so, sondern habe ausgerechnet, was mit diesem Betrag möglich wäre).

      Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass man mit diesem Betrag (entgegen Ihrer Behauptung) leben kann, sich auch ein GA und low-budget-Ferien, sowie auch eine Wohnung leisten kann.

      Einige würden das sogar tun (wäre dann ja ihr gutes Recht), aber sicherlich nicht auf die Dauer - ich denke die Diskrepanz zu den nicht-arbeitenden wäre dann nicht viel höher als heute.
      2 1 Melden
  • Tropfnase 21.04.2016 11:29
    Highlight Finde das BGE eine tolle Idee zur richtigen Zeit! Wen man bedenkt wie viele Jobs es in der Zukunft nicht mehr geben wird! Auch für Mütter eine tolle Sache! Endlich bekommt eine Mutter was für ihre Hausarbeit! Endlich wäre Kinder bekommen kein Handycap mehr.
    54 14 Melden
  • fuegy 21.04.2016 11:06
    Highlight Die Frage welche sich mir immer wieder stellt: wenn jeder die Arbeit machen kann, welche er will, wer macht dann die Arbeiten, welche heute schon niemand machen will aber gemacht werden muss. Ist eine produktive Bau- und Industriewirtschaft noch möglich, wenn sich die Menschen "aussuchen" können, was sie Arbeiten? Von wem würden körperlich sehr anstrengende Jobs (Maurer, Gartenbauer u.s.w.) wenn "jeder die Möglichkeit hat, einer "leichteren" Arbeit nachzugehen?
    Zur Umfrage, 2% würden faulenzen, das heisst aber nicht, dass 98% in jedem Fall arbeiten würden, oder?
    40 26 Melden
    • FrancoL 21.04.2016 11:16
      Highlight Ihre Fragen sind treffend.
      Gerade diese von Ihnen zB im Baubereich erwähnten Leistungen werden auch in näherer Zukunft nicht durch Roboter ersetzt werden können und ich glaube auch kaum dass sich eine Vielzahl von Arbeitern finden lassen die diese Arbeiten als ihre persönliche freie Entfaltung finden werden, so tönt es zur Zeit auf dem Baum nicht unbedingt.
      Zur Umfrage mit dem 2% Ergebnis sind klare Fragezeichen zu setzen.
      15 14 Melden
    • penetranz 21.04.2016 11:19
      Highlight ich denke die meisten würden den gleichen job weiter machen. Einfach vielleicht 20 30 % weniger.
      Die arbeit würde sich so auf mehrere Schultern verteillen. Allein dadurch würde die Lebensquallität steigen.
      Und sein wir mal ehrlich. Wenn jemand an arbeit gewöhnt ist würde er dann faulenzen. Ich persönlich konnte wegen Krankheit 3 Monate nicht arbeiten. Die ersten wochen ok schön. Aber schnell kommt langeweile auf und aufeinmal vermisst man seinen Job über den man vorher noch geschimpft hat.
      35 7 Melden
    • fuegy 21.04.2016 11:20
      Highlight Dies sind ernst gemeinte Fragen, welche mir bisher noch niemand befriedigend beantworten konnte, vielleicht die Blitzer?
      9 11 Melden
    • Fumo 21.04.2016 11:23
      Highlight "wer macht dann die Arbeiten, welche heute schon niemand machen will aber gemacht werden muss"

      Ich würde sagen es liegt dann am Arbeitgeber den Job finanziell interessant zu gestalten. Dann muss niemand mehr für einen Hungerlohn das WC eines CEOs putzen, der CEO darf dann entweder richtig gut entschädigen oder selbst den Lappen in die Hand nehmen.
      47 9 Melden
    • MarGo 21.04.2016 11:25
      Highlight "Scheiss-Jobs" meinst du, nenn es doch beim Namen :D
      Ja, die müssen auch nachher noch gemacht werden, daher werden die Unternehmen, die "Scheiss-Jobs" anbieten zum Handeln bewegt, diese auch besser zu bezahlen... Und für eine bessere Bezahlung werden auch "Scheiss-Jobs" gemacht, da habe ich keine Angst...

      Und bzgl der 2% - ich denke, dass sogar die 2% nach ein paar Monaten faulenzen merken werden, dass man etwas tun muss um glücklich zu sein - das ganze Leben faulenzen, da wird man ja deppert... :) M.M.n. würde sich alles wieder einpendeln nach anfänglichen Verschiebungen...
      36 6 Melden
    • Thrasher 21.04.2016 11:25
      Highlight Um diese Frage zu beantworten: Es zwingt Sie auch heute niemand dazu diese Arbeiten zu tun - gemacht werden sie trotzdem.
      21 5 Melden
    • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 21.04.2016 11:26
      Highlight Es heisst, dass 98% ihre Zeit sinnvoll nutzen würden. Und zu Ihrer Frage "Wer macht die Jobs, die heute schon keiner machen will?" gibt es eine gute Antwort. Für diese Arbeiten müssen Bedingungen geschafft werden, die sie attraktiv machen. Ich denke es wird eine Verschiebung dahin geben, dass Arbeitgeber sich wieder Mühe geben müssen, Ihre Jobs attraktiver zu machen, anstatt nur auf die eigene Gewinnoptimierung zu achten. Das ist, in meinen Augen, ein Schritt in die richtige Richtung. Arbeit bekommt den Stellenwert, den sie verdient.
      34 3 Melden
    • Evan 21.04.2016 11:31
      Highlight Die ewige Leier der "Arbeit die heute schon niemand machen will...". Sorry, aber die verstehe ich nun wirklich nicht. Eigentlich ist es ja heute schon so, dass jeder machen kann was er will. Und ausserdem gibt es kaum Arbeit, die gar niemand machen will. Es gibt eigentlich immer Leute, die Spass an etwas finden, das andere nicht mögen. Auch Arbeitnehmerknappheit ist wohl eher ein Mythos, sollte es mal eintreten, dann muss die Arbeit hat besser bezahlt werden und schon gibt es wieder mehr Motivation.
      20 7 Melden
    • Statler 21.04.2016 11:34
      Highlight Ja natürlich werden diese Jobs noch gemacht. Aber dann halt eben besser (und somit gerechter) entlöhnt.
      Das dürfte ein interessanter Nebeneffekt des BGE sein. Solche Jobs sind heute nämlich definitiv unterbewertet. Mit dem BGE müsste der Anreiz, solche Arbeiten zu machen, erhöht werden.
      25 4 Melden
    • LeKnut 21.04.2016 11:36
      Highlight Alldiejenigen, die nicht nur das Existenzminimum abdecken wollen. Ich habe auf dem Bau gearbeitet, da verdient man für die harte Arbeit schon auch einiges mehr als das was man fürs Existenzminimum bekommen würde.
      15 2 Melden
    • deBatino 21.04.2016 11:36
      Highlight Wenn man den Faden weiter spinnt, würden die Jobs, die ungern gemacht werden, einen anderen Anreiz brauchen, also endlich fair entlöhnt werden.
      12 4 Melden
    • Matthias Studer 21.04.2016 11:37
      Highlight Die macht schon jemand. Denn mit 2500 Franken ist die Existenz gesichert. Mehr nicht. Also warum machen heute Menschen Job's mit mehr Einkommen als 2500 Franken? Weil sie mehr wollen. Und warum bauen Menschen Strassen und bauen Häuser? Genau, sie sehen sich nicht als Bürogummi. Sie haben Spaß am Handwerk.
      Daran wird auch kein BGE was ändern. Und warum nicht? Stimmt die Bezahlung, werden diese Berufe weiter ausgeübt. Und schließlich kann man nicht mit einem Real-Abschluss studieren gehen.
      22 3 Melden
    • Tsunami90 21.04.2016 11:38
      Highlight Nehemen sie doch bitte abstand von der Idee dass , in ihrem Beispiel im Baugewerbe, die Leute ihre Arbeit nicht gerne Machen. Mein Bruder ist im Baugewerbe und er ist feuer und flamme für seinen Beruf. Und wenn es Arbeiten giebt die niemand machen will; dann bezahlt die Arbeiter besser!
      18 2 Melden
    • Maragia 21.04.2016 11:53
      Highlight Das mit dem besser bezahlen ist nicht so einfach, da auch schon heute viele Firmen Probleme haben weiterhin in der Schweiz tätig zu sein. Es würden nur noch mehr Stellen ins Ausland verlegt werden, wenn "schlecht" bezahlte Jobs plötzlich super bezahlt werden müssen
      5 5 Melden
    • FrancoL 21.04.2016 11:54
      Highlight @Fumo; Vielleicht machst Du dir einmal eine Überlegung: Arbeiten sind teilweise auch nicht gut entlöhnt weil die die diese Arbeiten nutzen nicht mehr zahlen können, mögen oder wollen!
      Es sind nicht nur Arbeiten bei den CEOs.
      Man kann schnell nach besseren Entlöhnungen rufen wenn der Markt, dem Du wohl auch angehörst, den Lohn nicht hergibt.
      3 3 Melden
    • FrancoL 21.04.2016 12:12
      Highlight @an Alle; Das bGE ist keine Lohnerhöhung sondern bildet den Sockelbeitrag zum heutigen Lohn. Ob die Wirkung auch in Richtung von Lohnerhöhungen in den untersten Lohnklassen führt ist abzuwarten.
      Aus dem bGE alleine gibt sich kein Druck auf die Arbeitgeber die Löhne anzuheben, da müssen schon noch andere Reize oder Mecanos aufgegleist werden.
      Was ich am bGE schätze ist die Entbürokratisierung der verschiedenen Sozialleistungen, was zu klaren Einsparungen führen würde. Wie hoch diese letztendlich sind ist schwer abzuschätzen.
      Das bGE ist ein guter Denkansatz.
      8 2 Melden
    • Matthias Studer 21.04.2016 13:05
      Highlight Ähm, keine Arbeitnehmer zu finden ist so ziemlich die größte Scheisse, die einem Unternehmen passieren kann.
      3 2 Melden
    • fuegy 21.04.2016 13:20
      Highlight "schlechte Jobs" einfach so besser bezahlen, ist es wirklich so einfach? Woher das Geld nehmen dafür, wird es automatisch aufgefangen durch das bGE? Oder müsste die Wirtschaft dafür aufkommen mit entsprechenden Konsequenzen für den Verbraucher, wie es jetzt schon ist? Wie FrancoL beschreibt hat doch der Weltmarkt immer noch einen erheblichen Einfluss auf die schweizer Wirtschaft, bGE hin oder her.
      0 1 Melden
    • FrancoL 21.04.2016 13:34
      Highlight @Matthias Studer; Das wird es nie geben, ausser man beginne mit der Gesellschaftsstruktur ganz von neuem.
      So kohärent ist der Arbeitnehmer nicht dass er die Arbeitsverweigerung durchzieht.
      3 2 Melden
    • DerElch 21.04.2016 13:47
      Highlight Glaubt ihr allen Ernstes, dass ich als Grafikerin dann plötzlich nur noch 80% arbeite, einfach weil ein Teil meines Lohnes gesichert ist? Wieso sollte ich dann weniger verdienen wollen als jetzt? Macht doch keinen Sinn. Also ICH zumindest werde bestimmt nicht plötzlich denken "Mensch, jetzt kann ich mir ja endlich mehr Lebensqualität leisten und 20% weniger verdienen, läss!" Und derjenige, der das macht, will ich ja sehen. Wenn die 2500 ON TOP wären, ja dann sähe es anders aus, klar. Ists aber nicht.
      3 1 Melden
    • Maett 21.04.2016 14:00
      Highlight @fuegy: ich denke, dass diese Arbeit von den Menschen ausgeführt wird, die mehr als 2'500 CHF/Monat möchten, aber über keine Qualifikationen verfügen. Im Prinzip wie heute.
      1 0 Melden
    • illoOminated 21.04.2016 15:22
      Highlight @Maragia
      Nicht-ortsgebundene, unterbezahlte Jobs, die ins Ausland verlagert werden können, sind meist Jobs, die nur noch nicht verlagert wurden, weil die Verlagerung teurer wäre als die Automatisierung. Die meisten dieser nicht-ortsgebundenen Jobs würden schlichtweg wegrationalisiert werden - und falls nicht, werden sie halt ausgelagert, wo ist das Problem? Dann sind wir diese Arbeitslast los und können uns wirklich nützlichen Arbeiten zuwenden! Entfernt euch endlich vom "Recht auf Arbeit" und arbeitet auf ein "Recht zu einem erfüllten Leben" hin!
      2 1 Melden
  • FrancoL 21.04.2016 10:59
    Highlight Dem bGE werte ich klar mehr positiv als negativ .

    Feststellungen wie

    "Wir haben eine repräsentative Umfrage durchgeführt und gefragt, wie viele Schweizerinnen und Schweizer aufhören würden zu arbeiten, wenn es ein Bedingungsloses Grundeinkommen für alle gäbe. Nur gerade zwei Prozent haben mit Ja geantwortet."

    finde ich sehr problematisch,

    seit wann geben Menschen im allgemeinen bei Ihren Untugenden die Wahrheiten an? Wenn ich mir einen Vorteil aus dem bGE in Richtung weniger Arbeiten erhoffen würde, dann würde ich wohl kaum aussagen das ich dies ausnützen würde. Wenige sind so ehrlich.
    19 14 Melden
    • Statler 21.04.2016 11:38
      Highlight Weniger arbeiten heisst doch aber nicht gar nicht mehr zu arbeiten.
      Wenn viele nur noch 60-80% arbeiten, würde das auch indirekt Arbeitsplätze schaffen. Die Arbeit würde wieder auf mehr Leute verteilt, als das heute der Fall ist. Was wiederum weniger Stress und somit eine gesteigerte Lebensqualität zur Folge hätte.
      Im Moment ist es doch so, dass man Leute entlässt und die vorhandene Arbeit auf die verbleibenden Leute verteilt. Die einen haben keine Arbeit - die anderen ersaufen darin. Kein sehr schöner Zustand...
      16 3 Melden
    • Tsunami90 21.04.2016 11:39
      Highlight Sie misstrauen ihren Mitmenschen. Schade.
      8 4 Melden
    • FrancoL 21.04.2016 12:03
      Highlight @Tsunami90; Ja ich misstraue einem Teil meiner Mitmenschen, dies aus Erfahrung. Dieser Teil ist nicht die Mehrheit aber auch nicht 2%.
      So wie es bei den Reichen menschliche Problemfälle gibt gibt es sie in allen Gesellschaftssichten!
      8 3 Melden
    • FrancoL 21.04.2016 12:05
      Highlight @Statler; Mit dem bGE und einem Arbeitspensum von 60-80% hast Du nicht mehr und nicht weniger als ohne bGE. das bGE ist nicht zusätzlich zu Deinem heutigen Lohn sondern der SOCKELBEITRAG zu deinem heutigen Lohn.
      12 3 Melden
    • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 21.04.2016 14:57
      Highlight @FrancoL: Dass es nicht zusätzlich zum jetztigen Lohn ist, stimmt. Aber sie gehen davon aus, dass der Arbeitgeber die Differenz in den BGE-Topf einbezahlen muss, was so auch nicht richtig ist. Die Finanzierung ist noch nicht geklärt, dass aber die Arbeitgeber zu 100% dafür aufkommen müssen, wird ganz sicher nicht der Fall sein. Firmen würden massiv Lohnkosten einsparen (sofern sie an den alten Löhnen festhalten). Wenn dann aber niemand mehr zu finden ist, der diesen Job für diesen Lohn machen will, wird der Arbeitgeber gezwungen, die Löhne anzupassen (ohne reele Verluste für das Unternehmen)
      1 0 Melden
    • FrancoL 21.04.2016 18:53
      Highlight @Louie König, Das die Arbeitgeber alles bezahlen müssen habe ich auch nie behauptet; nochmals an dieser Stelle:
      Der Arbeitgeber bezahlt CHF 2'500 für jeden Arbeitnehmer der mehr als 2'500 in den bGE, wenn der Arbeiter weniger als 2'500 verdient einfach den kleineren Betrag. Alle Sozalleistungskonten fliessen in den bGE Topf, der Rest der dann noch fehlt, so ca 12% gemäss letzten Berechnungen des Bundes werden über die Steuern finanziert. Das ist ein angedachtes Modell. Was aber sicher ist; das bGE braucht einen Topf mit ca. 200-250 Mia/J wenn man 2500 als bGE ausschütten will.
      1 2 Melden
  • Marco86 21.04.2016 10:53
    Highlight Einmal mehr ein seriöses und kritisches Interview von Watson... ;-)
    27 1 Melden
  • jeanette_mueller 21.04.2016 10:42
    Highlight Ich kenne aus zweiter Hand eine Firma, wo die Angestellten für 2800.- Franken/ Mt. brutto bei 100% Anstellung arbeiten. Die Arbeit ist Stress pur da ein Soll zu erfüllen ist. Wer nach drei Abmahnungen das Soll immer noch nicht erfüllt, fliegt. Die Arbeit wird bei Temparaturen von 3- 5 Grad, in einem Kühlraum erledigt. Kommissionieren. Was denkt ihr, machen die Leute die dort arbeiten, wenn sie ein Grundeinkommen von 2500.-/Mt. gratis und ohne was zu tun, bekommen? Ein Grundeinkommen fördert die Faulheit.
    19 58 Melden
    • Ruffy 21.04.2016 11:16
      Highlight Dieselbe Argumentation könnte aus den Zeiten der Sklaverei stammen.
      39 8 Melden
    • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 21.04.2016 11:18
      Highlight Nein, das wird nicht ihre Faulheit fördern! Im Gegenteil. Diese Menschen werden ihren Job kündigen, davon bin ich überzeugt. Aber ich bin auch überzeugt davon, dass sie nicht einfach faul herumsitzen werden. Sie werden sich einer Arbeit widmen, die sie gerne machen und sie nicht unter Dauerstress setzt, die sie erfüllt und persönlich weiterbringt. Wenn diese Firma beim Szenario mit BGE nicht untergehen will, muss sie die Arbeitsbedingungen erträglicher machen, was ja zu begrüssen ist. Eigentlich bringen Sie hier ein Beispiel, das nur bestärkt, das ein BGE notwendig ist.
      37 3 Melden
    • Chanichang 21.04.2016 11:23
      Highlight Naja ich denke, dass diese Arbeit dann besser Entlöhnt wäre. Wenn der neue Lohn nun z.B. 4.000.- wäre, dann kostet das den Arbeitgeber noch 2.000 mit dem darin enthaltenen BGE. Das ist doch Anreiz um weiterhin arbeiten zu gehen? Oder hab ich es falsch verstanden?
      9 3 Melden
    • FancyFish 21.04.2016 11:26
      Highlight Da sieht man, dass das BGE Anreize für Unternehmen schafft ihre Mitarbeiter besser zu behandeln/bezahlen.
      20 3 Melden
    • MarGo 21.04.2016 11:27
      Highlight Von der falschen Seite angedacht, finde ich. Kommt das BGE, wird der Unternehmer, der jetzt seine Mitarbeiter so ausbeutet in der Bring-Schuld sein bessere Löhne zu zahlen... Mit dem BGE nimmt man solchen miesen Unternehmern eben den Wind aus den Segeln...
      19 4 Melden
    • Evan 21.04.2016 11:33
      Highlight Was ich denke dass sie machen? Kündigen! Und das vollkommen zu rechtens. So etwas sollte nämlich illegal sein und hat rein gar nichts mit Faulheit zu tun.
      22 2 Melden
    • deBatino 21.04.2016 11:39
      Highlight Der heute verhältnismässig zu tiefe Lohn würde zwangsläufig erhöht werden.
      12 3 Melden
    • BetterTrap 21.04.2016 11:39
      Highlight Du findest also diese unmenschlichen Arbeitsbedingungen besser als angebliche Faulheit oder wie? Die Wirtschaft soll dem Menschen dienen, nicht umgekehrt. Der Mensch soll Anforderungen stellen dürfen und nicht sich alles unterwerfen nur um seine Existenz zu sichern..
      15 2 Melden
    • Statler 21.04.2016 11:40
      Highlight Aber solche Firmen, wie die von Ihnen erwähnte, müssten wieder faire Löhne zahlen und könnten die Leute nicht mehr so unter Druck setzen.
      Wäre das nicht wünschenswert?
      11 3 Melden
    • Tsunami90 21.04.2016 11:41
      Highlight Nein. Es zwingt diese firma anständige Löhne zu zahlen. Und wenn das zu teuer wäre wird sie versuchen den Prozess zu automatisieren. So oder so, der Ausbeutung wird ein ende gesetzt.
      13 3 Melden
    • Matthias Studer 21.04.2016 11:42
      Highlight Nein, es stellt sich dann die Frage, wie viel ist nachher die Firma bereit zu zahlen?
      Sehen wir mal Amazon an. Der Chef hat ein Vermögen von 32 Milliarden Dollar. Die Angestellten arbeite so wie bei ihnen beschrieben ist. Also er könnte mehr zahlen. Das sagt sein Vermögen aus. Da er aber am längeren Hebel sitzt, lassen sich die Arbeiter ausnutzen.
      Das BGE setzt neue Hebel in den Mechanismus. Und das ist dringend nötig.
      16 4 Melden
    • Go-away 21.04.2016 11:43
      Highlight Aber genau mit den BGE würde dieser Arbeit wieder mehr Wert verliehen. Der Arbeitgeber müsste diese anstrengende und harte Arbeit wieder fair entlöhnen damit er Arbeiter hat.
      8 4 Melden
    • Benizzel 21.04.2016 11:46
      Highlight Diese Angestellten hätten mit dem BGE eine würdigeres Einkommen für ihre harte Arbeit. Die Firma braucht weiterhin diese Angestellten und muss sie auch entlöhnen (sonst kommt keiner). Nehmen wir an die Firma bezahlt dann noch 1000.- Lohn (und spart somit 1800.- pro Mitarbeiter) umd der Angestellte kriegt noch 2500 BGE dann sind das Total 3500 Franken. Also faktisch eine Erhöhung um 700 Franken. Diese Leute werden wegen dem BGE nicht auhören, zu arbeiten. Aber die haben die Chance, anstatt einem Knochenkob für wenig Geld eigene Ideen zu verfolgen. Oder für den Job einen faireren Lohn zu kriegen
      2 4 Melden
    • King Le 21.04.2016 11:47
      Highlight Du willst also lieber zusehen wie Menschen unter Stress zu minimal Lohn ausgebeutet werden als ihnen eine Möglichkeit zu geben etwas bei dem sie auch produktiv und ohne sicherheitsbedenken arbeiten können?
      12 4 Melden
    • jeanette_mueller 21.04.2016 12:44
      Highlight @Louie König Du hast offensichtlich nicht verstanden was ich geschrieben habe. @Rest Und was denkt ihr WOHER nimmt der Arbeitgeber das Geld das er dann mehr bezahlen soll? Geld kann auch kein Arbeitgeber herbeizaubern, so schön wie das wäre. Und das die Chefetage auf ihre Kohle verzichtet, träumt weiter. Die lagern dann einfach die Firma ins Ausland aus, und die Einheimischen hier haben wieder das nachsehen... denn dann ist das Angebot an Jobs auch noch weg. Das wird dann Kreise ziehen... Firma weg- Jobangebot weg... ein Abwärtsstrudel für die Schweiz, der nicht mehr aufzuhalten wäre.
      4 9 Melden
    • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 21.04.2016 13:23
      Highlight @Frau Müller: Ich danke für die namentliche Erwähnung. Jetzt möchte ich aber auch wissen, wo ich Sie denn genau missverstanden habe. Wenn ich die übrigen Kommentare anschaue, dann sehe ich eigentlich meine Aussage einfach in andere Worte gepackt, so falsch kann ich Sie gar nicht verstanden haben. Aber bitte, klären Sie mich auf, das ist nur förderlich für eine Diskussion.
      1 1 Melden
    • FrancoL 21.04.2016 13:37
      Highlight @Matthias Studer; Welchen neuen Hebel setzt das bGE in der Amazon-Katastrophe genau neu ein? Immer davon ausgehend das das bGE bei CHF 2'500 und nicht bei CHF 5'000 liegt.
      1 1 Melden
    • DerElch 21.04.2016 13:50
      Highlight @Jeannette
      Du sprichst mir aus dem Herzen. Ok, selbst WENN jetzt schlecht bezahlte Jobs durch eine bessere Entlöhnung aufgewertet werden, bringt das nichts: Es wird einfach auf die Kunden abgewälzt, die für das Produkt mehr zu zahlen haben. Glaubt ihr wirklich, dass dann auch nur ein CEO auf seinen Bonus, ein Geschäft auf seine Gewinnmarge verzichtet, nur um bessere Löhne zahlen zu können? Kaum. Es wird teurer oder ausgelagert, ergo sind wir wieder gleich weit wie vorher bzw noch schlimmer dran
      2 5 Melden
    • Chanichang 22.04.2016 18:03
      Highlight Liebe Frau Müller. Selbst wenn der Arbeitgeber einen faktisch höheren Lohn ausbezahlt als jetzt kann er sogar noch etwas dabei sparen. Es wird ihm nichts anderes übrig bleiben, da genau die angesprochenen Arbeitnehmenden endlich eine sichere Verhandlungsgrundlage haben! Ich hoffe doch sehr, dass Sie das auch einsehen, Sinn ergiebt es durchaus..
      1 0 Melden
    • FrancoL 23.04.2016 13:16
      Highlight @Chanichng; Welche sichere Verhandlungsgrundlage? CHF 2500 für einen Arbeiter, der monatlich Ausgaben von 3-4'000 hat? Bei Kündigung hat er 80% des letzten Lohnes das immer noch mehr als die 2'500, somit wird er genau so unter Druck stehen wie vorher.
      Ihre Annahme mag stimmen bei einem Wiedereinsteiger der wenigstens die 2500 hat und somit nicht gleich sofort eine im nicht passende Arbeit annehmen muss.
      1 0 Melden
  • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 21.04.2016 10:26
    Highlight Sehr gutes Interview. Ich hege noch immer die Hoffnung, dass diese Initiative angenommen wird, denn das BGE wird einen Wandel in unserer Gesellschaft in Gang setzen, der nötig ist, um in der Zukunft nach der 4. industriellen Revolution zu bestehen.
    33 13 Melden
    • Tsunami90 21.04.2016 11:43
      Highlight Ein BGE würde eine samtene Revolution der Gesellschaft in bewegung setzten und uns die Möglichkeiten geben die wahren Probleme und höhere Ziele anzupacken!
      15 3 Melden
  • sidi77 21.04.2016 10:23
    Highlight Ein güldener Traum, der auch ein Traum bleiben wird. Völlig chancenlos auf dem Boden der Realität.
    24 26 Melden
    • MarGo 21.04.2016 11:28
      Highlight Wir habens in der Hand... Kein anderes Land der Welt kann das von sich behaupten ;)
      18 5 Melden
    • Tsunami90 21.04.2016 11:44
      Highlight Stimmen sie ja und die chanchen werden etwas grösser!
      18 6 Melden
    • jeanette_mueller 21.04.2016 12:46
      Highlight @Tsunami Stimmen Sie ja und machen Sie damit der Schweiz den Gar aus, im wahrsten Sinne des Wortes.
      4 16 Melden
  • Charlie Brown 21.04.2016 10:20
    Highlight Ich und meine Frau sind nicht faul. Im Moment teilen wir uns die Erwerbs- und Familienarbeit wie folgt: Meine Frau 40% Erwerbsarbeit, ich 80% Erwerbsarbeit, die Kinder werden jeweils durch sie, mich und am gemeinsamen Arbeitstag durch die Kita betreut.

    Wenn das BGE kommt, braucht meine Frau nicht mehr zu arbeiten, die 2'500 für ihr 40% Pensum kriegt sie geschenkt. Ich gehe dann wieder auf 100%, den Kitaplatz kündigen wir. Es resultiert für uns ein höheres Einkommen, ein konservatives Familienmodell und weniger bezahlte Arbeit für die Kita. Ist das im Sinne der Initiative?
    37 12 Melden
    • MacB 21.04.2016 11:18
      Highlight @ Charlie: Ein schönes Beispiel. Über die konkreten Folgen einer BGE-Umsetzung wird leider zu wenig gesprochen.
      14 2 Melden
    • MarGo 21.04.2016 11:30
      Highlight Why not? Wo ist jetzt genau das Problem? Dass Arbeitsplätze in Kitas weniger werden...? Damit werden wir doch fertig oder nicht?
      Ihre Kinder haben wieder einen geregelteren Alltag, genauso wie Sie und Ihre Frau... Wenn doch damit alle glücklich sind ist es doch super...
      9 9 Melden
    • Statler 21.04.2016 11:41
      Highlight Wäre es denn in Ihrem Sinne?
      4 3 Melden
    • Matthias Studer 21.04.2016 11:45
      Highlight Ist die Hausarbeit und die Betreuung der Kinder nichts wert?
      Genau das ist ein wichtiges Argument für das BGE. Arbeit soll sich lohnen. Auch wenn es Pflege in der Familie ist und Haushalt.
      Vor allem Frauen machen heute Arbeit, die zwar geschätzt aber nicht bezahlt ist.
      14 3 Melden
    • Tsunami90 21.04.2016 11:45
      Highlight Warum den nicht? Wie immer sie Ihr Familien leben gestalten möchten. Das ist der Sinn der Initiative.
      10 2 Melden
    • Benizzel 21.04.2016 11:49
      Highlight Bezüglich konservativem Familienmodell: Lass doch deine Frau arbeiten gehen oder macht beide 40/50/60%. Stichwort Freiheit, selbst wählen zu können.
      12 3 Melden
    • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 21.04.2016 11:52
      Highlight Sie könnten aber auch beide 50% arbeiten gehen, anstatt einen Job ganz zu schmeissen...Ausser der Job ist nicht das, was Ihre Frau machen will..Dann könnte sie sich neu orientieren, ohne die Familie in die Bredouille zu bringen. Wo ist das Problem? Sie können ihr Kind immer noch einen Tag in die Kita geben, da spricht doch nichts dagegen. Ich glaube Ihre Einstellung steht Ihnen hier am meisten im Weg. Das BGE würde Ihnen so viele Möglichkeiten eröffnen, Ihren Alltag neu zu gestalten.
      13 5 Melden
    • Maragia 21.04.2016 11:58
      Highlight @Loui King
      Wer geht denn bitte für 200-500 Mehrlohn 50% arbeiten? Niemand! Teilzeitstellen würde es kaum noch geben, da aus Arbeitnehmer sicht uninteressant.
      Warum sollte ich für einen kleinen Mehrbetrag ca 20h in der Woche arbeiten? Heute kann ich 20h arbeiten und erhalte ein paar Tausend mehr Lohn, was sich wortwörtlich lohnt...
      5 5 Melden
    • Macke 21.04.2016 12:09
      Highlight @Charlie Brown: Nach deinen Formulierungen arbeitet deine Frau nur, um die Haushaltskasse aufzubessern. Ist das wirklich so? Und falls ein konservatives Rollenmodell ein Problem für euch darstellt, könntest du im Falle des Falles ja auch reduzieren und mehr Zeit mit den Kindern verbringen. Care-Arbeit ist auch Arbeit, egal ob die KiTa, du oder deine Frau dies übernimmt. Dank dem BGE wird plötzlich auch "freiwillige" Care-Arbeit bezahlt. Vielleicht wird deine Frau ihren Job mit BGE aufgeben, dies aber nicht aus finanziellen Gründen sondern weil sie die Möglichkeit dazu hat.
      4 4 Melden
    • Charlie Brown 21.04.2016 12:41
      Highlight @all: Mal ganz grundsätzlich, es geht nicht um mich und meine Frau. Versucht das zu abstrahieren. Quasi als Modell, welche Anreize (auch) geschaffen werden und welche Richtung damit (auch) gesteuert wird.

      Meine Fragen sind:

      - Wollen wir Teilzeitjobs unatraktiver machen?
      - Wollen wir die Frau zurück an den Herd und den Mann wieder zu 100% im Stollen?
      - Hat es etwas mit Wertschätzung von Haus-/Familienarbeit zu tun, wenn man Bedingungslos Geld bekommt? Wenn ja warum? Fürs Nichtstun gibt's ja gleichviel.
      7 6 Melden
    • Charlie Brown 21.04.2016 12:44
      Highlight @MarGo: Ein wichtiges Argument für das BGE sind die hundertausende Jobs, die in nächster Zeit an die Automation verloren gehen. Und du fragst nun wo das Problem sei, wenn noch mehr Jobs (die sich nicht automatisierten lassen) als Kollateralschaden verschwinden?

      Und warum haben meine Kinder, meine Frau und ich im Moment keinen geregelten Alltag? Das musst du mir jetzt aber erklären...
      7 3 Melden
    • Charlie Brown 21.04.2016 12:46
      Highlight @p4trick: Wenn die Nachfrage grösser als das Angebot ist (wie bei den Kitas) könnten ja auch Stellen geschaffen werden... In dem neue Kitas eröffnet werden.

      Vielleicht bin ich als (mit)Unternehmer nicht ganz objektiv, aber wenn ein Kunde einen Auftrag platzieren will und ich habe die Ressourcen nicht, dann versuche ich nicht den Kunden zu überzeugen, dass er auf die Dienstleistung verzichten soll sondern ich versuche, den Auftrag anzunehmen, abzuwickeln und vielleicht jemandem mehr damit einen Lohn zu bezahlen.
      6 1 Melden
    • Charlie Brown 21.04.2016 12:50
      Highlight @Mathias Studer: Als Teilzeitler aus familiären Gründen musst du mir nicht erklären, was Haus- und Familiienarbeit für einen Wert hat. Das BGE ist aber nicht eine Wertschätzung für diese Arbeit. Es ist bedingungslos und somit an keine Gegenleistung geknüpft. Auch der Millionenerbe mit Nanny, Putzfrau, Gärtner und Haushälterin.
      5 1 Melden
    • Charlie Brown 21.04.2016 12:51
      Highlight @Louie König: Ich stehe mir überhaupt nicht im Wege. Wir haben uns genau das Modell ermöglicht, welches für uns stimmt. Wir sind happy. Aber danke für die Lebenshilfe ;-)
      8 1 Melden
    • Charlie Brown 21.04.2016 12:57
      Highlight @p4trick: Und apropos neues Business: Denk das mal zu Ende. Klar, sie kann jetzt zum Beispiel (weil ja die ersten 2'500 schon mal reinflattern) sich auf einem Gebiet selbständig machen. Und damit - weil sie ja gar nicht mehr fürs Geld arbeiten muss - zu lächerlich tiefen Konditionen ihre Arbeitsleistung anbieten. Und damit jene Jobs und Firmen kanibalisieren, die ordentlich verdienen müssen (um z.B. genau die Wertschöpfung zu betreiben, welche für die Finanzierung des BGE notwendig ist).

      Ein weiterer Schuss ins eigene Bein. Das BGE ist nicht zu Ende (nicht mal bis in die Hälfte) gedacht.
      6 2 Melden
    • wolkenesser 21.04.2016 13:11
      Highlight @Charlie Brown Wenn die Frau die Kinder erzieht un der Mann arbeiten geht ist, das nicht konservativ. Konservativ ist es, wenn die Frauen nicht die freie Möglichkeit haben zu entscheiden. Jede Famillie muss das selber entscheiden. Ich als Mann würde gerne wenn ich später Kinder habe mindestens die Hälfte übernehmen. Jede/r so wie er/sie kann und will.
      5 5 Melden
    • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 21.04.2016 13:32
      Highlight @Charlie Brown: Das war nicht als Belehrung gedacht, sondern nur eine Schlussfolgerung aus deinen Aussagen vorhin. Es steht euch ja niemand im Wege, dieses Modell weiterzuführen, wenn es für euch ja stimmt. Aber Ihr Kommentar impliziert, dass Ihre Frau nur arbeiten geht, um ein zusätzliches Einkommen zu haben, nicht, weil sie gerne dieser Arbeit nachgeht, ansonsten würde sie mit BGE ja den Job nicht kündigen, oder?
      Finde ich übrigens schön, dass sie ein Modell gefunden haben, mit dem Sie happy sind :-)
      1 1 Melden
  • Charlie Brown 21.04.2016 10:14
    Highlight Der Tesla als Symbol für das BGE? Haben sich die Herren schon einmal mit der Einstellung des Tesla-Vaters auseinandergesetzte? Zum Beispiel was er von Work-Life-Balance und Freizeit hält? Wen es interessiert: http://indy100.independent.co.uk/article/elon-musk-says-he-has-only-taken-two-holidays-in-12-years--ZkwQetv4we
    20 4 Melden
    • MacB 21.04.2016 11:18
      Highlight Daumen hoch
      3 2 Melden
    • MarGo 21.04.2016 11:31
      Highlight ja, Elon ist ja auch ein Freak - zum Glück für uns und die ganze Welt :)
      7 3 Melden

Schweizer Piloten dürfen keine Flüchtlinge mehr retten: «Jetzt steigt die Zahl der Toten»

Fabio Zgraggen darf mit seiner humanitären Piloteninitiative keine Suchoperationen mehr über dem Mittelmeer fliegen. Die maltesischen Behörden haben ihm die Starterlaubnis entzogen.

Der Appenzeller Fabio Zgraggen ist Mitgründer der humanitären Piloteninitiative. Seine Mission: Dem Sterben vor der europäischen Küste nicht länger zuzuschauen. Im Sommer 2016 flog er mit seinem Team den ersten Seenotrettungsflug über dem Mittelmeer. Doch nun stellen sich dem 33-Jährigen die maltesischen Behörden in den Weg. Sie hindern den Piloten an weiteren Rettungsflügen.

Fabio Zgraggen, Ihrer humanitären Piloteninitiative wurde die Startbewilligung für Rettungsflüge vor der libyschen …

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