Schweiz
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Tabakfirmen sind auf neue Raucher angewiesen: Um sie zu kriegen, legen sie viel Kreativität an den Tag.  Bild: pixabay

Die 9 fiesesten Marketingstrategien der Tabakindustrie

Tabakfirmen dürfen in der Schweiz weder Radio- noch Fernsehwerbung machen. Diese Einschränkung und macht sie kreativ. Nicht nur sollen junge Erwachsene andere für ihre neuen Produkte überzeugen, auch sonst lassen die Multis keine Gelegenheit aus, sich ins Bewusstsein der Jungen zu drängen. 



In den meisten europäischen Ländern sind Tabakwerbung, -verkaufsförderung und -sponsoring nicht erlaubt. Anders in der Schweiz: Hier sind nur Radio- und Fernsehwerbung verboten. Deswegen haben die Tabakgiganten bevorzugt ihren Hauptsitz hierzulande.

Da der Milliardenindustrie Kunden abhanden kommen – etwa weil sie sterben oder aufhören –, muss sie trotzdem mächtig die Werbetrommel rühren.

Eine 2014 in der Westschweiz durchgeführte Studie zeigt, dass die von der Tabakindustrie eingesetzten Werbetechniken zu den kreativsten und raffiniertesten überhaupt gehören. Die Werbekampagnen zielen hauptsächlich auf Jugendliche ab. Hier sind die trickreichsten: 

Community Activators

Philip Morris – einer der weltweit grössten privatwirtschaftlichen Hersteller von Tabakprodukten – verpflichtet seit neustem sogenannte «Community Activators». Diese kassieren bis zu 5000 Franken pro Monat, wenn sie innerhalb vier Wochen mindestens 20 ihrer Freunde von der neuen «Dampf»-Zigarette von Philip Morris überzeugen. Um die Bekannten zu überzeugen, können sie sie auf Drinks, in den Club oder zum Essen einladen. Dafür zahlt ihnen Philip Morris pro Monat 1500 Franken Spesen. 

Begleitet werden die Activators von von Philip Morris eingestellten Teamleadern, die die Aktivitäten ihrer Schützlinge genau überwachen. Sie dokumentieren die Daten und Abhängigkeit der Neukunden vom neuen Gerät. 

Der «Light»-Trick 

Da im Laufe der letzten Jahrzehnte etliche Studien den Zusammenhang von Rauchen und Krebs, Herz-Kreislauf-Krankheiten und Lungenerkrankungen nachweisen konnten, ist die Zigarette in Verruf geraten. Jetzt versucht die Tabakindustrie, sich durch neue Produkte einen «gesünderen» Anstrich zu verpassen. 

Das letzte Mal wandte die Tabakindustrie diese Strategie in den 80er Jahren an, als sie begann, die «Light»-Zigaretten zu vermarkten. Der Name verrät's – sie sollten «leichter», also weniger schädlich sein. Studien bewiesen Jahre später das Gegenteil. 

Dasselbe versuchen die Tabakfirmen jetzt mit der Technologie des «Dampfens», bei welcher der Tabak nur erhitzt, nicht verbrannt wird. Keine Studie belegt, dass «Dampfen» weniger schädlich ist als Rauchen. Dank geschickter Werbung und Bildsprache machen die Produkte dennoch diesen Eindruck. 

HANDOUT, ILLUSTRATION - iQOS Holder und Marlboro HeatSticks. Diese Woche hat Philip Morris S.A.

Die neue Iqos-Zigarette heisst «Stick», das Gerät um sie zu erhitzen «Device» – ein Versuch sich von der «bösen» Zigarette zu distanzieren und mit einem neuen Produkt neue Süchtige zu finden. Bild: PHOTOPRESS/PHILIPP MORRIS

marlboro

Die Box sieht aus wie von Apple: Für die Dampf-Zigarette geworben wird mit einem luftigen, dynamischen, gesunden Kolibri. bild: philip morris

Opinion-Leader-Marketing 

Die Tabakindustrie beobachtet ihre Klientel genau und richtet ihre Aktivitäten gezielt nach Jugendlichen aus, die süchtig und zu langjährigen Kunden werden sollen. 

In den grossen Schweizer Städten werden regelmässig Parties durchgeführt, an denen junge, hippe Menschen – sogenannte Opinion Leaders – zu Gratis-Essen und Drinks und die neuesten Produkte ausprobieren. Da minderjährige Jugendliche sich in ihrer Entwicklung an älteren Jugendlichen orientieren, werden so zwei Fliegen auf mit einer Klappe geschlagen. 

marlboro

Coole DJs auf einer Philip Morris Party.  bild: philip morris

marlboro

Für ihre «Don't be a Maybe»-Plakatkampagne erntete Philip Morris 2014 grosse Kritik. bild: philip morris

marlboro

Rauchen in Verbindung mit sexuellem Erfolg. bild: philip morris

Privat-Parties 

Die Tabakindustrie sponsert aber auch Privat-Parties für glückliche Gewinner und ihre Freunde. Junge Menschen werden etwa zu einer Modenschau, einer Luxuskreuzfahrt oder einem Exklusivkonzert eingeladen. Ziel ist es, bei jungen Menschen eine tolle Erfahrung mit einer Zigarettenmarke zu verknüpfen. 

Im Jahr 2013 schrieb beispielsweise Winston einen internationalen Wettbewerb aus. Ein Aufenthalt in einem Viersternehotel in Zermatt war zu gewinnen, dazu Spezial-Aktivitäten wie Helikopterflug, Ausflug mit Schlittenhunden, Skitag, Ballonfahrt und Schneemobilparcours. Schliesslich gab es eine tolle Party in einem Club im Wintersportort mit Räumen, die extra für die Gewinner dekoriert wurden und nur ihnen zugänglich waren. Vor Ort erhielt jeder der 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer 200 Franken Taschengeld sowie eine Stange Zigaretten.

Umfrage

Findest du die Werbemöglichkeiten der Tabakkonzerne müssten in der Schweiz noch weiter eingeschränkt werden?

6,149

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  • Nein46%
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Eye-Level is Buy-Level

eobachtung-marketing-tabak.ch

Vertreter der Tabakindustrie statten den Zigaretten-Verkaufsstellen regelmässig Besuche ab. Dank Anreizen in Form von Geld oder Geschenken an die Betreiber erreichen sie, dass ihre Produkte und Werbung an den strategisch günstigsten Orten der Verkaufsstelle platziert werden. 

Dabei gilt: Eye-Level is Buy-Level. Die Tabakprodukte sollten auf Augenhöhe der Kinder, im Idealfall neben harmlosen Produkten wie Süssigkeiten präsentiert werden. So erwecken Tabakfirmen den Eindruck, es handle sich um ein ähnlich harmloses Produkt und nicht um ein süchtig machendes. Wie die Westschweizer Studie zeigte, erhalten Kioske (88 Prozent) und Tankstellenshops (71 Prozent) öfter Vertreterbesuch als die Lebensmittelläden (23 Prozent).

«Gesundes» Sponsoring 

Sponsoring machen viele Firmen, die Tabakindustrie sponsert aber bevorzugt Sportanlässe, um sich mit Gesundheit und Aktivität in Verbindung zu bringen. Auch bei Festivals, wo sie vor allem Jugendliche und Kinder antreffen, erkaufen sie sich bevorzugt Präsenz und tauchen mit hübschen Hostessen auf, die gratis Zigarettenpäckchen, Popcorn oder Sonnenbrillen verteilen. 

An einschlägigen Ständen und auf Plattformen kann man sich kostenlos die Haare schneiden lassen, auf einem Trainingsrad mit Ausblick strampeln, Tischfussball spielen, sich fotografieren lassen, in einem Schwimmbecken baden oder ein T-Shirt individuell gestalten.

Bild

bild: beobachtung-marketing-tabak.ch

Rauch-Häuser 

In Lausanne hat Philipp Morris vor kurzem die Eröffnung eines Flagship-Stores mitten in der Stadt angekündigt. Darin soll man essen, trinken und natürlich rauchen dürfen – zumindest die Dampfzigaretten. Auf drei Stockwerken soll es zudem Raum für Kunstausstellungen, Konferenzen, Seminare und Coworking-Spaces geben. 

Gratis Wi-Fi und ein Café, das bis Mitternacht geöffnet sein darf, rundet das Angebot ab. Am Wochenende ist Musik in einer Lautstärke von bis zu 93 Dezibel – wie in Discos – bis zwei Uhr möglich. Sechs Jahre nach der Durchsetzung des Bundesgesetzes zum Schutz vor Passivrauchen wird es also wieder einen Rauch-Club geben. 

Bild

So soll der Flagship-Store aussehen. bild: dr

Werbung in Gratismedien

Die Tabakindustrie wirbt bevorzugt in Gratismedien, da diese häufig von Jugendlichen und Kindern konsumiert werden. Dafür gibt sie auch am meisten Geld aus. 2013 waren es 20,8 Millionen Franken. 57 Prozent davon gab sie für Printmedien aus, 30 Prozent für Plakate, 9 Prozent für Kinospots und 4 Prozent für digitale Werbeträger.

Zum Vergleich: Für ihre grosse und schweizweit sehr präsente Werbekampagne zur Masseneinwanderungsinitaitive hat die SVP gerade mal 5,6 Millionen ausgeben.

Immer und überall

Ob an Verkaufsstellen, bei Anlässen, auf dem Klo beim Zigarettenautomaten, auf Aschenbechern, in Clubs, bei Freunden, in Youtube-Reviews, auf Festivals, im Kino, auf Facebook, in Bars – die Tabakindustrie ist omnipräsent.

Die Forscher der Westschweizer Studie stellten fest, dass ein Jugendlicher während eines Tages und eines Abends am Wochenende im Durchschnitt 68 Anreize zum Rauchen antrifft.

Was so in unseren Alltag integriert ist, kann doch nicht tödlich sein. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Dysto 24.10.2016 11:13
    Highlight Highlight Krass. Als lebenslanger Nichtraucher fällt mir das alles gar nicht auf. So, als hätte ich in meinem Kopf einen AdBlocker installiert. Ich bin aber auch nicht deren Zielgruppe.
  • 7immi 14.10.2016 08:51
    Highlight Highlight ein spannender artikel, bis man zu punkt 8 kommt. weshalb braucht es bei punkt 8 einen seitenhieb gegen die svp? keine partei hat irgendetwas mit diesem artikel zu tun, auch nicht das standardfeindbild svp. vergleiche mit anderen suchtmitteln (alkohol zb) wären angebrachter. oder gilt die svp auch als suchtmittel?
  • Homes8 13.10.2016 09:07
    Highlight Highlight Diese Werbespots waren in 50er bis 80er vor allem bei Kindern sehr beliebt. Es gab ausser Mainzelmänchen nur sehr wenig Comic-Filme im TV. Eigentlich nur gelegentlich Filme die ursprünglich fürs Kino gemacht wurden. Wie die von Walt Disney.
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  • kunubu 13.10.2016 07:58
    Highlight Highlight Ich frage mich gerade wie Werbung bei anderen Drogen, sollten sie je legalisiert werden, dereinst aussehen würde. Würden die Beführworter einer liberalen Werbung für Tabak und Alkohol Werbung für Cannabis oder Mdma mit den gleichen Argumenten gutheissen? Ich bin gegen ein Konsumverbot und auch bereit mich solidarisch an den Folgekosten zu beteiligen. Auch cowspiracy, die mit dem Verkauf gutes Geld verdienen, sollen sich an den Kosten beteiligen. Ich möchte aber eben auch nicht andauernd mit hoch emotinalisierten Kampagnen dazu überredet werden dieses oder jenes Produkt zu konsumieren.
  • Henggi 13.10.2016 05:04
    Highlight Highlight Ich bin ein absoluter Gegner von jeglichen inhalierten Stoffen zur Beruigung...
    Empfinde es aber tragisch, dass "einfach so" abgedruckt wird, dass es keine belegten Studien gäbe dass verdampfen weniger Gesundheitsschädlich sei!
    Tatsache ist das sich in den letzten 3 Jahre belegte Studien überschlagen, die eindeutig darlegen, dass verdampfen (von Tabak, E-Liquids, sowie auch von Cannabis) bis zu 95% weniger schädlich sind, da wenig bis keine (anhängig von Anwendungpraxis) toxischen Stoffe beim verdampfen entstehen.
    Es gibt soviel Info dazu, dass sich eine Quelle an dieser Stelle erübrigt...
  • Friburger 12.10.2016 20:06
    Highlight Highlight Ihr habt vergessen, dass absichtlich viel Nikotin in die Zigaretten verpackt wird. Nikotin macht bekanntlich süchtig und süchtige Konsumenten sind treu. Es konnte nie beweisen werden, dass es Absicht war, aber liegt irgendwie auf der Hand.
    • saukaibli 13.10.2016 08:33
      Highlight Highlight Nikotin allein macht eben gar nicht so stark süchtig wie immer wieder behauptet wird, dazu gibt es diverse Studien. Im Tabakrauch gibt es aber Stoffe - wie z.B. MAO-Hemmer - die die Sucht massiv verstärken. Zigarettenproduzenten packen meines Wissens nicht mehr Nikotin in die Zigis, sondern andere Zusatzstoffe, welche die Sucht verstärken.
  • Tagedieb 12.10.2016 17:07
    Highlight Highlight Tabakgiganten bevorzugt ihren Hauptsitz hierzulande, weil sie weniger ein Einschränkungen in der Werbung haben??? - hahaha, sehr plausibel - wohl eher weil die Steuern sehr tief sind - der Grund warum "wir" überhaupt soviele Haupsitze internationaler Grössfirmen beherbergen. Und somit (auch mit tiefen Steuern) an sehr vielen Drecksgeschäften mitverdienen...auch Nichtraucher....
  • R&B 12.10.2016 15:27
    Highlight Highlight Ich bin echt beeindruckt von den Argumenten der Tabak-Lobby, die sich heute hier in den Kommentaren tummelt. Ich habe noch ein weiteres beliebtes Argument gegen ein Tabak-Verbot gefunden (die anderen habe ich weiter unten aufgeführt).

    - "Warum wird nur Tabak von der Politik bekämpft? Dann müsste auch Alkohol oder Fastfood verboten werden" -> Alkohol und Fastfood ist bei normalem Konsum (die Mehrheit) nicht schädlich. Tabak ist in jedem Fall giftig und tödlich, weil es süchtig macht und die erste Zigarette bei der grossen Mehrheit zu Abhängigkeit führt.
    • Gantii 12.10.2016 18:38
      Highlight Highlight die erste zigarette führt zu abhängigkeit? nope.
      das braucht schon ein bisschen mehr zeit.
    • R&B 12.10.2016 19:04
      Highlight Highlight ...und überrascht, dass all die Mitarbeiter der Tabakindustrie noch schlafen können.
      Pro Jahr sterben 9500 Personen in der Schweiz wegen Tabakkonsum, weil sie süchtig sind.
      Das sind 15% aller Tödesfälle in der Schweiz.
      Nicht viel? Bei 9/11 sind etwa 3000 Personen gestorben. Pro Jahr sterben in der Schweiz 3x mehr und niemand schreit auf. Eine Massenmörderindustrie bleibt legal...
    • Narugami 12.10.2016 23:30
      Highlight Highlight Dasselbe gilt auch für Alkohol. Alkohol am Steuer fordert auch mehrere Hundert Tote pro Jahr.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dath bane 12.10.2016 13:56
    Highlight Highlight Das klingt doch recht angenehm, wenn ich gratis an tollen Anlässen teilnehmen kann.
    Die geschenkten Kippen gebe ich halt einem Freund. Niemand wird dazu gezwungen und in den Clubs darf auch weiterhin nicht geraucht werden! Dampfen ist was ganz anderes. Freunde vom dampfen zu überzeugen ist vielleicht sogar gesund, weil sie dadurch weniger rauchen.
    Übrigens verlange ich die gleichen Warnhinweise auch auf Weinflaschen. Leider sitzen die Winzer bei uns schon im Bundesrat :(
  • michiOW 12.10.2016 13:50
    Highlight Highlight Ich finde es gut so, wie es ist.

    Nur etwas würde ich gerne ändern: Man soll das Rauchen an öffentlichen Orten verbieten.
  • x4253 12.10.2016 13:29
    Highlight Highlight Ich habe vor 10 Jahren mit dem Rauchen aufgehört (im Militär). Damit angefangen hab ich mit 13 / 14 (Übergang von ab und zu bis zur ersten eigenen Schachtel war fliessend), und Rückblickend erschrecke ich wie einfach beeinflussbar ich war. Nicht nur von "Freunden", sondern auch von den Bauernfängern der Tabakkonzerne und der Werbung.
    Je eher Leute aufhören mit Rauchen desto schneller sind die Tabakkonzerne weg. Hoffentlich bald.
    • Orinoco 12.10.2016 19:55
      Highlight Highlight Und ein paar hundert Arbeitsplätze auch. 🙄🙄🙄
    • R&B 13.10.2016 12:39
      Highlight Highlight @de Schnurri: sie meinen all die Personen, die täglich daran arbeiten, dass jährlich 9500 Personen in der Schweiz am Tabakkonsum sterben? Siehe Statistik Bundesamt für Gesundheit.
    • Orinoco 14.10.2016 08:09
      Highlight Highlight Glaube nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast !!
    Weitere Antworten anzeigen
  • CDLugo 12.10.2016 13:19
    Highlight Highlight 10. In Zeitungsartikeln.

    Habt ihr noch bei der Auflistung vergessen. Egal ob positive oder negative Artikel, die Tabakindustrie schafft es immer in den Medien präsent zu sein. Zur Not werden auch Studien finanziert um sie dann in allen Zeitungen zu präsentieren.
    ;) Schleichwerbung at its' best.
    • Pinhead 12.10.2016 14:30
      Highlight Highlight Genau. Dank Watson weiss ich jetzt, dass Philip Morris eine E-Zigi namens "Iqos" auf dem Markt gebracht hat und werde natürlich irgendwann auch mal ausprobieren (obwohl ich überhaupt kein E-Zigaretten-Fan bin).
    • saukaibli 13.10.2016 08:48
      Highlight Highlight @Pinhead: Die IQOS ist keine richtige E-Zigarette. Hier wird immer noch Tabak geraucht, auch wenn der Tabak nur verglimmt anstatt verbrannt wird, entstehen immer noch mehr schädliche Stoffe als bei einer E-Zigarette. Ausserdem ist der Preis eine absolute Frechheit. Pro Heat Stick sind ca. 2cm Tabak, der Rest ist nur Kunststoff (Filter). Trotzdem kosten die Dinger so viel wie normale Zigaretten.
  • R&B 12.10.2016 12:12
    Highlight Highlight Wow! Die Tabak-Lobby scheint heute bei den Kommentaren stark mitzumischen und versucht die Meinung zu beeinflussen:

    - "Bürger können selber entscheiden, was sie konsumieren möchten": ja, ja v.a. Jugendliche, welche sich noch vom Gruppendruck leiten lassen

    - "Werbung beeinflusst keinen Konsumenten": Genau, darum geben erfolgreiche Unternehmen Milliarden für Werbung aus

    - "Bürger sollen nicht vom Staat bevormundet werden": komisch, denn viele Raucher bereuen dass sie Raucher sind, wenn sie die Krebsdiagnose erhalten

    - "Autos etc. sind auch schädlich": Ja, aber sie haben einen Nutzen
  • Lami23 12.10.2016 11:41
    Highlight Highlight Schlussendlich machen sie dass wie alle anderen auch mit z.B. den ungesunden Softgetränken etc. Der Mensch muss es selbst wissen, den schliesslich muss er auch selbst ersticken am Schluss, wenns den nicht mehr geht. Aber dass es die Krankenkassen viel kostet und COPD bald um den Spitzenplatz der Todesursachen mitspielt ist natürlich teuer für die Allgemeinheit.
    • zsalizäme 12.10.2016 11:59
      Highlight Highlight Nun ja, es gibt ja auch eine sogenannte Tabaksteuer. Wer konsumiert zahlt also sowieso noch eine zusätzliche Steuer.
    • Humbolt 12.10.2016 12:40
      Highlight Highlight Es ist nicht fair den Nutzen für sich zu haben, aber die Risiken mit allen Teilen zu können.
      Deshalb finde ich dürfen die, die es nicht selbst wissen, gerne daran erinnert werden.

      Ich verstehe nicht, wieso der Preis nicht weiter erhöht wird? Würde so nicht automatisch weniger geraucht werden?
    • jjjj 12.10.2016 13:07
      Highlight Highlight mit ungesunden Softgetränken sauf ich mich nur selber zu Tode... Passivrauchen hingegen... du weisst schon...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frausowieso 12.10.2016 11:38
    Highlight Highlight So gesehen ist jeder Werbung moralisch nicht sauber. Wir werden in der Werbung ständig belogen und mit falschen Versprechen gelockt. Der Kampf um Kunden wir hart geführt. Vielen Unternehmen ist jedes Mittel recht. Man muss nur einmal am Nachmittag Werbung schauen und sehen, wie sehr Kinder manipuliert werden. Oder mal daran gedacht, wie viele Beitragsgelder Krankenkassen für Marketing rauswerfen? Das ist nun mal die Privatwirtschaft und Tabakunternehmen gehören dazu. Jeder mündige Mensch kann und soll selbst entscheiden, ob er darauf eingeht oder nicht.
  • jjjj 12.10.2016 11:27
    Highlight Highlight konkrete Frage: welchen Schaden hat die Gesellschaft, wenn die Bewerbung von Tabak komplett verboten wird?
    mir fällt da nichts ein, ausser den Jobs im Marketing welche verloren gehen.
  • kEINKOmmEnTAR 12.10.2016 11:25
    Highlight Highlight Die Einschränkungen die heute gelten sind unsinnig da sich kein gesunder und starker Mensch von einer lächerlichen Werbung beeinflussen lässt.
    Ich wäre dafür dass sie endlich wieder uneingeschränkt und vollständig überall werden dürfen wo anderen Firmen es auch dürfen.
    • R&B 12.10.2016 12:05
      Highlight Highlight @ kEINKOmmEnTAR: Oh dann sind alle erfolgreichen Unternehmen dumm, weil sie Milliarden in Werbung ausgeben, obwohl die Konsumenten sich nicht von Werbung beeinflussen lassen?
    • Finöggeli 12.10.2016 12:05
      Highlight Highlight Ich denke nicht, dass Firmen 20 Millionen ausgeben, wenn es nichts bringt und sich niemand beeinflussen lässt 😂 http://😂
    • kEINKOmmEnTAR 12.10.2016 14:31
      Highlight Highlight Habe mich wohl ungeschickt ausgetrückt. Natürlich lassen sich die Menschen beeinflussen, aber meiner Meinung nach nur diejenigen die das zulassen.
      Es ist also jeder selber verantwortlich sich nicht durch die Werbung beeinflussen zu lassen. Und weil es eine bewusste Entscheidung ist, sollte die Werbung auch nicht für die Tabak-Industrie eingegrenzt werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • LiviaEvaSelena 12.10.2016 11:04
    Highlight Highlight Ich finde die Tabakindustrie ist schon sehr eingeschränkt.. solange das Alter der Käufer/innen überprüft wird ist doch alles in Ordnung? Wenn man genug alt ist um Alkohol zu konsumieren, sollte man auch in der Lage sein, selbst zu entscheiden ob man rauchen will oder nicht -> Selbstverantwortung
    • _helmet 12.10.2016 11:25
      Highlight Highlight dann reibt aber nicht jugendlichen aktiv zigaretten unter die nase. das hat auch mit selbstversntwortung zu tun. das verhalten der tabakindustrie zeigt eigentlich gerade, dass selbstverantwortung gerade nicht funktioniert..
    • _helmet 12.10.2016 11:46
      Highlight Highlight respektive anders ausgedrückt: klar selbstversntwortung, aber ich finde auch firmen haben eine verantwortung. ich finde wir als gesellschaft haben das recht im sinne der freiheit frei zu sein von firmen, die jugendlichen aktiv zigaretteten unter die nase reiben. viele bereuen es ja, dass sie angefangen haben zu rauchen. und wenn jemand rauchen will, kann er/sie das auch ohne solche werbeaktionen tun.
  • Lord_ICO 12.10.2016 10:58
    Highlight Highlight So wie ich das sehe, ist zu Glück die Menge an jugendlichen Rauchern, in den letzten Jahren enorm zurück gegangen und Rauchen, gilt nicht mehr als cool. Irgendwie empfinde ich es als stossend einem Privatunternehmen, welches mündige Bürger anspricht mit ihren Massnahmen, noch mehr Verbote aufbrummen zu wollen.
    Bin Nichtraucher, finde es jedoch total mühsam, wie militante Nichtraucher sich immer über diese Industrie und ihre Konsumenten aufregen müssen und am liebsten die gesamte Industrie verbieten wollen.
    • _helmet 12.10.2016 11:30
      Highlight Highlight ich empfinde es eher als stossend, dass eine mächtige milliardenindustrie jugendlichen aktiv zigaretten unter die nase reibt, die profite absahnt, und sich dann aber bei den Gesundheitsfolgen aus der Verantwortung stiehlt und die kosten auf die gesellschaft überwälzt. ihr verkauft tabak, keine brötchen..
    • R&B 12.10.2016 12:14
      Highlight Highlight @Lord... Arbeiten Sie für die Tabakbranche?
    • benj_zh 12.10.2016 12:35
      Highlight Highlight Mit dieser Argumentation müssen die Werbung für Energiedeinks und vorallem Alkohol verbieten. Es ist unglaublich scheinheilig nur die anzugreifen die einem nicht passen. Von wegen Brötchen müssen wir nun dem Bäcker verbieten seine ungesunden Buttergipfel und Berliner zu bewerben weil Zucker ungesund ist und süchtig macht..? Oder amders ausgedrückt warum darfst du öffentlich alkohol trinken wenn es jugentliche sehen könnten..??
      Solange die Person erwachsen ist welche die Zigaretten kauft, ist alles andere nicht mehr relevant.
      Oder willst du dir irgendwann alles vorschreiben lassen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nuka Cola 12.10.2016 10:43
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach, sollte es so sein, dass Tabakprodukte nicht mehr der Sichweite von den Menschen platziert sein sollten, nur auf Verlangen, und nur bei lizensierten Standorten. Wenn diese die Alterskontrolle nicht machen, sofort Lizenzentzug. Tabakprodukte einziehen, und vernichten.

    Werbeformen jeglicher Art verbieten. Ein Gesetz machen, welches "Massnahmen mit der Absicht der Verbreitung von Tabakprodukten" verbietet.

    Und ein Gesetz ausformulieren, welches das Littern von Tabakproduktbestandteile (massiv Gewässer gefährdernd) so massiv bestraft, als dass es niemand mehr macht.
    • Nuka Cola 12.10.2016 10:52
      Highlight Highlight Nur um es klar zustellen, ich bin nicht gegen Drogen, nein, ich befürworte deren aller Legalisierung (mit gewissen Schutzmechanismen), bin jedoch entschieden gegen eine Gewinnmacherei auf Kosten der Gesundheit anderer.

      Selbiges bei Alkohol.

      Interessant zum Lesen: http://www.spektrum.de/artikel/1053306
    • R&B 12.10.2016 11:03
      Highlight Highlight Oder den Verkauf gleich ganz verbieten, weil es ein giftiges Produkt ist.
    • Frausowieso 12.10.2016 11:33
      Highlight Highlight Oder wir überlassen es jedem mündigem Bürger, ob er diese Substanzen konsumieren möchte, oder nicht. Was kommt denn als nächstes? McDonalds Filialen müssen mit Karton zugeklebt werden, damit die Leute nicht dazu animiert werden, ungesundes Junkfood zu essen? Auf jedes Auto kommt ein Warnkleber und alle Strassen werden mit Schildern ausgestatten, die vor den Abgasen warnen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • SVARTGARD 12.10.2016 10:28
    Highlight Highlight 😆
    Benutzer Bildabspielen
    • Louie König 12.10.2016 11:19
      Highlight Highlight Woher habt ihr eigentlich all diese Bilder und GIFs von mir?! Sollte mal ein Copyright beantragen ;-)
  • pamayer 12.10.2016 10:24
    Highlight Highlight Erst das fressen, dann die moral.
  • Tiny Rick 12.10.2016 10:18
    Highlight Highlight Kann man einem privatwirtschaftlichen Tabakunternehmen wirklich verübeln das er alle ihm zur Verfügung stehenden Optionen der Werbung nutzt? Andere Unternehmen werben auch nach ihren Möglichkeiten. Ob es moralisch ist, sei dahingestellt. Fakt ist das es ein Unternehmen ist das möglichst viel Geld machen möchte und dazu muss man halt Kunden gewinnen. Es ist die Aufgabe der Politik Gesetze zu erlassen welche den Tabakunternehmen die Möglichkeiten eingrenzt. Ist ja klar das ein Tabakunternehmen nicht moralisch wirbt. Wer dies von denen erwartet ist ziemlich naiv.
    • _helmet 12.10.2016 11:11
      Highlight Highlight Diese Firmen machen auch in der Politik massivstes Lobbying. sie haben viel mehr mittel, weil sie so viel Geld machen, als die Gesgenseite. svp und fdp stimmen im parlament geschlossen gegen selbst minimste werbebeschränkungen, obwohl jährlich in der schweiz 9500 Personen an den Folgen des Rauchens sterben. deshalb wird die politk im moment nichts machen. obwohl klar erwiesen ist, dass werbeeinschränkungen wirksam wären. das problem sind also rechte parlamentarier, die den pfründen der tabakindustrie näher stehen als der Bevölkerung.. same old story.. und diese trägt die krankheitskosten.
    • Maett 12.10.2016 11:50
      Highlight Highlight @_helmet: muss ja eine strunzblöde Lobby sein, gehört die Tabakindustrie heute doch bereits heute zu den eingeschränktesten Branchen der Schweiz.

      Als Liberaler (und Nichtraucher wohlgemerkt), finde ich nicht, dass weitere Massnahmen notwendig sind. Irgendwo hört es dann mit der Bevormundung und dem Absprechen der Eigenverantwortung auf.

      Über die Übernahme von Gesundheitskosten bei Lungenkrankheiten von Intensivrauchern kann man hingegen gerne diskutieren - ist es aber nicht so, dass das Gesundheitswesen auch aus der Tabaksteuer finanziert wird (da bin ich mir aber nicht sicher)?
    • R&B 12.10.2016 12:16
      Highlight Highlight @Maett: Klar.... Kennen Sie jemanden, der Krebs hat oder hatte? Wissen Sie was für eine schlimme Krankheit das ist? Sie befürworten somit, dass Unternehmen Milliarden damit verdienen, dass Leute Krebs kriegen und daran sterben. Wirklich?
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