Schweiz
Wissen

Spektakuläre Wolken über dem Tessin – das steckt dahinter

Spektakuläre Wolken über dem Tessin – das steckt dahinter

23.12.2023, 11:2923.12.2023, 13:21

Tessinerinnen und Tessiner durften am Freitagnachmittag ein besonderes Naturspektakel beobachten. An manchen Orten des Kantons waren aussergewöhnliche Wolken zu sehen – diese waren nicht weiss, sondern leuchteten in verschiedensten Farbtönen.

Bei diesen Wolken handelt es sich um sogenannte polare Stratosphärenwolken – umgangssprachlich auch Perlmuttwolken genannt. Diese treten nicht in Höhen wie die bei uns häufigeren Wolken auf, sondern in der Stratosphäre – also mehr als 20 Kilometer über der Erde.

Perlmuttwolken entstehen erst bei Temperaturen unter -80 Grad, weshalb sie hierzulande äusserst selten sichtbar sind. Wie der Name polare Stratosphärenwolken schon sagt, kommen sie vor allem in den Polargebieten vor. In Nordnorwegen, Alaska oder Island, wo das Phänomen häufiger sichtbar ist, können Perlmuttwolken laut SRF Meteo an rund 10 Tagen pro Jahr bestaunt werden.

Die besondere Färbung der Wolken hängt mit dem geringen Wasserdampfgehalt in der Stratosphäre zusammen. Dies führt dazu, dass sich die Wolken in der Stratosphäre anders zusammensetzen, nämlich aus Kristallen von Schwefelsäure oder Salpetersäure. In diesen Kristallen entsteht eine Beugung des Sonnenlichts und dies löst damit ein sogenanntes Irisieren aus – also das Schimmern in verschiedenen Farben.

(dab)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4
Ungeschützter Luftraum: Die Schweiz will nun ein europäisches Flugabwehrsystem
Spätestens mit dem Iran-Krieg ist klar geworden: Es wird Jahre dauern, bis die Schweiz die fünf Patriot-Systeme erhält. Der Bundesrat reagiert nun. Zu wichtig ist der Schutz des Luftraums.
Acht Prozent der Fläche der Schweiz sind es gerade mal, welche die Armee heute gegen Angriffe aus der Luft schützen kann. Das schrieb die Schweizerische Militärzeitschrift. Und zwar mit zwei veralteten Luftabwehrsystemen: Mit 35-Millimeter-Fliegerabwehrkanonen aus den 1960er Jahren. Sie haben eine Reichweite von vier Kilometern. Und mit dem mobilen Abwehrsystem Stinger, das seit den 1990er Jahren im Einsatz ist. Es hat eine Reichweite von sechs Kilometern.
Zur Story