Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

bild: keystone/zvg/montage watson

Interview

«Hätte eine Maskenpflicht im ÖV eingeführt»: Das sagt die Epidemiologin zur aktuellen Lage

Die Fallzahl ist in der Schweiz erneut angestiegen, gleichzeitig wurde die Sperrstunde aufgehoben und ab nächstem Wochenende strömen Partywilde wieder in die Clubs. Kann das gut gehen? Die Epidemiologin Olivia Keiser sagt, was jetzt eminent wichtig wird.



Bei diesem schönen Wetter strömen die Leute in die Badis, am Wochenende werden wieder Tausende in den Clubs feiern, die Sperrstunde ist gefallen. Schlittern wir da nicht auf direktem Weg in eine zweite Welle hinein?
Olivia Keiser: Vieles hängt vom Verhalten der Bevölkerung ab. Innenräume sind sicher problematischer als Badis und sonstige Aussenbereiche. Aber natürlich sollte man überall vorsichtig bleiben: Es besteht immer ein Risiko für einen lokalen Ausbruch, wenn viele Leute eng zusammen sind. Leider hört man immer wieder von solchen Fällen.

Spätestens am Wochenende werden sich in Clubs auf engstem Raum wieder sehr viele Menschen über einen längeren Zeitrahmen sehr nah kommen. Finden Sie das problematisch?
Das ist es. Falls Fälle auftreten, ist es wichtig, schnell reagieren zu können und möglichst viele Kontakte von infizierten Personen zu erreichen.

«Die internationale Lage ist sehr ernst.»

Es fragt sich, was Schutzkonzepte in Restaurants oder beim Coiffeur überhaupt noch bringen, wenn der Sicherheitsabstand im ÖV oder eben auch im Club nicht eingehalten wird.
Die Schutzkonzepte sind weiterhin wichtig. Jede Massnahme, welche hilft, Übertragungen zu verhindern, kann Leben retten.

Bild

bild: zvg

Zur Person

Olivia Keiser ist Epidemiologie-Professorin und wissenschaftliche Gruppenleiterin am Institut für globale Gesundheit an der Universität Genf. Sie ist zudem Mitglied der wissenschaftlichen Task Force des Bundesrates.

In der Schweiz sind die Covid-19-Ansteckungen tief, global gesehen auf einem Rekordhoch. Vor allem in Südamerika und den USA stecken sich noch immer viele Menschen mit dem Coronavirus an. Wie beurteilen Sie die epidemiologische Weltlage?
Die internationale Lage ist sehr ernst. Global wurden über neun Millionen Fälle und über 470'000 Todesfälle gemeldet. Jede Woche kommen zurzeit ungefähr eine Million neue Fälle hinzu. Neben den USA und Südamerika sind auch andere Orte stark betroffen. So gibt es zum Beispiel in Indien und einigen Ländern Afrikas einen exponentiellen Anstieg der Fälle. Andererseits ist auch die Covid-Testkapazität in vielen Ländern weiterhin tief, und es ist schwierig, abzuschätzen wo wie viele Fälle verpasst werden. Die Weltgesundheitsorganisation hat in einer der letzten Pressekonferenzen auch betont, dass die Versorgung mit Sauerstoff oft schwierig ist. Andererseits werden Restriktionen nun vielerorts gelockert – leider zum Teil selbst dann, wenn die Zahl der Fälle weiterhin relativ hoch ist.

«Diese neuen Ausbrüche wie in Korea oder Israel zeigen, wie anspruchsvoll es ist, die Epidemie längerfristig unter Kontrolle zu halten.»

In einigen Ländern, die das Virus im Griff zu haben schienen, breitet sich eine zweite Welle aus. Darunter in Südkorea und Israel. Was ist passiert?
In Korea würde ich eher nicht von einer zweiten Welle reden, sondern von einem regionalen Ausbruch in und um Seoul (während früher Daegu am schwersten betroffen war). In Israel ist die tägliche Zunahme jetzt fast gleich gross wie bei der ersten «Welle». Es kann jedoch sein, dass die relativ hohen Zahlen teilweise auch auf die höhere Testkapazität zurückzuführen ist. Zurzeit werden ca. doppelt so viele Tests pro bestätigtem Covid-Fall gemacht als noch im März. Korea und Israel sind Länder, welche die Situation zuvor relativ gut im Griff hatten. Diese neuen Ausbrüche zeigen jedoch, wie anspruchsvoll es ist, die Epidemie längerfristig unter Kontrolle zu halten und grössere lokale Ausbrüche zu verhindern.

Ab wann spricht man eigentlich von einer zweiten Welle?
Soweit ich weiss, gibt es nicht wirklich eine klare wissenschaftliche Definition einer Welle. Wenn es jedoch zu mehreren Infektionsausbrüchen kommt und die Fallzahlen wieder klar ansteigen, wird oft von einer Welle gesprochen. Während der spanischen Grippe vor gut 100 Jahren gab es zum Beispiel drei Wellen. Die zweite Welle, die Mitte 1918 begonnen hat, führte zu den meisten Todesfällen. An anderen Orten sehen wir keine klaren Wellen mit Höhepunkten; so haben sich zum Beispiel in den USA die Fallzahlen zuerst auf hohem Niveau stabilisiert, und nun steigen sie seit ca. zehn Tagen wieder recht stark an. In einzelnen Staaten in den USA sehen wir dramatische Zunahmen, während in anderen die erste Welle der Epidemie erfolgreich dezimiert werden konnte.

In Südkorea gab es gestern 51 neue Fälle. Das BAG meldete für die Schweiz 44 neue Fälle, bei einer Population, die sechsmal kleiner ist. Wie könnte man unsere Lage bezeichnen?
Ich würde eher sagen dass wir in der Schweiz am Ende einer «ersten Welle» sind, und wir nun trotz der stark gelockerten Massnahmen unbedingt schauen müssen, dass die Fallzahlen weiterhin tief bleiben. Es geht nun vor allem darum, mögliche lokale Ausbrüche sofort zu identifizieren und eine weitere Ausbreitung zu unterbinden. Dass der Bund nun die gesamten Kosten für einen COVID-19 Test übernimmt, ist ein sehr wichtiger Schritt. Ab heute ist nun ja auch die SwissCovid-App fürs digitale Contact Tracing bereit für den Download.

«Ein möglicher Anstieg in den Hospitalisierungen und Todesfällen kann immer erst mit einer deutlichen Verzögerung von etwa zwei bis drei Wochen nach Infektion festgestellt werden.»

Müsste man nicht einfach von einer zweiten Welle sprechen, sobald die Hospitalisierungsrate eine bestimmte Zahl überschritten hat?
Es gibt keine Dichotomie «Welle vs. keine Welle». Wir sollten vielleicht besser davon reden, ob die Epidemie unter Kontrolle ist oder nicht. Dazu gibt es Indikatoren wie zum Beispiel die effektive Reproduktionszahl, die ja auch auf der Webseite der Swiss Science Taskforce zu sehen ist. Diese Zahl ist jedoch nicht so einfach zu interpretieren bei relativ tiefen Fallzahlen, die wir zur Zeit haben. Es sind auch noch andere Indikatoren sehr wichtig.

Welche?
Zum Beispiel die täglichen Fallzahlen, der Prozentsatz positiver Tests, wo die Fälle auftreten, wie viele Fälle von einem bekannten Fall abstammen, ob die infizierte Person isoliert werden kann. Hospitalisierungen (und auch Todesfälle) sind natürlich auch wichtige Indikatoren, da sie viel weniger von der Testhäufigkeit abhängen als die Fallzahlen. Der grosse Nachteil dort ist jedoch, dass ein möglicher Anstieg in den Hospitalisierungen und Todesfällen immer erst mit einer deutlichen Verzögerung von etwa zwei bis drei Wochen nach Infektion festgestellt werden kann. Als Frühwarnsystem sind diese Indikatoren deshalb weniger geeignet.

Frau Keiser, Hand aufs Herz: Wenn Sie am Hebel sässen, was würden Sie anders machen?
Das ist schwierig zu sagen. Ich hätte wohl nicht so viele Lockerungen gleichzeitig eingeführt, und ich wäre auch für eine Maskenpflicht im ÖV. Ich denke aber, dass vieles sehr gut gemacht worden ist in der Schweiz und ich möchte mich für den grossen Einsatz von allen bedanken.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Sicheres Contact-Tracing, Made in Switzerland

So wirkt sich eine Maske auf die Verbreitung von Viren aus

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

63
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
63Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Salbei 26.06.2020 23:05
    Highlight Highlight Epidemiologen sind genauso weltfremde Sesselfurzer wie Juristen, nichts als Zahlen und Paragraphen.
    • Dani B. 27.06.2020 13:57
      Highlight Highlight Wenn ich angeklagt werde, wende ich mich auch nicht an den Bäcker, nur weil der kein Sesselfurzer ist.
  • Ana64 26.06.2020 05:24
    Highlight Highlight Bund gibt Milliarden aus um unsere Wirtschaft zu retten , will aber kein Maskenpflicht in ÖV einführen. Wo ist die Logik???? Was tut uns mehr weh? Ab und zu Maske an der Nase oder unser Nationalvermögen sinnlos zu verpulvern? Ohne Geldreserven sind wir am Ende, mit Maske tut niemandem weh.
  • Rosa Lindenbaum 26.06.2020 00:29
    Highlight Highlight Warum hat es im ÖV nirgends Handdesinfektions-Dispenser? Die wären dort mindestens genauso nötig, wie an den Eingängen von Läden. Und warum kann man im ÖV nicht einfach Masken verteilen oder bereitstellen? Ich denke, dann wäre die Hemmschwelle tiefer, eine zu tragen. Zudem hat die Schweiz ja wieder Masken en masse.
  • Eloquent 25.06.2020 23:04
    Highlight Highlight alles verstanden. maskenpflicht bei besuch von ex frau....
  • Noblesse 25.06.2020 22:27
    Highlight Highlight BAG hat die Maske im ÖV und engen Innenräumen vermasselt. Das steht ausser Frage!
  • HP G 25.06.2020 20:54
    Highlight Highlight Ich bleib dabei:Maskenpflicht im ÖV und ich fahr Auto. Mit Maske, und weil die Brillengläser beschlagen, extrem vorsichtig. Vorsichtig ist die Muttet der Porzelankiste.
  • Locutus70 25.06.2020 20:27
    Highlight Highlight Eine Maskenpflicht im ÖV hielte ich auch für sinnvoll, weil ja der Abstand von 1,50m selten eingehalten werden kann.

    Von den gestiegenen Fallzahlen sollte man sich allerdings nicht gleich verrückt machen lassen, denn es wird wie die Virologin schon sagt doppelt soviel getestet wie z. B. im Marz. Und es werden eben nicht nur Menschen mit Symptomen getestet. Die Dunkelziffer kann man ja allenfalls abschätzen.

    Entscheidend ist die Anzahl der schweren Verläufe, denn das Virus wird sich nicht einfach in Luft auflösen oder ausrotten lassen.
    • n3rd 25.06.2020 23:18
      Highlight Highlight Frage ist vielmehr von wo nach wo die 1.5m gemessen werden.

      Wenn wir nebeneinander sitzen, wird das von Aussenseite zu Aussenseite Schulter gemessen? Oder von Mittelachse zu Mittelachse der Körper? In letzterem Fall müssten wir in der Tat nur noch 90cm real zwischen uns haben und dann passts.

      Schlussendlich also alles Interpretationssache und mit richtiger Auslegung biegen wir das so hin wie es passt.
    • Locutus70 25.06.2020 23:54
      Highlight Highlight Also ich rechne Aussenseite Schulter zu Aussenseite Schulter ^^
    • n3rd 26.06.2020 07:42
      Highlight Highlight Wenn wir uns gegenüberstehen und ich mich unangekündigt 90 Grad zu dir drehe stimmt der Abstand aber nicht mehr ... 😜
    Weitere Antworten anzeigen
  • HP G 25.06.2020 20:25
    Highlight Highlight Wenn Maskenpflicht im ÖV eingeführt wird, fahr ich Auto mit Maske. Und weil ich, durch die Maske, immer beschlagene Brillengläser habe, ganz langsam.
    • The great 8 25.06.2020 23:11
      Highlight Highlight Ja und ich renne dann nackt durch die Gegend. Niemand kann mir vorschreiben was ich tragen darf!!!!
    • Locutus70 25.06.2020 23:55
      Highlight Highlight @HP G - Wenn du im Auto alleine sitzt braucht du gar keine Maske :xD
  • DARTH OLAF 25.06.2020 19:27
    Highlight Highlight Mir bereiten auch das ÖV und Grossveranstaltungen Sorgen.
    • HP G 25.06.2020 20:26
      Highlight Highlight der ÖV
    • Fakten 25.06.2020 21:07
      Highlight Highlight Warum? Weil die Menschen ihr Leben leben?
  • Frogface 25.06.2020 18:35
    Highlight Highlight Masken im ÖV sind weitgehend eine Seltenheit. Abstandhalten ist teilweise unmöglich, da die Züge wieder viel kürzer sind. Ich bin gespannt, wie das weitergehen soll. Viele Menschen haben grosse Verluste erlitten und falls sich herausstellen wird, dass alles für die Katz war, Milliarden ausgegeben wurden um die Verluste bei den Firmen auszugleichen und Sars-CoV-2 sich fröhlich ausbreitet, nur weil Masken heiss und unbequem, vielleicht sogar uncool sind, dann stehen uns interessante Zeiten bevor. Dass wir es in der Hand gehabt hätten wäre dann ein eher schwacher Trost.
    • HP G 25.06.2020 20:33
      Highlight Highlight Bei 50 Infizierten, welche nun dank Contact Traising in Quarantäne sind, wirst du Mühe haben einen Infizierenden zu finden.
      Das Ergebnis:
      Benutzer Bild
    • Marabamba 25.06.2020 21:26
      Highlight Highlight Die Züge sind nicht kürzer. Wie kommst da drauf?
  • legalizeit 25.06.2020 18:20
    Highlight Highlight Gut erkannt, Frau Keiser, bravo!
  • Fairness 25.06.2020 18:15
    Highlight Highlight Wieso können Leute in den meisten Ländern dieser Welt Masken tragen, wo es nötig ist und Schweizer Corona-Ignoranten nicht? Unverständlich! So kommt die Wirtschaft, die Reisebranche, nie mehr in Schwung. Und diese Ignoranten können die Verantwortung für die Entlassenen zB jetzt gerade von Hotelplan übernehmen. Hoffentlich arbeiten die auch in betroffenen Branchen und kriegen die Quittung.
    • Locutus70 25.06.2020 20:29
      Highlight Highlight @Fairness - Nach dem ganzen HickHack um die Masken im März/April fragst du dich das ernsthaft? Es wurde doch wochenlang behauptet die Masken nützten nix oder sind sogar kontraproduktiv.
    • Re460_044 25.06.2020 21:12
      Highlight Highlight Sie Denken also, sobald wir alle Masken tragen sinken die Anzahl positiv getesteter Fälle wieder?
      Das wird kaum der Fall sein, sonst hätte einige EU Länder mit Maskenpflicht im ÖV und beim einkaufen usw. Corrona schon lange besiegt.
      Meiner Meinung ist Abstandhalten das wichtigste, jedoch hat unser Bundesrat genau hier grosse Fehler gemacht (immer grössere Menschenansammlungen erlauben und Homeoffice Empfehlung aufgehoben.)
    • Dirk Leinher 26.06.2020 07:20
      Highlight Highlight Masken sind Erregerfabriken solange der Umgang damit nicht angemessen ist. Ein angemessener Umgang ist angesichts wie heute damit umgegangen wird ein schwer zu erreichendes Ziel. Daher ist Hygiene und Desinfektion die beste Herangehensweise. WEshalb wird im ÖV nicht regelmässig desinfiziert, Haltestangen, Griffe Sitzumrandungen, Türöffnungsknöpfe etc. ? Das wäre sinnvoller als Masken tragen zu fordern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pollo Loco 25.06.2020 17:59
    Highlight Highlight Vor der Corona Krise hatten die Züge mehr Wagons zur Verfügung. Jetzt z. B. heute brauchts halt mal am Feierabend 4x Erstklass Wagen und 4x Zweitklasse. Die 2. Klasse natürlich dätschvoll, während die 1. Klasse kaum benutzt wird.
    Vielleicht eine SBB Strategie, um mehr Kunden zum 1.Klassticket zu animieren.
    • John Steam in the snail hole 25.06.2020 19:42
      Highlight Highlight Also ich fahre zwar nie ÖV, aber falls doch, und ich mir dabei ein 1st Klasse Ticket leisten würde, dann hätte ich schon die Erwartung, dass ich für den (saftigen) Aufpreis sicher freie Sitzwahl und etwas Platz und Ruhe geniessen darf.
    • Terraner 25.06.2020 20:06
      Highlight Highlight Wer sich 1.Klasse leisten kann, nimmt jetzt doch lieber sein 1.Klasse Auto. Sicher ist sicher.
    • Marabamba 25.06.2020 21:27
      Highlight Highlight Es kann mal zu einer Veränderung kommen wegen einem Defekt, im Grundsatz verkehren die Züge gleich
  • Liselote Meier 25.06.2020 17:15
    Highlight Highlight Gestern und heute habe ich auf dem Heimweg eine getragen, weil ich dicht gedrängt im Gang stehen musste weil die SBB verkürzt gefahren ist und es rappel voll war.

    Wenn Passagiere in dieser Situation keine Tragen ist das Fahrlässig. Verkürzt zu fahren ist aber Grobfahrlässig.

    Verkürtzt fahren für eine bessere Bilanz sofort aufhören!
    • Liselote Meier 25.06.2020 18:23
      Highlight Highlight Wie ist das eigentlich mit Schweiss, wird der Virus dadurch auch verbreitet?

      Ey das wäre ja der Gipfel der Ironie, wenn eine Burka in der Schweiz plötzlich im ÖV zu einem nice to have objekt würde.







    • Stefanix19 25.06.2020 18:26
      Highlight Highlight Verkürzt wegen einer besseren Bilanz oder hatte der andere Teil eine Störung und konnte nicht mitfahren? Wir wissen es nicht, denn die SBB gibt bei Durchsagen zu verkürzt geführten Züge keine Gründe an.
    • Felix Meyer 25.06.2020 18:38
      Highlight Highlight Wenn wegen einer Störung entweder verkürzt oder gar nicht gefahren werden kann, dann ist verkürzt immer noch die bessere Variante.
      Das hat nichts mit einer besseren Bilanz zu tun, bis auf einzelne ausfallende Zusatzzüge herrscht bei der SBB wieder Normalfahrplan.
    Weitere Antworten anzeigen
  • PostFinance-Arena 25.06.2020 17:07
    Highlight Highlight Dass überall Schutzkonzepte vorgelegt werden müssen, Clubs aber öffnen, find ich sehr befremdlich. Grössere Virenschleudern als Clubs gibts ja fast nicht...
  • Dr. Unwichtig 25.06.2020 17:04
    Highlight Highlight 1.) Wir wissen, dass Covid-19 zu rund 80% symptomlos verläuft (Ischgl bestätigt des erneut).

    2.) Wir wissen, dass die Symptome von Covid-19 - ausser Verlust von Riech- und Geschmackssinn - sehr unspezifisch sind und auch auf praktisch jeden grippalen Infekt zutreffen.

    3.) Wir wissen, dass aktuell ein leichter, grippaler Infekt grassiert.

    4.) Wir wissen, dass die Anzahl Tests in den letzten Tagen teilweise deutlich zugenommen hat - nicht aber die Trefferquote auf Covid-19.

    Kurz - es kann sich jeder selber ausrechnen, ob wirklich eine 2. Welle im Anmarsch ist oder nicht.
    • John Steam in the snail hole 25.06.2020 19:54
      Highlight Highlight 5. Wir wissen, dass das Virus um Einiges ansteckender ist als die Grippe und die meisten anderen Viren.

      6. Wir wissen, dass im Gegensatz zur Grippe (Influenza), keine Teil-Immunität in der Bevölkerung herrscht. Jeder kann sich Infizieren und das Virus weitergeben.

      7. Wir wissen, dass Covid-19 auch ohne Vorerkrankung zu schweren Verläufen führen kann, deren langzeitfolgen noch nicht absehbar sind.

      8. Wir wissen, und das ist der springende Punkt, trotz allem so wenig über das Virus.

      Es muss der Mittelweg zwischen Sorglosigkeit und der Selbsteinschränkung sein.
    • Dr. Unwichtig 25.06.2020 23:01
      Highlight Highlight Punkt 5: Das wissen "wir" nicht. Stand heute können wir nicht mit Sicherheit sagen, ob R0 bei SARS-CoV-2 tatsächlich höher ist, als bei Influenza-Viren. Auf jeden Fall ist es deutlich weniger ansteckend, als Röteln, Mumps oder "viele andere Viren".

      Punkt 6: Das wissen "wir" nicht. Die hohe Zahl von asymptomatischen Infektionen weist eher auf eine vorhandene Hintergrundimmunität hin.

      Punkt 7: Das wissen "wir" - ist aber äusserst selten.

      Punkt 8: Falsch. Corona-Viren sind sehr gut erforscht. Bzgl. Pathogenität zeigt SARS-CoV-2 bisher keine wesentliche Abweichung gegenüber seinen "Brüdern".
    • Dirk Leinher 26.06.2020 07:09
      Highlight Highlight 9. Es war falsch, zu behaupten, das Virus sei neu.
      10. Noch falscher war es, zu behaupten, es bestünde in der Bevölkerung keine Immunität gegen dieses Virus.
      11. Es war sozusagen die Krönung der Dummheit, zu behaupten, man könne die Krankheit Covid-19 symptomlos durchmachen oder andere gar ohne Symptome anstecken.

      Dies sagt nicht irgendwer, sondern unser nationaler Impfpapst Beda Stadler:
      https://www.achgut.com/artikel/corona_aufarbeitung_warum_alle_falsch_lagen

      Anmerkung von mir: Es gibt leider keine Impfung gegen Dummheit
    Weitere Antworten anzeigen
  • dmark 25.06.2020 17:03
    Highlight Highlight Eine weitere Studie zeigt nun auf, dass eine "Grundimmunisierung der Bevölkerung", so wie z.B. es die Schweden machen wollten, wohl nicht ganz so funktioniert, wie man es sich vorgestellt hatte.
    Bei einer Untersuchung auf Antikörper bei Infizierten Leuten, haben diejenigen ohne Symptome nach rund 3 Monaten keine Antikörper mehr.
    Gut, es waren gerade mal 64 Infizierte und wurde in China gemacht, aber eine Richtung scheint wohl erkennbar zu sein.
    Wir werden das Virus also schon noch eine Weile um uns haben.

    • Wolk 25.06.2020 18:13
      Highlight Highlight Schweden hat einfach mal gepokert, dass das sicher funktionieren würde. Auf Kosten von vielen Toten. Das muss einfach immer wieder gesagt werden.
    • weissauchnicht 25.06.2020 18:39
      Highlight Highlight Das Virus ist gekommen um zu bleiben. Mit Masken etwas weniger zahlreich als ohne. Bleiben wird es trotzdem. Nur wer die nächsten drei Jahre oder noch länger bereit ist, Masken zu tragen, auch bei Hitze, soll eine Maskenpflicht fordern.
    • rudolf_k 25.06.2020 19:23
      Highlight Highlight Quelle oder Link bitte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dirk Leinher 25.06.2020 17:02
    Highlight Highlight Unter Epidemiologen ist eigentlich nur eines klar, dass eben keine einheitliche Meinung existiert. Ich persönlich bin der Ansicht, dass zuwenig Gewicht auf die persönliche Hygiene und Desinfektion gelegt wird und zuviel Gewicht in die App und Masken. Konsequent Hände waschen, desinfizieren, Räume und öffentliche Verkehrsmittel könnten auch desinfiziert werden.
    Es ist ein Horror wie mit Masken umgegangen wird. Da wird mit den Händen die Maske angefasst, Teils nur um den Hals getragen und wieder hochgezogen, danach mit der Hand der Hals angefasst. Eine richtige Erregerfabrik nenne ich das.
    • Terraner 25.06.2020 20:11
      Highlight Highlight Gerade heute beobachtet. Zuerst hatte die Person unter dem Kinn, danach hat sie diese zusammengeknüllt und in einen öffentlichen Abfalleimer geworfen. Danach natürlich nicht die Hände desinfiziert. Ja so schützt man sich. NICHT.
    • KnolleBolle 25.06.2020 21:44
      Highlight Highlight Alle deine Maskenhorrorsachen stimmen... ABER wenn nur pro 100 :1 ein Mensch wegen Ansteckungsverhinderung nicht Krank wird, oder sogar im Spital dann nicht stirbt haben Masken geholfen, KLARO !!!
    • Dirk Leinher 26.06.2020 06:59
      Highlight Highlight @KnolleBolle
      Ja und wenn wegen dem Umgang mit der Maske selbst nur eine Person mehr krank wird, weil er zuerst die Erreger schön in der Maske sammelt und durch den Umgang damit diese Erreger auch konzentrierter weiterreicht, dann sind wir bei Null Nutzen. Es wird aber real wohl eher so sein, dass mehr Menschen dadurch krank werden als geschützt.
  • Dave1974 25.06.2020 16:54
    Highlight Highlight Hätte nicht gedacht, dass die Quengelei vom Anfang der Pandemie noch gesteigert werden kann.

    Übrigens: wenn man eine "repräsentative" Umfrage macht und dabei z.B. 90% gar nie die ÖV benutzen, ist diese dann wirklich aussagekräftig?
    Fragt doch einfach mal die aussteigenden Leute - aber mit Abstand.

«Menschen lieben mich nicht»: Trump gibt bemerkenswertes Interview

Donald Trump tritt normalerweise als Siegertyp auf – in einem Interview mit Fox News am Donnerstag sah das aber ganz anders aus. Der US-Präsident wirkte resigniert – fast so, als habe er bereits akzeptiert, was Umfragen prophezeien: dass Joe Biden die Wahl gewinnt.

Donald Trump wackelt – nicht nur in aktuellen Umfragen. Der sonst in seinem Auftreten so selbstsichere US-Präsident scheint sich seiner Wiederwahl im November nicht mehr sicher zu sein. Das legt ein Auftritt in einem Interview mit seinem Lieblingsnachrichtenkanal Fox News nahe.

In dem Gespräch fuhr Trump zunächst eine Attacke auf seinen demokratischen Kontrahenten Joe Biden, dem Trump – wie bei anderen Gelegenheiten zuvor – unterstellte, er sei aufgrund seines hohen Alters geistig nicht in …

Artikel lesen
Link zum Artikel