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Bild: Klaus Petrus

Tierschützer protestieren nach Todesflucht von Stier in Zürich

Nachdem letzte Woche ein Stier in Zürich ausgerissen ist, versammelten sich anderentags Tierschützer mit Plakaten vor dem Schlachthof Herdern.



Was für eine ungewöhnliche Geschichte: Vergangenen Freitag riss in Zürich ein 450 Kilogramm schwerer Stier aus dem Schlachthof Herdern aus. Schon bald darauf sahen ihn Passanten auf der Bullingerstrasse, als nächstes steuerte er die Börse und den Bahnhof Enge an. Die Polizei verfolgte das Adrenalin getriebene Tier durch halb Zürich. Die Flucht nahm schliesslich an der Breitingerstrasse beim Arboretum ein Ende – ein Wildhüter erschoss den Stier.

Tierschützer wehren sich

Die Aktion stösst Tierschützern nun sauer auf. Am Samstag darauf demonstrierten rund 50 Angehörige der Tierrechtsorganisationen Tier im Fokus und Vegan Aktiv Züri vor dem Schlachthof. «Die Flucht des Stiers zeigt, dass kein Tier sterben möchte», lässt sich Tobias Sennhauser, Präsident von Tier im Fokus, in einer Medienmitteilung zitieren. 

Die Aktivisten skandierten «Schlachthäuser gehören abgeschafft» oder «Tiere haben Rechte – genau wie wir» und hielten dabei Plakate hoch. Laut Sennhauser wollte man damit darauf aufmerksam machen, dass Schlachthäuser zu den «brutalsten Orten» überhaupt gehörten. Hinter den dicken Mauern würde sich eine Gewaltkultur abspielen. «Weder Genuss noch Profit rechtfertigen das millionenfache Leid der Tiere», so Sennhauser. 

Polizei wehrt sich

Der Abschuss war laut Stadtpolizei Zürich nicht zu verhindern gewesen. Das sehr nervöse Tier habe nicht mehr eingefangen werden können, sagte Sprecher Marco Cortesi gegenüber dem Tages Anzeiger. Weil man nicht noch mehr Schaden in Kauf habe nehmen wollen, habe ein Wildhüter das Tier in einem Hinterhof erschossen. Bei einem ersten Einfangversuch im Ulmbergtunnel hatte der Muni bereits ein Einsatzwagen beschädigt. (rwy)

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