Schweiz
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Der 12. Fall seit 2001 –neugeborenes Mädchen beim Spital Einsiedeln abgegeben



Beim Spital Einsiedeln ist ein gesundes Neugeborenes ins Babyfenster gelegt worden. Das Mädchen sei am Donnerstag zur Welt gekommen und am selben Tag um 13.20 Uhr abgegeben worden, teilten das Spital und die KESB am Freitag mit.

Eine Frau legt am 9. Mai 2001 in Einsiedeln ein Kleinkind in das sogenannte Babyfenster (gestellte Szene). Das Regionalspital Einsiedeln und die Schweizerische Hilfe fuer Mutter und Kind (SHMK) haben am 9. Mai das erste Schweizer Babyfenster eroeffnet. Eine Mutter kann ihr Baby anonym und legal in einen uebergrossen Briefkasten an der Aussenwand des Spitals legen.  (KEYSTONE/Franco Greco) === ELECTRONIC IMAGE ===

Das Babyfenster in Einsiedeln ist das älteste der Schweiz und seit 2001 in Betrieb. Bild: KEYSTONE

Das Spital behält das Baby für weitere medizinische Abklärungen in seiner Obhut. Die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) sei umgehend informiert worden, heisst es in der Mitteilung. Ein Vormund übernehme die Rechte und Pflichten, die üblicherweise den Eltern des Kindes obliegen würden.

Die Mutter des Kindes kann sich bei der KESB in Pfäffikon oder bei der Stiftung Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind (SHMK) melden, um mit ihrem Baby Kontakt aufzunehmen. Es werde ihr absolute Diskretion und unbürokratische Hilfestellung zugesichert, um für sie und das Kind die beste Lösung zu finden, heisst es in der Mitteilung.

Die leiblichen Eltern haben das Recht, bis zum Vollzug einer Adoption das Kind zurückzufordern. Eine Adoption kann frühestens nach einem Jahr Pflege und Erziehung durch die künftigen Eltern erfolgen.

Babyfenster seit 2001

Es ist das zwölfte Mal, dass ein Neugeborenes anonym in die Einsiedler Babyklappe gelegt worden ist. Letztmals geschah dies im September 2015.

Das Babyfenster Einsiedeln gibt es seit 2001 und ist das älteste der Schweiz. Die Mütter können ihr Neugeborenes anonym in das Fenster legen, dieses schliessen und sich entfernen. Mit Verzögerung wird im Spital Alarm ausgelöst.

Total gibt es acht Babyfenster in der Schweiz. Als letztes war im Februar 2016 eines am Spital in Sitten eröffnet worden.

Die Babyklappen verstehen sich als Hilfsangebot für Mütter in extremen Notlagen und sollen helfen, Kindstötungen oder -aussetzungen zu verhindern. (sda)

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6 Kommentare
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azoui
22.07.2016 10:41registriert October 2015
Gut das es sowas gibt und Mütter allenfalls von einer Kurzschlusshandlung abhalten.
Mich würde interessieren, wieviele Mütter sich dann doch melden und sich für das geborene Kind entscheiden.
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6

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