Schweiz
Zürich

Helikopter Kantonspolizei Zürich: Probleme bei Neubeschaffung

Der neue Airbus Helikopter H125 "Ecureuil", fotografiert waehrend der Praesentation des neuen Helikopters der Kantonspolizei Zuerich in Duebendorf, am Dienstag, 6. Oktober 2015. Die Kantonsp ...
Der Helikopter der Kantonspolizei Zürich soll Mitte 2028 ausgemustert werden. Mögliche Nachfolger wären im Betrieb viel teurer.Bild: KEYSTONE

Zu teuer: Kantonspolizei Zürich kauft vorerst keinen neuen Heli

Die Kantonspolizei Zürich besitzt einen schweizweit einzigartigen Helikopter. 2028 müsste er ersetzt werden. Ob und wie das geschehen soll, ist im Moment noch unklar.
14.02.2026, 10:1614.02.2026, 10:16

Er hat eine Wärmebildkamera, kann Handysignale tracken und in Echtzeit 3-D-Modelle der Umgebung erstellen: Der Helikopter der Kantonspolizei Zürich ist ein Hightech-Gerät.

Der Heli ist schweizweit einzigartig – und weckt Begehrlichkeiten. Neben der Kantonspolizei Zürich nutzen ihn neun andere Organisationen. Das heisst, dass sie den Helikopter regelmässig ausleihen dürfen. Im Gegenzug beteiligen sie sich an den Betriebskosten. Ein Drittel zahlt der Kanton Zürich, den Rest verrechnet er seinen Partnerorganisationen.

Hightech hin oder her: Der Hubschrauber des Typs Écureuil erreicht langsam das Ende seiner Betriebszeit. Darüber berichten die Zeitungen von Tamedia.

Der neue Airbus Helikopter H125 "Ecureuil", fotografiert waehrend der Praesentation des neuen Helikopters der Kantonspolizei Zuerich in Duebendorf, am Dienstag, 6. Oktober 2015. Die Kantonsp ...
An bis zu 300 Tagen pro Jahr ist der Heli der Kapo Zürich im Einsatz.Bild: KEYSTONE

Zehn Jahre alt ist er mittlerweile, Mitte 2028 sollte er planmässig ausgemustert und durch einen neuen ersetzt werden.

Dabei gibt es aber ein Problem. Der Heli, den Sicherheitsdirektor Mario Fehr (parteilos) evaluiert hat, ist den Partnerorganisationen zu teuer.

Er würde die Kantonspolizei St.Gallen – eine der neun Partnerorganisationen – jährlich 400'000 Franken kosten. Fünfmal mehr als das alte Modell. Das sei mit dem Budget des Kantons St. Gallen «nicht vereinbar», sagt ein Sprecher der St. Galler Kantonspolizei gegenüber Tamedia.

Weil sich die anderen am Heli-Projekt beteiligten Partner, darunter die Stadtpolizei Zürich, ähnlich äussern, ist die Anschaffung des neuen Helis bis auf Weiteres auf Eis gelegt.

Un helicoptere Airbus H145 D3 photographie lors de la livraison du premier helicoptere de sauvetage de la nouvelle flotte Rega sur une base en Suisse ce jeudi, 17 avril 2025 a Lausanne. La Rega renouv ...
Einer der möglichen Nachfolger des heutigen Helis, der Airbus H145. Bei der Rega ist er bereits im Einsatz.Bild: KEYSTONE

Was ab Mitte 2028 geschieht, ist unklar. Die Sicherheitsdirektion schaut sich nun nach «möglichen Alternativen» um.

Der Helikopter ist wichtig, wenn in unwegsamem Gelände nach Personen gesucht wird. Er ist auch jeweils an der Street Parade im Einsatz, wo er eine Beobachtung der Menschenmenge und ihrer Bewegung ermöglicht. Er ist an bis zu 300 Tagen pro Jahr im Einsatz.

(her)

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    derEchteElch
    14.02.2026 10:49registriert Juni 2017
    Der Artikel sagt im Unterton folgendes:

    Einzig der Kanton Zürich ist bereit, die Mehrkosten einer Neubeschaffung zu tragen, welche wohl auch mit geänderten Vergabebestimmungen nach EU -Recht zu tun hat.

    Seit der Beschaffung damals haben sich auch alle Preise verändert und verteuert. Ein Grossteil der Mehrkosten lassen sich sicher auch damit begründen.

    Heisst im Umkehrschluss:
    Die neun Partner (AG, AI, AR, BL, BS, TG, SZ, ZG, ZH) nutzen den Kanton Zürich für den heutigen, sehr günstigen Helikopter aus, wollen sich aber nicht an adäquaten Kosten einer Neubeschaffung beteiligen.
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