Zu teuer: Kantonspolizei Zürich kauft vorerst keinen neuen Heli
Er hat eine Wärmebildkamera, kann Handysignale tracken und in Echtzeit 3-D-Modelle der Umgebung erstellen: Der Helikopter der Kantonspolizei Zürich ist ein Hightech-Gerät.
Der Heli ist schweizweit einzigartig – und weckt Begehrlichkeiten. Neben der Kantonspolizei Zürich nutzen ihn neun andere Organisationen. Das heisst, dass sie den Helikopter regelmässig ausleihen dürfen. Im Gegenzug beteiligen sie sich an den Betriebskosten. Ein Drittel zahlt der Kanton Zürich, den Rest verrechnet er seinen Partnerorganisationen.
Hightech hin oder her: Der Hubschrauber des Typs Écureuil erreicht langsam das Ende seiner Betriebszeit. Darüber berichten die Zeitungen von Tamedia.
Zehn Jahre alt ist er mittlerweile, Mitte 2028 sollte er planmässig ausgemustert und durch einen neuen ersetzt werden.
Dabei gibt es aber ein Problem. Der Heli, den Sicherheitsdirektor Mario Fehr (parteilos) evaluiert hat, ist den Partnerorganisationen zu teuer.
Er würde die Kantonspolizei St.Gallen – eine der neun Partnerorganisationen – jährlich 400'000 Franken kosten. Fünfmal mehr als das alte Modell. Das sei mit dem Budget des Kantons St. Gallen «nicht vereinbar», sagt ein Sprecher der St. Galler Kantonspolizei gegenüber Tamedia.
Weil sich die anderen am Heli-Projekt beteiligten Partner, darunter die Stadtpolizei Zürich, ähnlich äussern, ist die Anschaffung des neuen Helis bis auf Weiteres auf Eis gelegt.
Was ab Mitte 2028 geschieht, ist unklar. Die Sicherheitsdirektion schaut sich nun nach «möglichen Alternativen» um.
Der Helikopter ist wichtig, wenn in unwegsamem Gelände nach Personen gesucht wird. Er ist auch jeweils an der Street Parade im Einsatz, wo er eine Beobachtung der Menschenmenge und ihrer Bewegung ermöglicht. Er ist an bis zu 300 Tagen pro Jahr im Einsatz.
(her)
