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Mainz-Profi Mwene dankt Taube für Tor – kuriose Szene in der Bundesliga

Tauben werden auf dem Rasen von einem Ball getroffen. Fussball 1. Bundesliga, 11. Spieltag: RB Leipzig - SV Werder Bremen. 23. November 2025: Leipzig, Red Bull Arena. RB Leipzig - SV Werder Bremen *** ...
Tauben sind immer wieder zu Gast in den Bundesligastadien (Archivbild).Bild: IMAGO/motivio

Mainz-Profi Mwene dankt Taube für Tor – kuriose Szene in der Bundesliga

Mainz geht beim Sieg in Bremen früh in Führung. Vor dem Treffer ist vor allem ein Werder-Profi von einer Taube abgelenkt.
16.03.2026, 07:3516.03.2026, 07:35
Lukas Grybowski / t-online
Ein Artikel von
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Mainz-Profi Philipp Mwene wusste nach dem 2:0-Erfolg seiner Mannschaft in Bremen, wer einen grossen Anteil am wichtigen Auswärtssieg im Abstiegskampf der Bundesliga hatte. «Danke an die Taube», sagte er nach der Partie bei DAZN. Bremen-Coach Daniel Thioune wollte den Einfluss des Vogels nicht zu hoch hängen. «Wir waren gedanklich zu spät dran», kritisierte er das Verhalten seiner Mannschaft.

Doch was war passiert? In der vierten Minute bekamen die Mainzer einen Einwurf auf der linken Bremer Defensivseite, während Bremens Marco Grüll erfolglos versuchte, die Taube in der Nähe der Aktion vom Feld zu vertreiben. Der Bremen-Profi verpasste jedoch dadurch wichtige Sekunden beim Einwurf und wirkte kurz orientierungslos. Dadurch konnte er beim Einwurf nicht entscheidend eingreifen und Flankengeber Mwene nicht verteidigen. Die Mwene-Hereingabe fand Paul Nebel, der zur Mainzer Führung einköpfte.

Die Szene mit der Taube gibt es gleich zu Beginn der Zusammenfassung.Video: YouTube/DAZN Bundesliga

«Ich glaube, sie war ein bisschen taub»

DAZN-Experte Tobias Schweinsteiger sagte im Live-Kommentar: «Die Taube als Ablenkungsmanöver. Das geht viel zu einfach nach dem Einwurf. Grüll, der nicht zum Doppeln dazukommt.» Schweinsteiger scherzte auch in der Halbzeitpause, dass die Gäste die Taube ins Stadion geschmuggelt hätten. «Ich glaube, sie war auch ein bisschen taub», sagte er mit einem Lachen, da sich die Taube nicht verscheuchen liess.

Der aktuell verletzte Bremen-Profi Mitchell Weiser war sich in der Halbzeit unsicher, ob die Taube Marco Grüll wirklich zu sehr abgelenkt hat. «Er muss da einfach mitgehen und sie müssen die Flanke verhindern.» Es seien solche Kleinigkeiten, die die Spiele entscheiden würden. Weisers Hoffnung, dass auch die Mainzer unaufmerksam sind, erfüllte sich nicht.

Stattdessen kamen die Gäste noch zum zweiten Tor durch Lee (52. Minute) und feierte einen wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt. «Es tut weh, weil die Mainzer, obwohl sie unter der Woche gespielt haben, uns komplett den Schneid abgekauft haben», sagte Bremens Kapitän Marco Friedl bei DAZN und stellte fest: «Am Ende ist es verdient.»

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Nein, der Coach kann die Tore nicht selbst machen. Er muss hilflos zuschauen, wie seine Stürmer die besten Chancen auslassen. Und er kann, wenn er als «Feuerwehrmann» im Laufe einer Saison verpflichtet wird, nicht alle Brände löschen, die zur Entlassung seines Vorgängers geführt haben. Kommt dazu: Kritik ist meistens billige Polemik. Weil hinterher jeder freiwillige Helfer ein grosser Bandengeneral ist. Sehr oft ist der Cheftrainer in kritischen Situationen ein hilfloser Helfer und mancher verdankt seinen Ruhm Zufälligkeiten, die er gar nicht beeinflussen konnte. Das alles darf auch Zugs Benoit Groulx zu seiner Entlastung vorbringen. Aber es reicht nicht für einen Freispruch.
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