Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Switzerland`s players during the warm up in front of the Steel Arena before a training session of the Swiss team at the IIHF 2019 World Ice Hockey Championships, at the Steel Arena in Kosice, Slovakia, on Wednesday, May 22, 2019. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

In Kosice angekommen – die Schweizer Nati-Cracks zeigen ihre Fussball-Künste. Bild: KEYSTONE

Überzahlspiel und defensive Disziplin – das sind die Schlüssel zum Erfolg gegen Kanada

Für das Eishockey-Nationalteam beginnt an der WM in der Slowakei heute um 16.15 Uhr mit dem Viertelfinal gegen Kanada die entscheidende Phase. Der Umzug nach Kosice stand unter dem Motto: neuer Ort, neues Glück.



In Bratislava verlor die Schweizer Hockey-Nati zuletzt in der Vorrunde gegen Schweden (3:4), Russland (0:3) und Tschechien (4:5). So gesehen schöpfen die «Eisgenossen» Hoffnung aus dem Umzug in die Steel-Arena nach Kosice. Das letzte Länderspiel in dieser Arena gewann die Schweiz vor acht Jahren, ebenfalls an der WM, gegen die USA mit 4:3. Und gegen Kanada kämpften sich die Schweizer 2011 in Kosice zumindest in eine Verlängerung (3:4 n.V.).

Die Niederlagen der letzten Tage taten der Schweizer Zuversicht noch keinen Abbruch. «Vor einem Jahr in Dänemark haben wir in der Vorrunde gegen Tschechien, Russland und Schweden ebenfalls verloren», ruft Patrick Fischer in Erinnerung. Danach folgten 3:2-Siege in den Viertel- und Halbfinals gegen Finnland und Kanada.

«Ein Schlüssel zum Erfolg wird sein», so Nationalcoach Patrick Fischer, «in der Defensive wieder besser zu spielen. Wir kassierten in den letzten drei Partien zu viele Gegentore.»

Vor einem Jahr in Herning (Viertelfinal) und Kopenhagen (Halbfinal und Final), wo die Schweizer ebenfalls für den Viertelfinal hatten reisen müssen, profitierten die Schweizer von einem schier unheimlich effizienten Powerplay (4 Tore aus 5 Chancen). Das Überzahlspiel funktionierte zuletzt überhaupt nicht mehr. Aus den letzten 22 Chancen erzielten die Schweizer kein Tor mehr. Auch vor dem Viertelfinal gegen Kanada richtete sich das Augenmerk erneut auf das Überzahlspiel.

Patrick Fischer, right, head coach of Switzerland national ice hockey team, instructs his players, during a training camp of Swiss national hockey team ahead the IIHF 2018 World Championship, at the ice stadium Les Vernets, in Geneva, Switzerland, Tuesday, April 23, 2019. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Patrick Fischer schwört seine Jungs auf den Viertelfinal ein. Bild: KEYSTONE

«Wir müssen einfacher spielen», sagt Roman Josi, der Spielmacher des Powerplays. «Wenn es im Powerplay nicht läuft, dann beginnen wir Spieler schnell einmal, zu viel zu denken. Wir müssen vielleicht einfach den Kopf abschalten, einfach spielen und nicht komplizierte Lösungen suchen.»

Der gestrige Mittwoch stand für die Schweizer im Zeichen der Verschiebung: Packen, Hotel räumen, dann eine viereinhalb-stündige Zugreise nach Kosice, Ankunft am Nachmittag, Hotelbezug, am Abend Eistraining in der Arena. Über den Gegner konnten sie sich im Zug schlau machen. Infos zu den Kanadiern konnten die Spieler auf der Team-Plattform runter laden.

Die Informationen zu Anthony Mantha dürfen sie dabei getrost vergessen. Der 24-jährige Stürmer der Detroit Red Wings wurde von der IIHF für den Viertelfinal gesperrt, wegen eines Checks gegen den Kopf des Amerikaners Colin White. Mantha hatte für dieses Foul am Dienstag 2 plus 10 Strafminuten kassiert. Mantha wird den Kanadiern fehlen: In der Vorrunde glänzte er mit sieben Goals und fünf Assists als bester Skorer; ausserdem kam er auf eine Plus-8-Bilanz.

abspielen

Der Check von Mantha gegen White. Video: streamable

Die Kanadier sinnen gegen die Schweiz auf Revanche für die Halbfinal-Niederlage vor einem Jahr in Dänemark. Für die Eishockey-Grossmacht wäre es eine Schmach, schon wieder alle Hoffnungen auf Gold gegen die kleine Schweiz begraben zu müssen. «Unser Fahrplan stimmt», meinte der erstmalige Headcoach Alain Vigneault.

abspielen

Die Highlights vom WM-Halbfinal 2018. Video: YouTube/IIHF Worlds 2019

«Wir zeigten zum Abschluss der Vorrunde gegen die USA (3:0) unser mit weitem Abstand bestes Spiel. Wenn wir wieder defensiv derart gut spielen, werden es die Schweizer schwer haben. Vor einem Jahr scheiterten wir primär an Leonardo Genoni. Dieser Goalie spielte phantastisch gegen uns. Wir rechnen damit, dass wir es wieder mit ihm zu tun bekommen. Die Schweizer sind schnell, wirblig, beharrlich. Wichtig ist für uns, dass wir die Geduld während des gesamten Spiels nie verlieren.» (pre/sda)

Alle Eishockey-Weltmeister

NHL-Einsätze von Schweizer Eishockeyspielern

Play Icon

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Myk38 23.05.2019 09:21
    Highlight Highlight Mantha fehlt! Nutzt die Chance! 🇨🇭💪
  • kupus@kombajn 23.05.2019 08:14
    Highlight Highlight Die letzten Niderlagen waren wohl gar nicht so schlecht, denn dieses Team ist in der Lage, erkannte Fehler zu korrigieren.

    Sollte Weber fehlen, wäre das allerdings ein herber Rückschlag. Einerseits weil man dann mit nur 6 Verteidigern spielen kann, andererseits aber auch, weil er Josis Offensivspiel erst möglich macht. Ob ein anderer die Rolle neben Josi ausfüllen kann? Immerhin kennen sich Weber und Josi in- und auswendig.

6 grosse Schweizer Hockey-Karrieren, die durch das Coronavirus vorzeitig beendet wurden

Die Bilder von Ville Koho gingen am Wochenende um die Hockey-Welt. Der 38-Jährige Stürmer von SaiPa Lapeenranta trat nach 19 Saison bei seinem Stammverein (davon 13 als Captain) zurück.

Doch statt wie es ihm gebührt von den Fans geehrt und gefeiert zu werden, fand Kohos Verabschiedung wegen der Coronavirus-Pandemie in einem gähnend leeren Stadion statt. Nur Familie und enge Freunde durften den emotionalen Moment miterleben.

Das gleiche Schicksal erlitten auch in der Schweiz diverse hochdekorierte …

Artikel lesen
Link zum Artikel