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Nashville Predators left wing Kevin Fiala, of Switzerland, center, celebrates with goalie Pekka Rinne (35), of Finland, after Fiala scored the winning goal against the Winnipeg Jets during the second overtime in Game 2 of an NHL hockey second-round playoff series Sunday, April 29, 2018, in Nashville, Tenn. The Predators won 5-4 to tie the series 1-1. (AP Photo/Mark Humphrey)

Kevin Fiala musste im letzten Spiel zuschauen, statt mit seinem Teamkollegen auf dem Eis zu jubeln.  Bild: AP/AP

Ein Warnzeichen? Das bedeutet Kevin Fialas Verbannung auf die Tribüne

Kevin Fiala wurde von Coach Peter Lavolette im letzten Playoff-Spiel auf die Tribüne verbannt. Wir beantworten die wichtigsten Fragen. 



Viele Fans der Nashville Predators rieben sich vor dem vierten Halbfinal-Spiel gegen Winnipeg verwirrt die Augen. Headcoach Peter Laviolette setzte Kevin Fiala auf die Tribüne. Dabei hatte er doch den «Preds» den bis dahin einzigen Sieg in der Verlängerung gesichert.

Anstelle das Ostschweizers kam Scott Hartnell zum Zug. Der 36-jährige Vetaran ist mit beinahe 100 Kilogramm Körpergewicht ein ziemlicher Brocken, doch eine Tormaschine ist er wahrlich nicht. In 64 Spielen für Nashville sammelte er 24 Skorerpunkte, davon 13 Tore. 

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Fialas goldener Treffer gegen Winnipeg. Video: streamable

Fialas Verbannung auf die Tribüne wirft also einige Fragen auf:

Ist er verletzt?

Nein, eine Verletzung dürfte nicht vorliegen. Zwar wurde im Vorfeld der Partie darüber spekuliert, doch Fiala zeigte in den bisherigen Spielen keine Anzeichen von körperlichen Beeinträchtigungen. Auf dem Matchblatt des vierten Duells wurde er denn auch als «healthy scratch», also als überzähliger Spieler aufgeführt. 

Ist es eine disziplinarische Massnahme?

Am Anfang seiner Karriere ist Kevin Fiala auch ab und zu negativ aufgefallen. In Schweden wurde er teamintern wegen Undiszipliniertheiten suspendiert, in der AHL wurde er schon für obszöne Gesten während eines Spiels gesperrt. Doch das ist die Vergangenheit. Zuletzt hat Fiala sich nichts mehr zu Schulden kommen lassen. Im aktuellen Fall liegt weder eine Sperre noch eine Suspendierung vor. 

Nashville Predators left wing Scott Hartnell (17) warms up before an NHL hockey game against the New York Rangers Saturday, Feb. 3, 2018, in Nashville, Tenn. (George Walker IV/The Tennessean via AP)

Scott Hartnell ersetzte Fiala im vierten Spiel gegen Winnipeg. Bild: AP/The Tennessean

Wo liegt dann das Problem?

Es gibt eigentlich keines. Die Leistung hat in den Playoffs bislang mehrheitlich gepasst. Seine Linie war in der ersten Runde gegen Colorado ziemlich blass. Nun haben sie sich aber gesteigert. Fiala kreiert viele Torchancen. Einige Fans werfen ihm vor, er sei defensiv nicht zuverlässig und er verliere zu viele Scheiben. In den gesamten Playoffs hat er aber erst vier Scheibenverluste zu beklagen. Also weniger als Ryan Johansen (6), Filip Forsberg (6) oder Roman Josi (9). 

Tatsache ist, dass Peter Laviolette für das vierte Spiel etwas umstellen wollte. In der Pressekonferenz nach dem Spiel bestätigt er, dass er Hartnell wegen seiner Erfahrung und seinem Körper gebracht hat. Fiala war einfach derjenige, der dafür in den sauren Apfel beissen musste.

Spielt Fiala im nächsten Spiel wieder?

Das ist schwierig zu sagen. Der Erfolg gibt Laviolette Recht, schliesslich haben die Predators mit Hartnell einen wichtigen Auswärtssieg in Winnipeg errungen. Doch Hartnell war dabei nicht gerade eine entscheidende Figur – er hat einige Checks ausgeteilt, mehr aber auch nicht.

Aber Nashville beschränkte sich in der Nacht auf heute mehrheitlich auf das Zerstören des Spielaufbaus der Jets. Im nächsten Spiel vor eigenem Publikum wollen sie sicher wieder offensiver agieren. Und dann braucht es auch Kevin Fiala wieder. Will der Coach Hartnell dennoch im Aufgebot behalten, könnte er stattdessen Miikka Salomäki streichen, der bislang solid defensiv spielt, aber eine offensive Nullnummer war.

Kevin Fiala reimt sich auf Lava: Vulkan «Kilauea» ausgebrochen

Video: nico franzoni

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