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Zugs Raphael Diaz jubelt nach seinem Tor zum 2:2 im ersten Eishockey Playoff-Viertelfinalspiel der National League A zwischen dem EV Zug und dem Geneve-Servette HC, am Samstag, 4. Maerz 2017, in der Bossard Arena in Zug.(KEYSTONE/Alexandra Wey)

Raphael Diaz: Der Rückkehrer ist der Erfolgsgarant. Bild: KEYSTONE

Der verlorene Sohn trumpft gross auf – dank Diaz ist Zug ein Meisterkandidat

Er könnte der Schlüssel für den zweiten Meistertitel in der Geschichte des EV Zug sein. Raphael Diaz kann nach etwas Angewöhnungszeit die Erwartungen beim EVZ erfüllen – als bester Verteidiger der Liga.



Der Königstransfer beweist sich in den Playoffs endgültig als solcher. Raphael Diaz, der verlorene Sohn des EVZ, ist nach seiner Rückkehr aus der NHL der beste Verteidiger auf Schweizer Eis. Das hat er auch im ersten Playoff-Halbfinal gestern Abend gegen Davos eindrücklich unter Beweis gestellt.

Zwei Tore erzielt, eines spektakulär verhindert – Diaz dominiert sowohl in der defensiven wie auch in der offensiven Zone. Und es sieht auch noch locker aus, wie er sich den Puck in der eigenen Zone schnappt und damit ins gegnerische Drittel spaziert. Als «Verteidigungsminister» lenkt er das Powerplay und organisiert das Boxplay. Zudem erhält er von allen Zugern am meisten Eiszeit.

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Diaz rettet für Goalie Tobias Stephan auf der Linie. Video: streamable

Doch Diaz hat nicht die ganze Saison derart überzeugt. Nach seiner Rückkehr aus Nordamerika musste er sich auch zuerst wieder an das Schweizer Spiel und an das grössere Eisfeld gewöhnen.

Während der Qualifikation kam der Zuger auf 0,65 Punkte pro Spiel und rangierte dabei teamintern auf dem vierten Rang. Keine schlechte Bilanz, aber die Mehrheit seiner Punkte waren dabei zweite Assists. Tore und erste Assists waren selten. Seine Schusseffizienz lag während der Regular Season bei 5,41 Prozent – ein wenig überzeugender Wert.

Raphael Diaz' Statistiken in der Qualifikation und in den Playoffs

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Doch es scheint, als hätte der Verteidiger auf die Playoffs hin einen Schalter umlegen können. Seine Schusseffizienz liegt nun bei über 28 Prozent (gut, das wird sich vermutlich noch etwas einpendeln). Diaz erzielt in der entscheidenden Phase der Meisterschaft beinahe 1,5 Punkte pro Spiel und hat in fünf Spielen bereits vier Tore erzielt. Mit einem Raphael Diaz in dieser Form ist Zug definitiv ein Meisterkandidat.

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Nach dem 3:2-Overtime-Sieg im ersten Halbfinal gegen Davos wurde Diaz zum besten Spieler der Partie gewählt. Dennoch fand der Zuger gegenüber SRF kritische Worte. «Wir erzielten unsere Tore nur im Powerplay. Bei fünf gegen fünf war Davos besser.» Angesprochen auf seine langen Einsatzzeiten, vor allem auch in der Verlängerung, meint Diaz, so sei es halt in den Playoffs. «Da muss man einfach den Kopf abschalten und los.»

Ambühl leistet sich Aussetzer

Wie Diaz bei Zug ist Andres Ambühl bei Davos der unbestrittene Antreiber und Leader. Beim Sieg im Viertelfinal gegen Lausanne war er mit vier Toren und unermüdlichem Einsatz eine der prägenden Figuren. Doch ihm droht Ungemach.

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Das Foul von Ambühl an Senteler. Video: streamable

Am Dienstagabend in Zug fiel der HCD-Captain vor allem durch eine Undiszipliniertheit auf. Sein Stockschlag zwischen die Beine von Zugs Sven Senteler wird ziemlich sicher noch ein Nachspiel haben. Und die Davoser würden ihren Vorzeige-Kämpfer bei allfälligen Sperren sicherlich schmerzlich vermissen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • goldmandli 22.03.2017 19:29
    Highlight Highlight Ambühls Aktion ist mit jener von Vukovic zu vergleichen. Das ist eine dermassen unsportliche, geradezu männerverachtende Aktion, für welche es einfach keine Entschuldigung gibt. Statt jedes Furzcheckchen und jeden unglücklichen Zusammenprall zu sanktioniere, müsste die zuständige Instanz für einmal aufstehen und ein Exempel statuieren. Solche arsc....aktionen gehören nicht aufs Eis. 5 sperren sind das mindeste.
  • Yotanke 22.03.2017 13:14
    Highlight Highlight Gestern kam deutlich ans Tageslicht, was ich schon immer sage: der HCD spielt sicher schönes Tempohockey. Aber eben auch sehr schmutziges Eishockey - was leider von vielen als "hartes" Hockey bezeichnet hat. Typische Krankheit von uns Schweizern (im Eishockey) dass wir nicht zwischen schmutzigem Hockey und gesunder Härte unterscheiden können. Leider diese Saison die Schiris auch nicht. Beispiel gestern: das absolute unnötige und ungeahndete Foul von Büeli und der primitive Stockschlag von Forster kurz vor Schluss (Wiederholungstäter).
  • zhgr1989 22.03.2017 12:42
    Highlight Highlight Da sich so mancher hier (zurecht) über Ambühl aufregt, möchte ich noch einen weiteren Punkt anfügen, welcher mich gestern brutal gestört hat.

    Es geht um die Spieler des EVZ, die in mehreren Situationen nach einem Foul etwas zu theatralisch zu Boden gehen. Sollten die Schiedsrichter (oder die Liga) das nicht auch unterbinden oder, falls es nicht besser wird, sanktionieren?
    • welefant 22.03.2017 13:04
      Highlight Highlight Theatralisch find ich persönlich ein wenig übertrieben gesagt. Wenn sie angegangen werden, versuchen sie nicht zu 100% stehen bleiben zu können.
      Aber die davoser sind mal wieder lachhaft. Auch beim 2:0 aös diaz aufzog haut man den stock voll ans bein. Da wird einfach nur versucht den gegner KO zu hauen. Enorm schad, sie wären ja nicht mal so unsympathisch. Aber eben... der einzelrichter soll's richten - sollte er nun nicht handeln, wird es wirklich noch eine bösartige verletzung eines zugers geben.
    • zhgr1989 22.03.2017 13:31
      Highlight Highlight Bei Marc Wiesers Foul an Morant im 1. Drittel, fällt dieser ziemlich theatralisch hin... und Morant ist es auch, der einmal bei einer Behinderung sehr schnell zu Boden geht... geht in meinen Augen gar nicht! Betreffend Stockschlag haben Sie recht, Wieser sollte nachdenken bevor er so eine Dummheit macht. Wird aber wenigstens zu recht nach dem Tor noch auf die Strafbank verfrachtet!
  • mryanik 22.03.2017 12:13
    Highlight Highlight Vor einem monat schrieb der kompetente eismeister zaugg über den evz noch von einem "freilos"/ "gratis ticket ins halbfinale" :D
    • eldo 22.03.2017 12:54
      Highlight Highlight Ich mag Klaus Zaugg. Seine Kommentare zwar (sehr) SCB-lastig, aber solange watson trotz dieser "Regional-Sicht" genügend Werbegelder akquirieren kann, sei es ihnen gegönnt.

      Was ich aber peinlich finde ist die Tatsache, dass Klaus Zaugg nicht den Mumm hat, zu seiner Fehleinschätzung zu stehen. Einfach ignorieren und konsequent wegschauen...hmmm, da vermisse ich Grösse und ein paar anständige "Kronjuwelen"! Klaus Zaugg, nimm dir ein Beispiel an Senteler, seine sind jetzt mindestens doppelt so gross ;)
  • andre63 22.03.2017 12:12
    Highlight Highlight forster war auch sackstarch gestern. freue mich darauf, ihn beim ehcb zu begrüssen 😊
    • Mighty 22.03.2017 18:32
      Highlight Highlight forster bleibt ein einzeller - solider verteidiger aber zu oft unnötige fouls (siehe gestern)
  • offspring 22.03.2017 11:36
    Highlight Highlight Ich mag die Spielweise und der Einsatz von Ambühl, aber das gestern war einfach nur erbärmlich. Schade, so ein Spieler hat das doch nicht nötig.
  • Danyboy 22.03.2017 11:17
    Highlight Highlight Trotzdem fehlt dem EVZ wahrscheinlich ein offensiv dominanterer Ausländer. Immonen hat zwar gestern getroffen, aber na ja...
    Und das Foul von Ambühl ist ja wohl unter aller Sau! 2-3 Sperren.
    • Danyboy 22.03.2017 11:26
      Highlight Highlight Vor allem: Warum leistet sich Ambühl so einen Schnitzer??? Hat er ja gar nicht nötig bei seiner Klasse. Gestern war er mit Abstand der beste Davoser, mit Diaz der beste auf dem Eis....
    • egemek 22.03.2017 11:28
      Highlight Highlight So schlecht spielt McIntyre nun wirklich nicht, dass Zug ein offensiv dominanter Ausländer fehlt...
    • Amboss 22.03.2017 11:33
      Highlight Highlight Richtig wäre wohl ein Ausschluss bis Saisonende. Da kommt jetzt alles zusammen, was Unsportlichkeit bedeutet
      Bewusstes Handeln, ausschliesslich böse Absicht, Verletzung in Kauf nehmen.

      Aber ich weiss halt nicht, was das Reglement hier vorsieht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Roaming212 22.03.2017 11:14
    Highlight Highlight Ist nicht jedes Team, welches sich für den Halbfinal qualifiziert ein Meisterkandidat?

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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