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Playoff-Final: Die ZSC Lions schlagen Lausanne und legen wieder vor

Justin Sigrist (ZSC) jubelt nach dem 4:2 Tor im dritten Playoff Final Eishockeyspiel der National League zwischen den ZSC Lions und dem Lausanne HC, am Samstag, 20. April 2024, in der Swiss Life Arena ...
Justin Sigrist sorgt im dritten Finalspiel und an seinem Geburtstag für die Entscheidung.Bild: keystone

Der ZSC schlägt Lausanne und legt im Playoff-Final wieder vor

Ein Doppelschlag innert 84 Sekunden bei Spielmitte bringt die ZSC Lions im Playoff-Final gegen Lausanne wieder auf Kurs. Dank einem 4:2-Heimsieg liegen sie wieder mit 2:1 in Front.
20.04.2024, 22:4420.04.2024, 23:01
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Die ZSC Lions wahren im Final den Heimvorteil und holen gegen ein starkes Lausanne den Vorteil auf ihre Seite zurück – allerdings mit einiger Mühe.

Nach der Niederlage am Donnerstag, der ersten in diesen Playoffs, gerieten die Zürcher auch zuhause in Rücklage. Der Favorit bekundete erneut Mühe mit den aufsässigen Lausannern. Diese waren durch den omnipräsenten schwedischen Verteidiger Lawrence Pilut in der 22. Minute in Führung gegangen. Der Qualifikationssieger zeigte aber eine eindrückliche Reaktion und belohnte sich in der 31. und 33. Minute mit einem Doppelschlag für eine Druckphase.

Geburtstagskind Sigrist mit der Entscheidung

Erst schloss Yannick Weber cool in die obere Torecke ab, nachdem die Zürcher mit energischem Forechecking einen Fehlpass provoziert hatten. Dann gelang Denis Malgin mit seinem ersten Treffer in diesem Final nach einer sehenswerten Kombination über Weber und Rudolfs Balcers die Führung. Dabei blieb es bis vier Minuten vor Schluss, als der Viertlinienstürmer Justin Sigrist an seinem 25. Geburtstag mit einem schnellen Konter enteilte und Goalie Connor Hughes abgeklärt zum vorentscheidenden 4:2 bezwang.

Davor hatten die Lausanner – auch dank einem Überzahlspiel – nochmals vehement auf den Ausgleich gedrückt, ZSC-Goalie Simon Hrubec und die Zürcher Hintermannschaft hielten dem Ansturm jedoch stand.

«Unsere Energie und unsere kämpferische Leistung war heute entscheidend. Wir müssen jetzt aber ein kurzzeitiges Gedächtnis haben und alles, was heute passiert ist, im nächsten Spiel schon wieder vergessen haben.»
Marc Crawford, Trainer ZSC Lions

Eindrückliche Stimmung

Die Zürcher Fans waren bereits vor dem ersten Puckeinwurf in Hochform. In einer eindrücklichen Choreografie stellten sie ihre Lieblinge als Seilzieher dar, die den Pokal auf ihre Seite ziehen. In der mit 12'000 erneut ausverkauften Halle in Zürich-Altstetten legten die Lions denn auch gleich schwungvoll los und gingen in Überzahl schon nach etwas über zwei Minuten durch Juho Lammikko in Führung.

Dieses Lausanne macht den Zürchern allerdings nichts einfach. Wieder mit dem Schweden Robin Kovacs, der in den Playoffs bisher meist nur zuhause auflaufen durfte , waren sie erneut ein gut organisierter, hartnäckiger Gegner. Es war allerdings nicht Kovacs, der im Gegensatz zum Donnerstag unauffällig blieb, sondern der junge Waadtländer Théo Rochette, der kurz vor Ende des ersten Drittels ausglich. Sein eher verunglückter Schuss glitt zwischen vielen Stöcken und Beinen hindurch und wohl noch von einem Zürcher abgelenkt ins Tor.

«Die Niederlage ist ärgerlich. Wir hatten die Chancen, um den Sieg heimzunehmen. Jetzt erholen wir uns. Im Spiel 4 werden wir unser Spiel durchziehen, dann kommt es schon gut.»
Ken Jäger, Stürmer Lausanne HC

Für einmal erhalten die Akteure nun zwei Tage Pause, ehe es am Dienstag in der Vaudoise Aréna weiter geht. Ein erstes Break in dieser Finalserie könnte für den ZSC bereits eine kleine Vorentscheidung sein. Vom Pokal trennen sie jedenfalls nur noch zwei Siege.

ZSC Lions - Lausanne 4:2 (1:1, 2:1, 1:0)
12'000 Zuschauer. - SR Tscherrig/Wiegand, Schlegel/Wolf.
Tore: 3. Lammikko (Frödén, Lehtonen/Powerplaytor) 1:0. 19. Rochette (Glauser, Sekac) 1:1. 22. Pilut (Holdener) 1:2. 31. Weber (Schäppi) 2:2. 33. Malgin (Balcers, Weber) 3:2. 56. Sigrist (Rohrer) 4:2.
Strafen: je 3mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Andrighetto; Fuchs.
ZSC Lions: Hrubec; Weber, Kukan; Lehtonen, Geering; Trutmann, Christian Marti; Riedi, Phil Baltisberger; Andrighetto, Malgin, Balcers; Frödén, Grant, Hollenstein; Rohrer, Lammikko, Zehnder; Bodenmann, Sigrist, Schäppi.
Lausanne: Hughes; Glauser, Djoos; Heldner, Frick; Pilut, Genazzi; Jelovac; Rochette, Suomela, Sekac; Riat, Fuchs, Kovacs; Bozon, Jäger, Raffl; Holdener, Almond, Kenins; Pedretti.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Harrington (überzähliger Ausländer), Lausanne ohne Aurélien Marti, Perrenoud (beide verletzt), Haapala und Salomäki (beide überzählige Ausländer). Lausanne ab 58:46 ohne Torhüter. (abu/sda)

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29 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Darkside
20.04.2024 22:38registriert April 2014
❤️🤍💙👏🏻
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Thomas Meister
21.04.2024 10:37registriert April 2019
Einem machte das Spiel gestern ganz sicher keinen Spass und zwar Raffl. Der wurde bei jedem Einsatz in die Bande oder aufs Eis gedrückt. Und es zeigte Wirkung, er war komplett abgemeldet. Der wird heute seine alten Knochen spüren. Und Zürich wird ihn weiter immer hart angehen. Sogar das Fliegengewicht Rohrer hat ihn mit seinem Check aufs Eis gelegt. Zürich bekämpft Feuer mit noch mehr Feuer. Und das kann Lausanne nicht mehr aufhalten.
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Oli78
20.04.2024 22:53registriert Januar 2023
Wohlverdient!
Und über die Regelauslegung muss nicht diskutiert werden, am Ende gleicht es sich für Zürich - eh Sorry, Schreibfehler - aus 😂
Aber immerhin ists’ ein geiler Final…
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