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HC Lugano wirft Trainer Gianinazzi und Sportchef Domenichelli raus

Head Coach Luca Gianinazzi (HCL) reagiert beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen SC Bern, SCB, und HC Lugano, HCL,, am Donnerstag, 2. Januar 2025, in der PostFinance Arena in  ...
Konnte die grossen Erwartungen nicht erfüllen: Luca Gianinazzi.Bild: keystone

Tabula rasa im Tessin: HC Lugano feuert Trainer Gianinazzi und Sportchef Domenichelli

Das Projekt mit dem jungen einheimischen Trainer geht beim HC Lugano zu Ende. Der HC Lugano trennt sich angesichts unbefriedigender Resultate von Trainer Luca Gianinazzi und Sportchef Hnat Domenichelli.
13.01.2025, 11:2813.01.2025, 16:52
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Ein weiteres Wochenende mit zwei Niederlagen (zweimal 1:3 gegen Lausanne und vor allem das Schlusslicht Ajoie) waren die Tropfen, die das Fass zum Überlaufen brachten. Am Montagmorgen informierten die Verantwortlichen des HC Lugano, dass Cheftrainer Luca Gianinazzi und der Sportchef Hnat Domenichelli per sofort freigestellt werden. Auch Gianinazzis Assistenten Krister Cantoni und Kalle Kaskinen haben ihre Posten verloren.

Marco Werder (in weiss) und Hnat Domenichelli (mit Glatze und Brille)
Auch Sportchef Hnat Domenichelli muss gehen.Bild: Marcel Bieri

Der 32-jährige Gianinazzi war im Oktober 2022 von den Elite-Junioren an die Bande der ersten Mannschaft berufen worden. Er ersetzte Chris McSorley. In den letzten beiden Saisons führte der Tessiner das Team via Play-In in die Playoff-Viertelfinals, in denen gegen Genève-Servette beziehungsweise Fribourg-Gottéron Endstation war.

Schon jene Bilanzen entsprachen nicht den hohen Ansprüchen der einst erfolgsverwöhnten Bianconeri. In dieser Saison blieben sie bisher aber weit hinter den Erwartungen zurück. Mit nur 13 Siegen aus 36 Partien liegen die Luganesi auf dem zweitletzten Platz in der Rangliste der National League. Zuletzt setzte es vier Niederlagen in Folge ab. In der Chefetage der Tessiner sahen sie sich endgültig zum Handeln gezwungen.

«Es ist ein Entscheid, der weh tut – auch auf menschlicher Ebene», sagte Präsidentin Vicky Mantegazza an einer Medienkonferenz. «Im Laufe der Saison schien es mehrmals, als hätten wir die Kraft, die Wende herbeizuführen. Stattdessen zeigte das Team zuletzt weder Biss noch Charakter, so dass sich die Situation derart zuspitzte, dass dieser Schritt unausweichlich wurde. Alle im Verein waren wir überzeugt, dass Luca mehrere Jahre lang unser Trainer sein könnte.»

Domenichelli, der seit Sommer 2019 Sportchef war, wird dem Verein im sportlichen und im administrativen Bereich weiterhin zur Hand gehen, bis sein Nachfolger bestimmt ist.

Auch der Nachfolger von Gianinazzi ist noch nicht bestimmt. Bis der neue Cheftrainer gefunden ist, können sie in Lugano in noch grösserem Umfang auf die Unterstützung des Finnen Antti Törmänen zählen, der seit Anfang Dezember als technischer Berater tätig ist. Der einstige Coach des SC Bern und des EHC Biel hat am Montag das Training der ersten Mannschaft geleitet. (dab/ram/sda)

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quelle: keystone / urs flueeler
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52 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Oliver01
13.01.2025 11:40registriert Februar 2023
Eines muss man Lugano lassen, sie hatten sehr viel Geduld. Und jetzt haben sie gehandelt und hoffen, es wird besser. Da bin ich mal gespannt.
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chrimark
13.01.2025 12:32registriert November 2016
Hoppla Georges, Sportchef, Trainer und Assistenz Trainer aus dem Amt gefegt. Das sieht nach viel Arbeit für unseren lieblings Chronisten aus dem Oberaargau aus.
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hocky
13.01.2025 12:52registriert März 2021
Jetzt wird aus dem Sportchef wieder ein Spieler-Agent, der überteuerte Spieler in Lugano platziert. 🤷‍♂️
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52
    Also doch: Kein Frauenhockey – kein Geld mehr von der Postbank
    Im letzten Herbst hat die Postbank (PostFinance) angekündigt, künftig nur noch NL-Klubs mit Direktsponsoring zu alimentieren, die ein Frauenteam in der höchsten Liga betreiben. Nun folgt die offizielle Bestätigung, dass diese «Drohung» tatsächlich wahr gemacht wird.

    Die Kommunikations-Abteilung der PostFinance bestätigt auf Anfrage: «Ja, das Konzept wird wie angekündigt umgesetzt.» Und im Detail wird ausgeführt: «Unsere Ligapartnerschaften mit der National League und der PostFinance Women’s League stehen im Mittelpunkt unseres Engagements. Alle Klubs beider Ligen profitieren weiterhin von der Topscorer-Prämie, die direkt an die Klubs ausgezahlt wird. Zusätzlich engagieren wir uns gezielt im Sponsoring von einzelnen Klubs. Ab der nächsten Saison ist eine der Voraussetzungen für ein solches Sponsoring, dass der Klub sowohl in der National League als auch in der PostFinance Women’s League ein Team stellt. Mit den betroffenen NL-Klubs haben wir bereits vor über einem Jahr das Gespräch gesucht und unsere Strategieanpassung frühzeitig kommuniziert. Die Partnerschaften mit dem HC Ambri-Piotta und dem SC Bern sind verlängert worden.»

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