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Lugano’s player Philippe Furrer, right, fights for the puck with Zurich's player Pius Suter, left, during the sixth leg of the Playoffs quarterfinals game of National League A (NLA) Swiss Championship between Switzerland's HC Lugano and ZSC Lions, on Thursday, March 16, 2017, in the Resega Stadium in Lugano.  (KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Luganos Philippe Furrer will nicht mehr schweigen. Bild: TI-PRESS

«Bussen müssen den Spielern wehtun» – Luganos Furrer greift in Schiri-Diskussion ein

Der HC Lugano eliminiert in einer emotionalen Serie sensationell die ZSC Lions. Nach der Serie bezieht Lugano-Verteidiger Philippe Furrer mit deutlichen Worten Stellung zur heiss diskutierten Schiedsrichter-Diskussion.

Anes Filan / Aargauer Zeitung



Die Viertelfinal-Serien der NLA-Playoffs sorgen am Tag nach der letzten Entscheidung weiterhin auch abseits des Rinks für viel Gesprächsstoff. Das Thema: Noch immer der doppelte Zweihänder von Servettes Daniel Vukovic, der Schiri-Rempler von ZSC-Verteidiger Severin Blindenbacher und die Amtsniederlegung von Ex-Spieler Victor Stancescu als Einzelrichter.

Nach vielen Diskussionen in der Hockeyszene meldet sich nun erstmals ein Spieler zu Wort: Lugano-Verteidiger Philippe Furrer nimmt auf Facebook Stellung zu den heiss diskutierten Szenen:

Furrer hat beim Fall Vukovic eine klare Meinung: «Eine klare Absicht seinen Gegner zu verletzen, muss nunmal einfach sehr hart bestraft werden», weiter führt er aus, «solche Delikte (...) müssten in der Höhe von 8-20 Spielsperren sein und einer Busse, die einem Eishockeyspieler wehtun.»

Auch zum Fall Blindenbacher hat der Lugano-Verteidiger eine klare Meinung: «Sowas müsste zumindest gleich hart bewertet werden wie die Präzedenzfälle zuvor.» (Marco Maurer, Februar 2016, 7 Spiele) und Grégory Hofmann (März 2016, 2 Spiele) wurden beide gegen die Schiris handgreiflich).

Die Schiedsrichter sollten seiner Meinung nach konstanter pfeifen: «Zwei Drittel lang wird alles hart, viel zu hart, gepfiffen, dann im letzten Drittel ist vieles – eigentlich fast alles erlaubt. Wie wollen wir Spieler hier eine Linie erkennen?»

Die Fälle im Überblick:

Der doppelte Zweihänder von Vukovic

Im zweiten Playoff-Spiel zwischen Servette und Zug fiel der Genfer Verteidiger Daniel Vukovic mit einer unschönen Unsportlichkeit auf. Er schlug den Zuger Sven Senteler gleich zwei Mal mit seinem Stock zwischen die Rippen. Die Absicht ist klar, es ist keine zufällige Handbewegung. Vukovic will seinen Gegenspieler verletzen.

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Video: streamable

Die Entscheidung der Einzelrichter: 1 Spielsperre. Viel zu wenig fanden die Zuger und legten sogleich Rekurs ein. Die Sperre wurde auf drei Spiele erhöht. Die Ausrede des Einzelrichters: Das Video-Material wurde nicht ausreichend ausgewertet. Furrer meint, dass die Trainer solch milde Strafen in Kauf nehmen würden, um einen Gegenspieler ausser Gefecht zu setzen: «1 Spielsperre und ca. 1000.- könnten sie ja dann jeweils dem besten Spieler den Arm brechen. Denken sie viele Coaches würden das nicht in Anbetracht ziehen?»

Der Schiri-Rempler von Blindenbacher

Diskussionsstoff gab auch der Zwischenfall zwischen dem ZSC-Spieler Severin Blindenbacher und dem Linesman Roger Bürgi. Blindenbacher soll Bürgi absichtlich zu Boden geworfen haben. Ein Skandal, denn die Schiedsrichter dürften nicht mal angefasst werden.

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Video: streamable

Blindenbacher wurde für ein Spiel gesperrt, was aufgrund der ausgesprochenen Matchstrafe sowieso der Fall war. Der Zürcher musste zudem eine Geldstrafe von 1910 Franken zahlen. Der ZSC-Verteidiger stand im Playoff-Spiel 6 zwischen den Lions und Lugano gestern Donnerstag wieder auf dem Eis. Eine weitere Sperre wurde vom Einzelrichter Oliver Krüger abgelehnt.

Für Philippe Furrer ist es wichtig, dass auch die Spieler sich zu Wort melden können. «Schlussendlich wollen wir alle, dass die Spiele auf dem Eis entschieden werden. Einfach mit der Ergänzung, dass es fair ist über alle Ebenen!» So soll es auch sein.

NLA-Trikotnummern, die nicht mehr vergeben werden

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