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NLA-Playoffs, 3. Runde

Zug – Davos 3:5 (1:1,2:1,0:3), Stand: 2:1

Bern – Lugano 4:1 (2:0,1:1,1:0), Stand: 2:1

Berns Ramon Untersander, Mitte, im Duell mit Luganos Stefan Ulmer, links, und Torhueter Elvis Merzlikins im dritten Eishockey Playoff-Halbfinalspiel der National League A zwischen dem SC Bern und dem HC Lugano am Samstag, 25. Maerz 2017, in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Lugano-Keeper Elvis Merzlikins ist für einmal nicht in Hochform: Nach dem 0:3 lässt er sich auswechseln. Bild: KEYSTONE

SCB gewinnt gegen gehässiges Lugano dank Powerplay-Toren – Davos meldet sich zurück

Davos meldet sich in der Halbfinalserie gegen Zug zurück. Die Bündner siegten auswärts nach einem 1:3-Rückstand mit 5:3 und liegt in der Best-of-7-Serie nur noch 1:2 zurück. Qualifikationssieger Bern führt gegen Lugano nach dem 4:1-Heimsieg mit 2:1.



Bern – Lugano 4:1

– Vier Tage nach der Startniederlage vor eigenen Fans befindet sich der SC Bern in der Halbfinalserie gegen Lugano erstmals im Vorteil. Bern gewinnt sein zweites Heimspiel dank drei Powerplaytoren mit 4:1 und führt in der Serie mit 2:1 Siegen.

– Nichts ist mehr so wie letzten Dienstag, als Lugano in Bern 4:2 gewinnt. Damals hat Lugano clever, abgeklärt und effizient gespielt, derweil Bern erfolglos die besten Kräfte forciert hatte. Im dritten Spiel sieht sich nun Luganos Coach Greg Ireland genötigt, seine besten Akteure über Gebühr auszupressen. Linus Klasen steht schon in der Startphase während des ersten Powerplays fast fünf Minuten am Stück auf dem Eis.

– Dass auch Luganos Verteidiger Extraschichten zu absolvieren haben, liegt indessen nicht an Ireland. Julien Vauclair, der die beiden ersten Partien der Serie nicht hatte beenden können, fehlt diesmal von Anfang an. Und mit Stefan Ulmer scheidet ein weiterer Back schon nach fünf Minuten und einem Bandencheck von Tristan Scherwey aus. Scherwey kassiert zum zweiten Mal in diesen Playoffs eine Spieldauer-Disziplinarstrafe und fehlt am Dienstag im vierten Spiel in der Resega erneut.

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Scherweys Check gegen Ulmer. Video: streamable

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Scherwey entschuldigt sich in den Katakomben bei Ulmer. bild: screenshot srf

– Das Foul Scherweys ist nur eines von diversen Scharmützeln in der Startphase. Luca Hischier (Bern) und Raffaele Sannitz (Lugano) geraten sich schon vor dem ersten Bully in die Haare. Philippe Furrer kassiert nach 16 Sekunden die erste Strafe. Und Scherwey weiss nach 286 Sekunden, dass er frühestens nächsten Donnerstag wieder wettkampfmässig aufs Eis zurück darf. Auch ganz am Schluss geht's nochmals rund, als Lugano Strafen im Sekundentakt sammelt.

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Ganz cool! Rüfenacht lässt sich von Lapierre verprügeln. Video: streamable

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Hochbetrieb auf der Lugano-Strafbank kurz vor Schluss. bild: screenshot srf

– Als matchentscheidend erweist sich diesmal Berns Effizienz im Überzahlspiel. In den ersten beiden Spielen der Serie hatte Bern aus acht Powerplay-Chancen bloss ein Tor erzielt. Diesmal skort der Meister in drei der ersten vier Überzahlgelegenheiten. Genau genommen benötigt Bern für die drei Powerplaytore zum 1:0 (durch Eric Blum), 2:0 (Andrew Ebbett) und 3:0 (Thomas Ruefenacht) nur 259 Überzahlsekunden. Lugano spielt 660 Sekunden lang Powerplay und schafft kein Tor. Luganos Held von Spiel 1, Goalie Elvis Merzlikins, muss nach 34 Minuten und drei Gegentoren seinen Platz für Daniel Manzato räumen. 

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Das entscheidende 2:0 für Bern durch Ebbett, beziehungsweise durch Chiesa. Video: streamable

Zug – Davos 3:5

» Hier gibt's den Liveticker der Partie zum Nachlesen.

– Der HC Davos ist endlich in der Halbfinalserie gegen Zug angekommen. Mit einem hart erkämpften, und am Ende auch etwas glücklichen, Auswärtssieg feiert der Rekordmeister sein Comeback. Nachdem die Bündner im Mitteldrittel - auch wegen vieler Strafen - bös unten durch müssen, holen sie ein 1:3 nach 30 Minuten noch auf. Im Schlussdrittel gleicht erst Perttu Lindgren mit seinem zweiten Treffer des Abends (53.) aus, ehe Dino Wieser eines der wenigen Powerplays von Davos 2:21 Minuten vor Schluss zum Siegtreffer nutzt.

– Zwar ist  Davos im dritten Spiel dieser Serie zum dritten Mal 0:1 in Rückstand, erstmals beendet er aber das Startdrittel auf Augenhöhe mit den Zugern. HCD-Coach stellt sämtliche Angriffslinien um und nominiert nur drei Ausländer. Mike Vaskivuo sowie die beiden nach Verletzungen noch nicht wieder 100 Prozent fitten Tuomo Ruutu und Ahren Spylo müssen zuschauen. Stattdessen setzt Del Curto auf die jungen Nando Eggenberger und Chris Egli und lässt mit vier Centern und fünf Flügelpaaren spielen.

– Im ersten Drittel funktioniert dies leidlich gut. Auf den frühen Rückstand durch Josh Holden, der einmal mehr einen Schuss von Raphael Diaz ablenkt, reagiert Davos mit dem Ausgleich durch Samuel Walser, ebenfalls mit einem abgelenkten Schuss.

– Im Mitteldrittel fällt das Konzept jedoch völlig auseinander. Zug entwickelt enorm viel Druck und provoziert so eine Fülle von Davoser Strafen. Zwei davon nutzten die Zentralschweizer durch David McIntyre nach einem Solo über das gesamte Feld und Carl Klingberg nach feinem Pass von Holden. Statt mit dem 3:1 oder einem durchaus möglichen 4:1 in die zweite Pause zu gehen, lassen sie sich bei einem Konter von Lindgren überraschen. Es ist der Auftakt zur Wende.

Die Davoser mit Marc Wieser, rechts, feiern das 1:1 beim dritten Eishockey Playoff Halbfinalspiel der National League A zwischen dem EV Zug und dem HC Davos am Samstag, 25. Maerz 2017, in Zug. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Trotz 10:3 Zwei-Minuten-Strafen: Davos fährt in Zug den ersten Sieg ein. Bild: KEYSTONE

Die Telegramme

Bern - Lugano 4:1 (2:0, 1:1, 1:0)
17'031 Zuschauer (ausverkauft). - SR Massy/Stricker, Borga/Fluri.
Tore: 2. Blum (Moser, Martin Plüss/Ausschluss Philippe Furrer) 1:0. 20. (19:32) Ebbett (Untersander/Ausschluss Sannitz) 2:0. 34. Ruefenacht (Arcobello/Ausschluss Lapierre) 3:0. 37. Bertaggia (Zackrisson/Ausschluss Philippe Furrer!) 3:1. 52. Ruefenacht (Jobin, Arcobello) 4:1.
Strafen: 3mal 2 plus 5 Minuten (Scherwey) plus Spieldauer (Scherwey) gegen Bern, 12mal 2 plus 10 Minuten (Lapierre) gegen Lugano.
PostFinance-Topskorer: Arcobello; Klasen.
Bern: Genoni; Jobin, Krueger; Untersander, Blum; Andersson, Beat Gerber; Kamerzin; Luca Hischier, Martin Plüss, Scherwey; Ruefenacht, Arcobello, Simon Moser; Lasch, Ebbett, Bodenmann; Alain Berger, Gagnon, Gian-Andrea Randegger; Marco Müller.
Lugano: Merzlikins; Chiesa, Philippe Furrer; Stefan Ulmer, Wilson; Hirschi, Ronchetti; Sartori; Fazzini, Lapierre, Sannitz; Bürgler, Zackrisson, Klasen; Bertaggia, Gardner, Gregory Hofmann; Walker, Morini, Reuille; Romanenghi.
Bemerkungen: Bern ohne Noreau, Reichert (beide verletzt) und Garnett, Lugano ohne Martensson (beide überzählige Ausländer), Damien Brunner, Kparghai und Julien Vauclair (alle verletzt). Stefan Ulmer verletzt ausgeschieden (5.).

Zug - Davos 3:5 (1:1, 2:1, 0:3)
7015 Zuschauer (ausverkauft).- SR Koch/Wehrli, Wüst/Kovacs.
Tore: 2. Holden (Diaz, Martschini) 1:0. 4. Walser (Dino Wieser, Marc Wieser) 1:1. 23. McIntyre (Stephan/Ausschluss Dino Wieser) 2:1. 28. Klingberg (Holden, Stephan/Ausschluss Schneeberger) 3:1. 39. Lindgren (Paschoud, Marc Wieser/Ausschluss Walser!) 3:2. 53. Lindgren (Schneeberger, Dino Wieser) 3:3. 58. (57:39) Dino Wieser (Simion, Corvi/Ausschluss Senteler) 3:4. 59. (58:56) Corvi 3:5 (ins leere Tor).
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Zug, 10mal 2 Minuten gegen Davos.
PostFinance-Topskorer: Martschini; Ambühl.
Zug: Stephan; Helbling, Grossmann; Diaz, Morant; Schlumpf, Erni; Alatalo; Klingberg, Immonen, Senteler; Martschini, Holden, Suri; Zangger, McIntyre, Lammer; Schnyder, Diem, Peter; Fohrler.
Davos: Senn; Du Bois, Rahimi; Heldner, Forster; Schneeberger, Paschoud; Ambühl, Corvi, Eggenberger; Marc Wieser, Lindgren, Dino Wieser; Sciaroni, Walser, Kousal; Simion, Aeschlimann, Jörg; Kessler, Egli.
Bemerkungen: Zug ohne Markanen und Järvinen, Davos ohne Vaskivuo (alles überzählige Ausländer), Spylo und Ruutu (beide rekonvaleszent). 17. Stephan hält Penalty von Marc Wieser. 28. Timeout Davos. 45. Pfostenschuss Ambühl. Zug ab 58:35 ohne Goalie. 58:56 Timeout Zug. (pre/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Staal 26.03.2017 09:05
    Highlight Highlight Schöner HCD Sieg im schicken Zuger Firmenkunden Palast. Trotz Schiri im Team der gegen HCD jedes Zupfen pfiff und bei Zug alles durch liess, schaffte diese junge Truppe den Auswärtssieg. Je länger Serie dauert, desto mehr Vorteile beim.HCD.
  • bärner1931 26.03.2017 08:24
    Highlight Highlight Freu mich auf die Kommentare, Bern habe nur Dank den Schiedsrichtern gewonnen etc.
    Jetzt habt Ihr gesehen, wie Bern spielt wenn nix verpfiffen wird. Die Provokationen des HC Lugagel erstickte auf dem Eis. Rüfenacht ist Kult mit seinem Lächeln nach der Provokation vom Lappi Lappiere. Strafe Scherwey höchstens 2min. Jede weitere Strafe wäre eine Frechheit. Da wurde manch andere Bandencheck nicht gepfiffen.
    So auf gehts und weiter so am Dienstag in Lugano.
    • nononono 26.03.2017 10:19
      Highlight Highlight Das Problem war ja eben, dass es kein Bandencheck war. Der Check war in einer sehr gefährlichen Distanz zur Bande was dazu führt, dass man sich den Kopf an der Bande anschlägt (worstcase Querschnittsgelähmt). Desshalb muss dies hart bestraft werden. An Scherweys reaktion nach sieht man auch, dass er weiss das so etwas nicht passieren darf und er die Strafe deshalb so akzeptiert.
    • Coffey 26.03.2017 10:53
      Highlight Highlight nonononononsense? Tun wir etwas plaudern, ohne die Regel genau zu kennen? Wenn ein Vergehen gegen Scherwey geahndet wird, ist es NATÜRLICH ein Bandencheck. Regel 119 definiert den genau so. Mit gefährlicher Distanz zur Bande ausgeführt, dass der Gegner heftig gegen die Bande geschleudert wird. Dieser Tatbestand ist eindeutig gegeben und ändert sich auch nicht dadurch, dass der Hit face-on war und auch sonst nicht unbedingt unsauber ausgeführt. Schlicht eine völlig unnötige und auch potenziell gefähliche Charge. Das hat er offensichtlich aber auch selber so gesehen.
  • @andreasrufer 26.03.2017 01:06
    Highlight Highlight Fälschlicherweise wird im Bericht von einemFoul von Scherwey gesprochen. Ist ganz klar kein Foul, wen die Bilder richtig ausgewertet werden. Richtigerweise wäre es nich mal 2min gewesen
    • Schreiberling 26.03.2017 09:56
      Highlight Highlight Bandencheck mit grosser Wahrscheinlichkeit auf Verletzungsfolge des Gegners. Das ist in jedem Fall 5 + Spieldauer. Hat auch Scherwey auf dem Eis sofort eingesehen, auch wenn es kaum seine Absicht war Ulmer zu gefährden.
    • Blitzableiter 26.03.2017 10:29
      Highlight Highlight Ja dieser Hitzkopf übertreibt es einfach immer mit seinem Körperspiel. Er muss gesperrt werden. Er will niemanden mit absicht verletzen aber der scheint nicht anders zu können. Wie einer auf Drogen.
    • Bobo B. 26.03.2017 10:40
      Highlight Highlight @Schreiberling: Die Aktion war unnötig. Aber ein Bandencheck war das nie und nimmer. Aber wenn es um Scherwey geht, gilt ja sowieso ein alternatives Regelwerk...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sloping 25.03.2017 23:03
    Highlight Highlight Ein ganz schwacher HCL: Elvis für ein Mal mit Aussetzern, das unglückliche Eigentor und ein PP das seinen Namen nicht verdient. Die Ausländer kein Faktor und dumme Strafen vor allem von Sannitz und Furer. Dazu noch Pech mit einem weiteren verletzten Verteidiger. Am Dienstag muss so ziemlich alles besser sein, sonst ist die Serie am Donnerstag wohl zu Ende.
  • dizzy 25.03.2017 23:02
    Highlight Highlight gegen rüfenacht gabs auch einen bandencheck aber das haben die zebras mal dezent übersehen,inklusive die medien
  • MARC AUREL 25.03.2017 22:42
    Highlight Highlight GRANDE BERN! Bern wird diese Serie für sich entscheiden auch wenn noch nichts entschieden ist!
    • glass9876 26.03.2017 08:29
      Highlight Highlight @Pajassfan: Das nennt sich Selbstironie. Marc Aurel wird seine Worte bewusst gewählt haben. ;-)
  • Highbury83 25.03.2017 22:40
    Highlight Highlight Bandencheck *langsamsprech*
  • Tikkanen 25.03.2017 22:40
    Highlight Highlight ...wie von mir Prophezeit😳 2 Spiele werden eng, danach ist die Moral vom Elvis👶im Keller und die ex NHL 4th line Pussy Lapi dreht durch🤢😡 Klarer Sieg trotz der lächerlichen Match-Strafe gegen Tristan😂
    Item, nur noch 6 bis🐻🏆🍺
  • whiteshark 25.03.2017 22:40
    Highlight Highlight Wer jetzt noch behauptet, Bern werde von den Schiris bevorzugt, der sollte mal das Regelbuch in die Finger nehmen.

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