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Colorado Avalanche right wing Sven Andrighetto, of Switzerland, looks for a pass as he drives to the net against the St. Louis Blues in the third period of an NHL hockey game Sunday, March 5, 2017, in Denver. St. Louis won 3-0. (AP Photo/David Zalubowski)

Sven Andrighetto: Seit dem Wechsel zu Colorado läuft's bei ihm. Bild: David Zalubowski/AP/KEYSTONE

Andrighetto läuft heiss! Keiner skort so oft wie er, aber es droht Ungemach

Sven Andrighetto wurde am Trade Deadline Day der NHL zu den Colorado Avalanche getauscht. Seither läuft es dem 24-Jährigen wie geschmiert. Aber womöglich endet die schöne Zeit des Stürmers in Denver schon bald.



Sven Andrighetto hat in der Nacht auf heute wieder zugeschlagen. Zwei Tore erzielte der Angreifer bei der 2:4-Niederlage gegen Calgary. Damit schraubte der Schweizer seine Skorerbilanz auf eindrückliche neun Punkte in den letzten zwölf Partien. In den letzten sechs Spielen kommt Andrighetto gar auf einen Schnitt von einem Punkt pro Partie – und dies, obwohl er bei Colorado beim abgeschlagenen Schlusslicht der NHL engagiert ist.

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Der zweite Treffer von Andrighetto in der Nacht auf heute. Video: streamable

Seit knapp einem Monat stürmt der 24-Jährige für die Avalanche. Am Trade Deadline Day wurde er von Montreal gegen Andreas Martinsen getauscht. Schon damals waren sich Kritiker einig: ein guter Deal für Colorado. Denn Andrighetto ist jung, hat Zug und ein grosses Potenzial.

Detroit Red Wings goalie Jimmy Howard, back, stops a shot by Colorado Avalanche right wing Sven Andrighetto, of Switzerland, during the first period of an NHL hockey game Wednesday, March 15, 2017, in Denver. (AP Photo/David Zalubowski)

Sven Andrighetto: Kein anderer Spieler von Colorado ist vor dem gegnerischen Tor aktuell so gefährlich wie er. Bild: David Zalubowski/AP/KEYSTONE

Dieses konnte der Schweizer bei den Canadiens selten ausschöpfen. Acht Skorerpunkte in 27 Partien war seine Bilanz. «In Montreal erhielt ich die Chance in den entscheidenden Momenten nie. Ich spielte im Schnitt rund acht Minuten. Oft musste ich in der vierten Linie ran, was meinem Spiel nicht entspricht», fasst Andrighetto seine Situation in Kanada bei der Denver Post zusammen. «Ich bin sehr glücklich, wurde ich getradet», gesteht der Flügelspieler.

Der Wechsel nach Denver scheint wie eine Befreiung zu sein. Von den 47 Spielern, die am Deadline Day (1. März 2017) getradet wurden, schlug offensiv keiner so ein, wie der Schweizer. Einzig Patrick Eaves kommt mit acht Punkten in zwölf Spielen auf eine ähnliche Bilanz. In der NHL-Skorerliste für den Monat März belegt Andrighetto zwar «nur» den 59. Platz, teamintern führt er aber vor Tyson Barrie (8 Punkte).

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Die Skorerliste der Colorado Avalanche seit dem 1. März 2017. screenshot: nhl.com

Kein Wunder, ist Trainer Jared Bednar voll des Lobes: «Er gefällt uns. Er ist flink, spielt mit Tempo und kann defensiv und offensiv helfen.» Andrighetto selbst gibt sich bescheiden: «Der Trainer gab mir die Chance, mit guten Jungs zu spielen. Wir pflegen einen ähnlichen Stil.» Wir, das sind Center Nathan MacKinnon und Mikko Rantanen. 

Andrighetto bald in Las Vegas?

Doch so erfolgreich Andrighetto seit dem Wechsel spielt, womöglich endet die Zeit bei Colorado schon im Sommer. Experten raten der Avalanche zwar, den Schweizer zu halten. Aber der Expansion Draft der Las Vegas Golden Knights könnte dem Team einen Strich durch die Rechnung machen.

Aktuell machen Gerüchte die Runde, dass Las Vegas einen Spieler aus dem Trio Mikhail Grigorenko, Matt Nieto und Andrighetto wählen würde. Der Draft ist noch einige Wochen weg und die Möglichkeiten, um die Spieler zu schützen sind noch unzählig.  Ob Colorado Andrighetto aber wirklich auf die geschützte Liste nimmt, ist noch unklar. Es wäre bitter, denn gerade jetzt scheint Andrighetto so richtig in der NHL anzukommen.

Colorado Avalanche center Mikhail Grigorenko, back, of Russia, looks to shoot the puck at Tampa Bay Lightning goalie Ben Bishop in the first period of an NHL hockey game Sunday, Feb. 19, 2017, in Denver. (AP Photo/David Zalubowski)

Mikhail Grigorenko gehört wie Andrighetto zu den Spielern, die Colorado wohl gerne vor dem Expansion Draft schützen würde.  Bild: David Zalubowski/AP/KEYSTONE

Der Spieler selbst will nicht zu weit nach vorne schauen. Sven Andrighetto interessiert die aktuelle Situation, auch wenn die Playoffs unerreicht bleiben werden: «Wir haben zuletzt einige Partien verloren, wir müssen noch mehr geben. Aber wir müssen über 60 Minuten überzeugen, nicht nur ein Drittel lang, dann haben wir eine Chance.» 

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