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Die Playoff-Vorschauen des Eismeisters

Geneve-Servette's Cody Almond, left, fights with Fribourg's Dominik Granak, of Slavakia, right, during the game of National League A (NLA) Swiss Championship between HC Fribourg Gotteron and Geneve Servette HC at the ice stadium BCF Arena, in Fribourg, Switzerland, Friday, February 20, 2015. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Das Westschweizer Duell zwischen Servette und Fribourg könnte hitzig werden.
Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Zauggs Playoff-Vorschau, Teil I: Gottéron hilft gegen Servette nur der «heilige Zorn»

In der ausgeglichensten Viertelfinal-Serie der NLA-Playoffs ist Servette der Favorit des Verstandes und Gottéron der Favorit des Herzens. Übertreibt es Chris McSorley mit dem Emotionen machen?



Der HC Fribourg-Gottéron hat seine Depression (elf Niederlagen in Serie) längst überwunden und musste nicht einmal den Trainer wechseln. Das sagt uns, dass wir Gerd Zenhäusern auf gar keinen Fall unterschätzen sollten.

Wenn wir diese Playoff-Serie mit Hockeyverstand betrachten, dann kommen wir zum Schluss, dass Servette in vier oder fünf Partien durchmarschieren wird. Und es gibt statistische Angaben, die Gottéron beunruhigen müssen. Im Durchschnitt sind die Genfer 184,70 Zentimeter gross und 88,20 Kilo schwer. Die Spieler von Gerd Zenhäusern kommen lediglich auf 182,87 Zentimeter und 85,53 Kilo.

Der Fribourger Trainer Gerd Zenhaeusern hinter der Bande spricht ermahnend zu seinen Spielern beim Time Out, im Eishockey Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem HC Davos und dem HC Fribourg-Gotteron am Sonntag, 31. Januar 2016. (KEYSTONE/Juergen Staiger)

Gerd Zenhäusern hat Fribourg aus der Krise und in die Playoffs geführt.
Bild: KEYSTONE

Das mögen im Schwingen geringe und völlig unbedeutende Unterschiede sein. Aber diese Differenz an Gewicht und Grösse kann im Eishockey, kombiniert mit Tempo und umgemünzt in Kraft und Wucht die Differenz ausmachen. Dieser Unterschied ist das Produkt der klugen Transferstrategie von Chris McSorley. Als Hardcore-Nordamerikaner achtet er sorgfältig darauf, dass er, wenn immer möglich, grosse und schwere und im Idealfall auch noch schnelle Spieler bekommen kann.

Conz als Schlüsselfigur?

Keine Frage: Servette ist wieder ein ernstzunehmendes Playoff-Team geworden. Seit der Schmach der Playouts von 2012 hat Chris McSorley aufgerüstet. 2013 scheiterte er im Viertelfinal erst im 7. Spiel am späteren Meister SC Bern. In den letzten beiden Jahren (2014, 2015) hat er zweimal nacheinander im Viertelfinal Lugano eliminiert.

Kann Gottéron einem Team widerstehen, dass zweimal in den Playoffs besser war als das mächtige Lugano? Ja, das ist nicht ausgeschlossen. Erstens ist Benjamin Conz besser als es 2014 und 2015 Luganos Torhüter (Daniel Manzato, Michael Flückiger, Elvis Merzlikins) waren. Zweitens ist Gerd Zenhäusern ein besserer Bandengeneral als es Patrick Fischer 2014 und 2015 war. Und drittens holt Gottéron, wenn es vom «heiligen Zorn» beseelt ist, mehr aus seinem spielerischen Potenzial heraus als Lugano in der Zeit vor Doug Shedden.

Überlistet der schlaue Zenhäusern den Vulkan McSorley?

Emotionen sind der Sauerstoff des Spiels. Erst recht in den Playoffs. Und nur wenige sind so schlau im emotionalen Feuermachen wie Chris McSorley. Er ist im besten Wortsinne mit allen Wasser gewaschen. Aber er hat es auch schon übertrieben. Im letzten Qualifikationsspiel in Lausanne hat ihn Danny Kurmann wieder einmal wegen unanständigen Benehmens auf die Tribune geschickt.

Genf, 03.10.2015, Eishockey NLA, HC Genf Servette - HC Davos, Genfs Trainer Chris McSorley (Robert Hradil/EQ Images)

Chris McSorley versteht es wie kein Zweiter, seinen Jungs nach vorne zu treiben.
Bild: EQ Images

Wer es gegen Gottéron übertreibt und zu viele Emotionen entfacht, dem ergeht es wie Goethes Zauberlehrling, der die Geister nicht mehr losgeworden ist, die er gerufen hat. Weil bei Gottéron der schlaue Gerd Zenhäusern an der Bande steht, wage ich es nicht, bedenkenlos auf Servette zu setzen.

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