Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Der CEO des EV Zug Patrick Lengwiler waehrend der Saison Medienkonferenz des EV Zug vom Montag 10. September 2018 in Zug. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

EVZ-CEO Patrick Lengwiler kritisiert das Hilfspaket des Bundesrats für den Schweizer Profisport. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Millionen für Millionäre und die verkannte Jahrhundert-Chance

Der Staat unterstützt das Profihockey mit Millionen aus öffentlichen Kassen. Der Dank dafür ist harsche Kritik der Milliardäre und Millionäre. Eine abgehobene Kaste entlarvt sich selbst, verkennt eine Jahrhundert-Chance und mahnt an unsere Agrar-Industrie.



In keinem anderen Land der Welt unterstützt der Staat das Profihockey so schnell, unbürokratisch und umfangreich wie in der Schweiz. Die Hockeyfirmen können die Lohnbuchhaltung durch die Kurzarbeitsregelung entlasten.

Darüber hinaus steht nun ein Kredit-Paket von sage und schreibe 75 Millionen fürs Profihockey und noch einmal der gleiche Betrag für den Breitensport bereit. Nie zuvor in der Geschichte ist unser Hockey so grosszügig vom Staat alimentiert worden.

Wenn der Spielbetrieb einmal wieder vor Publikum möglich ist, sollte während der ganzen Saison vor jeder Partie dem Staat mit einer Lautsprecher-Durchsage herzlich gedankt werden.

«Uns wurde die Pistole an die Brust gehalten.»

Patrick Lengwiler, CEO EV Zug

Doch das wird nicht passieren. Vielmehr gibt es massive Kritik. Sie kommt ausgerechnet von Peter Zahner (ZSC Lions) und Patrick Lengwiler (EV Zug) und ist inzwischen über verschiedene Medien (Zentralplus.ch, SonntagsZeitung) landesweit verbreitet worden. Sie ist lehrreich und erlaubt uns einen Einblick in das Denken einer abgehobenen Kaste.

So sagt Zugs Manager Patrick Lengwiler über das Kreditpaket: «Es war eine Nacht- und-Nebel-Aktion. Es musste schnell etwas formuliert werden, und das sieht man dem Papier an. Ich erfuhr am Freitag erstmals davon, am Montag bekamen wir es in einer Pause der Ligaversammlung vorgelegt und mussten zustimmen. Sonst gebe es gar nichts. Uns wurde die Pistole an die Brust gehalten.»

So ist das also: Wenn Hilfe von der Politik rasch und unbürokratisch geleistet wird, ist es eine Nacht- und Nebel-Aktion. Und schön, wenn einem für die Annahme eines millionenschweren Kreditpakets die Pistole an die Brust gehalten wird. Manchmal schafft man es umgekehrt nicht einmal, einen Kredit zu bekommen, wenn man einem Banker die Pistole an die Brust setzt. Ausser bei einem Banküberfall natürlich.

«Ich habe 117 Vollzeitangestellte, davon rund 25 für die erste Mannschaft. Da verdienen einige sehr gut, andere weniger.»

Patrick Lengwiler, CEO EV Zug

Weiter moniert Zugs Manager: «Es wird suggeriert, im Eishockey hätten alle exorbitante Löhne. Das stimmt überhaupt nicht. Ich habe 117 Vollzeitangestellte, davon rund 25 für die erste Mannschaft. Da verdienen einige sehr gut, andere weniger. Und die restlichen Mitarbeiter haben alle ganz normale Löhne. Wenn das Bundesamt für Sport nicht begreift, wie viele Leute an einem Proficlub hängen, enttäuscht mich das.»

Eine interessante Sicht der Dinge. Kein Mensch hat auch nur daran gedacht, dass die Frauen und Männer an der Abendkasse oder in der Gastronomie oder im Zeitnehmerhäuschen oder im Büro exorbitante Löhne beziehen.

Als höchst problematisch empfindet Zugs Manager die Solidarhaftung: «Man kann nicht verlangen, dass die anderen Clubs für ihre Mitbewerber haften. Das ist völlig weltfremd.» Ursprünglich war diese Haftung angedacht über die ganze Liga, nun betrifft sie nur Clubs, die ein Darlehen aufgenommen haben. Wobei jene, die ohnehin schon Schulden haben, wohl kaum das Geld haben werden, um andere noch zu retten.

Peter Zahner, CEO ZSC, spricht mit Journalisten waehrend einer Medienkonferenz nach einer ausserordentlichen Ligaversammlung ueber die Entscheidungen betreffend dem Schweizermeister sowie den Auf- und Abstiegen fuer die Saison 2019/20, am Freitag, 13. Maerz 2020, in Ittigen. Anlaesslich einer ausserordentlichen Ligaversammlung am Donnerstagvormittag stellte die Ligaleitung und saemtliche Clubvertreter der National League und Swiss League fest, dass der Spieltrieb wegen der Coronavirus-Epidemie nicht mehr aufrechterhalten werden. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Auch ZSC-CEO Peter Zahner hat keine Freude am Hilfspaket der Regierung. Bild: KEYSTONE

Peter Zahner kritisiert: «Für mich ist die Solidarhaftung das grösste Problem. Stellen Sie sich vor, die Medienbranche wird unterstützt, aber nur unter der Bedingung, dass Tamedia für Ringier haften muss. Das käme doch in anderen Branchen niemandem in den Sinn.» Zahner kritisiert auch, dass alle Clubs, die ein Darlehen ziehen, zusammen ihre Lohnsumme innert dreier Jahre um 20 Prozent reduzieren müssten. Jeder könnte unterschiedliche Anteile einsparen, es müsste einfach in der Summe aufgehen. So etwas sei gar nicht praktikabel.

Was lernen wir daraus?

Erstens: Der Staat kann nicht bedingungslos Steuergelder für eine – polemisch gesagt – abgehobene Kaste von Jungmillionären ausgeben. Es gibt keinerlei Notwendigkeit, den Profisport nach dem Motto «Millionen für Millionäre» zu alimentieren. Systemrelevant ist nur die Jugendarbeit. Das Kredit-Paket für das Profihockey ist grosszügig und klug mit Bedingungen verknüpft. Die darin enthaltene Solidarhaft ist ein genialer politischer Schachzug. Es geht hier bloss um eine Gruppe von 12 Firmen (die Klubs der National League) die unter gleichen Bedingungen unter sich Wettkämpfe austragen, aufeinander angewiesen sind und die Geschäftsbedingungen selbst definieren und nach Belieben laufend abändern. Solidarhaft für jene, die Kredite aufnehmen, ist geradezu eine zwingende Notwendigkeit.

Zweitens: Kein Klub wird dazu gezwungen, aus dem für das Profi-Hockey aufgelegten Kreditpaket Geld anzufordern. Es ist reichlich seltsam, eine Kreditmöglichkeit zu kritisieren. Gerade von den Managern von Hockeyfirmen (ZSC Lions, EV Zug), die von Milliardären alimentiert werden.

Drittens: Die mit der Kreditgabe verbundene Forderung nach einer Reduktion der Lohnsumme ist mehr als berechtigt. Schliesslich sollen die Kredite an eine Branche gehen, die in den letzten 20 Jahren jeden Franken, den sie zusätzlich eingenommen hat, umgehend in die Löhne investiert hat und deshalb nicht dazu in der Lage ist, Gewinne zu erwirtschaften oder Reserven für Krisenzeiten anzulegen. Die Kredite sind gedacht, um über die Krise zu kommen. Nicht um Löcher der Vergangenheit zu stopfen. Es wäre geradezu verantwortungslos, diese Kredite nicht an Bedingungen nach vernünftigen Löhnen zu knüpfen. Mehr noch: Diese Forderung nach einer Lohnreduktion ist ein Steilpass für die Einführung eines Salary Cap. Wenn die Landesregierung hochoffiziell eine Kürzung der Löhne verlangt, dann ist eigentlich der juristisch-politische Weg zur Einführung einer Lohnobergrenze geebnet. Wenn die Klubs diese Jahrhundert-Chance erkennen, dann können sie in diesem Sommer die Lohnobergrenze (Salary Cap) einführen. Es ist die einzige Chance, unser Profihockey wirtschaftlich auf eine gesunde Basis zurückzuführen.

Viertens: Peter Zahner und Patrick Lengwiler sind überaus tüchtige Sportmanager. Die ZSC Lions und der EV Zug gehören zu den besten Hockey-Firmen Europas und leisten exzellente Nachwuchsarbeit. Peter Zahner und Patrick Lengwiler können Profihockey. Aber von Politik in Zeiten der Krise verstehen beide eher weniger. Und die tatsächlichen Schwierigkeiten in einer Welt ohne Mäzen, in der jeder einzelne Franken erwirtschaftet werden muss, bevor er ausgegeben werden darf, sind ihnen offensichtlich ein wenig fremd.

Fünftens: Es ist sogar in Zeiten ohne Krise völlig normal, dass der Staat finanzielle Zuwendungen mit Bedingungen verbindet. Wenn sich Patrick Lengwiler und Peter Zahner einmal unter Bauern mischen, werden sie staunen, wie die auch in normalen Zeiten am Tropf staatlicher Zuwendungen hängenden Agrar-Unternehmer über allerlei gesetzliche Auflagen jammern, die mit den Subventionen (nicht Krediten) verbunden sind. Und wie harsch sie «die in Bern oben» kritisieren.

Eigentlich unterscheiden sich Patrick Lengwiler und Peter Zahner gar nicht so sehr von unseren Bauern.

watson Eishockey auf Instagram

Selfies an den schönsten Stränden von Lombok bis Honolulu, Fotos von Quinoa-Avocado-Salaten und vegane Randen-Lauch-Smoothies – das alles findest du bei uns garantiert nicht. Dafür haben wir die besten Videos, spannendsten News und witzigsten Sprüche rund ums Eishockey.

Folge uns hier auf Instagram.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

NLA-Trikotnummern, die nicht mehr vergeben werden

Despacito mit Eishockey-Spielern

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

57
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
57Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • W.G. 19.05.2020 20:18
    Highlight Highlight Unglaublich diese beiden Egoisten. Soll doch 50 mal ZSC gegen EVZ spielen. Dann werden die beiden wehmütig an die anderen 10 Clubs denken.
    Aber vorher wohl nicht
  • Amarillo 18.05.2020 17:31
    Highlight Highlight Es ist mehr als absurd, wenn ein Klub, der ein Darlehen beansprucht, dann auch noch für andere Darlehensnehmer haften soll, falls diese nicht zurückzahlen können. Die Klubs welche Darlehen beanspruchen haben keine Möglichkeit, bei anderen Darlehensnehmern Einfluss zu nehmen, und diese von Entscheiden (z.B. riskante Transfers) abzuhalten. Und plötzlich ist dann einer überschuldet, weil die anderen Schlawiner nicht zahlen können? Die Verantwortlichen würden sich strafbar machen, wenn sie solche Verträge unterschrieben, und wegen der Solidarhaftung in die Überschuldung torkeln würden.
  • Rethinking 18.05.2020 15:43
    Highlight Highlight Gut gebrüllt
  • fritzfisch 18.05.2020 15:09
    Highlight Highlight Hat herr zaugg wirklich keine ahnung oder will er es einfach nicht verstehen? Der staat schenkt hier niemandem irgendetwas. Die vereine erhalten kredite welche zurückbezahlt werden müssen. Dass es in der schweiz gerade mal ein paar spieler gibt welche horende summen verdienen sollte sich nun auch bis zu herrn zaugg herumgesprochen haben. Wie sollte ein kleiner verein wohl 20% lohnsumme einsparen, deren spieler häufig weniger als 5000 chf verdienen? Und wie sollen vereine welche jedes jahr um ein ausgeglichenes budget kämpft das geld erwirtschaften können.
  • Theo Retisch 18.05.2020 13:45
    Highlight Highlight Herr Zaugg es schmerzt. Es ist der Bund der Millionen gesprochen hat und nicht der Staat (Kanton). Die Kurzarbeitsentschädigung basiert auf einer Versicherung, in welche jeder Verein und Spieler einbezahlt. Verträge von Sportlern fallen beim Bezug meisten durch. Dies wurde in der Krise korrigiert.
    Zu den Darlehen, hier wird primär die Haftung angeprangert. Jeder Club kann ohne Überprüfung durch den Verband o.ä. Geld beziehen und die Anderen müssen dafür geradestehen.
    Das ist in etwa so wie wenn Ihre Journikollegen für Ihre Wettschulden geradestehen müssten.
    • Eiswalzer 18.05.2020 22:35
      Highlight Highlight Die Haftung versucht etwas in eine richtige Richtung (Durchbrechen der Kostenspirale, keine Finanzierung von Exzessen auf Kosten der Kleinen etc.), aber sie erreicht mit ziemlicher Sicherheit nicht ihr Ziel. Weil die Nachteile einfach viel zu offensichtlich und haarsträubend sind. Allerdings finde ich es eigentlich korrekt, dass mit Bundesgeldern keine ohnehin schon recht hohen Saläre (und das betrifft nicht nur 1. Linienspieler) bezahlt werden sollten. Die Spieler, ihre Gewerkschaft und die Vermittler hätten hier mit einem Teillohnverzicht ein Signal senden können. Sie verpassen es...
  • Alf Tannenbaum 18.05.2020 13:18
    Highlight Highlight Was ist das denn für eine Liga Versammlung, wenn solch wichtige Themen in der Pause diskutiert werden?
    • Hockey-Fan 18.05.2020 13:50
      Highlight Highlight Der Vorschlag wurde nicht in der Pause diskutiert, er wurde in der/ einer Pause vorgelegt, weil er vermutlich nicht früher verfügbar war.
  • Kasatanov 18.05.2020 13:12
    Highlight Highlight Eimeister ich gratuliere. Profisport ist schlicht und einfach inder Schweiz nicht systemrelevant.Die Proficlubs sind Unternehmen, die auch in Konkurs gehen dürfen. Die Angestellten sind dann ja ALV versichert. Da brauchts kein a Fonds perdu Beiträge vom Steuerzahler
    • Hockey-Fan 18.05.2020 13:46
      Highlight Highlight Wenn der Nachwuchssport systemrelevant ist, ist es der Profisport leider auch … Im Gegensatz zur USA, wo viele Nachwuchsteams über Colleges und Universitäten finanziert und geführt werden, übernehmen bei uns die Clubs diese Aufgabe. Wenn man grundsätzlich findet, dass Sport nicht systemrelevant ist, auch für Kinder und Jugendliche, dann ok …

      Ausserdem spricht hier niemand von a fonds perdu Beiträgen, hier geht es um Kredite ...
    • Kasatanov 18.05.2020 14:30
      Highlight Highlight Nun Zahner und Co. hätten eben gerne a Fonds perdu Beiträge gehabt. Die Proficlubs fördern Nachwus nur, um die Profimannschaftenzu alimentieren, nicht um den Breitensport zu fördern, dies geschieht zum allergrössten Teil durch die Amateurclubs, welche ja von nicht rückzahlbarer Unterstützung richtigerweise profitieren können.
    • Hockey-Fan 18.05.2020 15:14
      Highlight Highlight Da muss ich Ihnen leider widersprechen. In praktisch ausnahmslos allen Organisationen ist der Nachwuchs von der 1. Mannschaft strikt getrennt. Während die Clubs als AG dastehen, ist die Nachwuchsabteilung häufig als Verein organisiert. Von "alimentieren" kann da keine Rede sein, gerade im Eishockey kosten die Juniorenabteilungen ebenfalls sehr viel Geld. Amateurclubs leisten da einen grossen Beitrag, absolut, aber die NL und SL Clubs investieren viel Geld in ihren Nachwuchs. Profi wird der kleinste Teil, also ist es halt doch vorwiegend Breitensport, vor allem aber eine Lebensschule!
  • GoldjungeKrater 18.05.2020 13:07
    Highlight Highlight Es ist sehr befremdend, warum die Medien sich auf jene Manager für eine Äusserung stürzen, welche ganz sicher nicht auf das Hilfspaket angewiesen sein werden. Weil Milliardäre im Hintergrund Kohle schieben ohne Ende.. Ob zu Krisen- oder normalen Zeiten..

    Warum lese ich keine Interviews mit Managern von Clubs die am ehesten für Notkredite in Frage kämen? Langnau, Ambri, Rappi etc??
    • magicfriend 18.05.2020 13:20
      Highlight Highlight Das ist erstaunlicherweise auch im Fussball nicht viel anders. Vor allem die Deutschschweizer halten sich diesbezüglich sehr zurück. Verumutlich da man "typisch schweizerisch" sich nicht verschulden will und dazu stehen. Weiter wissen alle Vereine genau: Liefern sie sich dem Notkredit des Bundes aus, müssen sie Lohneinbussen von 20% in Kauf nehmen und dies transparent machen. Ein nicht zu unterschätzender Nachteil. Daher: Salary Cap jetzt! Diese Chance packen und man benötigt allenfalls die Kredite gar nicht. Stattdessen disktutiert man über acht Ausländer.
  • Super8 18.05.2020 13:04
    Highlight Highlight Schweizer Fussballsclubs sind ja richtige Symphatieträger im Vergleich zu ihren Schlittschuh-laufenden Pendants.
    • PHM 18.05.2020 14:50
      Highlight Highlight CC: "Hold my fendant."
  • Hockey-Fan 18.05.2020 13:02
    Highlight Highlight Über die Löhne der Spieler kann und soll diskutiert werden, das ist ok. Aber es darf nicht vergessen werden, dass auch im Sport nur die absolute Spitze Spitzensaläre bezieht, wie in jeder anderen Branche übrigens auch … Dass sich hier Zahner und Lengwiler äussern, hat damit zu tun, dass sich die Medien vor allem für deren Meinung interessiert. Über die Solidarhaftung ist aber niemand in der Liga glücklich. Daran zu Grunde gingen nämlich die kleineren Clubs, nicht die hier zitierten! Und noch was zur Systemrelevanz des Nachwuchses: Ohne NL und SL kein Nachwuchssport!
    • Eiswalzer 18.05.2020 13:18
      Highlight Highlight Richtig, das Problem existiert überall. Was ich aber gar nicht verstehe: Selbst Spieler der 3. Linie verdienen meist mehr als genug. Die ganze Branche hat von mehreren guten Jahrzehnten profitiert. Wenn es jetzt um die Existenz geht, da kann man auch erwarten, dass die Spieler für 2-3 Monate auf etwas Lohn verzichten. Nur schon als Zeichen. Es geht ja um IHRE Zukunft... Die Fans dann wie der EVZ jetzt noch mit einer saftigen Preiserhöhung zu belohnen (wo ja viele Fans wohl auf Kurzarbeit sind oder ihren Job verloren haben), ist befremdlich. Da sollen die Spieler ihren Anteil leisten!
    • Hockey-Fan 18.05.2020 13:38
      Highlight Highlight Eiswalzer: Die Spieler werden Abstriche machen müssen, die Gespräche laufen, nur wird das (im Moment) nach Aussen noch nicht kommuniziert. Was der EVZ macht, ist sicher eher kontraproduktiv. Das Problem der Clubs ist aber im Moment, dass man absolut keine Ahnung hat, ob und wie die kommende Saison gespielt wird. Mit Zuschauern, wenn ja, mit wie vielen usw. Es ist extrem schwierig, eine Voraussage zu machen, ob und wie viel Geld erwirtschaftet werden kann. Evt. rechnet der EVZ mit der Hälfte der Plätze und hofft, dass diese bereit sind, die höheren Preise zu bezahlen, who knows ...
  • Bassgiegechrigu 18.05.2020 13:00
    Highlight Highlight Lieber Herr Zaugg - dieses Mal liegen Sie falsch. Solidarhaftung geht bei diesen allfälligen Krediten überhaupt nicht. Wenn ich da an den LHC denke, dann gute Nacht!
  • René Gruber 18.05.2020 13:00
    Highlight Highlight Man kann jetzt über die verwöhnten Clubs wüten und motzen, aber ist es denn seriös wenn einem ein Abgebot bei welchem es um Millionenbeträge geht neben bei auf den Tisch gelegt wird und verlangt wird, man müsse sich sofort dafür oder dagegen entscheiden? Wenn sich dies wirklich so zugetragen hat, muss ich mich schon auch fragen was das soll.
    Ich verstehe auch nicht was die Solidarhaftung soll. Wie soll ein Club der solide wirtschaftet Einfluss nehmen auf einen der dies nicht tut? Ein Beizer oder Coiffeur haftet ja auch nicht für den Berufsgenossen zwei Häuser weiter oder?
  • superzonk 18.05.2020 12:59
    Highlight Highlight Ein CEO kann keinen solchen Kredit nehmen wenn er für den Klub denkt. Langfristige Schulden und dann noch das unkalkulierbare Risiko der Solidarhaftung für Konkurrenten. Einer zahlt ab, der andere nicht? Einer senkt die Löhne, die anderen nicht? Das ist ein fauler Kredit mit üblen Spätfolgen. Sowas gibts nicht in der Geschäftwelt. Oder soll die Coiffeuse für den anderen Coiffeur haften? Etc....

    Die Auflagen sind populistische Schnellschüsse.

    Besser man sucht benötigte Gelder in seinem Umfeld. Ausser man zahlt nie zurück.... und macht sich dann nicht sehr beliebt...
  • radical 18.05.2020 12:59
    Highlight Highlight Bin sonst kein grosser Fan vom Eismeister....aber dieser Artikel...chapeau, alles auf den Pukt gebracht. Zudem steht es Zug und ZSC den Grossen und Reichen der Liga frei auf den Kredit zu verzichten. 2 Clubs die in all den Jahren Millionen verprassen und das mit mehr als mässigem Erfolg, im Jammern aber zur Nr. 1 und 2 gehören.
    • Hockey-Fan 18.05.2020 15:23
      Highlight Highlight Und genau das ist das Problem: Die Grossen können auf den Kredit verzichten, die Kleinen müssen ihn vielleicht nehmen, und haften dann für die anderen Kleinen. ZSC, EVZ und von mir aus SCB und Biel sind fein raus. Leider wird es keinen Spass mehr machen, wenn die Liga am Schluss nur noch aus einer Handvoll Clubs besteht … Der Vorschlag des Bundes funktioniert so einfach nicht.
  • BeatBox 18.05.2020 12:56
    Highlight Highlight Vielleicht hat der Lengwiler halt ein bisschen zu knapp budgetiert für die neue Saison...
  • manolo 18.05.2020 11:43
    Highlight Highlight Der beste Beitrag den ich je von Klaus Zaugg gelesen habe!
    • bubu_BE 18.05.2020 12:52
      Highlight Highlight Das sind einfach Argumente von einem Journalisten, welcher noch nie ein Unternehmen geleitet hat. Kein Club hätte z. Bsp. solche Reserven bilden können mit diesem Szenario.
      Verstehe durchaus die Argumente von Zahner und Lengwiler. Bei den Spielerlöhnen ist es ebnen auch seine Sache, wo Angebot und Nachfrage mitspielen. Das Hauptproblem werden die Lohnforderungen und was dummerweise von den Clubs bezahlt wird der 3.+4. Linienspieler. Das Angebot öffnen mit mehr Ausländern gibt automatisch einen Preisdruck.
    • Hockey-Fan 18.05.2020 13:11
      Highlight Highlight @bubu_BE: Absolut richtig. Mit dem Ausländerkontingent muss man aber vorsichtig sein, um die Swissness und den Einsatz junger Spieler nicht zu gefährden. Wenn erhöhen, dann nur mit Auflagen, z.Bsp. pro zusätzlichem Ausländer einen U21 Spieler im Line-up, dann ja. Ansonsten wird sich meiner Meinung nach die Schere zwischen den Clubs wieder weiter öffnen, was mittel- und längerfristig für das Ueberleben der weniger solventen Teams nicht hilfreich wäre ... http://Ü
    • bubu_BE 18.05.2020 21:34
      Highlight Highlight @Hockey-Fan: Nach meiner Ansicht, welche ich seit langem vertrete, von 4 auf 6 Ausländer aufstocken. Somit sind 24 Spieler zusätzlich auf dem Markt und insbesondere die Löhne der 3.+4. Linienspieler, welche angeblich viel zu hoch sind, kommen unter Druck. Es wird sich kein Team 6 Topausländer leisten können. Sollte dies dennoch der Fall sein, so wären bei diesen Teams in der 1.+2. Linie Top CH Spieler sein. Absolut bin ich auch einverstanden mit deinem Vorschlag bezügl. U21-Spieler im Line-up.
  • Hans Würstli 18.05.2020 10:18
    Highlight Highlight indirekt finanziert die allgemeinheit diese clubs schon lange und massiv. zb wird von der bauwirtschaft dominierten vr-präsis (gu’s!) von jedem unternehmer verlangt, dass er dem donatoren club beitritt, bevor er auch nur eine offerte einreichen darf. dabei führen diese gu‘s in betimmten regionen 80% der grossaufträge (vor allem öffentliche!) aus. die politik/verteter der investoren werden mit vip-tickets ‚bedient‘ (gekauft) - beste schweizer vetternwirtschaft ...
    merci eismeister für die gute analyse und merci für das weise kreditangebot aus bern!
  • Tikkanen 18.05.2020 09:44
    Highlight Highlight ...lol, völlig unverständliches Gehabe der beiden. Geradezu grotesk, dass ausgerechnet die Chef's der beiden von Mäzenen gestopften Klubs nun über die Art und Weise der Bundesbeiträge jammern. Das Beispiel zeigt exemplarisch, wie negativ sich die ständige Alimentierung durch "Gönner" auf die Wesen der Beteilligten auswirkt. Da lob ich mir den SCB, jeder ausgegebene CHF muss mit harter Arbeit im von der Krise sehr stark betroffenen Gastrosektor erarbeitet werden!
    Was läuft eigentlich in Davos? Offenbar tragen dort Gaudenz und Buser ihr Schnäbifechten öffentlich aus.

    Item, Schweizermeister!
    • Eskimo 18.05.2020 12:09
      Highlight Highlight 😂
    • Ranger55 18.05.2020 13:42
      Highlight Highlight Literaturempfehlung für unseren Routinebasher vom Bärengraben:

      7. Gebot in Farm der Tiere, aber mit dem berühmten Zusatz!

      Sollte sich alles so zugetragen, wie im Artikel beschrieben, hätte ich auch einige ungeklärte Fragen und ich denke ML hat auch seine hierzu.

      Zum Schluss noch dies:

      Item, Aus nach Regular Season
  • super_silv 18.05.2020 09:10
    Highlight Highlight Jetz komm ich auch drauf warum im LHC Artikel nicht alle Aufgeführt waren als es um die Solidarhaftung ging. Nur lustig war Rappi aufgeführt und Langnau nicht. Ich denke der Eismeister mus mal ein bisschen den Medienberichten folgen.

    Also:
    Markus Bütler meinte Rappi brauche das Packet vorerst nicht.

    Hingegen höre ich vom Peter Jakob wie schlecht es den SCL tigers geht und man nicht überleben wird wenn es keine Zuschauer gibt bis Ende Jahr ( ein bisschen überspitzt gesagt)
    Play Icon


    Also für mich tönt das eher so als müssten die SCL tigers die Hilfe in anspruch nehmen.
  • Jüre51 18.05.2020 08:54
    Highlight Highlight In der Krise lernt Mann/Frau, dass es solche gibt die sich solidarisch verhalten oder aber eben wie vom Eismeister beschrieben, die von Mäzenen alimentierten Clubs EVZ/Lions nur für ihre Interessen einstehen. Da lobe ich mir doch Clubs wie die Tigers oder den SCB welche an Einnahmen aus erwirtschafteten Tätigkeiten gebunden sind und seit Jahren nur soviel ausgeben wie erwirtschaftet werden kann! Hier gibt es keine Autoverkäufer oder Apotheker welche Eishockey als Hobby betreiben.
    • Eiswalzer 18.05.2020 09:17
      Highlight Highlight Lol, als ob das einen Unterschied macht... Wie gross die Reserven eines SCB sind sieht man ja jetzt (von wegen Stundung der Löhne etc)... Und gerade die Berner sind neben 1-2 anderen Vereinen hauptverantwortlich für die Lohnspirale im CH Hockey der letzten 20 Jahre. Das Problem ist ein generelles im Profisport.
    • MARC AUREL 18.05.2020 10:10
      Highlight Highlight Eiswalzer, du scheinst nicht gerade sehr lernfähig zu sein... Zieh deine EVZ-Brille ab! Klar macht es einen Unterschied! Das Problem ist nur dass du es nicht einsehen kannst oder willst...
    • Eiswalzer 18.05.2020 10:45
      Highlight Highlight Aurel:
      Was will man dir überhaupt noch erklären...🤷🏻‍♂️ Von wegen „Verständnis“ zeigen die Berner Tikki, Aurel, und Co. ja immer wieder ihren grandiosen Durchblick🤣🤣
    Weitere Antworten anzeigen
  • SBP 18.05.2020 08:47
    Highlight Highlight Was auffällt: Die einzigen die ständig jammern, sind die Schwergewichte ZSC, SCB, und HCD, sowie die neureichen EVZ. Von den anderen hört man nix... Mimimi. Und ganz ehrlich, Zahner und Lüthi gehen mir gehörig auf den Sack, die sind mit ihrem Egoismus drauf und dran das CH-Eishockey zu demontieren.
    • ralck 18.05.2020 09:46
      Highlight Highlight https://www.nzz.ch/sport/dann-sind-wir-mehr-tot-als-lebendig-die-scl-tigers-bangen-um-ihre-existenz-ld.1554778

    • Staal 18.05.2020 17:35
      Highlight Highlight @pauli: danke...so ist es!

      Von Zahner ist man sich ja gewohnt, dass er es immer Gerne nach seinem Gusto hätte. Dabei hat es kein CEO einfacher als er. Hohe Löhne zahlen, Saison für Saison ein Mio Defizit, der Mäzen gleicht ja die Kasse aus
  • Jä nu 18.05.2020 08:02
    Highlight Highlight Anstatt Gewinn zu erwirtschaften und Reserven zu bilden wird einmal ausgegeben und am Ende geschaut wie hoch der Verlust ist. Dann bezahlt der Staat die Differenz. So stellen wir uns dies in Corona Zeiten und danach vor. Gez. Zahner und Lengwiler
    • Eiswalzer 18.05.2020 08:56
      Highlight Highlight Na ja, das betrifft aber alle Sportvereine... Lengwiler und Zahner sprechen es direkt aus. Wirklich Gewinne erwirtschaften, das machen ja kaum Vereine. Leider ist das System ja sogar so pervertiert, dass wenn du so versuchst zu wirtschaften, in der sportlichen Bedeutungslosigkeit versinkst und damit wiederum das Geld zum Problem wird. Es ist ein Teufelskreis...
    • maylander 18.05.2020 10:46
      Highlight Highlight In Zug wird schon Geld verbrannt. Da wird der Videowürfel, den ich jetzt mal in der Oberklasse verorten würde, durch ein noch besseres Model ersetzt. Sparen sieht anders aus.
      Ich denke Lengwiler muss wie der Fourier im WK einfach sein Budget raushauen, sonst gibt es im nächsten Jahr weniger.
    • Eiswalzer 18.05.2020 10:52
      Highlight Highlight Maylander:
      Übrigens bin ich durchaus einverstanden, dass man Lengwiler für diverses auch kritisieren kann. Das hab ich auch bzgl Preiserhöhung direkt beim Verein gemacht. Und zwar nicht zu knapp.
    Weitere Antworten anzeigen
  • manolo 18.05.2020 07:58
    Highlight Highlight Ich habe schon immer gesagt das Lengweiler und Zahner 2 Bauer sind! Sie konnten sich nur profilieren weil sie Subventionen (Mäzen) bekommen haben! So würde auch ich ein Super-Geschäftsführer !
    Vorallem die Zuger werden in Hockeykreisen immer unbeliebter!
    • maylander 18.05.2020 10:33
      Highlight Highlight Ja das Gebahren ist leider schon grenzwertig.
      Manchmal wünsche ich mir den EVZ der 90er zurück. Auf und neben dem Eis.
    • Eiswalzer 18.05.2020 10:59
      Highlight Highlight Maylander:
      Neben dem Eis vor allem in dem Sinne, dass endlich wieder eine Leistungskultur gilt und mehr Identifikation...
    • CaptainObvious 18.05.2020 12:20
      Highlight Highlight Ich glaube bezüglich OYM irrst du dich. Das wurde ja grossteils von HP Strebel finanziert, welcher kein Mäzen ist und dem EVZ kein Geld zukommen lässt, entsprechend wurde mehrfach rausgestrichen, dass das OYM nicht dem EVZ gehört.

      Die Distanzierung zu HP Strebels Geld ist den Kommentarschreibern mit EVZ-Sympathie jeweils sehr wichtig. Mach das nicht zunichte 😉
    Weitere Antworten anzeigen

Hockey-Fans starten Petition – sie fordern, dass der Bundesrat die 1000er-Grenze aufhebt

Hinter den Kulissen des Sports bewegt sich viel: Eishockey-Fans haben am Donnerstagnachmittag die Petition «Verantwortungsvolle Sportevents» gestartet. Und Vertreter des Eishockey- und Fussballverbands sprachen beim Bundesamt für Gesundheit vor.

Nun kommt doch noch Druck auf die Politik – aus dem Eishockeybereich. Fans, Spieler, Klubs und sportinteressierte Politiker haben sich hinter den Kulissen zusammengerauft. Sozusagen in letzter Sekunde versuchen sie, den Bundesrat mit einer Petition davon zu überzeugen, die 1000er-Grenze für Sportanlässe aufzuheben.

Die Regierung berät am 12. August – der ersten Sitzung nach der Sommerpause – über das Verbot von Veranstaltungen mit mehr als tausend Zuschauern.

Der Bundesrat werde darüber …

Artikel lesen
Link zum Artikel