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Zugs Torhueter Fabio Haller waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem EV Zug und dem HC Ambri-Piotta am Sonntag, 8. Januar 2017, in der Bossard Arena in Zug. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Kalt abgeduscht: Der EV Zug hat sechs der letzten sieben Spiele verloren. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Hockey-Kehraus? Oh nein, heute geht es um ein «Freilos» im Viertelfinale

Das hat es so noch nie gegeben: In der letzten Runde kämpfen gleich vier Teams um ein «Freilos» im Viertelfinale. Um ein «Gratisticket» fürs Halbfinale.



Freilos? «Gratis» ins Halbfinale? Zugegeben, es ist eine etwas polemische und respektlose Formulierung. Respektlos gegenüber dem EV Zug. Aber mit einem hockeytechnisch durchaus vertretbaren Hintergrund. Die ersten vier Plätze sind definitiv vergeben.

Der SCB ist zwar vor einem Jahr vom 8. Platz aus Meister geworden. Aber es wäre vermessen, auch jetzt wieder davon auszugehen, dass der 8. die Meisterschaft gewinnen kann.

Von den ersten vier Mannschaften ist vor allem eine in einer besorgniserregenden Verfassung. Der EV Zug. Natürlich können wir nach dem 3:6 in Langnau, der sechsten Niederlage in den letzten sieben Spielen auch sagen: Verloren – na und?

Zugs Head Coach Harold Kreis, waehrend dem Time-Out im Eishockey National League A Spiel, zwischen den SCL Tigers und dem EV Zug, am Samstag 24. Februar 2017 in der Ilfishalle in Langnau. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Harold Kreis nimmt während der Partie gegen Langnau ein Time-out – vergebens. Bild: KEYSTONE

Es gab nach der Pleite in Langnau viele tröstende Worte. «Für Langnau sind die drei Punkte für die Abstiegsrunde wichtig, für uns spielt das Resultat für die Tabelle keine Rolle mehr» sagte etwa Sportchef Reto Kläy. «Auch wenn jeder sagt, man sei trotzdem richtig bei der Sache, so spielte diese Ausgangslage halt doch eine Rolle. Es fehlte in unserem Spiel die letzte Konsequenz.»

Zugs Legende Paul DiPietro kramte gar tief im Korb seiner Erinnerungen und kehrte ins Frühjahr 1993 zurück. «Wir verloren damals mit Montréal die sechs letzten Qualifikationspartien und die zwei ersten Spiele in den Play-offs und gewannen dann den Stanley Cup.» Na also. Und «Seelendoktor» Dr. Saul Miller hatte eine gute Antwort parat, als ihm von einem vorwitzigen Zaungast geraten wurde, seinen Rückflug, geplant am 4. März, zu verschieben und in Zug zu bleiben. Weil man ihn noch dringend brauchen werde. «Der Rückflug ist wegen eines Familienfestes auf dieses Datum gebucht. Ich komme erst für den Play-off-Final wieder nach Zug.» Nordamerikanisches Selbstvertrauen.

Die Zuger Raphael Diaz, David McIntyre, Josh Holden, Carl Klingberg und Lino Martschini, von links, freuen sich ueber den Sieg waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem EV Zug und dem Fribourg-Gotteron am Samstag, 18. Februar 2017, in der Bossard Arena in Zug.(KEYSTONE/Alexandra Wey)

Jubeln konnten die Zuger in den vergangenen Spielen nur selten. Bild: KEYSTONE

Aber wenn wir die Ausgangslage ganz unpolemisch betrachten, wenn wir einfach ganz sachlich die Statistik bemühen, dann müssen wir uns um Zug schon ein wenig Sorgen machen.

– Der SCB hat 6 der letzten 7 Spiele gewonnen.
– Die ZSC Lions haben 6 der letzten 7 Spiele gewonnen.
– Lausanne hat 2 der letzten 7 Spiele gewonnen.
– Der EV Zug hat 6 der letzten 7 Spiele verloren.

Nun haben gleich vier Teams – Davos, Servette, Lugano und Biel – in der letzten Runde die Möglichkeit, Platz 6 zu erreichen und im Viertelfinale Zug als Gegner zu bekommen. Im Vergleich zum SC Bern und zu den ZSC Lions ist der EV Zug sozusagen ein «Freilos» und selbst Lausanne ist statistisch besser und damit der schwierigere Gegner als Zug.

ZugÕs Trainer Harold Kreis waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem EV Zug und dem Fribourg-Gotteron am Samstag, 18. Februar 2017, in der Bossard Arena in Zug.(KEYSTONE/Alexandra Wey)

EVZ-Coach Harold Kreis steht vor einer schwierigen Aufgabe. Bild: KEYSTONE

Das sind die Partien der letzten Runde:

Und das ist die Ausgangslage:

Dank der besseren Bilanz in den Direktbegegnungen kann Biel bei Punktgleichheit Servette vom 6. Platz verdrängen.

Verschwörungstheorien sind populär. Immer wieder heisst es, ein Team werde versuchen, den Gegner im Play-off durch ein entsprechendes Resultat «auszuwählen». Das ist barer Unsinn. Die Bedeutung solcher Überlegungen wird weit überschätzt. Weil solche Überlegungen wohl die Fans, nicht aber die Spieler unmittelbar vor den Play-offs wirklich beschäftigen. Zur Sache geht es nur noch, wenn die Play-off-Teilnahme auf dem Spiel steht.

Aber es ist, wie es ist: Die Mannschaft, die den 6. Platz erreicht, bekommt im Viertelfinale mit dem EV Zug ein «Freilos».

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