DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Eismeister Zaugg

Notstand im Tessin – die Eishockey-Meisterschaft wird morgen Vormittag beendet



Kein Training und kein Spiel mehr möglich im Tessin. Morgen Vormittag beenden die Klubvertreter im Rahmen einer Telefonkonferenz (9 Uhr) die Eishockey-Meisterschaft und am Nachmittag wird der Beschluss offiziell verkündet. Einziger Strohhalm: eine Ausnahmeregelung der Behörden im Kanton Tessin für das Eishockey.

The mascot of Lugano in the Corner Arena, during the preliminary round game of National League Swiss Championship 2019/20 between HC Lugano and HC Ambri Piotta at the ice stadium Corner Arena in Lugano, Switzerland, Saturday, February 29, 2020. (Keystone/Ti-Press/Samuel Golay)

Bald hat auch das Maskottchen in Lugano Feierabend. Bild: KEYSTONE

Offiziell gibt es keine Stellungnahme. Nach wie vor gilt: ob und wie die Meisterschaft fortgesetzt wird, entscheiden die Klubvertreter am Freitag im Rahmen einer Liga-Versammlung im bernischen Ittigen. Es wird damit gerechnet, dass bis zu diesem Zeitpunkt bekannt ist, ob die bis zum 15. März geltenden bundesrätlichen Einschränkungen (Spiele ohne Zuschauer) verlängert werden.

Auch beim FC Lugano geht nichts mehr:

Inoffiziell ist bereits klar: die Meisterschaft wird bereits morgen abgebrochen. Die Klubs sind informiert worden, dass morgen Vormittag eine Telefonkonferenz durchgeführt wird. Einziges Thema: der Abbruch der Meisterschaft. Am Nachmittag folgt dann die offizielle Bestätigung.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang: die juristische Lage zwischen der Liga (also den Klubs) und dem TV-Rechte-Inhaber UPC (zahlt pro Jahr etwas mehr als 30 Millionen) ist angespannt. Die Liga darf nicht von sich aus die Meisterschaft nicht vorzeitig beenden. Es braucht einen offiziellen Beschluss einer Behörde, der die Fortsetzung unmöglich macht – dann ist es höhere Gewalt.

Moderatorin Steffi Buchli posiert im Studio in der Romandie von UPC MySports in Rossens am Mittwoch, 6. September 2017. (KEYSTONE/Christian Merz)

Für TV-Rechteinhaber Mysports wäre ein Abbruch der Meisterschaft eine bittere Pille. Bild: KEYSTONE

Sobald die Behörden des Kantons Tessin ihren Notstandsbeschluss so offizialisiert haben, dass Ambri und Lugano nicht mehr trainieren und spielen dürfen, kann die Meisterschaft abgebrochen werden. Nur noch eine behördliche Ausnahmeregelung – Lugano und Ambri dürfen trainieren und spielen – könnte die Meisterschaft retten.

Nun geht es noch um die Frage, ob ein Meister gekürt wird (beispielsweise die ZSC Lions als Qualifikationssieger) oder ob es erstmals seit 1940 keinen Meister gibt. Zu regeln ist auch noch die Auf/Abstiegsfrage. Bleibt alles so wie es ist (niemand steigt ab, niemand steigt auf) oder kommt Kloten als Qualifikationssieger der Swiss League am grünen Tisch in die National League, die dann nächste Saison mit 13 Teams spielt.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Schweiz riegelt Grenze zu Italien ab

Dinge, die Hockey-Fans niemals sagen würden

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Eismeister Zaugg

Sieben Ausländer – ganz einfach ein Unsinn

Die Erhöhung der Anzahl Ausländer ab übernächster Saison von vier auf sieben ist sportlicher und finanzieller Unfug. Und die Lohnbegrenzung rückt in weite Ferne.

Diese und nächste Saison sind weiterhin vier ausländische Spieler zugelassen. Ab 2022/23 sind es sieben. Mehr noch: Heute darf ein Klub während einer Saison nur acht Ausländerlizenzen lösen. So wird das Ein- und Ausfliegen des ausländischen Personals eingedämmt. Aber ab 2022/23 dürfen beliebig viele Ausländer lizenziert werden.

Wir werden also ab 2022/23 verrückte Flugjahre haben. Schon jetzt sind die meisten Sportchefs nicht fähig, vier gute ausländische Spieler zu rekrutieren. Wenn dann …

Artikel lesen
Link zum Artikel