Neue Logos beim Verband – nichts als Geldverschwendung
Die Frage geht an die Kommunikationsabteilung des Verbandes: Stimmt es, dass neue Logos kreiert worden sind? Ja, es stimmt. Die offizielle Antwort:
Natürlich sind neue Logos weder taktisch noch strategisch noch sonst irgendwie erforderlich. Im Gegenteil: Logos stehen für eine Identität und werden gerade im nordamerikanischen Hockey-Business (dort versteht man etwas davon) so wenig wie möglich verändert. Was sich auch daran zeigt, dass unsere National League (die nicht mehr zum Verband gehört) kein neues Logo in Arbeit hat – und auch nicht plant, ein neues Logo einzuführen.
Die Agentur Hug & Dorfmüller ist für hochwertige Arbeit bekannt, sie ist die bestmögliche Adresse für eine Logo-Änderung.
Die Kosten der ganzen Operation dürften zwischen 200'000 und 300'000 Franken betragen. Da ist einmal ein sechsstelliges Honorar für die Agentur und dazu kommt die nun erforderliche Auswechslung aller Artikel mit den alten Logos. Ab Juni sollen nur noch Artikel mit den neuen Logos verwendet werden. Die Lager sind aber noch gefüllt mit Artikeln, auf denen die alten Logos prangen.
Das Verbandslogo wird von den verschiedenen Nationalteams und den Schiedsrichtern verwendet. Für die drei wichtigsten unter dem Dach des Verbandes organisierten Ligen – die Swiss League, die Women‘s League und die MyHockey League – sind ebenfalls neue Logos entworfen worden.
Bleibt noch die Frage, was von den neuen Logos zu halten ist. Es gibt Lob und Preis: schlichte, sachliche und unaufgeregte Logos, die gut zum Verband und den drei Ligen passen. Also sehr, sehr gute Logos.
Allerdings waren auch die alten Logos schlicht, sachlich und unaufgeregt und passten sehr gut zum Verband und den drei Ligen. Es hätte also keine neuen Logos gebraucht. Oder auf den Punkt gebracht: Es handelt sich hier um reine Geldverschwendung.
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