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Der Weltmeister hat auch in diesem Jahr eines der bestbesetzten Kader des Turniers.
Der Weltmeister hat auch in diesem Jahr eines der bestbesetzten Kader des Turniers.
Bild: imago sportfotodienst
EM-Countdown

So tief sind die EM-Kader der Favoriten und der Schweizer Gruppe

Am Freitag wird die 16. Europameisterschaft mit dem Spiel Italien gegen die Türkei eröffnet. Bevor das Turnier startet, werfen wir noch einen Blick auf die Tiefe der Kader der Schweizer Gruppengegner und der Titelkandidaten.
07.06.2021, 18:0908.06.2021, 14:55

Die Kader der 24 Nationen sind bekannt und die Teams sind mitten in der Vorbereitung auf die Europameisterschaft. Am Freitag geht es endlich los. Der beste Zeitpunkt, um die wichtigsten Mannschaften noch einmal unter die Lupe zu nehmen und zu schauen, wer auf den einzelnen Positionen wie besetzt ist. Wer kann Verletzungen verkraften und welche Trainer können nicht gross auf ihre Ersatzspieler bauen?

Deshalb wurden die Teams der Schweizer Gruppengegner und der Titelkandidaten in den jeweils meistverwendeten Formationen aufgestellt und die Spieler auf die Positionen verteilt. Dabei konnte es passieren, dass die Ersatzspieler nicht auf den vom Klub gewohnten Positionen sind. Dennoch wurde darauf geachtet, dass die Spieler auf einer Position stehen, auf der sie bereits gespielt haben.

Die Schweizer Gruppe

Schweiz

FIFA-Weltrangliste: 13. Platz
Marktwert des Kaders: 310,1 Mio. Franken
Durchschnittsalter: 27,0 Jahre
Grösster Erfolg an EM: Achtelfinale 2016

Trainer Vladimir Petkovic könnte in seiner Startaufstellung ausschliesslich auf Spieler aus den europäischen Topligen setzen. Die meisten gehören in ihren Klubs zum Stammpersonal, doch fehlt der unumstrittene Star. Dies wurde der Nati in der Vergangenheit auch schon zum Verhängnis. Doch haben gleich mehrere Spieler starke Saisons hinter sich. So wurde Haris Seferovic in Portugal zum zweitbesten Torschützen der Liga und auch Remo Freuler gehörte in Bergamo zu den unumstrittenen Leistungsträgern.

Dennoch ist das Kader im Gruppenvergleich nur das drittwertvollste und das Erreichen des Achtelfinals wird alles andere als ein Selbstläufer. Zudem hat die Nati wenig Raum für Verletzungen. Vor allem in der Defensive wird es sehr schwer, einen der drei Innenverteidiger zu ersetzen.

Bild: screenshot lineupbuilder.com

Italien

FIFA-Weltrangliste: 7. Platz
Marktwert des Kaders: 835,6 Mio. Franken
Durchschnittsalter: 27,8 Jahre
Grösster Erfolg an EM: Europameister 1968

Die Italiener marschierten mit zehn Siegen durch die Qualifikation und verloren seit September 2018 kein Spiel mehr. Aufgrund ihrer defensiven wie offensiven Stärke gehört Italien zu den Geheimfavoriten auf den Titel. Im Kader herrscht eine gute Mischung aus erfahrenen Spielern wie Bonucci, Verratti und Immobile sowie jungen Akteuren wie Bastoni, Barella und Chiesa, die auch Geschwindigkeit bringen können.

Bild: screenshot lineupbuilder.com

Türkei

FIFA-Weltrangliste: 29. Platz
Marktwert des Kaders: 355,5 Mio. Franken
Durchschnittsalter: 25,0 Jahre
Grösster Erfolg an EM: Halbfinale 2008

Die Türkei hat ein sehr junges Team, das in Burak Yilmaz nur über einen Spieler verfügt, der bereits über 30 Jahre alt ist. Mit Demiral und Söyüncü verfügt das Team von Trainer Senol Günes über zwei starke Innenverteidiger, während die kreativen Calhanoglu und Yazici offensiv für Gefahr sorgen und Goalgetter Yilmaz bedienen wollen. Das letzte Gruppenspiel zwischen der Türkei und der Schweiz dürfte für beide Nationen entscheidend sein.

Bild: screenshot lineupbuilder.com

Wales

FIFA-Weltrangliste: 17. Platz
Marktwert des Kaders: 193,32 Mio. Franken
Durchschnittsalter: 25,6 Jahre
Grösster Erfolg an EM: Halbfinale 2016

Wales ist der Aussenseiter in der Schweizer Gruppe. Daniel James und Gareth Bale sind mit einem Marktwert von 18 Mio. Euro die wertvollsten Spieler. Auf Bales Schultern wird wohl auch die grösste Last liegen, denn abgesehen von ihm fehlen die Spieler von Weltformat. Das Überraschungsteam der letzten EM hat insgesamt an Qualität eingebüsst, denn weder Bale noch Ramsey sind in der Form von vor fünf Jahren. Viele der Spieler sind zudem noch sehr jung und gehören in ihren Klubs nicht zu den Leistungsträgern.

Bild: screenshot lineupbuilder.com

Titelkandidaten

Frankreich

FIFA-Weltrangliste: 2. Platz
Marktwert des Kaders: 1'097 Mio. Franken
Durchschnittsalter: 27,9 Jahre
Grösste Erfolge an EM: Europameister 1984 und 2000

Die Qualität des französischen Kaders erkennt man unter anderem an den Spielern, die auf der Bank sitzen oder noch nicht einmal nominiert wurden. So muss beispielsweise Neu-Bayer Dayot Upamecano zu Hause bleiben. Ein Team, das einen Marktwert hat, der nur knapp unter dem von Manchester City liegt, muss zu den absoluten Topfavoriten zählen. Das Prunkstück des Weltmeisters ist die Offensive. Der junge Weltstar Mbappé stürmt neben dem erfahrenen Goalgetter Benzema und wird zusätzlich von Griezmann als hängende Spitze unterstützt. Dazu kommt Dauerbrenner und Champions-League-Sieger N'Golo Kanté.

Bild: screenshot lineupbuilder.com

England

FIFA-Weltrangliste: 4. Platz
Marktwert des Kaders: 1'367 Mio. Franken
Durchschnittsalter: 25,4 Jahre
Grösster Erfolg an EM: Halbfinale 1968 (3. Platz) und 1996

Die Engländer sind das einzige Team, das noch wertvoller ist als das der Franzosen. Der WM-Halbfinalist von 2018 kann fast alle Positionen doppelt besetzen. Einzig im Tor mangelt es im Vergleich zu den anderen Titelkandidaten an Qualität. Doch mit der starken Verteidigung und der noch stärkeren Offensive kann das Team von Gareth Southgate dies mehr als kompensieren. Mit Phil Foden und Jadon Sancho haben sie zwei sehr junge Flügel, die in ihren Vereinen aber beide bereits zu den absoluten Leistungsträgern gehören. England kann sich mit diesem Kader Hoffnungen auf den ersten Europameistertitel der Geschichte machen.

Bild: screenshot lineupbuilder.com

Portugal

FIFA-Weltrangliste: 5. Platz
Marktwert des Kaders: 954,2 Mio. Franken
Durchschnittsalter: 27,9 Jahre
Grösster Erfolg an EM: Europameister 2016

Vor fünf Jahren gelang den Portugiesen die grosse Überraschung als sie den Europameistertitel feiern konnten. Nun muss man sie zu den Topfavoriten zählen. Das Kader ist gespickt mit jungen Talenten wie dem besten Spieler der abgelaufenen Premier-League-Saison Ruben Dias oder Joao Felix. Der fünffache Weltfussballer Cristiano Ronaldo führt das Team weiterhin als Kapitän an und auch Bruno Fernandes, Diogo Jota oder Bernardo Silva können für Gefahr vor dem gegnerischen Tor sorgen. Das Team von Fernando Santos hat definitiv die Qualität, um den Titel zu verteidigen.

Bild: screenshot lineupbuilder.com

Mitfavoriten

Belgien

FIFA-Weltrangliste: 1. Platz
Marktwert des Kaders: 723,15 Mio. Franken
Durchschnittsalter: 29,2 Jahre
Grösster Erfolg an EM: Finale 1980

Belgien wird langsam zum ewigen Geheimfavoriten. Die goldene Generation könnte ihre Chance verpasst haben, denn gerade in der Verteidigung sind die Leistungsträger über ihren Zenit hinaus. Auch Eden Hazard war nicht mehr in der Form, in der er noch vor drei Jahren an der WM war. Dennoch haben die «Roten Teufel» mit Kevin De Bruyne und Romelu Lukaku zwei Weltstars im Team. Dahinter fehlt es im Vergleich zu den anderen Topnationen wohl etwas an Qualität, um ins Titelrennen einzugreifen.

Bild: screenshot lineupbuilder.com

Deutschland

FIFA-Weltrangliste: 12. Platz
Marktwert des Kaders: 1'024 Mio. Franken
Durchschnittsalter: 27,6
Grösster Erfolg an EM: Europameister 1972, 1980 und 1996

Deutschland müsste mit diesem Kader eigentlich zu den Topfavoriten zählen. Fast jede Position kann doppelt besetzt werden und vor allem das Mittelfeld um Gündogan, Kimmich und Kroos verdient das Prädikat Weltklasse. Dennoch müssen die Deutschen erst wieder beweisen, dass sie die Qualität auch auf den Platz bringen können. Zu enttäuschend verliefen die letzte WM und die drei Jahre danach. Das Team von Joachim Löw muss zudem das Fehlen eines Toptorjägers kompensieren. Werner ist kein traditioneller Mittelstürmer und ist auf die Hilfe von Spielern wie Serge Gnabry und Thomas Müller angewiesen.

Bild: screenshot lineupbuilder.com

Spanien

FIFA-Weltrangliste: 6. Platz
Marktwert des Kaders: 1'001 Mio. Franken
Durchschnittsalter: 26,5 Jahre
Grösster Erfolg an EM: Europameister 1964, 2008 und 2012

Das aktuelle spanische Kader ist nicht mehr mit dem dominanten Team der späten 00er- und der frühen 10er-Jahre vergleichbar. Dennoch hat Luis Enrique eine schlagkräftige Truppe zusammen, die mit Oyarzabal und Ferran Torres auch über junge und schnelle Flügel verfügt. Marcos Llorente bildet mit Rodri und Pedri eines der wertvollsten Mittelfeldtrios der EM und Alvaro Morata sowie Gerard Moreno bringen Torgefahr. Nach enttäuschenden letzten Jahren könnte der Generationenwechsel bei den Spaniern nun Früchte tragen.

Bild: screenshot lineupbuilder.com

Überraschungskandidaten

Kroatien

FIFA-Weltrangliste: 14. Platz
Marktwert des Kaders: 411,03 Mio. Franken
Durchschnittsalter: 27,8 Jahre
Grösster Erfolg an EM: Viertelfinale 1996 und 2008

Der WM-Finalist von 2018 ist qualitativ nicht mehr ganz so stark einzuschätzen wie vor drei Jahren. Ivan Rakitic ist nach seinem Rücktritt aus der Nationalmannschaft nicht mehr im Kader und auch Mario Mandzukic fehlt. Dazu kommt, dass viele der Leistungsträger wie der 35-jährige Luka Modric ihren Zenit überschritten haben. Dennoch sind die Kroaten mit einer starken Teamleistung immer für eine Überraschung gut. Mit Brozovic und Kovacic haben sie ein starkes Mittelfeld und Andrej Kramaric konnte seine Torgefahr bei Hoffenheim schon des Öfteren unter Beweis stellen.

Bild: screenshot lineupbuilder.com

Niederlande

FIFA-Weltrangliste: 16. Platz
Marktwert des Kaders: 696,77 Mio. Franken
Durchschnittsalter: 27,2 Jahre
Grösster Erfolg an EM: Europameister 1988

Die Niederlande sind zum ersten Mal seit 2014 wieder an einem grossen Turnier dabei. Die wertvollsten Spieler im Kader von Trainer Frank de Boer sind die jungen Frenkie de Jong und Matthijs de Ligt, die bei Barcelona und Juventus zum Stammpersonal zählen. Dazu kommen gestandene Akteure wie Davy Klaassen, Stefan de Vrij oder auch Memphis Depay von Olympique Lyon. Mit dem gewohnten holländischen Offensivfussball könnte die «Elftal» auch den grösseren Nationen Probleme bereiten.

Bild: screenshot lineupbuilder.com
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