Kampf gegen Rassismus: Für dieses Verhalten gibt es bei der WM die Rote Karte
Nach einer Forderung von FIFA-Präsident Gianni Infantino können Spieler, die in einer Konfrontation mit dem Gegner ihre Hand vor den Mund halten, an der Fussball-WM mit der Roten Karte bestraft werden. Diese Änderung beschlossen die internationalen Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) bei einer Sondersitzung in Vancouver. Damit solle diskriminierendes Verhalten verhindert werden, teilte das IFAB weiter mit.
Die Regeländerung ist eine Reaktion auf unter anderem den Vorfall im Champions-League-Spiel zwischen Benfica und Real Madrid. Im Hinspiel der Playoffs beleidigte Gianluca Prestianni Real-Star Vinicius als «Affe». Dabei zog sich der Argentinier das Trikot vor den Mund. Prestianni wurde vor Kurzem für mehrere Spiele gesperrt.
Ob die Regel auch in anderen Wettbewerben wie beispielsweise der Super League oder der Champions League zur Geltung kommt, ist zunächst den Organisatoren überlassen. Es sei aber möglich, dass dies langfristig verpflichtender Bestandteil der Regeln werde, teilte das IFAB auf Anfrage der deutschen Nachrichtenagentur dpa mit.
Auch in einem anderen Punkt wurden die Regeln für die WM verschärft. Spieler, die den Platz aus Protest gegen einen Schiedsrichterentscheid verlassen – wie im Final des Afrika-Cup zwischen Senegal und Marokko geschehen –, können die Rote Karte sehen. Dies gilt auch für Offizielle, die Spieler auffordern, dies zu tun. Wenn ein Team so einen Spielabbruch verursacht, wird die Partie grundsätzlich für den Gegner gewertet. Auch diese Regel gilt an der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko, die am 11. Juni beginnt. (nih/sda/dpa)
