Sport
Frauenfussball

Schweizer Nati: Rafel Navarro nominiert sein erstes Kader

Rafel Navarro, Cheftrainer der Schweizer Frauen Fussballnationalmannschaft, gibt ein Interview nach einer Medienkonferenz zur Kaderbekanntgabe fuer die kommenden Laenderspiele gegen Belgien und Wales, ...
Rafel Navarro setzt für sein erstes Aufgebot als Nationaltrainer der Schweiz auf bewährte Spielerinnen.Bild: keystone

Navarro nominiert sein erstes Nati-Kader und setzt auf bewährte Spielerinnen

19.11.2025, 11:2719.11.2025, 12:42

Rafel Navarro setzt für sein erstes Aufgebot als Nationaltrainer der Schweiz auf bewährte Spielerinnen. Im Vergleich zum letzten Kader von Pia Sundhage Ende Oktober nimmt er nur wenige Änderungen vor.

In das letzte Camp des Jahres und das erste von Rafel Navarro rücken so anstelle von Lia Kamber, Leela Egli und der verletzten Julia Stierli Eseosa Aigbogun, Laia Ballesté und Svenja Fölmli wieder in den Kreis des Nationalteams. Nach einer Hüftverletzung ist auch Elvira Herzog wieder mit von der Partie.

Wichtig ist die Erfahrung

Es sei ihm wichtig, das bestmögliche Team zu kreieren, genug Vielfalt auf jeder Position zu haben, begründet er die Veränderungen. Wie wichtig Navarro auch die Erfahrung im Team ist, unterstreicht er an der Pressekonferenz zur Kaderbekanntgabe mehrmals. So rückt mit Aigbogun beispielsweise eine Spielerin in das Kader, die unter Pia Sundhage nur selten berücksichtigt wurde, aber bereits 99 Länderspiele vorweisen kann.

Auch stand Navarro seit er vor gut zwei Wochen seinen Vertrag unterschrieben hat bereits mit Captain Lia Wälti in Kontakt. «Ich denke, gerade Lia als Captain kann mir viel helfen. Klar treffe ich am Ende die Entscheidungen, aber gerade jetzt zu Beginn ist es mir wichtig, die Meinung von ihr zu kennen», sagt Navarro.

Wälti, die am Wochenende angeschlagen ausgewechselt werden musste, sei nicht schlimm verletzt. «Wir stehen im Kontakt mit ihrem Klub Juventus Turin, und es sieht gut aus, dass sie auch einrücken kann.»

Ein neuer Athletik-Coach

Das letzte Camp des Jahres beginnt am kommenden Montag, wenn die Spielerinnen nach Jerez in Spanien fliegen, um dort für gut eine Woche zu trainieren. «Ich freue mich sehr darauf, die Spielerinnen endlich kennenzulernen», so Navarro.

In Spanien wird das Nationalteam auch mit einem neuen Athletik-Coach trainieren. Norbert Callau Arbo übernimmt die Tätigkeit von Michel Kohler, der das Team auf eigenen Wunsch hin verlässt. Navarro kennt Callau Arbo vom FC Barcelona. Während Navarro Assistenzcoach der Frauen war, arbeitete Callau Arbo für die zweite Mannschaft der Männer. Noch nicht besetzt ist hingegen der Posten des Assistenzcoaches. Ein diesbezüglicher Entscheid wird nach den Länderspielen gegen Belgien und Wales gefällt.

Das Schweizer Aufgebot

Testspiele gegen Belgien (28. November, Jerez) und Wales (2. Dezember, Jerez).
Tor (3): Nadine Böhi (Union Berlin), Elvira Herzog (Leipzig), Livia Peng (Chelsea).
Verteidigung (7): Eseosa Aigbogun (RC Strasbourg), Laia Ballesté (Espanyol Barcelona), Viola Calligaris (Juventus Turin), Ana-Maria Crnogorcevic (Seattle Reign), Noemi Ivelj (Eintracht Frankfurt), Noelle Maritz (Aston Villa), Nadine Riesen (Eintracht Frankfurt).
Mittelfeld und Sturm (13): Iman Beney (Manchester City), Aurélie Csillag (Freiburg), Svenja Fölmli (SC Freiburg), Alisha Lehmann (Como), Alayah Pilgrim (AS Roma), Géraldine Reuteler (Eintracht Frankfurt), Sydney Schertenleib (Barcelona), Coumba Sow (Basel), Meriame Terchoun (Dijon), Smilla Vallotto (Wolfsburg), Lia Wälti (Juventus Turin), Leila Wandeler (West Ham), Riola Xhemaili (PSV Eindhoven). (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Unfall von Schweizer Michel schockte die Bob-Welt – so soll der Sport sicherer werden
Zwei Jahre ist der lebensbedrohliche Unfall des Schweizer Anschiebers Sandro Michel in Altenberg her. Weil in Sachen Sicherheit zu wenig geht, boykottiert Michael Vogt den Weltcup in Deutschland. Die Organisatoren wehren sich.
Die Bilder schockierten im Februar 2024 die Sportwelt. Nach einem Sturz des Viererbobs von Michael Vogt im Training schleuderte es den Anschieber Sandro Michel aus dem Schlitten, das von der ansteigenden Zielgeraden zurückrutschende Gefährt krachte voll in den bewusstlosen Michel und verletzte diesen lebensgefährlich.
Zur Story